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Großpösna

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Östlich Grunaer Bucht am Störmthaler See. Foto: Frank Beutner

Geplanter Campingplatz am Störmthaler See: Die Eingriffe in wertvolle Biotope werden heftig und dauerhaft

Am 22. Juli stellten der Städtische Eigenbetrieb Behindertenhilfe (SEB) und die Gemeinde Großpösna ihre Pläne zum Bau eines integrativen Campingplatzes am Störmthaler See vor. Ein 22-Millionen-Euro-Projekt, das mit massiven Eingriffen in die gewachsenen Biotope am Störmthaler See verbunden ist. Wie massiv diese Eingriffe sein werden, ist selbst im Umweltbericht zum Bebauungsplan „Östlich Grunaer Bucht“ nachzulesen. […]

Visualisierung der Tiny-Häuser auf dem künftigen Campinplatz am Störmthaler See. Quelle: SEB

Stadtrat unter Entscheidungsdruck: Planungen für Inklusionscampingplatz am Störmthaler See sollen beginnen

Es wird ein richtig großes Ding: 22 Millionen Euro teuer, 7 Hektar groß, eigentlich sogar 9 Hektar direkt am Südufer des Störmthaler Sees. Ein Leuchtturmprojekt, wie es die Bürgermeisterin von Großpösna, Gabriele Lantzsch, nennt. Bezahlt aus Infrastrukturmitteln des Investitionsgesetzes Kohleregionen. 2023 soll schon Baubeginn sein für den Inklusionscampingplatz in der Regie des Städtischen Eigenbetrieb Behindertenhilfe […]

Östlich Grunaer Bucht am Störmthaler See. Foto: Frank Beutner

Störmthaler See: Frühzeitige Beteiligung im umstrittenen B-Planverfahren Östlich Grunaer Bucht gestartet

Seit 2016 streiten sich Anwohner und Naturschützer mit der Gemeindeverwaltung Großpösna um den Naturerhalt in einem bisher unerschlossenen Gebiet am Störmthaler See. Der Gemeinderat Großpösna beschloss nun kürzlich in seiner öffentlichen Sitzung am 27. Juni die Bewilligung und die Auslegung des Vorentwurfes des umstrittenen Bebauungsplanes „Östlich Grunaer Bucht“. Die Zivilgesellschaft und Träger öffentlicher Belange können […]

Östlich Grunaer Bucht am Störmthaler See. Foto: Frank Beutner

Ein Offener Brief an die Universität Leipzig: Wie ein Wassersportzentrum der Universität am Störmthaler See ein geschütztes Biotop bedroht

Die Vorstöße, die Bergbaufolgeseen im Leipziger Südraum mit immer mehr touristischen Attraktionen zu bestücken, hören nicht auf. Selbst jene Uferstreifen, auf denen sich in den vergangenen 20 Jahren ein reiches Tier- und Pflanzenleben angesiedelt hat, sollen wieder beseitigt und mit touristischen Nutzungen bebaut werden. So auch am Störmthaler See, wo jetzt selbst die Uni Leipzig […]

Vorort-Termin im Bergbau-Technik-Park. Foto: Thilo Neubacher

100 Trompeten und 1 Bagger: Am 4. und 5. Juni gibt es -leider noch – kein großes Konzert im Bergbau-Technik-Park

Am 4. und 5. Juni 2022 gibt es ein ziemlich ungewöhnliches Kulturereignis im Bergbau-Technikpark bei Großpösna: In zwei Open Air-Aufführungen kann man die außergewöhnliche interdisziplinäre Inszenierung „100 Trompeten und 1 Bagger“ erleben. Beide Konzerte beginnen um 18 Uhr im Bergbau-Technik-Park in Großpösna im Landkreis Leipzig. Mit den Aufführungen von „100 Trompeten und 1 Bagger“ erreicht […]

Störmthaler See: Warum hält das Bauamt Großpösna Ergebnisse zur Artenerfassung zurück?

Geht es nach der Gemeindeverwaltung Großpösna und Investoren aus der Stadt Leipzig, sollte der Bauleitplan „Östlich Grunaer Bucht“ möglichst rasch beschlossene Sache sein. Dieser gilt als Voraussetzung für umstrittene Erschließungsmaßnahmen am renaturierten Südufer des Störmthaler Sees. Der Gemeinderat Großpösna hatte im September 2021 die Entwurfsplanung für das Bauleitplanverfahren „Östlich Grunaer Bucht“ verabschiedet und die Gemeindeverwaltung […]

Protestaktion am Störmthaler See. Foto: UferLeben e.V.

Gastbeitrag zur Diskrepanz zwischen Anspruch und Wirklichkeit: Quo vadis kommunale Bürgerbeteiligung in Großpösna?

„Erfolgreiche Bürgerbeteiligung muss als Prozess verstanden werden“ (Netzwerk Bürgerbeteiligung). Die Beteiligung endet deshalb auch nicht mit einem Abschlussbericht. Zumal wenn ein Projekt vorgibt, modellhaft zu sein, ergibt sich die Motivation für eine Nachbetrachtung. Als einer von zwei Bürgervertretern in der Lenkungsgruppe des sächsischen Modellprojektes „Quo vadis kommunale Bürgerbeteiligung 2? Etablierung nachhaltiger Beteiligungsmodelle in Sachsen“ berichte ich über meine Erfahrungen, weil ich denke, dass sie für andere Bürger als Teilnehmende in Beteiligungsprozessen, aber auch für Moderatoren, Gesellschaftswissenschaftler und Politiker interessant sein könnten.

Gastbeitrag: Grundsatzdebatte zum SEB-Inklusionsprojekt am Störmthaler See abgelehnt + Video

Nach jahrelanger Diskussion im Landkreis Leipzig ist die umstrittene Erschließung des Sondergebietes „Östlich Grunaer Bucht“ am Störmthaler See nun auch erstmals als Thema im Leipziger Stadtrat angekommen. Invasive Erschließungsmaßnahmen und hohes Besucheraufkommen in Zusammenhang mit dem geplanten Inklusionscampingplatz des Städtischen Eigenbetriebs Behindertenhilfe Leipzig (SEB) und einem angegliederten Strandbad gefährden besonders geschützte Biotope gemäß § 30 BNatSchG am Südufer des Störmthaler See.

Protest gegen die Uferfverbauung bei Eiffelturmtag am Störmthaler See. Foto: Frank Beutner

Projektefieber im Neuseenland: Kommunale Leuchtturm-Politik bedroht Biotope am Bockwitzer und Störmthaler See

Zwei aktuelle Beschlussfassungen im Landkreis Leipzig verdeutlichen eindrücklich, wie umweltpolitische Aspekte und zivilgesellschaftliches Engagement trotz der eröffneten Klima- und Artenschutzdebatte in kommunalen Entscheidungsgremien weitgehend unbeachtet bleiben. Dies zeigt insbesondere vor der anstehenden Bundestagswahl, dass Veränderungen auf allen politischen Ebenen notwendig werden, um im Klima- und Artenschutz die notwendige Aufmerksamkeit und Wirksamkeit zu erreichen.

Protestaktion am Störmthaler See. Foto: UferLeben e.V.

Wie Bürgerbeteiligung auch am Störmthaler See ins Wasser fällt: Ein Gastbeitrag

Bürgerbeteiligung wird ja seit einigen Jahren groß geschrieben in der Politik. Bürger werden zu Werkstätten eingeladen, dürfen sich zu amtlichen Plänen äußern und mit am Tisch sitzen, wenn Visionen neu verhandelt werden. Aber fast immer erleben sie dabei, dass all ihre Mühe doch wieder vergeblich ist und sich die Interessen von Ämtern und Verwaltungen durchsetzen wie durch Zauberhand. Ein Thema auch am Störmthaler See.

Zukunft der Magdeborner Halbinsel: Was hat die Bürgerumfrage in Großpösna tatsächlich ergeben?

2018 startete Großpösna einen groß angelegten Beteiligungsprozess, um gemeinsam mit der Bürgerschaft die Zukunft der Magdeborner Halbinsel am Störmthaler See zu klären, zu gestalten, Visionen oder Leitlinien dafür zu entwickeln. Egal, wie man es nennt, es ist ein Prozess, der nicht einfach ist. Denn auch die Bewohner Großpösnas haben viele verschiedene Wünsche für das, was auf der Halbinsel entstehen soll. 2019 gab es deshalb auch noch eine Bürgerumfrage.

Protestaktion am Störmthaler See. Foto: UferLeben e.V.

Zwei Austritte, zwei Offene Briefe: Wie weiter mit dem Beteiligungsprozess zur Magdeborner Halbinsel?

Was passiert künftig auf der Magdeborner Halbinsel am Störmthaler See? Darüber wird nun seit Monaten diskutiert. Sogar schon seit 2018, seit ein Beteiligungsprozess gestartet wurde, in dem die Einwohner von Großpösna mitentscheiden können sollten, was künftig auf der Magdeborner Halbinsel entstehen soll – oder auch nicht. Doch seit Mai 2020 knirscht es im Getriebe. Zwei Austritte aus dem Beteiligungsforum machten von sich reden.

Protestaktion am Störmthaler See. Foto: UferLeben e.V.

Störmthaler See: Technischer Ausschuss von Großpösna diskutiert lieber nichtöffentlich über die Petition

Das Leipziger Neuseenland ist längst ein Scherbenhaufen. Von den Einigungen, die die Kommunen rund um die Tagebauseen im Süden Leipzigs vor über 20 Jahren getroffen hatten, um die Entwicklung der Seen abgestimmt voranzutreiben, ist nicht mehr viel übrig. Die Seen werden wie Hoheitsgebiete behandelt und immer neue Investitionsprojekte vorangetrieben – auch gegen die Wünsche der Bewohner. Unter Ausschluss der Öffentlichkeit, wie die Grünen in Großpösna kritisieren.

Protestaktion am Störmthaler See. Foto: UferLeben e.V.

Petition für einen autofreien Störmthaler See wird am Montag in Großpösna übergeben

Natürlich stimmte eine Sache, die CDU-Stadträtin Jessica Heller am 14. Oktober in der Leipziger Stadtratsdebatte zum Wassertouristischen Nutzungskonzept (WTNK) ansprach: Die Gemeinden im Leipziger Südraum machen einiges anders, bauen viel mehr und größer in der Gewässerlandschaft. Ob das aber in irgendeiner Weise vorbildlich ist, steht auf einem ganz anderen Blatt. Denn von Erholung bleibt nicht viel übrig, wenn überall neue Straßen und Parkplätze asphaltiert werden. Ein Streitthema direkt vom Störmthaler See.

Blick zur Magdeborner Halbinsel (Bildmitte). Foto: Foto: LMBV / Peter Radke

Ein Forschungszentrum am Störmthaler See ist im Regionalplan Westsachsen gar nicht vorgesehen

Die Gemeinderatssitzung der Gemeinde Großpösna am 18. Mai war in unterschiedlicher Hinsicht wieder ein bedeutender Meilenstein in der weiteren Seeentwicklung im Leipziger Neuseenland. Der Gemeinderat bekräftigte eine gemeinsame Absichtserklärung, das Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ) in seiner Bewerbung, das Forschungszentrum CLAIRE am Störmthaler See perspektivisch ansiedeln zu wollen, zu unterstützen.

Gemeinschaftsgarten Dreiskau-Muckern, Schmetterlingswiese Nr. 369. Foto: Stephan Schürer

In Großpösna gibt es schon sechs gepflegte Schmetterlingswiesen

Auch dieses Thema wird jetzt wieder drängender, wenn nach und nach die Corona-Einschränkungen zurückgefahren werden: das Artensterben in der Welt, das ja auch um Sachsen keinen Bogen macht. Am Freitag, 13. März, war das auch noch Thema bei einer Veranstaltung, die die Gemeinde Großpösna, der Kuhstall e. V. und der UferLeben e. V. gemeinsam veranstalteten. Die Idee zum „Informationsabend blühendes Großpösna“ entstand im Frühjahr 2019 als Reaktion auf das dramatische Insektensterben und den globalen Verlust der Biodiversität.

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