In Großpösna gibt es schon sechs gepflegte Schmetterlingswiesen

Für alle LeserAuch dieses Thema wird jetzt wieder drängender, wenn nach und nach die Corona-Einschränkungen zurückgefahren werden: das Artensterben in der Welt, das ja auch um Sachsen keinen Bogen macht. Am Freitag, 13. März, war das auch noch Thema bei einer Veranstaltung, die die Gemeinde Großpösna, der Kuhstall e. V. und der UferLeben e. V. gemeinsam veranstalteten. Die Idee zum „Informationsabend blühendes Großpösna“ entstand im Frühjahr 2019 als Reaktion auf das dramatische Insektensterben und den globalen Verlust der Biodiversität.
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Der Begriff „Biodiversität“ beschreibt die Vielfalt des Lebens auf der Erde und ihre Zusammenhänge in ihrer gesamten Bandbreite. Diese biologische Vielfalt nimmt seit Jahren weltweit ab. Laut dem Bundesamt für Naturschutz sind von den 32.000 in Deutschland heimischen Tieren, Pflanzen und Pilzen 30 % bestandsgefährdet und 6 % bereits ausgestorben. Darüber hinaus werden 70 % der Lebensräume als gefährdet eingestuft.

Die im Oktober 2017 veröffentlichte Krefeld-Studie konnte zeigen, dass die Biomasse von Fluginsekten innerhalb von 27 Jahren um 75 % abgenommen hat. Diese Daten wurden von 1989 bis 2015 in 63 Schutzgebieten in Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und Brandenburg erhoben.

Welche tragende Rolle Insekten in unseren Ökosystemen spielen, sollen folgende Aspekte verdeutlichen:

– In Deutschland machen Insekten 70 % aller nachgewiesenen Tierarten aus.
– In gemäßigten Klimazonen werden 88 % der Blütenpflanzen durch Insekten bestäubt.
– Der weltweite ökonomische Nutzen der Bestäubung von Kulturpflanzen durch Insekten wird auf 153 Milliarden Euro pro Jahr geschätzt.
– Insekten sind die wesentliche Nahrungsgrundlage für zahlreiche weitere Insekten, Spinnen, Vögel, Reptilien, Amphibien und insektenfressende Säugetiere.
– Insekten spielen eine wichtige Rolle für Nährstoffkreisläufe, den Abbau organischer Masse, die biologische Schädlingskontrolle, die Gewässerreinigung und die Erhaltung der Bodenfruchtbarkeit.

Vor dem Hintergrund des allgegenwärtigen Insektensterbens rief der UferLeben e. V. 2019 das Themenjahr „Insekten“ aus. Im Rahmen dessen richtete der Verein am 11. März 2019 im Café im Pfarrhaus in Störmthal die Diskussions- und Informationsveranstaltung „Artenschutz konkret – Insekten retten“ aus.

Der Abend wurde von den Vortragenden Frank Meisel, Mitglied des ehrenamtlichen Naturschutzdienstes in Mittelsachsen, Wolfram Günther, jetziger sächsischer Staatsminister für Energie, Klimaschutz, Umwelt und Landwirtschaft, und UferLeben e. V. gestaltet.

Göselauenen-Wiesen, Dreiskau-Muckern. Foto: Stephan Schürer

Göselauenen-Wiesen, Dreiskau-Muckern. Foto: Stephan Schürer

„Der Abend machte noch einmal deutlich, dass jede Bürgerin die Abwärtsspirale unter anderem durch gezieltes Einkaufsverhalten im Sinne ökologisch erzeugter Lebensmittel und durch naturnähere und infolge insektenfreundlichere Umgestaltung des persönlichen Umfeldes stoppen bzw. verlangsamen kann“, betont Stephan Schürer

Dabei helfen unter anderem die Initiativen „Puppenstuben gesucht – Blühende Wiesen für Sachsens Schmetterlinge“ und „Sachsen blüht“.

Im Anschluss an die Veranstaltung erfolgte eine Kontaktaufnahme zu Dr. Matthias Nuß, dem Sektionsleiter des Bereichs Schmetterlinge im Senckenberg Museum für Tierkunde Dresden und fachlicher Koordinator von „Insekten Sachsen“ und „Puppenstuben gesucht – Blühende Wiesen für Sachsens Schmetterlinge“. Am 10. Mai 2019 fand im Rathaus Großpösna ein Treffen zwischen Dr. Nuß, der Bürgermeisterin Dr. Lantzsch, dem Bauhof Großpösna, dem Botanischen Garten Großpösna, dem Liegenschaftsamt und UferLeben statt.

Dabei gab es eine Beratung durch Dr. Nuß hinsichtlich einer naturnäheren und insektenfreundlicheren Umgestaltung des Pflegekonzeptes der gemeindeeigenen Grünflächen, berichtet Schürer. Und es wurden potentielle Flächen im Gemeindegebiet für die Initiative „Sachsen blüht!“ herausgesucht. Die Initiative „Sachsen blüht“ möchte das Blüten- und Lebensraumangebot für Insekten und Vögel in den Siedlungsbereichen verbessern. Dies geschieht durch eine kostenlose Bereitstellung von gebietseigenem zertifizierten Saatgut für geeignete Flächen. Im Rahmen des Treffens reifte auch die Idee für die Bürgerinformationsveranstaltung „Blühendes Großpösna“.

Das Ergebnis: Bis heute wurden in Großpösna schon sechs Wiesen bei „Blühende Wiesen für Sachsens Schmetterlinge“ registriert. Allein in Dreiskau-Muckern wurden drei unterschiedliche Wiesenbiotope mit einer Größe von fast 14 Hektar angemeldet. Dabei handelt es sich um den Gemeinschaftsgarten Dreiskau-Muckern, eine Streuobstwiese und um Pferdekoppeln entlang der Göselaue.

Was all diese Wiesen eint, sind von „Schmetterlingswiesen Sachsen“ vorgegebene Wiesenpflegeregeln. Was unter anderem bedeutet: Es wird seltener und nicht die gesamte Fläche gemäht, es werden schneidende Mahdwerkzeuge benutzt, es wird nicht gemulcht und Mahdgut wird beräumt.

Wiese mit dem Großen Wiesenknopf im Gemeindegebiet Großpösna. Foto: Stephan Schürer

Wiese mit dem Großen Wiesenknopf im Gemeindegebiet Großpösna. Foto: Stephan Schürer

„Eine räumlich und zeitlich differenzierte Wiesenpflege trägt dazu bei, möglichst viele Pflanzen-, Insekten- und Vogelarten auf einer Wiese zu fördern“, betont Stephan Schürer. „Bis dato sind mehr als 400 Wiesen bei Schmetterlingswiesen Sachsen registriert. Durch die Registrierung weiterer Wiesen und durch die Schaffung neuer Biotope z. B. im Rahmen von ,Sachsen blüht‘ könnte unsere Region perspektivisch farbenprächtiger und gleichzeitig insektenfreundlicher werden.

Im Landkreis Leipzig gibt es noch zahlreiche wertvolle Wiesenbiotope, von denen sich die dort beheimateten Arten in neue Biotope ausbreiten könnten – dazu müssten natürlich überregionale Grünzüge erweitert und neu geschaffen werden. So gibt es z. B. im Gemeindegebiet von Großpösna noch Wiesen, auf denen der streng geschützte Dunkle Wiesenknopf Ameisen-Bläuling beheimatet ist.

Dieser selten gewordene Schmetterling spielt auch ein wichtige Rolle in dem Buch ,Die Wiese – Lockruf in eine geheimnisvolle Welt‘ von Jan Haft. Dieses Buch ist ein schöner Einstieg in den zunächst sehr komplexen Mikrokosmos der Wiese. Es lag also nahe, Jan Haft zu einer Lesung im Rahmen der Informationsveranstaltung blühendes Großpösna einzuladen. Dies gelang uns dann auch.“

Trotz abgesagter Buchmesse und aller Schwierigkeiten im Rahmen der aufkommenden Pandemie fand der Informationsabend am 13. März statt. Im Vorfeld des Abends veranstaltete der Ende letzten Jahres neu gegründete Stadt-Umland-Landschaftspflegeverband LeipzigGrün in Kooperation mit Dr. Nuß und UferLeben einen kleinen Workshop zum Thema Insektenschutz für Entscheidungsträger aus den Kommunen und der Wirtschaft.

Dieser war infolge von Covid-19 dann freilich eher spärlich besucht. Trotzdem kam es zu einer sehr lehrreichen Diskussion und zu neuen sinnvollen Kooperationen, zieht Stephan Schürer eine erste Bilanz.

„Der anschließende Informationsabend blühendes Großpösna war wiederum mit etwa 60 Gästen sehr gut besucht. Dr. Gabriela Lantzsch, die Bürgermeisterin von Großpösna, eröffnete den Informationsabend und berichtete über aktuelle insektenfreundliche Projekte und zukünftige Pläne der Gemeinde Großpösna. Nachfolgend berichtetet Dr. Matthias Nuss über sein Projekt ,Puppenstuben gesucht – Blühende Wiesen für Sachsens Schmetterlinge‘ und gab praktische Tipps für eine insektenfreundlichere Pflege und Gestaltung des eigenen Gartens. Nach der sehr interaktiven Lesung von Jan Haft aus ,Die Wiese – Lockruf in eine geheimnisvolle Welt‘ kam es noch zu einer sehr angeregten allgemeinen Frage- und Diskussionsrunde mit Dr. Matthias und Jan Haft.“

Zur Vertiefung der eigenen Kenntnisse der Flora und Fauna der Wiese empfiehlt Stephan Schürer zwei kostenlose sehr interessante und lehrreiche Apps.

1. Flora Incognita: Die aus einer Zusammenarbeit der TU Ilmenau und dem Max-Planck-Institut für Biogeochemie Jena entstandene kostenlose App FLORA INCOGNITA ermöglicht es NutzerInnen die mannigfaltige Welt der Pflanzen näher kennenzulernen und zu verstehen. Nebenbei erfolgt eine deutschlandweite, auftraggeberunabhängige, ganz- und mehrjährige Kartierung der Pflanzen.

2. Insekten Sachsen: Die App registriert die Standortdaten des jeweiligen fotographisch dokumentierten Insektenfundes und hilft bei der Bestimmung. Die anschließende jeweilige Fundmeldung wird im Verlauf auf Richtigkeit geprüft und auf der Homepage Insekten Sachsen freigegeben und veröffentlicht.

NABU, UferLeben und Petitions-Initiatoren schreiben einen Offenen Brief an die neue Staatsregierung

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