Noch ein Sieg und den Uni-Riesen Leipzig wäre der neuerliche Einzug in die ProB-Playoffs auch theoretisch nicht mehr zu nehmen. Wenn es damit schon dieses Wochenende klappen soll, muss am Samstag ein Sieg beim zweitbesten Heim-Team der Liga her. Der TV Langen hat 2011 genau einmal zu Hause verloren.

Doch wer redet bei den Uni-Riesen schon vom bloßen Playoff-Einzug? Davon sprachen die Verantwortlichen, allen voran Trainer Dimitris Polychroniadis selbst vor Saisonbeginn nicht. Platz vier in der Hauptrunde und damit doppeltes Heimrecht in den Playoffs war das Ziel, was durchaus in Reichweite scheint. Zwar sind noch fünf Spiele offen, aber die Uni-Riesen haben sich schon zwei Siege Vorsprung auf diesen Platz erarbeitet, könnten sogar Richtung Tabellenspitze schielen. Nur ein Sieg fehlt, um Tabellenführer Rockets Gotha einzuholen. Mit ein bisschen Glück hätte man schon letzte Woche Spitzenreiter der ProB sein können, aber die Rockets entschieden ihr Heimspiel gegen den TV Langen in den Schlusssekunden für sich. Polychroniadis wird sich dieses Spiel über das Online-Portal der Jungen Liga angeschaut haben und dabei gesehen haben, wie wichtig Neuzugang Sebastian Greene für die Hessen ist. Greene hielt die Giraffen lange Zeit allein im Spiel, bringt ins Langener Team vor allem Athletik ein.
Zu Hause hat es für die Hessen gegen Gotha übrigens in der Hinrunde geklappt, gegen den derzeitigen Tabellen-Dritten Nördlingen auch. Insgesamt gab es sowieso nur eine Heimniederlage im gesamten Jahr 2011. Wenn die Diskrepanz zu den Auswärtsleistungen nicht wäre, Langen wäre mitten unter Gotha, Nördlingen und den Uni-Riesen. So sind sie Siebter, denn nur zu Hause rufen die Stützen Marco Völler – Sohn von Ex-Bundestrainer und Nationalspieler Rudi Völler – (13,9 Punkte pro Spiel), Luke Fitzgerald (14,6 PpS und starke 12,5 Rebounds) und Nate Drury (19,3) bisher konstant ihre Leistung ab. Ein Problem im Hinblick auf das Auswärtsspiel der Uni-Riesen am Samstag? “Dafür sind wir auswärts in dieser Saison sehr erfolgreich”, so Uni-Riese Walter Simon, der die Langener Georg-Sehring-Halle von einem Gastspiel mit der Nachwuchsmannschaft von Alba Berlin kennt. Gerade mal zwei Spiele haben die Uni-Riesen in dieser Saison in der Fremde verloren (in Gotha und Rhöndorf), wessen Stärke wird sich am Ende durchsetzen?

Für die Uni-Riesen spricht, dass sie die letzten beiden Spiele von einem überragenden Lamar Morinia zum Sieg geführt wurden, ohne an kollektiver Schlagkraft einzubüßen. Den längerfristigen Ausfall von Guard André Spalke haben die Grünweißen ebenfalls bisher gut kompensieren können. Und auch Langens Coach Fabian Villmeter weiß: “Nach den guten Leistungen gegen Nördlingen und Gotha ist Leipzig sicherlich ein weiterer guter Gradmesser, wie sich unsere Mannschaft bisher entwickelt hat.” Seine Spieler werden trotzdem einen langen Hals machen, um die Punkte daheim zu behalten und in der Tabelle weiter zu klettern. Werden die Uni-Riesen die Giraffen “wegbeißen” können? Das Hinspiel im Oktober ging übrigens mit 91:73 an die Polychroniadis-Jungs.

Sprungball in Langen ist Samstag, 19:30 Uhr.

Info:
Uni-Riesen-Fans, die noch eine Mitfahrgelegenheit nach Langen suchen, können sich per Facebook an den Fanclub LE Greens wenden.

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