Die Brücke bei Kleindalzig muss dringend saniert werden, an einen Neubau ist vorerst nicht zu denken

Für alle LeserAb Freitag, 27. März, gibt es für schwere Fahrzeuge eine Verbindung weniger von Groß- und Kleindalzig nach Zwenkau. Dann wird die Brücke an der K 7958 über die Weiße Elster für Fahrzeuge ab 3,5 t gesperrt, teilt das Landratsamt des Landkreises Leipzig mit. Auch diese Brücke kommt mittlerweile an die Grenze ihrer Belastungsfähigkeit.

Die Brücke im Zuge der K 7958 über die Weiße Elster bei Kleindalzig muss voraussichtlich ab dem 27. März 2020 für alle Fahrzeuge über 3,5 t gesperrt werden, so das Landratsamt des Landkreises Leipzig. Die Notwendigkeit dieser Maßnahme ergebe sich aus der letzten Sonderprüfung für das Bauwerk. Der Fahrbahnbelag im Bereich der Pfeiler und der Übergangskonstruktion ist rissig und weist Fehlstellen auf.

Durch eindringendes Oberflächenwasser haben Teile des Über- und Unterbaus der Brücke mittlerweile Schaden genommen. Da das Bauwerk aus Spannbeton mit vergütetem Spannstahl bewehrt wurde, der durch Spannrisskorrosion gefährdet ist, sei die Tragfähigkeit zwingend zu reduzieren, so das Landratsamt.

Hier wurde also viel zu lange mit einer Sanierung gewartet. Das hat Folgen.

Im Rahmen der Verkehrssicherungspflicht durch den Landkreis Leipzig sei eine Lastbeschränkung somit unvermeidbar. Es wird eine stationäre Umleitungsbeschilderung ausgewiesen, welche über die Ortslagen Zitzschen und Großdalzig erfolgt, teilt das Landratsamt mit. Auf Zwenkauer Seite erfolgt sie über die B186 entweder Richtung Zitzschen zur dortigen Elsterbrücke oder in Richtung Löbschütz und Wiederau. Auf Großdalziger Seite erfolgt die Umleitung über die K 7956.

Um einer weiteren Schadensausweitung am Bauwerk vorzubeugen, ist eine Sanierung der Fahrbahnübergangskonstruktion notwendig, betont das Landratsamt. Die könne voraussichtlich im Sommer dieses Jahres realisiert werden. Ein Ersatzneubau – so das Landratsamt – kann wegen der derzeitigen Fördermittelsituation im kommunalen Straßen- und Brückenbau innerhalb der nächsten beiden Jahre nicht in Aussicht gestellt werden.

Es geht also nicht nur Leipzig so, dass immer mehr Förderanträge für Straßenbau nicht mehr bewilligt werden, weil die vom Freistaat bereitgestellten Summen hinten und vorne nicht reichen. Jüngste Beispiele in Leipzig sind ja die Straßenbaumaßnahmen in der Bornaischen und der Rosa-Luxemburg-Straße, wo die Stadt jetzt ohne Fördermittel baut. Auch in den Landkreisen werden belastbare Planungen immer schwerer. Und niemand weiß, ob die künftige Straßenbauförderung des Freistaats so ausgestattet ist, dass an den Neubau der Brücke bei Kleindalzig gedacht werden kann.

Leipzig bekommt immer mehr Förderabsagen für kommunale Straßenbauvorhaben

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