Wolfsübergriffe im Landkreis Görlitz

Wo Mindestschutz gegen Wölfe fehlt, gibt es auch keine Ausgleichszahlungen für Wolfsschäden

Für alle Leser2017 machte ein Wolfsrudel in Sachsen Furore, das sich nahe dem sorbischen Flecken Ralbitz-Rosenthal angesiedelt hat. Bilder dutzender getöteter Schafe machten die Runde und brachten die Gemüter zur Wallung. Da konnten auch Hinweise über den ungenügenden Schutz der betroffenen Schafherden nicht viel helfen. „Der Wolf lernt dazu“, titelten dann zumindest die etwas aufmerksameren Medien. Und was passiert eigentlich danach, fragte ein fraktionsloser Landtagsabgeordneter nach.

Irgendwie wollte der fraktionslose Abgeordnete Gunter Wild doch etwas genauer wissen, wer nun Entschädigung bekommt bei gerissenen Schafen auf der Weide – und wer nicht. Denn Schafhalter bekommen bei Wolfsrissen Entschädigung vom Staat. Deswegen war das auch lange kein großes Thema in Sachsen, wo man eigentlich über Jahre gelernt hatte, mit dem Neuankömmling aus dem Osten umzugehen.

Aber 2017 änderte sich etwas. Es hatte auch mit der Ankunft eines neuen Wolfsrudels im Raum Ralbitz-Rosenthal zu tun. Mindestens ein Wolf in diesem Rudel war augenscheinlich besonders lernfähig und hat gemerkt, wo Schafherden nur ungenügend gesichert waren – wo Elektrozäune zu niedrig waren, nur notdürftig mit Elektrodrähten versehen oder gar ohne jeglichen Strom.

Wenn aber Zäune keinen Schutz bieten und ungestraft von Räubern passiert werden können, haben die Schafe dahinter ein Problem: Sie können nicht ausweichen. Die Wölfe lernen, diese ungenügenden Zäune zu überwinden. Das scheint beim Rosenthaler Rudel der Fall gewesen zu sein. Ergebnis: Mehrfach wurden Schafherden im Raum Ralbitz-Rosenthal von Wölfen angefallen. Wenn die Schafe erst einmal in Panik reagieren und nicht flüchten können, gibt es für die Wölfe kein Halten mehr. Mal waren es 30 tote Schafe, mal sieben, mal 14.

Ralbitz-Rosenthal liegt im Landkreis Bautzen.

Aber auch im benachbarten Landkreis Görlitz hatte man es 2017 auf einmal mit großen Zahlen gerissener Schafe zu tun. So kann man es auch der Statistik entnehmen, die Landwirtschaftsminister Thomas Schmidt auf Wilds Anfrage hin liefert: Bis 2014 lag die Zahl der offiziell als Wolfsriss registrierten Schafe stets zwischen 8 und 14 Tieren – 0,68 bis 1,28 aller als verendet gemeldeten Schafe. Eine überschaubare Zahl, die auch davon erzählte, dass die Schafhalter in der Lausitz gelernt hatten, mit der Nachbarschaft der Wölfe zu leben und ihre Schafherden entsprechend zu schützen.

Aber ab 2015 änderte sich das sichtlich, schnellte die Zahl der durch Wölfe gerissenen Schafe auf 28, 30 und dann 2017 auf 97 hinauf. Womit erstmals 9,52 Prozent der als verendet gemeldeten Schafe im Landkreis Görlitz auf das Konto von Wölfen gingen.

Und es sind nicht nur Wölfe, die in Sachsen beim Reißen von Schafen ertappt werden.

Das war ja der Hauptgrund, warum Gunter Wild anfragte: Warum bekommen nicht alle Schafhalter Entschädigung?

„Bei fünf Prozent der angezeigten Fälle in den Jahren 2013 bis 2017 wurden genetische Untersuchungen veranlasst. Die Ablehnung von Anträgen auf Schadensausgleich aufgrund des Ergebnisses der genetischen Untersuchungen erfolgte in zwei Fällen (im Jahr 2014). Das entspricht sieben Prozent der abgelehnten Fälle im oben genannten Zeitraum. Einmal konnte ein Hund und einmal ein Fuchs als Verursacher des Schadens festgestellt werden. Wolfshybriden wurden nicht nachgewiesen“, teilt Landwirtschaftsminister Thomas Schmidt mit.

Wild wollte auch wissen, ob es eine Statistik zu wildernden Hunden gebe. Aber die gibt es in Sachsen nicht. Auch wenn Hunde immer wieder auch als Verursacher von Schafstötungen ausgemacht werden. Schmidt: „Bei der Rissbegutachtung wurde in den letzten fünf Jahren siebenmal ein Hund als Verursacher festgestellt. Das entspricht zwei Prozent aller in diesem Zeitraum gemeldeten Fälle.“

Was dann dazu führte, dass 2017 von 42 Anträgen auf Ausgleichszahlungen wegen Wolfsverbissen elf abgelehnt wurden. In sieben Fällen war kein Wolf der Verursacher. Und in fünf Fällen mussten die Behörden auch feststellen, dass die Mindestschutz-Auflagen für die Schafherden nicht eingehalten worden waren. In einem Fall war beides der Fall. Das heißt: Auch die Verweigerung der Ausgleichzahlungen zeigt zu einem Teil, dass einige Halter sichtlich fahrlässig gehandelt haben und ihre Schafe nicht wirklich geschützt auf der Weide standen.

Für den ausreichenden Mindestschutz der Schafherden gibt es übrigens auch Geld vom Staat. Um die 300.000 Euro reicht das Land dafür jedes Jahr aus.

Die Anfrage. Drs. 12735

In „Wolfsfährten“ ist Andreas Beerlage nicht nur den Wölfen auf der Spur, sondern auch den Ängsten und Unwissenheiten der Menschen

Wölfe
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