Flughafen Leipzig/Halle hat jetzt europäisches Sicherheitszertifikat

Bürgerinitiative hofft, dass es jetzt keine Ausreden mehr zur gleichmäßigen Bahnverteilung am Flughafen gibt

Für alle Leser„Weiterbetrieb langfristig gesichert – Sächsische Verkehrsflughäfen erhalten Flugplatzzeugnisse“, meldete das sächsische Verkehrsministerium am 1. Dezember. Und Verkehrsminister Martin Dulig (SPD) erklärte dazu: „Mit den Zeugnissen haben wir den offiziellen Nachweis erbracht, dass beide Flughäfen die hohen Sicherheitsstandards der EU voll und ganz erfüllen.“ Na so etwas, staunten die Mitglieder der Bürgerinitiative „Gegen die neue Flugroute“.

Denn eines der zentralen Anliegen, die sie immer wieder vorbrachten und die zuletzt auch von der Stadt Leipzig unterstützt wurden, war ja bekanntlich die gleichmäßige Nutzung beider Start- und Landebahnen. Auch in der Nacht. Ein Ansinnen, das auch in der Fluglärmkommission immer wieder zurückgewiesen wurde mit dem trockenen Hinweis auf die dafür fehlenden Sicherheitseinrichtungen.

Und nun so ganz nebenbei Martin Duligs Aussage: „Im Rahmen der Zertifizierung waren nur wenige Korrekturen der Flugplatzinfrastruktur nötig. Dies liegt sicher auch in der vergleichsweise neuen und modernen Infrastruktur der sächsischen Flughäfen begründet. Seit 1991 wurden hier immerhin 2,1 Milliarden Euro investiert. Für den Freistaat ist es im besonderen Interesse, dass von den sächsischen Flughäfen als Job-Motor weiterhin positive Effekte auf die Wirtschaft, den Tourismus und die Beschäftigung für die ganze Region ausgehen.“

Was ja bedeutet, dass die benötigte Sicherheitstechnik jetzt existiert.

Matthias Zimmermann als Pressesprecher der Bürgerinitiative „Gegen die neue Flugroute““ interpretiert das jedenfalls so: „Der Flughafen Leipzig/Halle erfüllt die strengen EU-Sicherheitsstandards. Das entsprechende Zertifikat überreichte Sachsens Verkehrsminister Martin Dulig (SPD) dem Vorstandschef der Mitteldeutschen Flughafen AG in der vergangen Woche. Wir gehen davon aus, dass es sich bei dem ‚TÜV-Zeugnis‘ um die Konformitätsbewertung der EASA (Europäische Agentur für Flugsicherheit) handelt. Ab dem kommenden Jahr sind Flugplatzbetreiber in der EU ohnehin verpflichtet, ein solches Zeugnis vorzuweisen.“

Aber seine Skepsis ist unüberhörbar, wenn er sagt: „Freilich sagt ein derartigen Zertifikat nichts über die Fluglärmbelastung der Bevölkerung aus, hier konkret am LEJ, der lautesten stadtnahen nächtlichen Lärmquelle Deutschlands. Allerdings ist mit dem Zeugnis nun endlich der Nachweis erbracht, dass der Flughafen die hohen Sicherheitsstandards der EU erfüllt. Dies schien bis dato nicht der Fall gewesen zu sein. Noch im Juni 2016 stellte der sächsische Wirtschaftsminister Martin Dulig auf eine Kleine Anfrage im Sächsischen Landtag fest, dass ‚der Staatsregierung … Mängel bei der Sicherheitstechnik zur Absicherung einer gleichmäßigen Bahnverteilung bekannt sind, …‘. Die Umsetzung des Planfeststellungsbeschlusses zur gleichmäßigen Bahnverteilung scheiterte laut Flughafen und Deutscher Flugsicherung bisher an sicherheitstechnischen Gründen.“

„Würden Nord- und Südbahn gleichzeitig genutzt, müssten die Flieger die Bahnen kreuzen. … Dies ist eine Risikoerhöhung, was wir lieber vermeiden wollen“, zitiert er Uwe Liebscher von der Deutschen Flugsicherung (DFS).

„Dies sah zwar ein durch die Stadt Leipzig in Auftrag gegebenes Gutachtens eines der renommiertesten Flughafenplaner Deutschlands nicht ganz so, aber sei’s drum, hier scheint das Ministerium seine Hausaufgaben gemacht zu haben. Und wir gehen davon aus, dass dies nicht nur geschah, damit der Airport weiterentwickelt werden kann, wie kürzlich durch das Luftfrachtabkommen mit China geplant“, meint Zimmermann.

Und bekräftigt seine Hoffnung, dass der Flughafen nun keine Ausreden mehr vorbringt, auch im Nachbetrieb die Gleichnutzung der Bahnen zu gewährleisten. Bis dato finden nachts zwischen 97 und 99 Prozent der Starts und Landungen auf der 2007 in Betrieb genommenen Südbahn statt, wo DHL auch seine großen Abfertigungshallen gebaut hat.

Zimmermann: „Das letzte Argument, die gleichmäßige Bahnverteilung nicht zu realisieren, ist ad acta gelegt. Das Sächsische Staatsministerium, der Flughafen und die Deutsche Flugsicherung sind nun aufgefordert, die versprochene gleichmäßige Bahnverteilung und damit Fluglärmentlastung von ca. 15.000 besonders von der Südbahn Betroffenen umzusetzen. Und es solle niemand jetzt mit dem ‚Argument‘ kommen, dies sei im Planfeststellungsbeschluss nicht festgelegt. Diese Behauptung wurde von uns schon mehrfach widerlegt.“

Flughafen Leipzig / HalleBahnverteilungBürgerinitiative
Print Friendly, PDF & Email
Leserbrief

Hinweise zum Leserbrief: Bitte beachten Sie, dass wir einen Leserbrief nur veröffentlichen, wenn dieser nicht anonym bei uns eintrifft. Außerdem möchten wir darauf hinweisen, dass eine Teilnahme an Verlosungen des L-IZ Leserclubs mit dem Leserbrief nicht möglich ist.

Ihr Name *

Ihre E-Mail-Adresse *

Betreff

Ihre Nachricht *

Bild/Datei hochladen

Wären Sie mit der Veröffentlichung als Leserbrief einverstanden? *

 
Ein Kommentar

Kommentar schreiben



Schneller informiert mit dem L-IZ-Melder
XXI. Internationale Johann-Sebastian-Bach-Wettbewerb Leipzig beendet
Sommerfest und Vernissage im Tapetenwerk
Fun first! 19-jährige Bernburgerin erstmals beim Funcross in ihrer Heimatstadt am Start
Women Are Here! – Geflüchtete Frauen und Unterstützerinnen in Leipzig organisieren Aktionstour
Thomaskantor Gotthold Schwarz dirigiert festliches Gedenkkonzert an Johann Sebastian Bachs 268. Todestag in der Thomaskirche
Investitionsvorhaben in der Region Leipzig ziehen deutlich an: aktueller Überblick zu mehr als 60 Projekten mit einer Investitionssumme von über 4,8 Milliarden Euro
Polizeibericht, 20. Juli: lebensbedrohliche Verletzung, Quad geklaut, Autos angezündet
Bike for charity – 900 km Radfahren für den guten Zweck: Spendenaktion für den Förderkreis Kinderdialyse am Klinikum St. Georg
Weitere Nachrichten:Bewegungsmelder | Wortmelder | Rückmelder | Sport | Polizei | Verkehr





Weitere aktuelle Nachrichten auf L-IZ.de

Tschechien startet im August das tschechisch-deutsche Residenzprogramm als Partnerland der Buchmesse
Leipzigs Marktplatz. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserBislang war es meist so, dass sich die Gastländer der Leipziger Buchmesse meist auf die Messe selbst und das Leseprogramm beschränkten. Dann wurde immer aufgefahren, was an spannenden Autorinnen, Autoren, Verlagen und Titeln zu präsentieren war. Dass aber das Völkerverbindende mit den Leuten beginnt, die den Inhalt der Bücher erst verzapfen, das macht das Gastland der Leipziger Buchmesse 2019 sichtbar. Denn es organisiert einen richtigen Autorenaustausch.
Wie bekomme ich eine geförderte Weiterbildung?
Foto: pixabay

Foto: pixabay

Die berufliche Weiterbildung gilt als einer der wichtigsten Stützpfeiler des wirtschaftlichen Erfolges in einem Land. Deswegen gibt es für diejenigen, die Interesse daran haben, mit einer Weiterbildung ihre Chancen am Arbeitsmarkt zu erhöhen, vielfältige Fördermöglichkeiten. Allerdings wissen die meisten weder, welche Fördermöglichkeiten es gibt, noch unter welchen Voraussetzungen und wo die Förderung beantragt werden kann.
Ein Maßnahmeplan mit drei Punkten und jeder Menge Überzeugungsarbeit im Innenministerium
Polizisten im Demo-Einsatz. Foto: L-IZ.de

Foto: L-IZ.de

Für alle LeserEs ist schon nicht so einfach mit den Polizistenzahlen in Sachsen. Die jüngsten Prognosen sehen erst 2024 die hart erkämpfte Zahl von 14.000 Polizisten in Sachsen erreicht. Aber Innenminister Dr. Roland Wöller will schon vorher 1.000 Polizisten mehr auf die Straße bringen. Am liebsten schon 2020. Aber wie will er das machen, wenn er da erst knapp 13.500 Polizisten hat? Das wird nicht klappen, meinte der innenpolitische Sprecher der Grünen-Fraktion, Valentin Lippmann.
CG hat dem Kulturzentrum „So&So“ auf dem Gelände des Eutritzscher Freiladebahnhofs gekündigt
Der Innenhof des Kulturzentrums "So&So". Foto: So&So

Foto: So&So

Für alle LeserEs wäre eine Chance gewesen. Immerhin hat sich das Gelände des alten Eutritzscher Freiladebahnhofs in den letzten Jahren auch zu einem kleinen Tummelplatz jener Kulturinitiativen entwickelt, die in Leipzig seit über 20 Jahren die Pionierrolle bei der Belebung brachliegender Viertel gespielt haben. Als das Kulturzentrum „So&So“ auf das Gelände an der Delitzscher Straße zog, war noch die DB AG Besitzer des Geländes. Man war 2016 noch mitten im Aufbau, als der Besitzerwechsel publik wurde.
Stadträte Zenker und Elschner wünschen sich gemeinwohlorientierte Grundstücksübertragungen auf dem Gelände des Eutritzscher Freiladebahnhofs
Die Stadträte Tim Elschner und Christopher Zenker. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserDer Sommer kommt eh immer überraschend. Da stellen auch manche Stadträte oft genug fest, dass doch wieder nicht alles geschafft wurde. Und manchmal drängt die Zeit. Denn gleich nach den Ferien soll der Masterplan zur Quartiersentwicklung „Eutritzscher Freiladebahnhof“ beraten werden, spätestens zum Jahresende beschlossen. Aber eine Frage ließ jetzt Tim Elschner (Grüne) und Christopher Zenker (SPD) nicht los: Sollte sich Leipzig nicht die Grundstücke fürs Gemeinwohl sichern?
Martin Meters Plädoyer für wissenschaftliches Denken in Zeiten anschwellender Verschwörungstheorien
Martin Meter: Die Befreiung des Denkens. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserSein großer Gegner heißt eigentlich Platon. Genug Unheil hat der griechische Philosoph mit seiner Ideenlehre ja angerichtet. Es ist nur den meisten Menschen nicht bewusst, weil 2.000 Jahre Christentum auch dafür gesorgt haben, dass der platonische Dualismus tief in unserem Denken steckt. Und genau darum geht es, wenn der Informatiker Martin Meter sein Buch „Die Befreiung des Denkens“ nennt.
Leichtathletik-DM 2018: David Storl mit dem achten Streich
Die Medaillengewinner haben gut Lachen: Patrick Müller (Neubrandenburg), David Storl (Leipzig) und Tobias Dahm (Sindelfingen) - v.l. Foto: Jan Kaefer

Foto: Jan Kaefer

Für alle LeserDie Ouvertüre zu den 118. Deutschen Leichtathletik-Meisterschaften spielte auf dem historischen Hauptmarkt im Herzen Nürnbergs. Für die Wettbewerbe im Kugelstoßen wurde extra eine eigene Arena errichtet, in der am Freitag die schweren Kugeln flogen. Überraschungen blieben im Kampf um den Titel aus - was aus sächsischer Sicht großartig war. Denn sowohl bei den Frauen als auch bei den Männern kamen die Deutschen Meister 2018 aus dem Freistaat. Während Christina Schwanitz (LV 90 Erzgebirge) ihr 6. DM-Gold einsackte, feierte David Storl (SC DHfK Leipzig) bereits seinen 8. Titel.
Gastkommentar von Christian Wolff: Stauffenberg, Neo Rauch und die Umdeutung der Geschichte
Für alle LeserIn einem wenig beachteten Gespräch mit dem „Handelsblatt“ (veröffentlicht am 19. April 2018) stellte sich der Leipziger Maler Neo Rauch vor den aufgrund seiner Äußerungen in die Kritik geratenen Schriftsteller Uwe Tellkamp: „Ich fühle mit ihm. Er ist ein lauterer Charakter, sehr geradlinig strukturiert, dem ich nichts Schlechtes zutraue. Er scheint mir eher ein Wiedergänger Stauffenbergs zu sein. Im Unterschied zu den heuchlerischen Sachwaltern seines Verlags.“ Tellkamp, eine Art Widerstandskämpfer?
Leo beschäftigt sich mit dem Humor der rechten Esel
Wenn's im Halse stecken bleibt ... Foto: L-IZ

Foto: L-IZ

Für alle LeserWeil ich schon mal dabei bin, es unseren rechten Eseln so richtig zu geben, geb ich’s ihnen auch heute wieder. Denn eigentlich gehen sie mir nur noch auf den Keks mit ihrem ständigen „IA, IA! Aber die Flüchtlinge! Die Ausländer! Die Merkel!“ Du gehst aus der Tür und denkst, dass du dich jetzt endlich mal um die Schafe kümmern kannst, kommt der nächste Esel um die Ecke und blökt: „IA!“ Das scheint furchtbar ansteckend zu sein.
Auch die sächsische „Arbeitsmarktreserve“ schmilzt jedes Jahr um 10 Prozent
Kassensturz, schön übersichtlich. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserDie Reserve ist praktisch schon weg, auch wenn jetzt seit gut einem halben Jahr auch von Politikern und Arbeitsagenturen immerfort darüber berichtet wird, dass man jetzt endlich etwas tun müsste, nun auch noch die Langzeitarbeitslosen in einen Job zu bekommen. Es ist ein typischer Fall von Spätstart. Denn selbst die simpelsten Daten zeigen, wie gerade im Osten die sogenannte „Arbeitsmarktreserve“ wegschmilzt.
Das vierte Jahr hintereinander sind in Leipzig zu wenige Wohnungen fertig geworden
Kassensturz mit letztem Knopf. Foto: L-IZ

Foto: L-IZ

Für alle LeserAm Ende kommen wir noch ganz durcheinander. Die einen melden 1.136 fertiggestellte Wohnungen für Leipzig im Jahr 2017, die anderen hatten 1.654 gemeldet. Jetzt hat die Stadt Leipzig selbst ihre offizielle Zahl beim Wohnungsbau veröffentlicht. An der Dimension ändert das freilich nichts. Leipzig leidet – wie alle deutschen Großstädte – an ungenügender Förderung für den Wohnungsbau.
Selbst die Rückholung der aufgespürten Münzen wird teurer und dauert länger, als gedacht
Stadtgeschichtliches Museum am Böttchergässchen. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserEs war ein Schock, der 2016 das Stadtgeschichtliche Museum Leipzig erwischte. Es war passiert, was man eigentlich in diesem Haus nicht erwartet hatte: Ein Mitarbeiter hatte aus der Münzsammlung 657 wertvolle Münzen entwendet und sie über Ebay und diverse Münzhändler zu Geld gemacht. Erst als ein 20-köpfiges Team die Bestände überprüfte, wurde der ganze Schaden sichtbar, der auch wertvolle Münzen aus dem alten Kramerschatz enthielt. Und nur ein kleiner Teil der Münzen wurde bislang wieder aufgespürt.
Das zentrale Werk in der Ausstellung „Thietmars Welt“: Thietmars Chronik
Erste Seite der Originalchronik Thietmars von Merseburg, Sächsische Landesbibliothek - Staats- und Universitätsbibliothek Dresden, Msrc.Dresd.R.147, Blatt 1v und Blatt 4r. Foto: Deutsche Fotothek/Regine Richter, Lizenz: CC-BY-SA 4.0 International

Foto: Deutsche Fotothek/Regine Richter, Lizenz: CC-BY-SA 4.0 International

Für alle LeserWer seit Sonntag, 15. Juli, nach Merseburg in die Sonderausstellung „Thietmars Welt. Ein Merseburger Bischof schreibt Geschichte“ reist, taucht ein in die Welt, in der der einstige Bischof Thietmar lebte. Eine Welt, in der das Bistum Merseburg darum kämpfte, seine Macht und Größe auszuweiten und dabei auch der Westen dessen, was wir heute Sachsen nennen, erstmals ins Licht der Geschichte trat. Mitsamt einem Burgward an der Pleiße.
Das Tierchen fehlte noch: Die verwirrte Hyäne
Nachdem der Alte gegangen war ... Grafik: L-IZ

Grafik: L-IZ

LeserclubNatürlich war der Mond angebissen. Sie hatten nur die kleine 5-Watt-Funzel angeschaltet, als der alte Kommissar sich wie ein schlechtes Gewissen in ihre Wohnung drängte. Oder wuchtete. Es kam wohl auf die Perspektive an. Und aus dem Sessel, in dem Herr L. gesessen hatte, als der Alte kam, hatte er bestenfalls eine verwirrende Untersicht auf ein kantiges Gesicht, dem – so betrachtet – die Vertraulichkeit fehlte.
NSU-Prozess, Halberg Guss, Flohmarkt, Weltkrieg und der lange Schatten der Treuhand
Echtes Sommer-Lesefutter: Leipziger Zeitung Nr. 57. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserEs ist Juli, der Sommer bricht seine Rekorde. Und nun ist auch die neue Leipziger Zeitung, die am Freitag, 20. Juli, an allen guten Verkaufsstellen ausliegt, ein echtes Sommerprodukt geworden. Eins, in dem es kocht – 100 Jahre Geschichte, 29 Jahre Treuhand, Turbokapitalismus rings um den Kampf von Halberg Guss und das Schweigen der Sachsen zu einem seltsam ausgegangenen NSU-Prozess.