Es war eine klare Angelegenheit am Samstag in der Arena. Die Basketballer der Uni Riesen dominierten das Testspiel gegen die Sixers aus Sandersdorf und blieben beim 97:79-Sieg nur ganz knapp unter der magischen 100. Bei Trainer Martin Scholz machten sich dennoch Sorgenfalten breit, denn Algirdas Macevicius verletzte sich am Sprunggelenk. Es ist bereits der dritte Stammspieler, auf den die Leipziger vorerst verzichten müssen.

Dreizehn Punkte und fünf Rebounds hatte Macevicius für die Leipziger beigetragen, als es im dritten Viertel bei ihm nach einem Sprung nicht mehr weiterging. Der Verteidigungsspezialist wurde zur Untersuchung ins Krankenhaus gebracht, wird voraussichtlich zwei Wochen pausieren müssen. “Das Letzte, was wir gebrauchen können, ist noch ein verletzter Spieler. Ich hätte das Spiel heute lieber verloren und dafür Algirdas gesund behalten. Denn so, wie er heute gespielt hat – so einen Typen brauchen wir einfach.”, bedauerte Coach Scholz den Ausfall. Vor Macevicius waren bereits Magnus Heinrich (Sprunggelenk) und Jaroslav Tyrna (Knie verdreht) zum Zuschauen verdammt gewesen.
Schon im ersten Viertel konnten der ein oder andere Neuzugang der Uni-Riesen seine Qualitäten andeuten. So fing der zuletzt verpflichtete Kwame Duku einige Pässe ab, während Chris Flores den ein oder anderen Ball in den Ring stopfte. So konnten die Gastgeber eine 20:17-Führung ins zweite Viertel mitnehmen, wo der Vorsprung mit souveränem Auftritt auf 44:33 ausgebaut wurde. Mit den bis dahin klaren Verhältnissen, wollte sich der Gast aus Sandersdorf in der zweiten Halbzeit nicht abfinden. Das Team um den Ex-Leipziger Ralph Schirmer agierte vor allem im dritten Viertel bissig, kassierten zweimal Pfiffe wegen eines unsportlichen Fouls. Auf der Anzeigetafel machte sich das kurze Aufbäumen der Gäste allerdings nicht bemerkbar – mit 75:57 ging es in den Schlussabschnitt. Dort sahen die knapp 200 Zuschauer den dritten Dreier von Flügelmann Eric Vierneisel und letztlich einen ungefährdeten 97:76-Erfolg der Uni-Riesen. Die individuelle Punktausbeute der Leipziger Spieler bewegte sich dabei in etwa auf gleichem Niveau. Am häufigsten war Chris Flores erfolgreich, der 20 Punkte generierte.

“Über weite Strecken haben wir gut gespielt. Wir haben gerade in der Verteidigung das umgesetzt, was wir über die Woche trainiert haben. Das hat mich sehr gefreut, denn es ist ja nicht so ganz klar, ob sowas unter echten Bedingungen auch klappt, wie man das im Training übt.”, sagte Leipzig-Coach Martin Scholz nach der Partie. “Mich hat positiv überrascht, dass die Mannschaft in der Offense schon so gut funktioniert hat. Das, was ich im Training übe: dass man nicht einen Pass spielt und dann wirft, sondern einen zweiten oder dritten Pass, und dann muss jemand frei stehen, der dann wirft und trifft. Und das haben die Jungs heute schon sehr gut gemacht.”

Das Saisonziel der Uni-Riesen lautet Platz 1 bis 4 und gar zu gerne möchte man den sportlichen Aufstieg schaffen. “Wir wollen einfach eine sportlich erfolgreiche Basketball-Saison spielen. Wir sind also nicht hier, um ein oder zwei oder fünf Spiele zu gewinnen, sondern möglichst viele. Und wer ganz am Ende die meisten Spiele gewinnt, wird Meister.”, so Scholz.
Uni-Riesen Leipzig: Ackermann (2), Schmidt (12), Vierneisel (13), Hohlfeld (10), Duku (11), Spalke (16), Macevicius (13), Flores (20). Trainer: Martin Scholz.
BSW Sixers Sandersdorf: Pelaj (13), Ramm (2), Ansehl (20), Heise, Schirmer (8), Haut (9), McCoy (13), Lipke (14). Trainer: Thorsten Schierenbeck.

Zuschauer: 200 in der Arena Leipzig.

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