Leipzigs Verwaltung findet eine Umstellung des Mahdregimes in Parks und an Straßen viel zu kompliziert

Für alle LeserSeit 2019 gibt es die ersten Blühstreifen in Leipziger Grünanlagen. Und eigentlich könnte das der Auftakt sein für einen völlig anderen Umgang mit den Leipziger Parks. Noch vor dem Jahreswechsel hatte das Jugendparlament beantragt: „Die Stadtverwaltung wird damit beauftragt, in den folgenden Straßenabschnitten Blühstreifen einzurichten bzw. die Mahd auf eine Herbstmahd zu reduzieren ...“ Und dann gleich eine ganze Liste mit Örtlichkeiten angefügt. Aber das Dezernat Stadtentwicklung und Bau will nicht so.

Eigentlich hätte man eine Antwort aus dem Umweltdezernat auf den Antrag des Jugendparlaments erwartet. Die Stellungnahme ist nur ein halbes Zugeständnis: Man werde wohlwollend prüfen, was die jungen Leute da beantragt haben: „Es wird zur Kenntnis genommen, dass bereits eine Reihe öffentlicher Grünflächen und Straßenbegleitgrünflächen insektenfreundlich bewirtschaftet werden. Auch künftig wird durch die Verwaltung geprüft, ob und welche weiteren Flächen unter Berücksichtigung der zahlreichen Randbedingungen sinnvoll insektenfreundlich bewirtschaftet werden können. Dabei werden auch die im Antrag benannten Flächen geprüft.“

In der Antwort findet man dann den Grund, warum das Baudezernat Stellung nimmt und nicht das Grünflächenamt, denn einige der vom Jugendparlament benannten Grünstreifen liegen an Leipziger Straßen und betreffen deshalb das Verkehrs- und Tiefbauamt (VTA): „Die vorgeschlagenen Standorte sind z. T. im Verantwortungsbereich des VTAs, in zwei Fällen in dem des Amtes für Stadtgrün und Gewässer. Für Straßenbegleitgrünflächen sind in der Planung sowie Ausführung und Unterhaltung zahlreiche Kriterien zu beachten, die diese Flächen hinsichtlich der Verkehrssicherheit, Standortbedingungen, Gestaltung/Ästhetik sowie in Bezug auf den späteren Unterhaltungsaufwand zu erfüllen haben.“

Aber dass der Sachbearbeiter, der hier die Antwort (vor-)formulierte, einen Knoten im Kopf hat, zeigen dann seine sehr ausführlichen Ausführungen allein zum Straßenbegleitgrün:

„Die Straßenbegleitgrünpflege erfolgt durch den Eigenbetrieb Stadtreinigung Leipzig im Auftrag des VTA sowie in den eingemeindeten Ortsteilen durch die Bauhöfe. Durch den Eigenbetrieb Stadtreinigung werden die Pflegeleistungen wiederum vergeben.

Oberste Priorität bei der Pflege besitzt die Gewährleistung der Verkehrssicherheit. Bei den meisten Straßenbegleitgrünflächen handelt es sich um kleinteilige Anlagen. Zur Gewährleistung der Verkehrssicherheit ist in den an Verkehrsflächen angrenzenden Bereichen eine Kurzgrasmahd erforderlich und es müssen Sichtdreiecke freigehalten werden. Somit lässt sich eine Langgrasmahd nur in wenigen Fällen realisieren.

Wird in Bereichen, die eine derartige Pflege zulassen, eine differenzierte Pflege ausgeführt, hat sie deutliche Mehrkosten zur Folge. Die Ursache liegt in den unterschiedlichen Pflegeregimen und der daraus resultierenden Kleinteiligkeit und dem höheren Aufwand bei der Langgraspfllege (Aufnahme und Entsorgung Schnittgut). Zudem ist der Einsatz einer schonenden Mahdtechnik erforderlich.

Seit Jahren stehen für die Pflege des Straßenbegleitgrüns nur begrenzt finanzielle Mittel zur Verfügung, die auch ohne Berücksichtigung von Maßnahmen zum Naturschutz bereits verdoppelt werden müssten. Daher wurden in der Vergangenheit gemeinsam mit dem Eigenbetrieb Stadtreinigung Lösungen gesucht, die Pflege so wirtschaftlich zu gestalten, dass trotz der zu geringen Haushaltsmittel die Anforderungen an die Verkehrssicherheit erfüllt werden. Eingriffe in das derzeit praktizierte Pflegeregime führen damit zwangsläufig zu weiteren Kostensteigerungen in der Straßenbegleitgrünpflege.“

Eigentlich ist der ganze Text ein Hilfeschrei: Befreit mich bitte von Denkverboten!

Denn nichts anderes bedeutet der Text. Und die eigentliche Frage, wie das Regime der Straßengrün-Pflege insgesamt so umgebaut werden könnte, dass dort einerseits mehr blüht und andererseits die Sache mit einer klugen Bewirtschaftung auch bezahlbar bleibt, wird nicht beantwortet. Vielleicht sollte das Jugendparlament einfach mal mit einer großen Torte ins VTA spazieren und den gequälten Sachbearbeiter erlösen.

Und die Parks und Grünanlagen? Da wurde doch nun 2019 schon gezeigt, dass man ohne großen Aufwand Blühstreifen anlegen kann.

Der Blühstreifen wird in die Wiese am Johannaparkweg gefräst. Foto: Ralf Julke

Der Blühstreifen wird in die Wiese am Johannaparkweg gefräst. Foto: Ralf Julke

Ja, lautet die Botschaft. Es hat tatsächlich geklappt: „So wurden für die Förderung artenreicher Wiesen in Parks im April 2019 über 20 ,Blühstreifen‘ (fachlich korrekt als Etablierungsfenster bezeichnet) an neun Standorten angelegt. Die Anlage von ,Blühstreifen‘ ist das Ergebnis einer amtsübergreifenden Zusammenarbeit von Amt für Stadtgrün und Gewässer, Amt für Umweltschutz und Eigenbetrieb Stadtreinigung Leipzig Abteilung Grünanlagen.

Auf den ,Blühstreifen‘ wurden gebietsheimische Blühpflanzen, Gräser und Kräuter ausgesät und sollen auswachsen und blühen. Ab dem zweiten Standjahr erfolgt die Mahd der Wiese inklusive der ,Blühstreifen‘ im Juni und Oktober, entsprechend Witterung. Das Schnittgut wird beräumt und den Wiesen somit Nährstoff entzogen. Mithilfe einer wissenschaftlichen Begleitforschung durch die Hochschule Anhalt (FH) konnte eine Kartierung der Flora auf den ,Blühstreifen‘ an sechs Standorten realisiert und im ersten Standjahr insgesamt 73,5 Prozent der eingebrachten Zielarten auf den ,Blühstreifen‘ nachgewiesen werden.

Die wissenschaftliche Begleitforschung soll in den nächsten Jahren fortgeführt werden und wichtige Hinweise für ein Monitoring und das Grünflächenmanagement liefern. Mit der Anlage von ,Blühstreifen‘ sollen artenreiche Wiesen entwickelt, die biologische Vielfalt gefördert und für die Menschen erlebbar gemacht werden. Für das Jahr 2020 ist die Anlage weiterer ,Blühstreifen‘ im Leipziger Stadtgrün geplant.“

Es geht also weiter, wenn auch in eher kleinen Schritten.

Das Baudezernat verweist dabei auch auf ein durchaus erfolgversprechendes Experiment in der Semmelweisstraße: „2018 wurde zudem als Pilotprojekt entlang der Semmelweisstraße eine insektenfreundliche Bewirtschaftung von Straßenbegleitgrün in einer Kooperation von VTA, AfU und dem Eigenbetrieb Stadtreinigung realisiert und das Grünflächenmanagement von einer konventionellen Bewirtschaftung auf eine insektenfreundliche Mahd (zweimal pro Jahr) umgestellt.

Bereits in den ersten beiden Jahren konnten auf der Projektfläche eine Vielzahl von Insektenarten nachgewiesen werden. Der schnelle Erfolg ist maßgeblich der artenreichen Saatgutmischung zu verdanken, welche bei der Neuanlage des Straßenzuges in den 2000er Jahren verwendet wurde.

Durch Reduzierung der Mahdhäufigkeit, Anpassung der Mahdtermine sowie dem Mahdverzicht entlang eines schmalen Mittelstreifens herrschte über die gesamte Vegetationsperiode hinweg ein reiches Blütenangebot. Die Lage nahe der ökologisch wertvollen Bahnbrache zwischen dem Bayerischen Bahnhof und dem MDR wirkte sich hierbei positiv auf das Artenspektrum der Insekten aus.“

Was ja eigentlich heißt: Richtige Samenmischung einbringen und das Mahdregime deutlich reduzieren, dann gelingt schon eine Verbesserung. Was daran teurer sein soll, erschließt sich zumindest aus der Stellungnahme nicht.

Seinen letzten Absatz nutzt der anonyme Verfasser dann, um noch einmal aus voller Lunge um Hilfe zu rufen, weil ihn das Thema so gewaltig überfordert: „Zusammenfassend kann gesagt werden, dass aufgrund der Komplexität der Thematik das alleinige Umstellen des Mahdregims zur Förderung der Artenvielfalt im Straßenbegleitgrün nur bedingt zielführend ist und erhebliche Mehrkosten samt einem erhöhten Personalbedarf zur Folge hätte.

Zielführender ist daher die etablierte Praxis, unter Berücksichtigung der notwendigen Randbedingungen auch künftig Einzelfallentscheidungen zu treffen und so weitere Flächen extensiv zu pflegen, bzw. zur Förderung der Artenvielfalt auch umzugestalten (z. B. Neuansaat mit standorttypischen regionalem Saatgut).“

Nein: Zielführender ist eine große Lösung, die möglichst im ganzen Stadtgebiet ein schonenderes Mahdregime ergibt.

Aber wahrscheinlich spielen da die Nachbarämter wieder nicht mit.

Bestäubung funktioniert heute in den Städten besser als auf dem Land

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