Unverkäuflich auch im dritten Jahr

Warum Biedenkopfs Tagebücher der unlesbare Platzhalter für ein nie geschriebenes Sachsenbuch sind

Für alle LeserEigentlich muss André Schollbach, der Sprecher für Kommunalpolitik in der Linksfraktion im Sächsischen Landtag, nicht mehr nachfragen. Schon 2016 verkauften sich die von der sächsischen Staatsregierung so kräftig subventionierten Tagebücher von Kurt Biedenkopf nicht mehr, 2017 erst recht nicht. Und 2018 lagen sie eigentlich nur noch angestaubt im Lager. Entsprechend fiel dann auch die Antwort der Staatskanzlei aus.

„Aufgrund der Verkaufsentwicklung im Jahr 2018 wird die Konrad-Adenauer-Stiftung e. V. auch in diesem Jahr keinen weiteren Verkaufserlös an den Freistaat Sachsen abführen“, teilt Oliver Schenk, Leiter der Staatskanzlei, dem Linke-Abgeordneten auf dessen neuere Nachfrage mit.

Sicher werden die Tagebücher des vormaligen sächsischen Ministerpräsidenten Kurt Biedenkopf (CDU) irgendwann einmal einigen Historikern ein paar kleine Nachweise liefern – auch zu der Frage, warum Sachsen sich seit 1990 in mancher Hinsicht in die falsche Richtung entwickelt hat. Denn der langanhaltende Hype um „König Kurt“ und die absoluten Mehrheiten bei mehreren Landtagswahlen hat ja direkt mit dem zu tun, was im 1990 neu gegründeten Freistaat Sachsen in genau dieser Zeit unterlassen wurde. Man lobte den Freistaat als Lokomotive im Osten all die Jahre über den Klee, feierte sich mit allen Entscheidungen als Primus in einem Ostdeutschland, in dem sonst nur Wehklagen zu hören waren. Aber diese Primus-Rolle war oft genug nur goldener Schein.

Und vor allem wirkte diese neue Erzählung wie eine Ablenkung. Ein Völkchen, das sich mit seiner eigenen Vergangenheit nicht mehr beschäftigen muss, sondern wie einst in Wirtschaftswunderzeiten in die Hände spuckt und den besten Ministerpräsidenten aller Zeiten hat, das muss nicht wirklich darüber nachdenken, welche psychologischen Altlasten man mitschleppte. Die lud auch die alleinregierende CDU nur zu gern bei der „SED-Nachfolgepartei“ PDS ab. Der Sündenbock war gefunden. Wer schwarz wählte, wandelte sich quasi per Handauflegen vom mitlaufenden Saulus zum demokratischen Paulus. Und die Gefahr lauerte fortan links.

Eine Erzählung, die bis heute wirkt, aber längst auch schon dramatische Folgen zeitigte. So ganz ohne Ursache ist Sachsen in den vergangenen 29 Jahren nicht so unübersehbar nach rechts abgedriftet, wurde – auch von Kurt Biedenkopf – die Gefahr durch die rechtsextremistischen Umtriebe immer kleingeredet, so getan, als würden sich im ländlichen Raum nicht ganze Netzwerke rechtsradikaler Strippenzieher etablieren.

Nur: Wie soll die Diskussion darüber zu einem Bucherfolg werden, wenn man einfach all die redigierten Tagebuchtexte Kurt Biedenkopfs aus den frühen 1990er Jahren in mehrere Bände packt und dann hofft, irgendjemand würde das alles nach möglichen Erklärungen durchforsten? Für den gealterten Ex-Ministerpräsidenten war mehr wahrscheinlich nicht drin. Ein neues Buch hätte durchaus noch einmal richtig Arbeit gemacht. Wäre aber durchaus etwas gewesen, was in der Debatte seit 2015, als Sachsens Rechtsextreme wieder glaubten, jetzt sei ihre Zeit zum Zündeln und Marschieren gekommen, durchaus für großes Interesse hätte sorgen können.

Aber wäre Kurt Biedenkopf noch der Mann dazu gewesen? Einer, der auch im hohen Alter noch zur kritischen Aufarbeitung der eigenen Regierungszeit in der Lage gewesen wäre? Dass – mit Unterstützung der Konrad-Adenauer Stiftung (unterstützt durch die Staatsregierung) – dann die unkommentierten Tagebuchbände erschienen, ist ja auch ein Eingeständnis dafür, dass es diese Kraft zur Reflexion beim Autor nicht mehr gab. In seinem Umfeld sowieso nicht. Denn die wirklich starken und kritischen Geister hielt auch Kurt Biedenkopf nicht lange in seiner Umgebung aus. Da war er Helmut Kohl und Angela Merkel durchaus verwandt.

Michael Bartsch: Das System Biedenkopf. Foto: Ralf Julke

Michael Bartsch: Das System Biedenkopf. Foto: Ralf Julke

Was auch dazu führte, dass sich die Sachsen an farblose Minister und Ministerinnen gewöhnten, an farblose Fraktions- und Parteivorsitzende sowieso. Kein einziger ein begabtes Rednertalent, von der Fähigkeit, sich wenigstens schriftlich so spitz zu äußern wie der Professor an der Spitze, ganz zu schweigen. Was eben auch eine Folge hat: Sachsen fehlen die (großen) politischen Debatten. Die üblichen Regionalmedien haben ihren Anteil daran, denn sie machten zumeist 1990 da geübt weiter, wo sie 1989 nur kurz mal aufgehört hatten: In der huldigenden Berichterstattung über die allein waltende Partei. Was Dresden tat, war gut. Was Minister sagten, das wurde auch nicht hinterfragt.

Die sächsischen Selbsttäuschungen haben hier ihre Wurzel. Wer seine Leser in Watte packt und ihnen Politik als königliche Verkündigung verkauft, bekommt keine politische Diskussion, sondern genau das, was sich heute jenseits der Zeitungen austobt in Wut und Selbstgefälligkeit. Nicht nur in Sachsen. Das stimmt. Andere Ostländer machten ganz ähnlich fatale Fehler, packten die Bürger lieber in Watte, um ja nicht die Wahlergebnisse zu gefährden. Als würde man die Leute überfordern, wenn man ihnen zeigt, dass Entscheidungen niemals eindeutig und alternativlos sind, sondern oft genug das Ergebnis zähen Suchens und Ringens.

Wer sich aber so fehlerlos darstellt, der wird angreifbar, wenn die fehlerlosen Entscheidungen so sichtlich nicht fruchten oder nicht die versprochenen Ergebnisse zeitigen. Und stattdessen so ein flaues Gefühl um sich greift: Die da oben …

Ausbaden muss es heute der aktuelle Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU), der verzweifelt versucht eine Diskussion einzufangen, die viel zu spät begonnen wurde und in der die Emotionen glühen. Und in der es um den Kern der Demokratie geht, all die Fragen, die im Königreich Sachsen so gern vermieden wurden. Demokratien brauchen aber die offene und faire Debatte, um lebendig zu bleiben. Und sie brauchen auch die Fähigkeit zur Korrektur, den etwas weniger eitlen Politiker, der auch im Nachhinein bereit ist, sich selbst zu befragen und zu hinterfragen.

Und der damit auch die Leser mitnimmt in eine Welt, in der oft mit harten Bandagen gekämpft wird, Überzeugungen zu Mehl zerrieben werden und moralische Fragen immer mit Nutzensentscheidungen kollidieren. Und in der es auch um Eitelkeiten, große Show und Vertrauen geht. Man ahnt schon, warum Kurt Biedenkopf nach seinem erzwungenen Rücktritt lieber kein Buch dieser Art geschrieben hat. Das hätte Sachsen noch viel früher erschüttert als die gegenwärtigen Umtriebe der Rechtsextremen. Anfang der 1990er, von denen ja die ausgewählten Tagebuchtexte erzählen, war das Königreich so weit ja noch in Ordnung. Die frühen 2000er Jahre sahen da schon ganz anders aus. Da geriet das „System Biedenkopf“ (Michael Bartsch) schon aus den Fugen, war wohl doch etwas eilig zusammengezimmert und hätte mal eine Generalkur gebraucht.

Aber so etwas macht Krach und wirbelt Staub auf. Wer will das schon, wenn das Königreich nach außen noch so leidlich vorzeigbar aussieht? Fährt doch noch, die alte Möhre.

Auch 2017 interessierte sich kein Käufer für die Biedenkopf-Tagebücher

Kurt Biedenkopf
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