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Coronakrise: Leipziger Gesundheitsamt meldet ersten Omikron-Fall in Sachsen

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    Es war nur eine Randbemerkung in der mehrstündigen Online-Diskussion, die am Montagabend, dem 29. November, unter Leitung des sächsischen Ministerpräsidenten Michael Kretschmer (CDU) stattfand, doch sie hatte es in sich: Auch in Sachsen gibt es nun einen bestätigten Fall mit der Corona-Variante Omikron, die seit einigen Tagen international für Aufsehen sorgt. Es gab aber auch positive Nachrichten aus der Runde: Der vor einer Woche gestartete „Wellenbrecher“ könnte bereits Erfolge zeigen.

    Zu den Teilnehmer/-innen der Online-Diskussion „Wellenbrecher – ein Zwischenstand“ gehörte Regine Krause-Döring, die Leiterin des Leipziger Gesundheitsamtes. Sie sprach zunächst davon, dass alle Ämter in Sachsen bei der Kontaktnachverfolgung massiv eingeschränkt seien und die wahre Inzidenz wohl höher liege als die aktuell veröffentlichte. In Leipzig befinden sich derzeit knapp 8.000 Personen in Quarantäne.Fast am Ende ihrer Ausführungen erwähnte Krause-Döring, dass vor wenigen Augenblicken die Bestätigung hereingekommen sei: Bei einem 39-jährigen Patienten wurde die Omikron-Variante nachgewiesen. Er sei nicht im Ausland gewesen und hätte auch keinen Kontakt zu Personen gehabt, die kürzlich im Ausland waren.

    Viele offene Fragen bei Omikron

    Aktuell ist über diese Variante noch nicht viel bekannt. Es gibt allerdings Befürchtungen, dass sie leichter übertragbar ist als beispielsweise die Delta-Variante. Zudem wird befürchtet, dass bisherige Impfungen dagegen nicht so wirksam sein könnten. Wirklich aufschlussreiche Studien existieren zum jetzigen Zeitpunkt allerdings noch nicht.

    Da die Omikron-Variante schon zuvor in Deutschland nachgewiesen wurde, war ein Nachweis in Sachsen wohl nur eine Frage der Zeit. Daneben hatte Gesundheitsamt-Leiterin Krause-Döring aber auch eine gute Nachricht: Es lassen sich mittlerweile deutlich mehr Menschen zum ersten Mal gegen Corona impfen. Waren es vor etwa einem Monat noch 719 Personen in einer Woche, sind es nun mehr als 5.000, die sich erstimpfen lassen.

    Vorsichtig optimistisch zeigte sich auch Dirk Brockmann, der sich unter anderem für das RKI mit Mobilitätsdaten beschäftigt. „Man sieht, dass der Wellenbrecher einen Effekt hat“, sagte er mit Blick auf die Bewegungsdaten in Sachsen. „Aber ob das ausreicht, weiß ich nicht.“ Je stärker die Maßnahmen seien, desto schneller würden die Inzidenzen wieder sinken, so Brockmann.

    Bald könnten 300 Intensiv-Betten fehlen

    Dass die Inzidenzen schnell wieder sinken müssen, machte Krankenhaus-Koordinator Michael Albrecht deutlich. Bereits jetzt habe man so viele Intensivpatient/-innen im Gebiet um Dresden wie im vergangenen Dezember während des kompletten Freizeit-Lockdowns. Laut aktueller Prognose könnten in zwei Wochen bis zu 300 Intensiv-Betten fehlen. Größtes Problem sei es, qualifiziertes Personal für die Betten zu finden.

    Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer wünscht sich für manche Bereiche ein einheitliches Vorgehen in Deutschland, etwa was die Auslastung von Fußball-Stadien oder Regelungen zu Gastronomie und Hotels angeht. Bereits am morgigen Dienstag soll es eine weitere Konferenz der Ministerpräsident/-innen mit Kanzlerin Angela Merkel und deren wahrscheinlichem Nachfolger Olaf Scholz geben.

    Bei dem Treffen werden sie sich unter anderem mit der Frage beschäftigen, ob doch wieder ein kompletter Freizeit-Lockdown die beste Lösung ist. In der Online-Schalte am Montagabend wurde auch deutlich: Dort hat der Lockdown dabei geholfen, die Zahlen wieder zu senken. Mitte Dezember könnten Handel und Tourismus wieder öffnen, wenn sich der Trend bis dahin fortsetzt.

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