LMBV hat bislang keine Alternative zur Einleitung der Pleiße in den Kahnsdorfer See

Das ist eine ganz schwierige Kiste, das mit der Pleiße. Ockerbraun fließt sie nach Markkleeberg und Leipzig herein und erzählt von einem Problem, das den Bewohnern des Neuseenlandes so neu ist, wie es kurz zuvor für die Anrainer der Spree eine unangenehme Überraschung war. Am 6. April versuchte die LMBV in Neukieritzsch noch einmal zu erklären, wie sie die Eisensulfatfrachten aus der Pleiße bekommen will.
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Denn es sind diese Eisensulfate, die die Pleiße (und in der Lausitz die Spree) belasten und braun färben. Sie lagern sich im Flussverlauf ab und bilden rötliche Schlammbänke. Was dann wieder dafür sorgt, dass diese Flussabschnitte biologisch tot sind. Es ist eine Folge des Kohlebergbaus, die fast ein Vierteljahrhundert völlig ignoriert wurde. Nur bei der LMBV wusste man seit zehn Jahren, dass man das Problem lösen muss. Das ist eine der Aufgaben des Bergbaussanierens: auch wieder saubere und biologisch lebendige Flusssysteme herzustellen.

Seit 2007 beschäftigt sich die Lausitzer und Mitteldeutsche Bergbau-Verwaltungsgesellschaft mit der Lösung des Dilemmas, in dem es nicht nur um ein paar Beimengungen geht, sondern erhebliche Tonnagen. Bis zu 935 Kilogramm eisenhaltige Stoffeinträge gelangen in jenem knapp zwei Kilometer langen Teilstück der Pleiße in den Fluss, in dem der künstlich angelegte Fluss die alte Witnitzer Kippe durchfließt. Und zwar pro Tag. Die Eisensulfate gelangen über das Grundwasser in den Fluss. Und zu den Projekten, diesen Zufluss eisenhaltiger Grundwasser zu unterbinden, gehört zum Beispiel der großflächige Luzerneanbau auf dem ehemaligen Kippengelände. Dadurch soll der Grundwasserabfluss minimiert werden.

In Überlegung war auch, mit künstlich angelegten Gräben, die das belastete Grundwasser vorher abfangen, oder mit bewirtschafteten Sickerschlitzen zu verhindern, dass das belastete Grundwasser überhaupt erst in die Pleiße fließt. Beides aber hat einen doppelten Haken: Beide Projekte müssen ständig bewirtschaftet werden – kosten also im Lauf der Zeit richtig viel Geld. Und diese Zeiträume sind verdammt lang – was erstaunlicherweise in der Diskussion in Neukieritzsch am 6. April gar nicht besonders betont wurde.

So richtig verständlich kann sich die LMBV augenscheinlich noch immer nicht machen. Mindestens bis zum Jahr 2100 ist mit einem derart hohen Frachteintrag in die Pleiße zu rechnen. Wenn man bedenkt, dass der Tagebau Wittnitz II „nur“ von 1945 bis 1993 betrieben wurde, bekommt man eine Ahnung davon, welche Folgeschäden über deutlich längere Zeiträume so ein Kohletagebau tatsächlich anrichtet.

Die Pleiße wurde in dieser Zeit mehrfach verlegt und stark kanalisiert. Und hinter Wyhra durchfließt sie dann eben die eisenhaltige Kippe des einstigen Tagebaus. Wobei das unübersehbare Dilemma ist, dass die Nutzung der Seen – insbesondere des Hainer Sees – längst begonnen hat: Der See wurde an die Blauseen-Gruppe verkauft, die Ufer an der Blauen Lagune wurden bebaut – zahlreiche Anrainer haben sich hier ein Erholungs- und Bootsparadies geschaffen.

Die braune Pleiße (unten) am Stausee Rötha (linnks). Oben der Kahnsdorfer See und darüber der Hainer See. In der Bildmitte die Kleine Pleiße. Foto: LMBV

Die braune Pleiße (unten) am Stausee Rötha (links). Oben der Kahnsdorfer See und darüber der Hainer See. In der Bildmitte die Kleine Pleiße. Foto: LMBV

Ihnen ist natürlich kaum vermittelbar, dass die Renaturierung der Region noch gar nicht beendet ist. Irgendjemand hat da sichtlich den zweiten Schritt vor dem ersten getan. Wobei auch hörbar wurde, dass auch die beiden betroffenen Seen – der Kahnsdorfer und der Hainer See – noch lange nicht „fertig“ sind. Der Kahnsdorfer See ist deutlich übersäuert und muss eigentlich auch noch neutralisiert werden. Die LMBV würde mit ihrem Projekt, die verockerte Pleiße durch den Kahnsdorfer See zu leiten, praktisch zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen – einerseits den See zur Eisenfalle machen, andererseits das Seewasser neutralisieren.

Aus LMBV-Sicht übrigens die nachhaltigere Lösung: Man würde einmal einen neuen Zulauf für die Pleiße schaffen – und der See würde über Jahrzehnte als Eisenfalle funktionieren.

Aber genau da fangen die Ängste der Kahnsdorfer und der Anrainer des Hainer Sees an. Denn zwischen beiden Seen gibt es nur einen schmalen Landstreifen. Man befürchtet, dass die touristische Nutzung des Hainer Sees mit beeinträchtigt wird.

Aber auch der Hainer See ist noch nicht fertig. Auch er wäre – wie jeder andere Bergbaufolgesee – völlig übersäuert, wenn man 2008 bis 2010 nicht 10.000 Tonnen Branntkalk dem Wasser zugegeben hätte. Danach hat man das Problem der Übersäuerung dadurch aufgefangen, dass man Sümpfungswasser aus dem Tagebau Profen eingeleitet hat. Das  passiert übrigens bis heute. Augenscheinlich ist das vielen Nutzern des Sees gar nicht bewusst.

Aber 2018 endet diese Überleitung von Sümpfungswasser. Dann muss eine andere Lösung her, betont die LMBV. Deswegen gibt es zur Variante, die Pleiße in den Kahnsdorfer See zu führen, auch die Untervariante, den Überlauf vom Kahnsdorfer See in den Hainer See zu nutzen, um das Pleißewasser auch zur Neutralisierung des Hainer Sees zu nutzen.

Man ahnt schon, warum die Ängste bei den Betroffenen umgehen, die nun seit einigen Jahren in der Hoffnung leben durften, am Hainer See ein Paradies gefunden zu haben, das jetzt dauerhaft bleibt.

Zumindest am 6. April wurden noch keine Varianten diskutiert, die beide Seen verschonen würden. Als Vorschlag aus dem Publikum kam, die Pleiße hinter Wyhra doch einfach in ein Betonbett zu verfrachten, dann hätte man die Belastungsprobleme nicht. Vorgeschlagen wurde auch, die Pleiße so zu verlegen, dass sie nicht mehr durch die Witnitzer Kippe fließt – und dann in den Kahnsdorfer See münden zu lassen. Was aber augenscheinlich aufgrund fehlender Ausweichgelände schwierig wird.

Deutlich wurde, dass die LMBV zwei Wasserprobleme hat, die sie lösen muss, weil sie gesetzlich und nach Europarecht dazu verpflichtet ist. Und deutlich ist auch, dass das Thema viel zu spät angepackt wurde. Man hat das Thema viel zu lange ignoriert. Richtig ins Bewusstsein der Bergbausanierer rückte es tatsächlich erst 2007, als mit dem Grundwasseranstieg im Gebiet die zunehmende Verockerung der Pleiße sichtbar wurde. Auch in der Lausitz wurde dieses Problem erst spät sichtbar – und dann war Holland in Not. Und die Suche nach Lösungen, die auch noch die nächsten 100 Jahre halten, ohne enorme Kosten zu verursachen, führte zu sehr konfliktreichen Projekten. Wie eben dem, den Kahnsdorfer See als Sedimentfalle zu nutzen.

Wobei man so nebenbei auch erfuhr, dass die Blauseen Gruppe nicht nur den Hainer See gekauft hat, sondern auch den Kahnsdorfer, obwohl der für touristische Nutzung gar nicht vorgesehen ist. Dort ist man also mit zwei Seen gleich doppelt betroffen. Bleibt freilich die Frage: Welche Alternativen bleiben der LMBV, wenn sie auf beide Seen als Lösung verzichten muss? Wie bekäme man die Eisenbelastung anders in Griff?

Noch sei man in der Diskussions- und Findungsphase hieß es. Aber 2018 möchte man eigentlich einen umsetzungsfähigen Vorschlag auf dem Tisch haben.

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