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Droht nach dem Lehrermangel nun ein Mangel an Kita-Personal in Sachsen?

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    Die Erwartungen waren hoch an den Neuen. Noch im Dezember haben auch die Oppositionsparteien so einiges erwartet von Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU). Mittlerweile turnt der MP von einem Interview und einem Fettnäpfchen ins nächste. Und die Probleme stehen so ungelöst im Raum wie bei Stanislaw Tillichs Rücktritt. Auch beim Thema Bildung, wie Petra Zais feststellt. Und Bildung fängt nun einmal in der Kita an.

    Der neue Ministerpräsident Michael Kretschmer will einen Schwerpunkt seiner Regierungsarbeit auf Bildung setzen, stellt sie fest. Dies sei dringend geboten. Aber da wächst der nächste Personalengpass heran: Konzentrierte sich bislang alles auf die Lösung der Personalprobleme an Schulen, muss nun auch die Besetzung in den Kindertageseinrichtungen in den Blick genommen werden. Denn bei Erzieherinnen und Erziehern drohe der nächste Engpass, wie die Antwort auf eine Kleine Anfrage von Petra Zais zu Personalentwicklung und Altersstruktur beim sächsischen Kita-Personal offenbart.

    „Die Zahlen in den sächsischen Kindertageseinrichtungen sind beunruhigend“, erklärt Petra Zais, die in der Grünen-Fraktion im Landtag für die bildungspolitischen Themen zuständig ist. „Zwar werden derzeit so viele Erzieherinnen und Erzieher wie noch nie ausgebildet. Dennoch steht die Alterspyramide Kopf: Weit über 10.000 der aktuell rund 26.500 Beschäftigten in den Kindertageseinrichtungen sind über 50 Jahre alt. Etwa ein Viertel des Personals (rund 6.700 Personen) ist über 55 Jahre alt und wird damit in absehbarer Zeit in den Ruhestand gehen.“

    Bislang klangen alle Auskünfte aus der Staatsregierung so, dass 2.000 jährlich ausgebildete Kita-Erzieherinnen und Kita-Erzieher eigentlich ausreichen.

    Aber beim Blick auf die Zahlen hat Petra Zais so ihre Fragen.

    „Es muss ausgelotet werden, ob die Zahl von jährlich 2.000 neuen Erzieherinnen und Erziehern ausreicht oder ob nachjustiert werden muss“, fordert die Bildungspolitikerin. „Ich bezweifle die Zuversicht, dass der Bedarf an Fachkräften damit zu decken ist – es reicht nicht einmal aus, um die hohen Altersabgänge zu kompensieren. Darüber hinaus muss Vorsorge getroffen werden für die Einstellung zusätzlichen Personals, etwa im Zuge der Änderungen beim Personalschlüssel – die nächste Absenkung im Krippenbereich (von 1:5,5 auf 1:5) steht zum 1. September 2018 an. Die überfällige Verbesserung der Betreuungssituation in den Kitas darf nicht an einem Mangel an Erzieherinnen und Erziehern scheitern.“

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