Ein Leipziger Fragebogen mit Menschenverachtung zum Ankreuzen

Für alle LeserEinige tausend Leipziger haben im Mai/Juni einen Fragebogen „Lebensqualität und Sicherheit in der Stadt“ zugesandt bekommen, ausgewiesen als „Wissenschaftliche Bewohnerbefragung“, die parallel in Düsseldorf und Leipzig stattfand. Es ging dabei um das Verbundprojekt „Sicherheit im Bahnhofsviertel“ (SiBA). Die Befragten sollten Daten liefern zu ihrer Sicht auf die Sicherheitsprobleme rund um die Bahnhöfe. Oder doch nicht? Die Fragebögen lesen sich hochproblematisch.
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„Als Ankunftsort und Tor zur Innenstadt sollen Bahnhöfe das Aushängeschild der Stadt sein. Vielfach gelten jedoch die Bahnhofsgebiete in Großstädten als ‚Schmuddelkinder‘ mit zahlreichen Problemlagen“, beschrieb das Leipziger Ordnungsamt das Anliegen im Mai. Das läge laut Dr. Tim Lukas von der Bergischen Universität Wuppertal daran, dass „sie Knotenpunkt für Reisende und Anziehungspunkt für die unterschiedlichsten Menschen einer Stadt mit ihren je unterschiedlichen Aufenthaltsabsichten sind“.

Prof. Dr. Rita Haverkamp von der Universität Tübingen: „Dazu müssen wir die unterschiedlichen Sicherheitsinteressen der Menschen kennen. Wir wollen das Gebiet um den Hauptbahnhof sicherer machen.“

Schon da konnte man, als die Stadt diese Meldung am 31. Mai aussandte, ins Grübeln kommen. Was soll das?

Sollte es nicht eigentlich erst einmal darum gehen zu erfassen, was die Bürger als problematisch betrachten? Wo und warum sie sich bedroht fühlen – oder nur genervt oder abgestoßen? Jedes Phänomen braucht eine andere Herangehensweise.

Wissenschaftlich wäre, wenn man überhaupt erst einmal die wahrgenommenen Probleme sammeln würde. Aber der Fragebogen, den insgesamt 7.500 Leipziger zugesandt bekamen, ist eine Sammlung von Vorurteilen.

Angefangen von suggestiven Fragen wie „Wie sicher fühlen Sie sich in Ihrem Wohngebiet und dem Gebiet rund den Hauptbahnhof … ?“ oder „Wie oft haben Sie in Ihrem Wohngebiet und dem Gebiet rund um den Hauptbahnhof Angst … ?“

Was ist daran wissenschaftlich? Woher kommt diese seltsame Haltung unserer Ordnungswächter und der Ersteller des Fragebogens, Wohngebiete und Hauptbahnhöfe so dezidiert mit den Begriff Angst zu besetzen? Kann es sein, dass die öffentliche Panikmache von Zeitungen, Sendern und Politikern hier selbst die Wissenschaftler aus ihrer sachlichen Sicht auf die Dinge herausgestoßen und selbst zu besorgten Bürgern gemacht haben?

Das geht munter so weiter. Statt die Menschen erst einmal zu fragen, was sie überhaupt als störend oder inakzeptabel sehen, wird es ihnen gleich mit einer anzukreuzenden Liste vorgesetzt: „herumlungernde Jugendliche, Wohnungslose, aggressive Bettler, Drogenabhängige, Geflüchtete …“

„Wie oft haben Sie so etwas in den letzten 12 Monaten beobachtet? Wie schlimm finden Sie persönlich das Verhalten und die Dinge?“

Wer erstellt solche mit Vor-Urteilen gespickten Fragebögen, die nun wirklich nichts mit einer objektiven Befragung zu tun haben? Na gut: Es steht drüber. Es sind von der Universität Tübingen die Stiftungsprofessur für Kriminalprävention und Risikomanagement (die übrigens vom Bundesinnenministerium gestiftet wurde) und von der Universität Wuppertal der Lehrstuhl für Bevölkerungsschutz, Katastrophenhilfe und Objektsicherheit.

Das Schlimme ist: Die Fragebogenersteller fokussieren sofort wieder auf die Personengruppen, die auch die üblichen Medien, Politiker und Polizeidienststellen gern nennen – weil sie ihnen immer sofort gleich einfallen. Aber was soll eine Befragung erbringen, bei der man das, was man sowieso schon glaubt zu wissen, quasi abfragen und bestätigen lässt?

Wo sind die Fußballanhänger, die meist viel aggressiver auftreten als all die genannten Personengruppen? Wo sind die Teilnehmer rechtsradikaler Demonstrationen, die auch auf dem Leipziger Hauptbahnhof immer wieder mit Drohungen und Gewalttaten auffallen? Um nur zwei mögliche Personengruppen zu nennen.

Sind es nur die Aufgeführten, die durch Pöbeleien, Beleidigungen und Drohungen auffallen? Meine Erfahrung sagt mir: Nein. Da sind viele brave Bürger wesentlich renitenter – bis hin zur Beleidigung und Anpöbelung der aufgeführten Personengruppen.

Aber der Sinn der Befragung wird schnell klar. Den Ordnungsbehörden der teilnehmenden Städte geht es gar nicht darum, überhaupt erst einmal ein Stimmungsbild zum Bahnhofsviertel zu bekommen. Man sammelt lediglich Argumente, um dann ab Frage 21 stracks dazu zu kommen, den Einsatz von mehr Ordnungskräften schmackhaft zu machen. In der ganzen Befragung steckt nichts anderes als schmalspuriges Polizeidenken – mit ganz tiefen Abgründen.

Danach kommen regelrechte Wunschlisten: „Welche Tätigkeiten soll der kommunale Ordnungsdienst aus Ihrer Sicht verstärkt wahrnehmen? Welche Maßnahmen halten Sie für das Gebiet um den Hauptbahnhof für sinnvoll, um das Sicherheitsgefühl zu verbessern?“

Oh, da gibt es die ganze Wunschliste der Abschreckmeister – von der flächendeckenden Überwachung bis zum Musikeinsatz.

In Frage 29 wird dann endgültig klar, dass hier überhaupt niemand das Interesse hat, das Problem Bahnhofsviertel zu begreifen. Hier geht es um die Bestätigung von Vorurteilen und eine Art Zustimmung zu lauter restriktiven Maßnahmen: „Das Gebiet um den Hauptbahnhof ist ein Anziehungspunkt für unterschiedliche Menschen mit unterschiedlichen Interessen. In einigen Städten wird versucht, das Gebiet für einige Personengruppen und Verhaltensweisen unattraktiv zu machen (keine Bänke, auf die sich Obdachlose legen können, Sperrzonen für den Alkoholkonsum, Umsiedlung der Drogenszene oder Vertreibung von Prostituierten).“ Die Befragten sollen dann ihre Zustimmungsbereitschaft ankreuzen.

Was eben auch bedeutet: All das Gerede, man wolle eine wissenschaftliche Untersuchung zum Phänomen Bahnhofsviertel durchführen, erweist sich als Rauch und Nebel. An dieser Befragung ist nichts wissenschaftlich.

Und am allerpeinlichsten ist die fest eingebaute Fremdenfeindlichkeit. Als hätte Alexander Gauland die Frage 7 höchstpersönlich mitformulieren dürfen: „Wie angenehm oder unangenehm wären Ihnen Angehörige folgender Gruppen als Nachbar?“

Spätestens an dieser Stelle hätte der zuständige Verwaltungsbürgermeister „Stopp!“ rufen und eine Verteilung dieser Fragebögen unterbinden müssen. Denn die Verfasser des Fragebogens fragen ohne Gewissensbisse nach: Arabern, Asiaten, Dunkelhäutigen aus Afrika, Homosexuellen, Juden, Moslems, Sinti und Roma …

Hier kommt ein ganz piefiges Weltbild zum Vorschein. Und die Verwaltung des ach so weltoffenen Leipzig erweist sich in der Abteilung Ordnung wieder einmal als eine Verwaltung voller menschenverachtender Vorurteile. Was die Erwähnung von Türken, Italienern und Polen in dieser Frage nicht besser macht. Das erzeugt nur eine Scheinobjektivität.

Das simple Fazit ist: In Leipzig wurde seit 1990 noch nie so ein menschenverachtender Fragebogen verschickt.

Das eigentliche Anliegen des vom Bundesforschungsministerium geförderten Projekts „Sicherheit im Bahnhofsviertel (SiBa)“ ist eigentlich: „Ziel des Projektes SiBa ist es, neue Konzepte und Herangehensweisen zu entwickeln, um Bahnhöfe und ihr Umfeld sicherer zu gestalten.“

Von neuen Herangehensweisen ist hier nichts zu finden. Hier versuchen wieder Leute, die glauben, dass Repression das Allheilmittel ist, ihre Sicht auf die Welt in Bausteine zu packen. Und dann werden sie martialisch aufrüsten. Und nichts erreichen, weil der Ansatz, bestimmte Menschengruppen unbedingt verdrängen zu wollen, die ganze Sichtweise bestimmt. Die Ausgrenzer bestimmen die Sicht. Einen reellen Forschungsansatz sucht man vergeblich.

Ordnungsbürgermeister lehnt Runden Tisch zur Hauptbahnhof-Situation ab

Bahnhofsviertel
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