Der ernüchternde Blick in die Peanuts-Welt der Leipziger Solo-Selbstständigen

Für alle LeserDie Kommunale Bürgerumfrage informiert regelmäßig über die Entwicklungen der Stadt und schildert ein Bild der Meinungen und Vorstellungen ihrer Bürgerinnen und Bürger, auch wenn aufgrund mehrerer großer Wahlen die Veröffentlichungen zuletzt etwas stotterten, sodass jetzt die Kurzauswertung der Bürgerumfrage 2019 zusammen mit der Gesamtauswertung der Bürgerumfrage 2018 erscheint. Die Daten spiegeln die Stadtgesellschaft also in der Zeit vor ca. 0,5 bis 1,5 Jahren wider, somit vor der COVID-19-Pandemie.

Die 2020er Umfrage findet ja erst im Herbst statt. Aber diese kommende „Bürgerumfrage 2020“ werde die Veränderungen durch die Corona-Pandemie zwangsläufig widerspiegeln, stellte Dr. Christian Schmidt, Leiter des Amtes für Statistik und Wahlen, am Dienstag bei der Vorstellung der zwei neuen Publikationen fest. Und 2019 war auch im Spiegel der Bürgerumfrage 2019 noch ein glückliches Jahr.

Auch in den Jahren 2018 und 2019 erreichten sowohl die Lebenszufriedenheit als auch die Zukunftssicht der Leipzigerinnen und Leipziger einen sehr hohen Wert. 80 Prozent sind mit ihrem Leben zufrieden und 66 Prozent sehen optimistisch in die Zukunft.

Und auch die Einschätzung der eigenen wirtschaftlichen Situation hat sich seit 2015 kaum verändert. 63 Prozent bewerten ihre Situation als gut oder sehr gut. Das mittlere persönliche monatliche Nettoeinkommen ist 2019 leicht angestiegen und liegt bei 1.438 Euro (Median). Das mittlere monatliche Haushaltseinkommen hat sich ebenfalls leicht erhöht und liegt jetzt bei 1.891 Euro (Median).

Entwicklung der Lebenszufriedenheit der Leipziger/-innen 2009 bis 2019. Grafik: Stadt Leipzig, Bürgerumfrage 2019

Entwicklung der Lebenszufriedenheit der Leipziger/-innen 2009 bis 2019. Grafik: Stadt Leipzig, Bürgerumfrage 2019

Aber die Bürgerumfrage legt auch etwas offen, was sich dann im Corona-Shutdown als harte Wirklichkeit zeigte. Denn ganz so ahnungslos war Leipzigs Verwaltung in Bezug auf die Solo-Selbstständigen schon eine ganze Weile nicht mehr. Beim Thema Selbstständigkeit schwindelt sich Deutschland ja nur zu gern in die Tasche.

In den offiziellen Erwerbstätigenstatistiken tauchen sie oft gar nicht auf. Auch die Arbeitsagenturen beschränken sich meist nur auf die sozialversicherungspflichtig Beschäftigten. Doch die machen nur drei Viertel aller Erwerbstätigen aus. Die (Solo-)Selbstständigen verschwinden meistens in einer Kladde mit den helfenden Familienangehörigen.

Mittlerweile gehören auch die Heerscharen von eigentlich Scheinselbstständigen dazu, Menschen, die zwar für diverse Unternehmen arbeiten, dort aber nicht richtig angestellt sind, sondern nur als Sub-Auftragnehmer. Zeitweilig waren auch alle durch Hartz IV in die Selbstständigkeit Gezwungenen hier verzeichnet.

Das ergab dann ein wildes Auf und Ab bei den in Bürgerumfragen ermittelten Einkommen. So wild, dass das Amt für Statistik und Wahlen 2016 aufhörte, diesen bunten Topf einfach unwidersprochen abzubilden. Seit 2017 werden die Ausfüller der Fragebogen also nicht mehr nur gefragt, ob sie selbstständig tätig sind, sondern auch, ob sie Angestellte haben oder keine.

Das deutsche Denken dahinter bringt Verwaltungsbürgermeister Ulrich Hörning auf den Punkt, wenn er erläutert, dass man ja Unternehmen eigentlich gründet, um irgendwann so erfolgreich zu sein, dass man Beschäftigte in Lohn und Brot bringen kann.

Dass Leipzig nicht wirklich das goldene Pflaster für Unternehmensgründungen ist, zeigen schon die Zahlen: Von 2.138 Befragten, die 2018 Angaben zu ihrem persönlichen Nettoeinkommen gemacht haben, waren nur 138 Selbstständige. Nur zum Vergleich: 136 outeten sich als leitende Angestellte und Beamte, 338 als mittlere Angestellte und Beamte. Eine kleine Zahl von selbstständig arbeitenden Menschen sieht sich einer Übermacht von Angestellten auch in höheren Leitungspositionen gegenüber. Kein Wunder, dass sie in der Stadtpolitik oft vergessen werden.

Von den 138 Selbstständigen aber waren nur 44 Unternehmer in dem von Hörning beschworenen Sinn, hatten in ihrem Unternehmen also auch Angestellte, haben es also „geschafft“. Entsprechend hoch war der Median ihrer Einkommen: mit 2.458 Euro netto fast so hoch wie bei den leitenden Angestellten und Beamten (2.500 Euro).

Seit 2017 ist so sichtbar, dass die „Selbstständigen mit Mitarbeitern“ in einer völlig anderen Einkommenswelt leben als die Selbstständigen, die man seit Corona nun Solo-Selbstständige nennt, im amerikanischen Sinn zumeist Freelancer, die ihre Haut bei verschiedenen Auftraggebern zu Markte tragen. Darunter die scheinselbstständigen Sub-Unternehmer genauso, wie die um Aufträge kämpfenden Kreativen und vor allem die Künstler, die mit Corona erst recht ihre Einkommensbasis verloren haben.

„Das Gute daran, dass wir das so gemacht haben“, sagt Hörning, „ist, dass wir tatsächlich Zahlen hatten. So konnten wir das Förderprogramm für Solo-Selbstständige hier in Leipzig mit eigenen Zahlen untersetzen, die wir von der Arbeitsagentur so nie bekommen hätten.“

Und sein Dezernat wusste so auch, dass die Solo-Selbstständigen mit einem Einkommensmedian von 1.356 Euro netto sogar noch 120 Euro weniger im Monat zur Verfügung hatten als die einfachen Angestellten in Leipzig. Für sie kämpft ja keine Gewerkschaft.

Und das waren erst einmal nur die Zahlen für 2018.

2019 hat das Amt für Statistik und Wahlen die Einkommen der Selbstständigen natürlich auch wieder abgefragt. Und während die Selbstständigen mit Mitarbeitern ihre monatlichen Einkommen weiter steigern konnten von 2.458 auf 2.593 Euro (Median), sanken die der Solo-Selbstständigen sogar weiter. 2017 hatten sie noch 1.388 Euro betragen, 2018 dann 1.356 und 2019 nun 1.344 Euro. Woran dieses Absinken genau liegt, kann natürlich niemand sagen, solange nicht auch noch herausgefunden wird, wer hier wirklich ein Selbst-Unternehmer ist und wer sich als Sub-Unternehmer durchschlägt.

Nur das Fazit bleibt: Während in allen anderen Erwerbstätigengruppen 2019 die Einkommen stiegen, stagnierten sie bei den Solo-Selbstständigen. Was zumindest darauf hindeutet, dass sie am wirtschaftlichen Wachstum in Leipzig praktisch nicht teilhaben und auch die Summen, die an Aufträgen an sie verteilt werden, stagnieren. Was dann natürlich langfristig Folgen hat, denn viele der so Abgehängten werden dann wohl doch lieber in ein Angestelltenverhältnis wechseln.

Und es aufgeben, gegen die Zumutungen eines Marktes anzukämpfen, auf dem für Selbst-Unternehmer eigentlich nur noch die Peanuts bleiben.

Machtgefälle im Kopf. Die neue „Leipziger Zeitung“ Nr. 80 ist da: Was zählt …

Hinweis der Redaktion in eigener Sache

Seit der „Coronakrise“ haben wir unser Archiv für alle Leser geöffnet. Es gibt also seither auch für Nichtabonnenten unter anderem alle Artikel der LEIPZIGER ZEITUNG aus den letzten Jahren zusätzlich auf L-IZ.de über die tagesaktuellen Berichte hinaus ganz ohne Paywall zu entdecken.

Unterstützen Sie lokalen/regionalen Journalismus und so unsere tägliche Arbeit vor Ort in Leipzig. Mit dem Abschluss eines Freikäufer-Abonnements (zur Abonnentenseite) sichern Sie den täglichen, frei verfügbaren Zugang zu wichtigen Informationen in Leipzig und unsere Arbeit für Sie.

Vielen Dank dafür.

BürgerumfrageSelbstständigeSoloselbstständige
Print Friendly, PDF & Email
 


Schneller informiert mit dem L-IZ-Melder
Weitere Nachrichten:Bewegungsmelder | Wortmelder | Rückmelder | Sport | Polizei | Verkehr


Weitere aktuelle Nachrichten auf L-IZ.de

Linksfraktion reagiert auf CDU-Antrag: Die demokratischen Prozesse im Stadtrat lieber nicht antasten
Steffen Wehmann (Linke). Foto: L-IZ.de

Foto: L-IZ.de

Für alle LeserAm 26. Juni 2019 vertagt, am 27. Juni 2019 dann vom Stadtrat zur Kenntnis genommen. Aber irgendwie ist der damals vorgelegte Abschlussbericht der Arbeitsgruppe Hauptsatzung, die der Stadtrat extra eingerichtet hatte, um auf die Änderungen der Sächsischen Gemeindeordnung zu reagieren, in Vergessen geraten. Denn dass sich Stadträte von CDU und SPD so über ausufernde Stadtratssitzungen ärgern, hat wohl auch mit überfälligen Änderungen in der Ausschussarbeit zu tun, findet Linke-Stadtrat Steffen Wehmann.
Linke beantragt: Wohnungsbaufördergelder sollen auch komplett in den Sozialwohnungsbau fließen
Demo für sozialen Wohnungsbau am 18. Januar. Foto: L-IZ.de

Foto: L-IZ.de

Für alle LeserNach dem Motto „Wasch mir den Pelz, aber mach mich nicht nass“ kann man keine Wohnungspolitik machen. Damit ist die Bundesregierung kläglich gescheitert und hat einen enormen Investitionsstau verursacht: 1,5 Millionen Wohnungen fehlen in Deutschland, in den Großstädten werden Immobilien zum Spekulationsobjekt und für den sozialen Wohnungsbau fehlt das Geld, reichen die ausgereichten Summen auch in Sachsen nicht, wie die Landtagsabgeordnete Juliane Nagel feststellt.
Leipzig braucht nicht noch einen Extra-Corona-Finanzausschuss
Aus dem Vollen schöpfen konnte Leipzig schon ewig nicht. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserDie AfD ist eine Panikpartei. Was die Leipziger AfD-Fraktion im Mai, als noch nicht einmal absehbar war, inwieweit die Corona-Maßnahmen auf den Leipziger Haushalt durchschlagen würden, mit einem vor Dringlichkeit strotzenden Antrag mal wieder bewies. Sie forderte die „Gründung einer Kommission zur Überprüfung und Neubewertung von Ratsbeschlüssen angesichts der unvorhergesehenen finanziellen Mehraufwendungen der Stadt Leipzig durch die Corona-Pandemie“. Das war dann wirklich Quatsch mit Nonsens. Findet auch der Oberbürgermeister.
Mittwoch, der 12. August 2020: Corona-Verharmloser/-innen spucken auf die Gesundheit anderer
Die Maske ist zum umkämpften Symbol geworden. Foto: Jasmin Sessler, Pixabay

Foto: Jasmin Sessler, Pixabay

Für alle Leser/-innenEine Frau ohne Gesichtsmaske soll einen Supermarktmitarbeiter gekratzt, geschlagen und bespuckt haben. Das berichtet die Polizei heute. Zuvor hatten Corona-Verharmloser/-innen zu Verstößen gegen die Maskenpflicht aufgerufen. Außerdem: Ein MDR-Beitrag über die „Basis“ der SPD in Leipzig verrät wenig und die geplante Verfassungsschutz-Reform stößt auf ein geteiltes Echo. Die L-IZ fasst zusammen, was am Mittwoch, den 12. August 2020, in Leipzig und Sachsen wichtig war.
Eine Ausstellung im Café Wagner würdigt die im Juli verstorbene Pop-Art-Künstlerin Jeannette Pietrowski-Siefke

Foto: privat

Für alle LeserDas Café Wagner am Richard-Wagner-Platz ehrt am Freitag, 14. August, die im Juli verstorbene Leipziger Pop-Art-Künstlerin Jeannette Pietrowski-Siefke (1978 bis 2020) mit Ausstellung und der Widmung eines Nachwuchs-Kunstpreises. Sie hatte ihre eigene, besonders treue Anhängerschaft weit über Leipzig hinaus. Und im Café Wagner hielt sie sich gern auf.
Mehr Kompetenzen, aber auch mehr Stress: Die Coronakrise ist eine echte Herausforderung für Studierende
Hörsaal im Geutebrück-Bau. Foto: Stephan Floss/HTWK Leipzig

Foto: Stephan Floss/HTWK Leipzig

Für alle LeserMit der Coronakrise haben sich nicht nur die technischen und digitalen Kompetenzen der Studierenden verbessert, die Mehrheit der Studierenden an der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur (rund 80 Prozent) hat eigenen Aussagen zufolge auch gelernt, sich besser an veränderte Bedingungen anzupassen: Die Fähigkeiten zum Selbstmanagement haben sich unterschiedlich, aber mehrheitlich doch positiv entwickelt. Die psychische Belastung ist hingegen stark gestiegen.
Erneute Sperrung nach Leichenfund: Polizei lässt Inselteich abpumpen
Der Inselteich ist seit Mittwochfrüh erneut weiträumig gesperrt. Foto: L-IZ.de

Foto: L-IZ.de

Für alle Leser Wer hat den 68-jährigen Mann getötet, dessen Leiche vergangenen Donnerstag aus dem Inselteich im Clara-Zetkin-Park gezogen wurde? Einen Schlüssel zur Antwort auf diese Frage erhoffen sich die Ermittler offenbar im Teich selbst, der seit dem Morgen erneut weiträumig abgesperrt ist und abgepumpt wird.
Alte Merseburger Gleisstrecke könnte tatsächlich zum ausgebauten Radweg werden
Die Merseburger Gleisstrecke auf der Karte HauptnetzRad der Stadt Leipzig. Karte: Stadt Leipzig

Karte: Stadt Leipzig

Für alle LeserMan darf ja mal träumen. Und tatsächlich ist dieser Traum schon acht Jahre alt. 2012 verkaufte die Bahn die seit 1999 nicht mehr genutzte Gleisstrecke Merseburg–Leipzig-Leutzsch an einen Privatinteressenten, der daraus eine Radstrecke entwickeln wollte. Eine famose Idee, wenn man bedenkt, dass man auf so einer Strecke als Radfahrer vom Kraftverkehr unbehelligt von Leutzsch bis nach Gundorf und zum Elster-Saale-Kanal käme. Der Traum ist nicht tot.
Noch ist kein einziges Problem am Frachtflughafen Leipzig/Halle im Sinn der betroffenen Bürger gelöst
Demonstration für ein Nachtflugverbot am Flughafen Leipzig/Halle. Foto: L-IZ.de

Foto: L-IZ.de

Für alle LeserIm Juni schrieb die Bürgerinitiative „Gegen die neue Flugroute“ an den sächsischen Umweltminister Wolfram Günther, um die Staatsregierung aufzufordern, auch ein Gegengutachten der Bürgerinitiative zum geplanten Frachtflughafenausbau am Leipziger Flughafen durch die Staatsregierung zu finanzieren. Im Anschluss kam auch ein Termin mit dem Minister zustande. Das Gespräch fand am 13. Juli im Neuen Rathaus in Leipzig statt. Das Ergebnis: ein weiterer Brief.
Aktion „Impulse für den Wohnungsbau“ kritisiert die verkorkste Wohnungsbaupolitik von Bundesbauminister Seehofer
Dr. Ronald Rast. Foto: Deutsche Gesellschaft für Mauerwerks- und Wohnungsbau e.V.

Foto: Deutsche Gesellschaft für Mauerwerks- und Wohnungsbau e.V.

Für alle LeserEs passt hinten und vorne nicht, nicht nur in Leipzig, sondern in ganz Deutschland. 1,5 Millionen bezahlbare Wohnungen sollten in der aktuellen Legislaturperiode bis 2021 entstehen. Vollmundig hatte es die Regierungskoalition verkündet. Doch der zuständige Minister hat völlig fehlgesteuert. Selbst die Zahlen, die Bundesbauminister Horst Seehofer jetzt in einer Antwort auf eine Grünen-Anfrage im Bundestag herausgab, sind geschönt. Von der Aktion „Impulse für den Wohnungsbau“ wird er dafür heftig kritisiert.
Moralischer Fortschritt in dunklen Zeiten: Warum jeder Mensch einen Kompass für das Gute und das Böse hat
Markus Gabriel: Moralischer Fortschritt in dunklen Zeiten. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserWir leben in einer Zeit der Fakenews, des großen Geplappers, der Schwurbler und Mythenerzähler. Ein Blick in die a-sozialen Netzwerke genügt, um die ganze Verwirrung sichtbar zu machen. Leute, die nicht mal wissenschaftliche Fakten akzeptieren, verkaufen sich als Aufklärer, Egomanen erfinden sich ihre „Wahrheiten“ selbst. Wird jetzt alles, was wir an Moral erworben haben, verramscht und verhökert? Das Buch des Philosophen Markus Gabriel ist wie eine riesengroße Tasse Espresso zum Wieder-Munterwerden.
Dienstag, der 11. August 2020: Scholz darf sich auf Unterstützung der Jusos freuen
Juso-Chef Kevin Kühnert will Olaf Scholz unterstützen. Foto: Stefan Müller, Flickr (CC BY 2.0)

Foto: Stefan Müller, Flickr (CC BY 2.0)

Für alle Leser/-innenNachdem die SPD gestern Olaf Scholz‘ Kanzlerkandidatur verkündete, sagten zügig wichtige Jusos ihre Unterstützung für den derzeitigen Vizekanzler zu. Auf Twitter sorgte aber ein heftiger Streit bereits für einen deaktivierten Account. Außerdem: Die Leipziger CDU-Fraktion wirft Grünen und Linken zu viele Anträge vor und das Landeskabinett treibt die Landarztquote voran. Die L-IZ fasst zusammen, was am Dienstag, den 11. August 2020, in Leipzig und darüber hinaus wichtig war.
Romantische Viecher auf der Terrasse der Moritzbastei
Romantische Viecher auf der Terrasse der Moritzbastei. Foto: TheaterTurbine

Foto: TheaterTurbine

Für alle LeserEs geht um die liebe Liebe. Denn die macht auch in Corona-Zeiten keine Pause. Auf der Terrasse der Moritzbastei feiert am Donnerstag, den 13. August, das Stück „Romantische Viecher“ Premiere. Die letzten dreieinhalb Wochen wurde unter der Sommerhitze final geprobt, bis Ende August spielt die TheaterTurbine unter freiem Himmel das Spiel der Gefühle.
Wenn die Grüne Liga eine Pressemitteilung von 2019 noch einmal verschickt: Statt Dürre-Jammerei Wasser in der Landschaft halten
Abgeerntetes Feld bei Wiederau. Foto: Michael Freitag

Foto: Michael Freitag

KommentarAll das, was wir derzeit mit immer mehr Hitzetagen, Dürre, vertrockneten Stadtbäumen, vertrockneten Wäldern erleben, war zu erwarten. Seit Jahren schon. Nichts anderes haben die Klimamodelle der Meteorologen seit 30 Jahren als wahrscheinliches Szenario beschrieben. Auch die Modellierungen des sächsischen Landesamtes für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie haben nichts anderes vorausgesagt. Aber die sächsische Politik hat nicht reagiert. Immer noch dominiert das alte, bequeme Denken, das alle Veränderungen ausbremst.
Leichenfund im Clara-Zetkin-Park: Polizei veröffentlicht Bild des Toten und bittet um Mithilfe + Update Identifizierung
Der abgesperrte Fundort der Leiche am Donnerstag. Foto: L-IZ.de

Foto: L-IZ.de

Für alle Leser Nach dem Fund einer Leiche im Inselteich des Clara-Zetkin-Parks am Donnerstag steht fest, dass es sich bei dem Toten um einen älteren Mann handelt und er gewaltsam zu Tode kam. Zur Klärung seiner Identität bittet die Leipziger Polizei nun die Öffentlichkeit um Unterstützung und hat ein Foto mit Beschreibung äußerer Merkmale des Mannes veröffentlicht.