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Da hat sich Leipzig etwas Gewaltiges vorgenommen: Mit dem Umsetzungsprogramm 2027/2028 im Rahmen des Energie- und Klimaschutzprogramms 2030 hat die Dienstberatung des Oberbürgermeisters am Montag, dem 12. Oktober, die Fortführung des städtischen Fahrplans zur Bekämpfung des Klimawandels bekräftigt.
Bis Ende des Jahres 2028 soll der CO₂‑Ausstoß pro Einwohner und Einwohnerin im Stadtgebiet drastisch von 4,51 auf 2,44 Tonnen sinken, um das langfristige Ziel der gesamtstädtischen Klimaneutralität bis 2040 zu sichern. Das wäre ein beeindruckender Sprung.
Zwar sinken die rechnerisch ermittelten CO₂‑Emissionen der Stadt seit Jahren. Aber sie hängen auch direkt mit äußeren Einflüssen wie dem Wetter und mit den Energiepreisen zusammen, die deutlich stärkeren Einfluss auf den Verbrauch fossiler Brennstoffe nehmen als Energiesparprogramme oder Häuserdämmungen. Besonders die deutlich wärmeren Jahre ab 2018 haben nun einmal auch den Verbrauch an fossilen Brennstoffen gesenkt.
So verzeichnet Leipzig 2017 rechnerisch noch 3,37 Millionen Tonnen CO₂, ein Wert, der in den Folgejahren auf 2,74 Millionen Tonnen im Jahr 2023 absank.
Schaffen möchte die Stadt den großen Sprung durch 82 spezifische Maßnahmen durch die Stadt sowie die kommunalen Eigenbetriebe im gesamten Leipziger Raum.
„Mit dem Umsetzungsprogramm tragen wir in der Stadtverwaltung einen aktiven und wichtigen Beitrag zur Zielerreichung der Klimaneutralität Leipzigs bei“, sagte Umweltbürgermeister Heiko Rosenthal am Montag.
„Jedoch stellt Klimaschutz eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe dar, die ein gemeinschaftliches Engagement aller politischen Ebenen, der Wirtschaftsakteure als auch der Leipzigerinnen und Leipziger erfordert.“
Klimagerechte Sanierung und Ausbau der Erneuerbaren
Zentraler Schwerpunkt für die nächsten zwei Jahre ist die klimagerechte Sanierung: Dies gelte für Stadtquartiere – durch die Erstellung energetischer Konzepte bei Neubauvorhaben oder der klimagerechten Gewerbeflächenentwicklung –, aber auch für energetische Sanierungen wie die der Quarterback Immobilien Arena.
Parallel dazu will die Stadt den beschleunigten Ausbau erneuerbarer Energien forcieren, um eine klimaneutrale Energie- und Wärmeversorgung abzusichern. Durch hocheffiziente Solar- und Windenergieanlagen sollen bis zum Jahr 2030 rund 400 Megawatt installierte Leistung erreicht werden.
Simone Ariane Pflaum, Leiterin des Referats Nachhaltige Entwicklung und Klimaschutz, sagt dazu: „Eng damit verknüpft, ist die Umsetzung der gesetzlichen kommunalen Wärmeplanung der Stadt Leipzig. Mit ihr soll die Wärmeversorgung schrittweise auf fossilfreie Quellen umgestellt und der Fernwärmeausbau vorangetrieben werden.“
Im Sektor Mobilität soll mit dem Basismodul Hauptachsen ein Infrastrukturprogramm komplexe Baubedarfe der Stadt Leipzig mit denen der verschiedenen Unternehmen der L-Gruppe bündeln. Eine weitere Säule bildet die breit angelegte Klimaschutzoffensive zur Aktivierung der Leipziger Stadtgesellschaft: Bürgerinnen und Bürger sowie institutionelle Akteure werden hierbei gezielt zum Mitmachen und zu eigenen Maßnahmen motiviert.
Dazu gehört das Bereitstellen des städtischen Fachförderprogramms für private Balkon-Solaranlagen für Leipzig-Pass-Empfängerinnen und ‑Empfänger ebenso wie die Unterstützung des Energieeffizienz- und Klimaschutz-Netzwerks für die ansässige Wirtschaft.
Für die verlässliche Finanzierung aller Vorhaben sind im aktuellen Doppelhaushalt die entsprechenden finanziellen Mittel fest hinterlegt, betont die Stadt. Zudem führt die Stadt Leipzig ein kontinuierliches Klimamonitoring durch und veröffentlicht die aktuellen Daten sowie detaillierte Auswertungen zur Entwicklung von Treibhausgasemissionen und weiteren Klimaindikatoren transparent auf dem Klimaschutzdashboard direkt auf www.leipzig.de/klimaschutz.
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