Leipzig wächst weiter im gewohnten Tempo und trotzdem wächst jedes vierte Kind in Armut auf

Leipzigs Statistiker waren in den letzten Wochen fleißig. Sie haben nicht nur den dicken Bericht zur „Bürgerumfrage 2015“ fertiggestellt, sie haben auch den Quartalsbericht Nr. 2 für 2016 fertig bekommen. Das ist sozusagen der vierteljährliche Wasserstandsanzeiger für Leipzig: Wächst die Stadt weiter oder geht ihr über den Sommer mal der Saft aus?

Der Bericht enthält – neben einem Dutzend thematischer Schwerpunktartikel – auch immer die aktuellsten Daten zur Stadtentwicklung, zu Bevölkerung, Wirtschaft, Bautätigkeit, Kultur usw. Und das jeweils zum Stand des jüngst abgelaufenen Quartals – in diesem Fall also für Ende Juni.

Das Statistische Landesamt hat ja inzwischen bestätigt, dass Leipzig 2015 so brav gewachsen ist wie erwartet – von 544.479 Einwohnern im Dezember 2014 auf 560.472 im Dezember 2015. Und man spürte regelrecht, wie die Landesstatistiker da erst mal die Luft anhielten, weil sich damit mal wieder die Wachstumsprognosen der Leipziger bestätigten – und nicht die Landesprognosen, die den beiden Großstädten gern ein deutlich langsameres Wachstum verpassen würden. Wenn das nur ginge.

Aber in Sachsen ist schon längst alles auf die großen Netzknoten fokussiert. Die Chance, die demografische Entwicklung in eine andere Richtung zu drehen, hatte die sächsische Regierung wahrscheinlich nie, auch wenn sie eine Weile davon geträumt hat. Die Großstädte sind ja im Grunde nur in ihre alte Rolle als wirtschaftliche Wachstumskerne für eine ganze Region zurückgekehrt – was sie mit völlig unzureichenden Mitteln auch wieder ausfüllen. Hier entstehen die neuen Arbeitsplätze. Die meisten jungen Sachsen, die heute umziehen, ziehen einfach ihrer beruflichen Zukunft hinterher.

Und der Dezember 2015 war nicht das Ende dieser Entwicklung. Der „Quartalsbericht II/2016“ bietet auch die neuen Bevölkerungszahlen aus dem Melderegister. Aktueller geht es nicht. Die amtlichen Bevölkerungszahlen aus Dresden kleckern immer acht Monate hinterher.

Aber die Melderegisterzahl für den Juni 2016 zeigt: Leipzig ist gegenüber dem Juni 2015 wieder um 16.873 Einwohner gewachsen – von 556.017 auf 572.890. Jüngere Zahlen hat auch der OBM noch nicht, aber im Juli, August muss es so weitergegangen sein, so dass OBM Burkhard Jung jetzt schon von 580.000 Einwohnern spricht.

Allein durch Zuwanderung ist Leipzig im 1. Quartal (Januar bis März) um 3.527 Einwohner gewachsen, im 2. Quartal (April bis Juni) um 2.566. Und nicht nur durch Zuwanderung wächst Leipzig weiter. Auch die Geburtenzahlen steigen weiter an. Mit 3.355 Geburten im ersten Halbjahr wurde die Geburtenzahl aus dem ersten Halbjahr 2015 schon übertroffen. Es läuft auf einen neuen Höchststand bei Geburten hinaus. Zumindest für die Zeit nach dem heftigen Geburteneinbruch der frühen 1990er Jahre. Leipzig allein kann das Problem nicht lösen, dass die bundesdeutsche Familienpolitik eher eine Reiche-Doppelverdiener-Politik ist, die auf die finanziellen Probleme der meisten jungen Familie überhaupt keine Rücksicht nimmt.

Auch in Leipzig bedeutet die Entscheidung fürs Kinderkriegen für viele junge Familien den Schritt in eine prekäre Zukunft, oft genug direkt in Armut, weil das verfügbare Arbeitsplatzangebot eher selten wirklich familienfreundlich ist und die Bezahlung eher mager.

Was der „Quartalsbericht“ übrigens beiläufig thematisiert an einer Stelle, an der Peter Dütthorn einfach versucht, die neueste Revision der Zahlen aus der Bundesarbeitsagentur zu erläutern. Es ist die x-te Kosmetik der Arbeitslosen- und Bedürftigenstatistik. Und wer sich mit dem bürokratischen Zahlensalat der Jobcenter beschäftigt, der weiß, wie diffus es werden kann, wenn man sich mit „erwerbsfähigen Leistungsberechtigten“ (ELB) oder „nicht erwerbsfähigen Leistungsberechtigten“ (NEF) beschäftigt. Zur letzten Gruppe gehören auch Kinder unter 15 Jahre. Aber nicht nur.

Wer die deutsche Bürokratie liebt, ist im Jobcenter wirklich an der richtigen Adresse. Im Flur sitzt seit elf Jahren ein Herr namens Kafka und wartet darauf, dass ihm endlich sein Urteil verkündet wird.

Und in Leipzig waren seit 2005, als „Hartz IV“ eingeführt wurde, immer auch jede Menge Kinder betroffen, weil sie in „Bedarfsgemeinschaften“ lebten. Sie haben Armut miterlebt, manche haben nie etwas anderes kennengelernt, weil Familien, die in dieser speziellen Fürsorge landen, in der Regel auch nicht so schnell wieder rauskommen. 2007 hatte Leipzig einen einsamen Spitzenwert erreicht: Damals wurden 18.124 Kinder unter 15 Jahren in Bedarfsgemeinschaften gezählt, was einer Quote von 34,7 Prozent der Altersgruppe betraf. Jeder dritte Leipziger wuchs in Armut auf.

Das hat sich – zumindest statistisch – etwas entspannt, weil viele Eltern es seitdem geschafft haben, aus der beklemmenden Fürsorge des Jobcenters zu entweichen. Ob ihr gefundenes Erwerbseinkommen dann höher war als die Alimente aus dem Jobcenter, hat ja noch niemand erforscht. Für die meisten ist schon der Schritt aus der Sanktionspraxis heraus eine Erlösung.

Trotzdem waren 2015 noch immer 16.394 Kinder in Bedarfsgemeinschaften registriert. Da aber die Kinderzahl in Leipzig seit 2007 deutlich gestiegen ist, machte diese Zahl nur noch 23,5 Prozent aller Kinder unter 15 Jahren aus. Es lebte also ganz offiziell noch knapp jedes vierte Leipziger Kind in Armut. Was im Grunde zeigt, wie sehr es in Leipzig nach wie vor an den richtigen Arbeitsplätzen fehlt, damit junge Menschen auf einem finanziell gesicherten  Fundament eine Familie gründen können.

Das ist die andere Seite des wachsenden Leipzigs, die mit durchschnittlich nach wie vor niedrigen Einkommen in weiten Teilen der Bevölkerung einhergeht. Die wachsende Stadt hat also nach wie vor Fieber. Und zwar in einem Bereich, wo eigentlich seit Jahren eines der großen Ziele der Stadtpolitik gesetzt ist: die familiengerechte Stadt.

Das ist Leipzig nur bedingt. Nicht alle haben am wirtschaftlichen Aufschwung der Stadt Teil, auch wenn die Zahlen dazu selbst im Bundesvergleich verblüffend wirken: Zum Jahresende 2015 hat sich die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten weiter deutlich erhöht. Am Arbeitsort Leipzig wurden 253.455 Beschäftigte (+2,8 Prozent zum Vorjahr) registriert, am Wohnort Leipzig waren es 215.319  Beschäftigte (+3,6 Prozent). Also knien wir uns im nächsten Beitrag zum „Quartalsbericht“ mal in die Zahlen zur Wirtschaft.

Der Statistische Quartalsbericht II/2016 ist im Internet unter www.leipzig.de/statistik unter „Veröffentlichungen“ einzusehen. Er ist zudem für 7 Euro (bei Versand zuzüglich Versandkosten) beim Amt für Statistik und Wahlen erhältlich.

In eigener Sache – Eine L-IZ.de für alle: Wir suchen „Freikäufer“

BevölkerungswachstumQuartalsberichtKinderarmut
Print Friendly, PDF & Email
 


Schneller informiert mit dem L-IZ-Melder
Weitere Nachrichten:Bewegungsmelder | Wortmelder | Rückmelder | Sport | Polizei | Verkehr


Weitere aktuelle Nachrichten auf L-IZ.de

Kirschen essen: Wenn man nur genau hinschaut, ist die Bibel voller lebendiger Liebesgeschichten
Susanne Niemeyer: Kirschen essen. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserSchon mit ihrem Buch „Fliegen lernen“ hatte Susanne Niemeyer gezeigt, dass man die weltberühmten Geschichten aus der Bibel auch völlig anders lesen kann. Nämlich mit den Augen einer modernen, emanzipierten Frau. Mit „Kirschen essen“ zeigt sie erst recht, wie sehr die Bibelgeschichten immer noch aus Männer- und Machoperspektive interpretiert werden. 3.000 Jahre Männerignoranz sind einfach so zählebig, dass man das eigentliche Leben vor lauter Brettern nicht mehr sieht.
Donnerstag, der 17. September 2020: Abgespecktes Lichtfest und eine Entscheidung des EU-Parlaments
Auch in diesem Jahr wird das Leipziger Lichtfest stattfinden, allerdings unter Corona-Bedingungen. Foto: L-IZ.de

Foto: L-IZ.de

Für alle LeserDie Stadtverwaltung gab am heutigen Donnerstag die Pläne für das diesjährige Leipziger Lichtfest bekannt. Auch in diesem Jahr soll an die Friedliche Revolution erinnert werden – allerdings sehen die Festivitäten unter Corona-Bedingungen etwas anders aus als gewohnt. Statt sich auf dem Augustusplatz und den Straßen in der Innenstadt zu begegnen, kommt das Lichtfest im Vorfeld „zu Besuch“. Außerdem können die Leipziger/-innen online an der Veranstaltung teilhaben. Die L-IZ fasst zusammen, was sonst noch wichtig war in Leipzig und Sachsen und weltweit.
Die LVB setzen bei Fahrausweiskontrollen auch künftig auf Deeskalation
Wenn alles nichts hilft, wird die Polizei gerufen. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserIm Juli sorgte ja bekanntlich die rabiate Vorgehensweise von Fahrkartenkontrolleuren der LVB für Schlagzeilen. Indem sie einen Fahrgast ohne Fahrschein zu Boden drückten, überschritten sie eindeutig ihre Kompetenzen. Und während sich die einen über die Gewalt in dem Vorgang aufregten, sah die CDU-Fraktion eher wieder das Problem der aggressiven Schwarzfahrer, die sich gegen eine Kontrolle wehren. Das Verkehrs- und Tiefbauamt hat jetzt auf die CDU-Anfrage geantwortet.
Leipziger FKK gibt es nur am Kulkwitzer See
Am Kulkwitzer See. Foto: L-IZ

Foto: L-IZ

Für alle LeserCorona hat auch viele Leipziger/-innen gezwungen, ihren Urlaub daheim zu verbringen. War ja eigentlich nicht so schlimm: Badestrände gibt es direkt vor den Toren der Stadt. Und heiß war es auch. Und wenn es richtig knackig heiß wird, zieht der Mensch natürlich am liebsten alles aus. Was die Linksfraktion im Stadtrat auf die Idee brachte, mal wieder nach den FKK-Stränden in der Stadt zu fragen. Gibt es überhaupt welche?
Sumpfwald-Biotop in der Rietzschke-Aue soll erhalten bleiben, Wiesen werden extensiv gepflegt
Blühende Landschaft östlich der neuen Schule an der Ihmelsstraße. Foto: Alexander John

Foto: Alexander John

Für alle LeserAm 20. Juli berichteten wir über das blühende Biotop, das nach dem Auflösen der Kleingartenanlage in der Rietzschke-Aue in Sellerhausen entstanden ist. Die Frage dabei stand im Raum, ob bei der von der Stadt geplanten Grünflächengestaltung dieser Artenreichtum wieder verloren geht. Die Frage bewegte auch Tobias Peter, der die Stadtverwaltung deshalb anfragte. Das Amt für Stadtgrün und Gewässer erklärt jetzt, wie man sich die Umgestaltung genauer vorstellt.
Am 19. September belebt sich der Kubus auf dem Wilhelm-Leuschner-Platz: Dürremonitor, Umwelttracker und der Sound von Tschernobyl
Der Kubus auf dem Wilhelm-Leuschner-Platz. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserSeit dem 5. September laufen die Menschen am Leipziger Wilhelm-Leuschner-Platz direkt durch einen geheimnisvollen Kubus aus schwarzem Gitter – das „Sperrgebiet“. Es ist eine Installation der Schaubühne über Umweltzerstörung, Klimawandel und menschengemachte Sperrgebiete in Natur und Gesellschaft. Am Samstag, 19. September, laden die Schaubühne, das Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung und das Leibniz-Institut für Troposphärenforschung nun ein zum Forschungstag im „Sperrgebiet“.
Ökolöwe mahnt: Das Verkehrsdezernat verbaut die Zukunft der Luppe-Aue
Nahlebrücke. Quelle: Ökolöwe - Umweltbund Leipzig e.V.

Quelle: Ökolöwe - Umweltbund Leipzig e.V.

Es war zu erwarten, dass def Stadtrat diese Vorlage am Mittwoch, 16. September nicht mehr schaffen würde: "Ersatzneubau Leutzsch-Wahrener Brücke (II/5) im Zuge der Gustav-Esche-Straße über die Nahle - Bestätigung der Vorzugsvariante". Die Vorlage kam knapp vor den Sommerferien erst ins Verfahren. Und erst am Mittwoch konnte auch der Ökolöwe seine Position formulieren.
Linke Antrag abgelehnt: Regierungskoalition findet keine Position zu Mühlrose
Mühlrose am Tagebau Nochten in der Oberlausitz. Bild: Google Maps

Bild: Google Maps

Für alle LeserEs war eigentlich zu erwarten, dass Antonia Mertsching und Marco Böhme am Dienstag enttäuscht sein würden. Am Dienstag, 15. September, hat der Wirtschaftsausschuss des Sächsischen Landtages den Antrag der Linksfraktion „Klarheit herstellen: Kohle-Kompromiss entsprechend den Empfehlungen der Kommission einhalten bedeutet Erhalt von Mühlrose, Pödelwitz und Obertitz“ (Drucksache 7/2099) abgelehnt. Ein Schicksal, das schon hunderte Anträge der Opposition erlebten.
Der Stadtrat tagt(e): Eine kleine Debatte über die jüngsten Leipziger Gewaltnächte + Video
Mal ab und zu die Richtung angeben - Burkhard Jung im Stadtrat Leipzig führte die Debatte um die Gewalt in Leipzig ein. Foto: L-IZ.de

Foto: L-IZ.de

Für alle LeserAuf Initiative des Oberbürgermeisters Burkhard Jung (SPD) hat der Stadtrat am Mittwoch, den 16. September, rund eine halbe Stunde über die gewalttätigen Konflikte in der vorletzten Woche im Leipziger Osten und in Connewitz diskutiert. Während einige Stadträte eine Mitschuld bei Linken sahen, thematisierten andere das Phänomen der Hausbesetzungen und inwiefern solche gerechtfertigt sein könnten.
Die Kunst im Gewandhaus: Der große Bildband, der erklärt, was im Gewandhaus alles an Kunst zu sehen ist
Die Kunst im Gewandhaus. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserBeinah hätte es noch eine Galerie gegeben, in der wechselnde Ausstellungen Arbeiten von bildenden Künstlern zur Musik gezeigt hätten. Aber den Gedanken ließen die Planer irgendwann fallen, als das neue Leipziger Gewandhaus am Augustusplatz nach und nach Gestalt annahm. Kunst ist trotzdem drin, sogar mehr, als der Betrachter von außen sehen kann, wo ihm das riesige Deckengemälde „Gesang vom Leben“ von Sighard Gille entgegenleuchtet.
„Wutschweiger“ feiert am 24. September Premiere
Theater der Jungen Welt. Foto L-IZ.de

Foto L-IZ.de

Seit Jahren ist Kinderarmut eine der größten gesellschaftlichen Herausforderungen in Deutschland, die Corona-Krise droht diese noch zu verschärfen. Jedes fünfte Kind in Deutschland ist aktuellen Studien zufolge von Armut betroffen – ein zumeist unsichtbares, aber akutes Problem inmitten der Gesellschaft. Das Stück „Wutschweiger“, ausgezeichnet mit dem niederländisch-deutschen Kinder- und Jugenddramatikerpreis Kaas&Kappes, dem Jugendtheaterpreis Baden-Württemberg und nominiert für den deutschen Kindertheaterpreis stellt sich diesem.
Der Stadtrat tagt: Keine Umbenennung der Arndtstraße + Video
Thomas Kuno Kumbernuß (Die PARTEI) hatte vor Monaten den erfolgreichen Vorschlag zur Umbenennung der Arndtstraße in Hanna-Arendt-Straße eingebracht. Foto: L-IZ.de

Foto: L-IZ.de

Für alle Leser Nachdem der Stadtrat am 22. Januar 2020 beschlossen hatte die Arndtstraße in Hannah-Arendt-Straße umzubenennen, wurde dieser Entschluss nun in der Sitzung am 16. September aufgehoben. Vorerst wird die Straße in der Südvorstadt also nicht in Hannah-Arendt-Straße umbenannt und behält ihren Namen.
Der Stadtrat tagt: Paternoster, es wird teuer! + Video
Oliver Gebhardt (Linke). Foto: L-IZ.de

Foto: L-IZ.de

Für alle LeserEr ruckelt, er zuckelt, er bleibt gern mal stehen: Der Paternoster im Neuen Rathaus soll von Grund auf saniert werden, damit er in Zukunft zuverlässiger funktioniert. Bisher hat er das nicht getan, denn er wurde immer nur dann repariert, wenn es akut notwendig war. Bereits im Februar hat die Linksfraktion im Stadtrat auf das Problem aufmerksam gemacht und dazu aufgefordert, das launige 80er-Jahre-Schmuckstück zu retten, unter anderem mit Einnahmen aus der Gästetaxe.
Der Stadtrat tagt: Kein guter Tag für Raucher/-innen + Video

Foto: L-IZ.de

Für alle LeserWer Zigarettenreste in die Umwelt wirft, muss künftig mit höheren Bußgeldern rechnen, und wer in bestimmten öffentlichen Gebieten rauchen möchte, wird dies möglicherweise bald nicht mehr tun dürfen. Das hat die Ratsversammlung am Mittwoch, den 16. September, beschlossen. Das Bußgeld soll in der Regel 50 Euro betragen und von Verboten wären unter anderem Spielplätze und Wartehäuschen an Haltestellen betroffen.
Der Stadtrat tagt: Die September-Sitzung im Livestream und als Aufzeichnung
Der Stadtrat tagt in der Kongresshalle am Zoo. Foto: L-IZ.de

Foto: L-IZ.de

Für alle Leser/-innenDie Sommerpause ist vorbei. Zum ersten Mal seit zwei Monaten findet in Leipzig wieder eine Ratsversammlung statt. Auf der Tagesordnung stehen unter anderem 40 Anträge aus den Fraktionen und wichtige Verwaltungsvorlagen, beispielsweise zu Straßenbenennungen und dem Wilhelm-Leuschner-Platz. Die L-IZ wird über ausgewählte Themen berichten. Ab circa 14 Uhr ist zudem ein Livestream verfügbar.