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Zum 31. Dezember hatte Leipzig 601.668 gemeldete Einwohner

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    Zum Jahresbeginn hat das Leipziger Amt für Statistik und Wahlen nun doch noch ein paar neue Zahlen veröffentlicht, nämlich die aktuellsten Bevölkerungszahlen zum Jahresende 2019. Und es kam, wie schon aus dem Verlauf des Jahres 2019 zu vermuten war: Im Einwohnermelderegister gab es über 5.000 Einwohner mehr. Genauer: 5.151. Damit hat sich das Wachstum gegenüber dem Vorjahr (+ 6.180) wieder ein wenig abgeschwächt.

    Aber Leipzig bleibt damit weiterhin der Wachstumsmotor in Sachsen. Die Abschwächung hat ja zwei markante Gründe. Der eine war natürlich der deutlich gebremste Zuzug von Ausländern ab 2018, der andere ist das Leipziger Wohnungsproblem. Denn zunehmend mehr junge Familien finden in der Stadt keine bezahlbaren Wohnungen mehr und weichen ins Umland aus.

    Die Statistiker haben die Daten auch auf Ortsteilebene parat und können so auch den neuesten Altersdurchschnitt errechnen. Im dritten Jahr hintereinander erreicht Leipzig so den Altersdurchschnitt von 42,4 Jahren, was um über vier Jahre unter dem sächsischen Altersdurchschnitt von 46,8 Jahren (2018) liegt.

    Die jüngsten Ortsteile liegen alle im Gürtel um die Innenstadt, wobei die jüngsten Wohnquartiere Volkmarsdorf mit einem Altersdurchschnitt von 34,5 Jahren, Neustadt-Neuschönefeld mit 34,6 Jahren und Lindenau mit 34,8 Jahren sind.

    Wo die meisten "Ledigen" wohnen. Karte: Stadt Leipzig
    Wo die meisten „Ledigen“ wohnen. Karte: Stadt Leipzig

    Die ältesten Ortsteile liegen eher am Stadtrand, so wie Heiterblick mit 53,1 Jahren Altersdurchschnitt, Grünau-Ost mit 52,6 Jahren und Schönefeld-Ost mit 51,7 Jahren. Mittlerweile aber sticht der eher von Eigenheimen dominierte Ortsteil Grünau-Siedlung mit 54,5 Jahren deutlich heraus.

    308.736 Leipziger gelten dabei als ledig. Was ja nicht bedeutet, dass sie Single sind. Doch immer mehr Leipziger leben lieber ohne Heiratsschein zusammen. Was auch mit der deutschen Steuergesetzgebung zu tun hat: Bei niedrigen Einkommen macht auch das berühmte Ehegattensplitting keinen Sinn und das Heiraten an sich erweist sich im konkreten Alltag als eine wirtschaftliche Entscheidung. Die natürlich für viele junge Menschen ihre Basis verliert, wenn die deutsche Gesetzgebung dabei vor allem Gutverdiener besser stellt. Und so zeigt die Statistik die meisten „Ledigen“ just in jenen Quartieren, in denen besonders viele junge Familien mit Kindern wohnen. Connewitz und die Südvorstadt gehören genauso dazu wie Gohlis und Reudnitz. Das konservative Ehemodell passt also irgendwie nicht zur Lebenswirklichkeit junger Familien mit Kindern.

    Zum Jahresende verzeichnet jetzt zumindest das Einwohnermelderegister 601.668 Einwohner, wenn man die Gemeldeten mit Nebenwohnsitz mitzählt, sind es sogar 606.959.

    Zum Jahreswechsel lebten 61.170 Ausländer in der Stadt, 2.549 mehr als im Vorjahr. Damit überstieg die Ausländerquote in Leipzig mit 10,1 Prozent erstmals die 10-Prozent-Marke.

    Vielleicht 602.000 Leipzigerinnen und Leipziger zum Jahresausklang

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