Die Modellrechnungen für die Leipziger Stickoxidbelastungen sind nicht mehr realistisch

Für alle LeserWenn der Straßenverkehr der Hauptverursacher für Luftschadstoffe wie Feinstaub und Stickoxid ist, dann ist es nur folgerichtig anzunehmen, dass gerade Straßenabschnitte mit hoher Verkehrsbelastung auch besonders hohe Schadstoffbelastungen aufweisen. In Leipzig werden diese Belastungen zwar nur an drei Messstellen auch gemessen. Aber für das übrige Straßennetz werden die Werte mit Modellrechnungen ausgerechnet. Und einige Straßenabschnitte leuchten dann knallrot.

An diesen Modellrechnungen gibt es immer wieder Kritik. Und teilweise geht der Bericht zum Luftreinhalteplan auch auf einige Unsicherheiten der Berechnungsmethode ein. Aber das Grundprinzip ist deutlich: Da sich der Kraftverkehr im Herzen der Stadt ballt, sind dort die Gesamtbelastungen an verkehrsinduziertem Feinstaub und Stickstoffdioxid folgerichtig am höchsten, egal, ob sie direkt aus den Motoren stammen oder aus Abrieb und Aufwirbelung.

Am höchsten sind die Belastungen logischerweise auf den Hauptstraßen mit den meisten Fahrzeugen. Von dort breiten sie sich aus – oder sie stauen sich dort auf, wenn die Straße wie ein Kanal wirkt, in dem die Abgase sich ballen.

Der Luftreinhalteplan enthält auch die Modellrechnung für 2018.

„Neben den Luftschadstoffmessungen lassen die Ergebnisse aus Luftschadstoffberechnungen erkennen, dass im Jahr 2015 in Leipzig etwa 2.000 Bewohner einer oberhalb des Grenzwertes liegenden Belastung mit Stickstoffdioxid ausgesetzt waren. Nach rechnerischer Prognose werden auch im Jahr 2020 noch etwa 600 Bewohner von einer mehr als zulässigen Stickstoffdioxidbelastung betroffen sein. Neben Stickstoffdioxid liegt der Fokus auch auf einer zu hohen Feinstaub-(PM10-) Belastung, der im Jahr 2020 etwa 470 Menschen voraussichtlich ausgesetzt sein werden“, interpretiert das Umweltdezernat die errechneten Zahlen.

Wobei man betonen muss: Es sind Modellrechnungen.

41 Straßenabschnitte waren nach dieser Modellrechnung 2015 noch so hochbelastet mit Stickoxid, dass dort der gesetzliche Grenzwert von 40 μg/m gerissen wurde.

Für 2018 kommt das Leipziger Umweltamt nur noch auf 19 derart hochbelastete Straßenabschnitte. Und das darf wohl bezweifelt werden – genauso wie die Modellrechnung für 2020. Ja, auch weil man nun das „Handbuch Emissionsfaktoren des Straßenverkehrs“ des Umweltbundesamtes zugrunde legt. Version 3.2 wohlgemerkt.

Modellrechnung für die NO2-Belastungen einzelner Straßenabschnitte 2018. Grafik: Stadt Leipzig, Luftreinhalteplan 2018

Modellrechnung für die NO2-Belastungen einzelner Straßenabschnitte 2018. Grafik: Stadt Leipzig, Luftreinhalteplan 2018

Das Umweltbundesamt (UBA) hat aber inzwischen eine Version 3.3 vorgelegt, die deutlich darauf hinweist, dass sich die zugrunde zu legenden Emissionen deutlich erhöhen: „NOx-Emissionsmessungen bei neuen Diesel-Personenwagen in den USA und Europa führten zu der Notwendigkeit der Anpassung der in HBEFA 3.2 enthaltenen Emissionsfaktoren für PKW. Dies vor allem, da seitens der Hersteller nach wie vor viele Möglichkeiten zur Anpassung der Fahrzeuge an den Emissionstest ausgenutzt werden und die Emissionen im Realbetrieb um ein Vielfaches höher liegen.“

Falscher Zahlensalat bleibt falscher Zahlensalat. Egal, wie lange man braucht, um eine Berechnung für einen Luftreinhalteplan zu erstellen, die man dann auch noch so begründet: „Aufgrund der vorstehenden Erkenntnisse wurde für die Berechnung der NO2-Immissionen für die Jahre 2018 und 2020 folgender Weg gewählt: Zunächst wurden, ausgehend von den für diese Jahre prognostizierten Verkehrszahlen, die zugehörigen Emissionen mit den Emissionsfaktoren des HBEFA 3.2 für das Jahr 2015 berechnet. Daran anschließend erfolgte eine vollständige Modellierung wie in Kapitel 3.1.2 ff. angegeben. Nach der Berechnung der Gesamtbelastungen für die luftreinhalteplanungsrelevanten Straßenabschnitte wurden von den modellierten Werten 6 % (Jahr 2018) bzw. 10 % (Jahr 2020) abgezogen, was einer jährlichen Reduzierung der Immissionsbelastung um 2 % entspricht.“

Die 6 und die 10 Prozent kann man gleich wieder vergessen. Sie bauen auf Emissionswerten auf, die nichts mit der Realität zu tun haben. Und das Schöne ist: Im Leipziger Umweltdezernat weiß man es sogar. Man hat ja sogar eine Grafik zu den nicht übereinstimmenden Abgaswerten im Bericht untergebracht. Hier ist sie:

Wie sich die tatsächliche Emissionen von den erwarteten unterscheiden. Grafik: Stadt Leipzig, Luftreinhalteplan 2018

Wie sich die tatsächliche Emissionen von den erwarteten unterscheiden. Grafik: Stadt Leipzig, Luftreinhalteplan 2018

Das UBA zu den neuen Zahlen: „In der Datengrundlage erhöhen sich die Emissionsfaktoren aller Euro 4, 5 und 6 Diesel PKW. Bei den Euro 4 und 5 Fahrzeugen ist je nach Auswahl der Verkehrssituation mit einer Erhöhung von bis zu 35 % zu rechnen. Bei den Euro 6 PKW sogar mit einer Verdoppelung.“

Es ist also davon auszugehen, dass 2018 weit mehr als nur die 41 Straßenabschnitte viel höher mit Stickoxid belastet waren und auch deutlich mehr als die „nur“ 887 Einwohner betroffen waren, die das Leipziger Amt für Umweltschutz berechnet hat.

Und an dieser Stelle wird es brisant, weil dann die Berechnungen nicht mehr zu den erfolgten und geplanten Maßnahmen passen. Dann genügt das alles nicht, um die Grenzwerte auch in den betroffenen Straßenabschnitten zu erreichen. Dann sind auch die Karten mit den Projektionen bis 2020 nicht mehr belastbar. Deswegen fügen wir hier nur die mit den Modellrechnungen für 2018 ein (siehe oben), die zumindest zeigt, welche Straßenabschnitte im Stadtinneren auf jeden Fall die gesetzlichen Grenzwerte reißen.

Allen voran natürlich die Innere Jahnallee, von der das zuständige Verkehrsamt hofft, mit Straßensteuerungsmaßnahmen die Belastungen unter die hier ausgewiesenen 41 bis 45 μg/m³ zu drücken. Dazu sollen ja die Ampelschaltungen an der Marschnerstraße, an der Berliner und an der Roscherstraße geändert werden, um mehr Autofahrer dazu zu drängen, über das Tangentenviereck (also die Emil-Fuchs-Straße) zu fahren und damit die Innere Jahnallee zu entlasten. Wenn es nur um die prognostizierte Senkung der Schadstoffbelastung um 6 oder 10 Prozent ginge, wäre das ein praktikabler Weg, aber nicht bei 30 und mehr Prozent.

Geplante Maßnahmen der Kategorie A. Grafik: Stadt Leipzig, Luftreinhalteplan 2018

Geplante Maßnahmen der Kategorie A. Grafik: Stadt Leipzig, Luftreinhalteplan 2018

Reale Messungen in der Inneren Jahnallee stehen übrigens noch aus. Man darf davon ausgehen, dass die Werte von 41 bis 45 μg/m³ dort deutlich überschritten werden. Genauso wie am Dittrichring (schöne Straßenbahnhaltestelle), am Tröndlinring (schöne große Straßenbahnhaltestelle), in der Harkortstraße und im Grimmaischen Steinweg.

Über die berühmten Maßnahmen der Kategorie A, mit denen die Verkehrsbelastung in diesen Abschnitten reduziert werden soll, haben wir ja schon geschrieben. Im Bericht wird deren schnelle Wirksamkeit noch einmal betont: „Mit den Maßnahmen der Kategorie A wird das Verkehrsmanagement so verändert, dass u. a. durch Zuflussdosierung an Knotenpunkten die Zahl der Fahrzeuge an den Hotspots der Luftschadstoffbelastung reduziert und eine Verstetigung des Verkehrs erreicht wird. Auf dem Straßenabschnitt der Berliner Straße von der Erich-Weinert-Straße bis zur Kurt-Schumacher-Straße wird die Geschwindigkeit von 50 km/h auf 30 km/h reduziert.“

Mit der „Dosierung“ aber wird keine Verringerung des Kfz-Verkehrs erreicht, sondern nur eine Verlagerung – wunschweise auf das Tangentenviereck. Man rechnet sich dabei NO2-Reduzierungen von 3 bis 4 μg/m³ bis 2020 aus – was angesichts der vom UBA berechneten Emissionen sehr weltfremd wirkt.

Augenscheinlich heißt es schon am Tag nach Vorstellung des neuen Luftreinhalteplans: nachsitzen. So, wie er daliegt, kann er nicht funktionieren.

LuftreinhalteplanJahnalleeStickstoffdioxid
Print Friendly, PDF & Email
 
Ein Kommentar


Schneller informiert mit dem L-IZ-Melder
Weitere Nachrichten:Bewegungsmelder | Wortmelder | Rückmelder | Sport | Polizei | Verkehr


Weitere aktuelle Nachrichten auf L-IZ.de

Mitteldeutsches Bündnis entwickelt jetzt mit Bundesunterstützung ein Konzept für die Wasserstofftransferregion Leipzig
Teilnehmer zum Zukunftsworkshop H2-Chancendialog. Foto: Fraunhofer IAO

Foto: Fraunhofer IAO

Für alle LeserEs geht nicht nur um den „Wandel in strukturschwachen Regionen“, wenn das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) im Programm „WIR! – Wandel durch Innovation in der Region“ jetzt das HYPOS-Projekt in der Region Leipzig fördert. Denn mit HYPOS wird Wasserstoff zum künftigen Energieträger in der Braunkohleregion, deren Ende spätestens 2035 eingeläutet wird, wahrscheinlich aber noch viel früher.
Im März und April ging die Stimmung der Leipziger Wirtschaft durch die Corona-Krise erst einmal in den Keller
Wie bewerten die Leipziger Unternehmen die sächsische Exit-Strategie? Grafik: IHK zu Leipzig

Grafik: IHK zu Leipzig

Für alle LeserDas hat reingehauen. Das hat die Weltwirtschaft so noch nicht erlebt, dass praktisch alle wichtigen Industrienationen fast zwei Monate ihre Wirtschaft herunterfahren, um den Ausbruch einer Pandemie in den Griff zu bekommen. Mit durchaus unterschiedlichem Erfolg. Sachsen ist dabei noch relativ glimpflich davongekommen. Aber zumindest im März und April sorgt der Shutdown für eine massive Eintrübung der Stimmung in der Wirtschaft.
Ökolöwe zur Zukunft des Auenwaldes: Die Leipziger Aue braucht exklusiven Schutz
Bärlauchblüte im Auenwald. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserIn Deutschland sind 63 Prozent der zu schützenden Arten in einem ungünstigen Erhaltungszustand. 69 Prozent der geschützten Biotope sind in einem schlechten Zustand. Zu diesen ernüchternden Ergebnissen kommt der Bericht „Lage der Natur Deutschlands“, den das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU) Mitte Mai veröffentlicht hat. Das betrifft auch den Leipziger Auenwald, zu dem der Stadtrat am 20. Mai endlich einen grundlegenden Beschluss gefasst hat.
Heute mal über Wissen und Bildung, Dunning und Kruger und die Gefühle von Wissenschaftler/-innen
Weil gerade kein tolles Nerd-Bild zur Hand war ... Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserEs gibt tatsächlich diese seltsamen Begegnungen, nicht nur bei diesen Hygiene-Demos, selbst in der Straßenbahn, wo eine doch schon etwas ältere, gartengebräunte und sehr von sich überzeugte Frau laut zu ihren beiden Schützlingen sagt: „Dass wir jetzt alle gechipt werden, ist jetzt offiziell. Das ist jetzt nämlich rausgekommen. Als Merkel kürzlich in China war ...“ Ja, was macht man da? Schreit man da vor Entsetzen? Oder guckt man lieber nach, ob man sein Handtuch dabei hat, um so schnell wie möglich wegzukommen, weil dieser Planet nicht mehr zu retten ist?
Donnerstag, der 28. Mai 2020: Stadtrat verurteilt, Untersuchung am Bahnhof, Demos zu Pfingsten
Rund um den Hauptbahnhof könnte es am Freitag eine Sperrzone geben. Foto: L-IZ.de

Foto: L-IZ.de

Für alle LeserLeipzig stehen aufregende Tage bevor. Am Freitag wollen Feuerwehr und Kampfmittelbeseitigungsdienst ein Objekt am Bahnhof untersuchen, das eine Fliegerbombe sein könnte, und über Pfingsten sind zahlreiche „Corona-Demos“ geplant. Bereits heute tagte der Stadtrat. Zudem kündigte Leipzigs Ex-OBM Tiefensee seinen Abschied an. Die L-IZ fasst zusammen, was am Donnerstag, den 28. Mai 2020, in Leipzig und darüber hinaus wichtig war.
Pfingsten ohne Gruftis? Das Darkstream Festival zeigt Düster-Pop aus Leipzig + Livestream
David Gray und "Kruppe" bei der gemeinsamen Moderation in der Moritzbastei. Screen Livestream

Screen Livestream

Für alle LeserPfingsten ohne ein schwarzes Leipzig? Geht gar nicht, waren sich Dave, Kruppe und Christian einig, als Corona mehr und mehr drohte, das 2020er „Wave-Gotik-Treffen“ zu kippen. Am Ende musste das WGT in diesem Jahr ausfallen, noch immer ist es nicht möglich, Konzerte durchzuführen. Dafür haben die drei mit weiteren Szenefreundinnen etwas auf die Beine gestellt, was sie selbst am Beginn nicht für möglich gehalten hätten. Das gesamte Pfingsten 2020 gibt es erstmals mit dem „Darkstream-Festival“ einen nahezu durchgehenden Livestream mit Moderation aus der Moritzbastei, Eindrücken aus Leipzig, über 40 Bands und Autorenlesungen.
Der Stadtrat tagt: Verwaltung soll Planung der Eisenbahnbrücke über Geithainer Straße einleiten + Video

Foto: L-IZ.de

Für alle LeserDer Stadtrat hat am Donnerstag, den 28. Mai, zwei Anträge zur Geithainer Straße einstimmig beschlossen. Zum einen soll die Verwaltung die Planung und den Bau der Eisenbahnbrücke einleiten und zum anderen sich unter anderem dafür einsetzen, dass auch weitere Bauwerke entlang der Bahnstrecke saniert werden. Eine Mehrheit erhielt auch ein Antrag der Grünen, in dem es um eine mögliche Fahrradstraße geht.
Der Stadtrat tagt: Leipzig verurteilt Nutzung eines ehemaligen KZ-Außenlagers durch Neonazis + Video
Juliane Nagel (Linke) forderte eine offizielle Verurteilung der Stadt Leipzig zu den Nutzern der Kamenzer Straße. Foto: L-IZ.de

Foto: L-IZ.de

Für alle LeserDie Stadt Leipzig verurteilt die Nutzung des ehemaligen KZ-Außenlagers in der Kamenzer Straße durch Neonazis. Ein entsprechender Antrag wurde in der Ratsversammlung am 28. Mai mit großer Mehrheit beschlossen. Gegenstimmen kamen lediglich aus der AfD-Fraktion. Zudem soll sich die Stadt um ein intensiveres Gedenken an diesem Ort bemühen.
Provokation oder sinnvoller Weg? Marcus Weiss beantragt Tempo 30 im ganzen Stadtgebiet
Tempo 30 - hier vor der Lessingschule. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserDer Stadtverkehr der Zukunft wird anders aussehen. Das machen mittlerweile nicht nur Städte wie Kopenhagen oder Amsterdam vor, wo Radfahrer/-innen seit Jahren bessere Bedingungen vorfinden. In der Coronakrise haben auch Städte wie Madrid, Paris und Brüssel den Schalter umgelegt. Gerade im Herzen der Stadt haben sie dem umweltfreundlichen Radverkehr endlich mehr Platz eingeräumt. Eine Entwicklung, an der auch Leipzig nicht vorbeikommen wird. Die Frage ist nur: Wie schnell geht's?
Der Stadtrat tagt: Die Fortsetzung der Mai-Sitzung im Livestream und als Aufzeichnung
Der Stadtrat tagt in der Kongresshalle am Zoo. Foto: L-IZ.de

Foto: L-IZ.de

Für alle LeserDer Stadtrat trifft sich am heutigen 28. Mai erneut zu einer Versammlung in der Kongresshalle am Zoo, nachdem die Tagesordnung vor acht Tagen nicht bewältigt werden konnte. Allein aus den Fraktionen gibt es noch rund 40 Anträge. Die L-IZ wird über ausgewählte Themen berichten. Ab circa 14 Uhr ist zudem ein Livestream verfügbar.
Heute startet das Pittstop Autokino in den Pittlerwerken in Wahren
Pittstop Autokino. Foto: Pittlerwerke

Foto: Pittlerwerke

Für alle Leser Vielleicht werden wir uns in ein paar Jahren kopfschüttelnd an dieses seltsame Jahr 2020 erinnern, in dem einige Dinge plötzlich so ganz anders waren als zuvor. Vielleicht aber zwingt das Coronavirus uns aber auch, einige endgültige Veränderungen in unserem Leben zu akzeptieren. Denn während kleine Bühnen jetzt zumindest schon wieder vorsichtig mit Hygienekonzepten öffnen können, bleiben Kinos noch geschlossen. Zumindest die in geschlossenen Räumen. Denn nach Taucha und der Alten Messe bekommt jetzt Leipzig ein weiteres, besonderes Autokino.
Die Gloriosa der Thomaskirche läutet am Pfingstsonntag erstmalig wieder
Die Abnahme des ersten Glockenstuhl-Bauabschnittes im Turm der Thomaskirche. Foto: Thomaskirche - Bach e.V.

Foto: Thomaskirche - Bach e.V.

Für alle LeserNormalerweise kündigen Kirchen nicht extra an, wenn sie ihre Glocken läuten. Aber für die Thomaskirche ist Pfingsten 2020 etwas besonderes: Ihr ambitioniertes Glockenprojekt ist zumindest im ersten Abschnitt beendet. Die großen Glocken hängen in ihrer neu gebauten Aufhängung und können zu den hohen Feiertagen wieder geläutet werden, ohne dass es Folgen für das Bauwerk hat.
Jetzt wird auch in der Harkortstraße für einen sicheren Radweg demonstriert
Radweglose Harkortstraße am Floßplatz. Foto: ADFC Leipzig

Foto: ADFC Leipzig

Für alle LeserDas kam gar nicht gut an, dass Leipzigs Verwaltung den Corona-Shutdown nicht wirklich nutzte, um die Bedingungen für Radfahrer/-innen in der Stadt endlich spürbar zu verbessern. Berlin brauchte nur wenige Tage, um zusätzliche Pop-up-Radwege zu schaffen, München plant welche in den nächsten Wochen. Aber Leipzig hängt seit acht Jahren hinter seinen Radplänen hinterher. Deswegen demonstrieren am 3. Juni der ADFC & Friends.
Sachsen – Eine Hochburg des Rechtsextremismus? Eine wissenschaftliche Bestandsaufnahme für ein Bundesland, das nicht aus den Schlagzeilen kommt
Uwe Backes, Steffen Kailitz (Hrsg.): Sachsen - Eine Hochburg des Rechtsextremismus? Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserDie Frage lag in der Luft, spätestens seit 2015/2016 und den verstörenden Ereignissen in Freital, Heidenau, Bautzen usw. Ein ganzes Land schien völlig vom Weg abzukommen, radikalisiert und gewalttätig gegen Menschen, die doch eigentlich nur hofften, in Sachsen Zuflucht zu finden. Ist Sachsen also eine Hochburg des Rechtsextremismus? Eine Frage, mit der sich jetzt die Wissenschaftler beschäftigt haben, die es wissen können.
Bach-Museum Leipzig startet Pandemie-taugliches Führungsangebot
Innenhof Bach-Museum. Quelle: Bach-Archiv Leipzig

Quelle: Bach-Archiv Leipzig

Ab dem Pfingstwochenende lädt das Bach-Museum Leipzig wieder regelmäßig freitags und sonntags zu Führungen ein. Die jeweils 30-minütigen Vorträge finden aufgrund des Infektionsschutzes im Hof des historischen Bosehauses statt und sind auf 15 Teilnehmer begrenzt. Eine telefonische Anmeldung wird empfohlen.