Abschlussbericht zum Wetter 2018 steckt voller Warnungen

Sachsen muss sich auf eine zunehmend wärmere und regenlose Zukunft einstellen

Für alle LeserBraune Wiesen, staubtrockene Felder und Wälder, außerplanmäßige Holzernten nach Stürmen und Käferfraß, zutage getretene Hungersteine und ein schweres Hochwasser im Oberen Vogtland – das war das Wetterjahr 2018 in Sachsen. Und am Ende war es das wärmste je gemessene Jahr seit Beginn der regelmäßigen Wetteraufzeichnungen im Jahr 1881. Der Deutsche Wetterdienst und das Landesumweltamt Sachsen (LfULG) gaben am Donnerstag, 24. Januar, die Ergebnisse in Dresden bekannt.

2018 war mit seiner extremen Witterung ein folgenreiches Jahr. Es steht stellvertretend für den klimatologischen Trend. „Trockenheit und Starkregen gehen einher“, so das Fazit von Klima-, Wetter-, Umwelt- sowie Land- und Forstwirtschaftsexperten am Donnerstag, 24. Januar, beim 7. Jahres-Presse-Gespräch „Wetter trifft auf Klima“ in Dresden. Untersucht wurde, wie sich die Witterungen und Wetterphänomene in die Klimaentwicklung im Vergleich zur Klimareferenzperiode 1961 bis 1990 einordnen lassen.

Danach war das Jahr 2018 mit einer Abweichung von +2,2 Grad das wärmste und mit minus 33 Prozent eines der beiden niederschlagsärmsten seit 1881 in Sachsen. Ebenso zählt es mit +31 Prozent zu den beiden sonnenreichsten Jahren seit 1951.

Das Wetter erzählt vom sich erwärmenden Klima

Bemerkenswert war, dass davon alle Jahreszeiten betroffen waren. Den insgesamt längsten wärmeren Abschnitt seit 1881 bilden die 22 Jahreszeiten von Sommer 2013 bis Herbst 2018. In diesem langen Zeitraum traten vermehrt atmosphärische Bedingungen auf, die die Ausbildung von Trockenheit begünstigen. Der Winter 2017/18 hatte Verspätung und kehrte erst im Februar und März ein.

Bemerkenswert waren die Temperatursprünge von Januar (+4,5 Grad Abweichung) auf Februar (-2,5 Grad Abweichung) und vom März (-1,9 Grad Abweichung) in den Aprilsommer mit +5,5 Grad Abweichung. Das waren zwei 7-Grad-Sprünge. Der April war der wärmste seit 1881. Die Vegetationszeit von April bis September war mit einer Abweichung von +3,4 Grad noch nie wärmer seit Beginn der Aufzeichnungen 1881.

Ebenso war diese Periode mit 43 Prozent weniger Niederschlägen „extrem zu trocken“ und mit 36 Prozent mehr Sonnenstunden „extrem zu sonnenreich“ Das Niederschlagsdefizit summierte sich von Februar bis November 2018 auf 45 Prozent. Mit 87 Prozent weniger Niederschlag war der Februar der niederschlagsärmste seit 1881.

Sachsen bekommt ein Problem mit der Trockenheit

Das immer größer werdende Niederschlagsdefizit hat ab Mai zu einer sich stetig verschärfenden hydrologischen Trockenheit geführt. Es löste eine über sechsmonatige Niedrigwasserperiode in den sächsischen Flussgebieten aus, die sich erst mit den ergiebigen Niederschlägen vor Weihnachten entspannte. Auf ihrem Höhepunkt am 28. August lagen die Durchflüsse an mehr als drei Viertel der Pegel im Niedrigwasserbereich. Kleine Flüsse und Bäche fielen teilweise trocken. In der Elbe wurde am Pegel Dresden mit nur 45 cm der bisher niedrigste Wasserstand seit Errichtung der größeren tschechischen Stauanlagen im Jahre 1964 gemessen. Damit war die Niedrigwassersituation 2018 noch extremer als in den Jahren 2003 und 2015.

Abweichungen von der durchschnittlichen Temperatur seit 1881 in Sachsen. Grafik: Freistaat Sachsen, LfULG

Abweichungen von der durchschnittlichen Temperatur seit 1881 in Sachsen. Grafik: Freistaat Sachsen, LfULG

Ebenso werden seit 2013 überwiegend fallende Grundwasserstände beobachtet. Besonders drastisch war es in den Herbstmonaten 2018, als 90 Prozent aller sächsischen Messstellen unter dem monatstypischen Grundwasserstand lagen. Aktuell sind es immer noch 71 Prozent. „Grundwasser hat ein langes Gedächtnis!“, warnt das Umweltamt.

Im zugehörigen Bericht klingt es noch dramatischer. Denn das Sinken der Grundwasserstände war schon vorher im Gang: „Zunächst müssen die teilweise horrenden Bodenwasserdefizite ausgeglichen werden, bis es eine nachhaltige Erholung der Wasserführung geben kann. Dies gilt vor allem für Nord- und Ostsachsen. Die sächsischen Böden haben Mitte Januar 2019 noch die folgenden Feuchtigkeitsdefizite im Wurzelraum. Das heißt, es fehlen bis zum Erreichen der Feldkapazität noch Niederschläge. (…)

Die Grundwasserstände waren und sind seit 2013 überwiegend fallend. Während 2017 durch ein nasses Frühjahr eine leichte Entspannung eintrat, fielen die Grundwasserstände, bedingt durch die extreme Trockenheit 2018, wieder unter die langjährigen mittleren niedrigen Werte. An einigen wenigen Messstellen wurden Niedrigststände erreicht. Es unterschreiten derzeit (Januar 2019) 71 % der Messstellen den monatstypischen Grundwasserstand, der Median liegt dabei bei 61 cm Unterschreitung. In den Herbstmonaten 2018 lagen die Unterschreitungen noch bei 90 %.“

Die sächsischen Talsperren konnten mit den Zuflüssen im Winter und Frühjahr 2018 zwar rechtzeitig gefüllt werden. Damit stand genügend Wasser für alle Nutzungen wie Trinkwasseraufbereitung, Brauchwasser und Niedrigwasseraufhöhung zur Verfügung. Aber auch hier machte sich das hohe Niederschlagsdefizit seit Februar 2018 durch extrem niedrige Zuflüsse zu den Talsperren bemerkbar. Die Versorgung der Wasserwerke für Trinkwasser konnte jedoch abgesichert werden – zum einen durch das angestaute Talsperrenwasser und zum anderen durch die Vernetzung der Talsperren untereinander durch Überleitungssysteme.

Aber wirklich beendet wurde die Trockenheit nach den Messungen an den Talsperren erst am 21./22. Dezember. Und die Bodenmesswerte weisen nach wie vor für einen Großteil der Böden viel zu hohe Trockenheit aus.

Temperaturprojektion für Sachsen bis zum Jahrhundertende. Grafik: Freistaat Sachsen, LfULG

Temperaturprojektion für Sachsen bis zum Jahrhundertende. Grafik: Freistaat Sachsen, LfULG

Und erstmals betraf die anhaltende Trockenheit auch die „Ernteergebnisse“ der sächsischen Forstwirtschaft, die immer noch so wirtschaftet, als könne man einfach jedes Jahr munter drauflosernten – und zwar nicht nur junge Bäume, sondern auch die Bestandsbäume der älteren Wälder, die eigentlich dringend zum Erhalt der Biotope gebraucht werden.

Seit dem Sturm „Herwart“ im Oktober 2017 fielen durch Sturmwürfe und Borkenkäferbefall insgesamt 3,2 Millionen Kubikmeter Holz an. Zum Vergleich: Planmäßig wurden in Sachsen bisher jährlich ca. 2,3 Millionen Kubikmeter Holz geerntet, über 5 Millionen Kubikmeter an schnell wachsendem Holz wuchsen jährlich nach. Allein an Fichten wurden 2018 zwischen Juni und Dezember 575.000 Kubikmeter Käferholz registriert. Bis Ende Mai dieses Jahres wird mit einem Anstieg um weitere 200.000 Kubikmeter gerechnet.

Bis in die höheren Berglagen hinein entwickelten sich drei Generationen von Borkenkäfern und übertrafen damit sogar den „Jahrhundertsommer“ 2003. Der Sturm „Friederike“ im Januar und die extreme Trockenheit waren für die Käferpopulation eine ideale Ausgangslage, formuliert es das sächsische Umweltamt, das sich hier natürlich auf die Meldungen des Sachsenforst stützt, der noch immer in traditionellen Schablonen denkt und die Wälder als Baumplantagen behandelt und den Borkenkäferbefall vor allem als Gefahr sieht für die gepflanzten Monokulturen, nicht als Chance, den Waldumbau endlich flächendeckend anzuschieben und die Wälder gegen die absehbaren Hitze- und Dürrezeiten zu stärken.

Wer den Abschlussbericht von LfULG und DWD liest, sieht auch, dass beide für Sachsen nicht nur zunehmende Zeiten von Dürre und Trockenheit bis Ende des Jahrhunderts für wahrscheinlich halten, sondern auch Temperaturanstiege deutlich über das Niveau von 2018 hinaus, das ja bekanntlich mit 2,2 Grad vom langjährigen Mittel abwich. Ab der Jahrhundertmitte könnten es durchaus 3 bis 4 Grad Abweichung sein. Da ist nicht mehr viel Zeit, um das Land an diese Veränderungen anzupassen.

Das Jahr 2018 hat gezeigt, wie wenig zukunftstauglich Sachsens Wälder sind

KlimawandelTrockenheit
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