Wer ein Land nicht modern strukturieren kann, sorgt für Vergreisung, Entvölkerung und Familienschwund

Am 8. Juli veröffentlichte die Bertelsmann Stiftung ihre neue Bevölkerungsprognose für die Bundesrepublik. Einige Medien gaben sich da recht erschreckt, weil die Prognose bis 2030 tatsächlich einen Bevölkerungsrückgang von rund einer halben Million für Deutschland ergab - trotz Zuwanderung. Aber auch die Bertelsmann-Prognosen haben so ihre Tücken. Denn man kann zwar die Zahlen der jüngeren Vergangenheit fortschreiben in die Zukunft.

Aber man kann nicht einberechnen, was möglicherweise „unterwegs“ an Änderungen eintritt. Eines der größten Handicaps der Bertelsmann-Berechnung ist, dass sie nur die Datenbasis bis 2012 berücksichtigte. Da waren zwar wesentliche Trends schon enthalten. So die zunehmende Überalterung der deutschen Bevölkerung und die nach wie vor geringe Geburtenrate.

Deutlich war auch 2012, dass die Binnenwanderung in der Bundesrepublik sich rapide beschleunigt hat. Nicht nur in Ost- und Mitteldeutschland wandern die jungen Menschen in Scharen aus den ländlichen Räumen in die Großstädte. Dasselbe erleben auch die westlichen Bundesländer – mit heute schon spürbaren Wohnungsknappheiten in zentralen Städten wie München und Frankfurt.

„Vor allem für viele Gemeinden im ländlichen Raum dürften die Folgen des Bevölkerungsrückgangs dramatisch werden. Im sächsischen Hoyerswerda, in Bitterfeld-Wolfen und Gräfenhainichen in Sachsen-Anhalt oder im thüringischen Roßleben wohnen 2030 gut 26 Prozent weniger Menschen als 2012. Unterföhring und Feldkirchen bei München, das nordbadische Ilvesheim und Teltow im brandenburgischen Kreis Potsdam-Mittelmark hingegen erwarten einen Anstieg der Einwohnerzahl um mehr als ein Viertel“, schreibt die Bertelsmann-Stiftung dazu. „Generell setzt sich der Trend fort: Städtische Regionen wachsen, der ländliche Raum verliert. Laut Brigitte Mohn, Vorstand der Bertelsmann Stiftung, ist es die zentrale Herausforderung, auch in einwohnerschwachen Regionen flexible Mobilitätsangebote, schnelles Internet und eine angemessene Gesundheitsversorgung in erreichbarer Nähe anzubieten.“

Demografie: Für die Landesregierungen auch Buch mit sieben Siegeln

Was die neue Prognose natürlich nicht erklärt, ist die Frage: Woran liegt das? Übrigens eine Frage, der nicht nur die Landesregierung in Sachsen ausweicht, sondern auch die in Bayern und anderswo. Ein Problem, dessen Ursachen übrigens Brigitte Mohn, Vorstand der Bertelsmann Stiftung, sogar klar benennt: „Es wird für die schrumpfenden und alternden Regionen immer schwieriger, eine gute Infrastruktur zu gewährleisten.“

Es ist dieses auf dem Kopf stehende Denken, das die Kommunen mit den zu Grunde liegenden Problemen allein lässt und ihnen auch die Aufgabe überlässt, Lösungen für ein Dilemma zu finden, das nun eindeutig nicht in den Dörfern und Kleinstädten entstanden ist. Es ist ein Problem der modernen Gesellschaft und der politischen Unfähigkeit, Ressourcen klug zu bewirtschaften und Strukturen nachhaltig zu vernetzen.

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat durchaus Recht, wenn sie erklärt, dass diese Sache mit dem Internet „Neuland“ für sie ist. Denn es geht gar nicht ums Internet und all den „social media“-Quatsch, der dort getrieben wird. Das Internet ist nichts anderes als eine Struktur, die das heutige Leben, Arbeiten, Wirtschaften, Organisieren und Lernen zu neuen Formen zwingt. Auch zu neuen Investitionen – aber das erst in zweiter Linie, auch wenn der Breitband-Ausbau zumindest vom Inhalt her zwingend ist. Ob er nachhaltig gedacht ist, ist eine völlig andere Frage.

Spar-Politiker können nicht in vernetzten Strukturen denken

Denn dazu würde gehören, wie alle Kommunikations- und Mobilitätsstrukturen in einem Land wie der Bundesrepublik sinnvoll strukturiert sein können – und im Interesse der Menschen auch müssten. Der massive Drang in die (noch) funktionierenden Großstädte erzählt ziemlich eindeutig davon, dass diese nachhaltigen Strukturierungen nicht existieren, auch nicht vorgedacht sind. Man kann Thema um Thema nehmen – es kommt immer wieder an den selben Punkt, egal, ob es die ÖPNV-Erschließung der (ländlichen) Räume ist, die Struktur der Bildungsversorgung, die medizinischen Versorgungsnetze oder die notwendigen Stromnetze der Energiewende. Sachsen ist für diese Art der Zukunftsverweigerung wohl ein leuchtendes Beispiel.

Mitteldeutschland übrigens ebenso. Wenn drei Bundesländer, die sich einen Wirtschaftsraum teilen, es über 25 Jahre nicht hinbekommen, eine gemeinsame Struktur- und Förderpolitik auf die Reihe zu kriegen, dann ist das unter den Bedingungen der modernen Informationsgesellschaft ein gemeinschaftliches Versagen.

Dass selbst die neue Bertelsmann-Studie die daraus resultierenden Effekte nicht zu fassen vermag, hat Dr. Josef Fischer in seinem Beitrag schon benannt. Für 2015 hat die ja nun erst vorgestellte Prognose für Leipzig 540.770 Einwohner errechnet. Das ist von der Wirklichkeit längst überholt. Schon für November 2014 hat das Sächsische Landesamt für Statistik für Leipzig eine amtliche Einwohnerzahl von 543.244 Personen gemeldet.

Leipzigs Prognosen für 2015 sind längst überholt

Im Melderegister der Stadt Leipzig waren im Dezember 2014 sogar schon 551.871 Einwohner verzeichnet. Was für die amtliche Einwohnerzahl, die noch nicht vorliegt, am Ende ziemlich genau die von Josef Fischer genannten 544.000 Einwohner für 2014 ergeben würde.

So betrachtet sind die von der Bertelsmann-Stiftung für das Jahr 2020 errechneten 564.540 Einwohner ein Witz. Oder ein gigantisches Fragezeichen. Denn natürlich grübeln auch die Leipziger Statistiker darüber, welche Faktoren hier eigentlich wirksam sind. Da wird mit Geburtenraten gerechnet und der weiblichen Wohnbevölkerung im geburtsfähigen Alter, da werden die Zuwanderungsraten aus den ländlichen Räumen berechnet, aber auch die aus ferneren Städten, Bundesländern und Ländern. Man zieht auch Experten aus allen möglichen Forschungsbereichen mit dazu, wenn man die Bevölkerungsentwicklung der näheren Zukunft hochrechnet.

2007 hat Dr. Josef Fischer als damaliger Amtsleiter selbst eine solche Prognose vorgestellt. Immerhin hatte sich die Prognose von 2005 schon erstmals als zu niedrig erwiesen. Aber 2005 und 2007 war man noch ganz am Anfang der Entwicklung, da war von den Wachstumszahlen von über 10.000 Einwohnern pro Jahr noch nichts zu ahnen. 2005 hatte auch die Leipziger Prognose nur eine Bevölkerungszahl für das Jahr 2015 ergeben, die heute fast lächerlich wirkt: 521.000 Einwohner.

Als man 2007 versuchte, die Prognose zu verbessern, kam man für 2015 auf 527.200 Einwohner. Und in der zugehörigen Tabelle stand „weniger zuverlässige Werte“. Nach damaligem Wissensstand hätte es auch drunter sein können. Aber es ging ja bekanntlich ordentlich drüber.

Die letzte Bevölkerungsprognose hat das Leipziger Amt für Statistik und Wahlen übrigens 2013 vorgelegt. Damals kam man für 2015 immerhin schon auf 549.800 Einwohner. Aber diese Zahl ist im Grunde jetzt im Sommer schon erreicht. Für den 30. Juni ergaben die Leipziger Melderegister für 2015 allein schon einen Bevölkerungszuwachs von 4.146 Menschen. Wenn man das zu den höchstwahrscheinlich 544.000 Bewohnern nach der amtlichen Zahl dazu addiert, kommt man schon auf 548.100 Einwohner. Im Juni. Bis Jahresende wird auch die amtliche Einwohnerzahl aus dem Landesamt für Statistik die 550.000er-Marke überschreiten und wohl um die 554.000 oder drüber landen.

Klare Aussage: Sogar die Prognosen der Stadt aus dem Jahr 2013 erweisen sich als zu niedrig. Der Zuzug ist deutlich stärker. Was unter anderem damit zu tun hat, dass längst nicht mehr nur die jungen Leute zu Studium und Ausbildung in die Großstadt ziehen, sondern auch die jungen Familien, die hier Arbeit finden.

Nächste Bevölkerungsprognose ist in Arbeit

Leipzigs Statistiker haben sich deshalb vorgenommen, jetzt im Sommer die Zahlen für die nächste Bevölkerungsprognose zusammen zu bekommen. Die Prognose von 2013 sah übrigens für Leipzig einen sehr, sehr weiten Weg bis zur 600.000 vor: Erst um das Jahr 2033 hätte Leipzig demnach die Chance, an der 600.000er-Marke zu kratzen.

Aber alles deutet darauf hin, dass die bisherigen Prognosen eben doch nicht alle Faktoren erfasst haben. Auch die Bertelsmann-Studie nicht.

Grund, in das Gejammer über die sinkenden Bevölkerungszahlen in der Bundesrepublik einzustimmen, gibt es natürlich keinen. Die Überalterung verbunden mit der weiter extrem niedrigen Geburtenrate sind politisch gewollt. Im Grunde kann man – recht kurz gesagt – formulieren, dass ein Land, das von Greisen regiert wird, auch nicht wieder jung werden kann. Auch wenn einige dieser Greise noch nicht im Rentenalter sind. Wer Angst vor der Zukunft hat, macht nun einmal eine familienfeindliche Politik, auch wenn dann andere Label drauf kleben.

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