Gegen die Rostock Seawolves gingen die Uni-Riesen vor 950 Zuschauern als Sieger vom Parkett. Entscheidend war vor allem eine gute Verteidigungsleistung, die Behebung eines großen Fehlers der Vorwoche schadete auch nicht. Denn das Ausblocken der Gegenspieler beim Rebound gelang deutlich besser, auch wenn Neu-Trainer Ty Shaw weiter Potential in der Innenverteidigung sieht. Die zwei Punkte beim 66:53 waren auf jeden Fall verdient, da die Leipziger das Spiel gut kontrollierten.

Dennoch war es die Verteidigung, die für einen positiven Einstieg in das Spiel sorgte. Die Uni-Riesen verwarfen einige Chancen, gingen dennoch gegen die eigentlich offensivstarken Männer von der Küste mit 8:0 in Führung. „Die Null muss stehen“, ist eben nicht nur eine Fußball-Weisheit, sondern hilft zuweilen auch in anderen Ballsportarten.

Dazu schien sich die Mannschaft gründlich vorbereitet und motiviert zu haben. „Jedes Spiel ist schon jetzt ein Play-Off Spiel“, sagte Chris Flores mit 24 Punkten erfolgreichster Schütze der Partie im Nachhinein. Diese Einstellung war auch über weite Strecken des Spiels auf dem Feld zu spüren. Auch Gäste-Trainer Sebastian Wild lobte die Hausherren: „Leipzig hat in der Verteidigung einfach einen tollen Job gemacht. Es ist harte Arbeit auf diese Art zu gewinnen und wir kamen nicht wirklich dagegen an.“ Immerhin wurde somit am Samstagnachmittag der aktuelle Spitzenreiter besiegt.

Chris Flores lässt sich den Ball von Seawolve Jens Kock Hakanowitz nicht entreißen. Foto: Jan Kaefer
Chris Flores lässt sich den Ball von Seawolve Jens Kock Hakanowitz nicht entreißen. Foto: Jan Kaefer

Auffällig war auch, dass die Freiwürfe wesentlich besser fielen als in den letzten Wochen. 89 Prozent der Würfe von der Linie versenkte die Uni-Riesen und nahmen somit die geschenkten Punkte effizient mit. Ex-Trainer Martin Scholz sah dem Treiben daher sicher entspannt zu, bevor er in gut einer Woche als Refendar an der Grundschule in Portitz anfängt.

Für die Uni-Riesen gilt es die Form zu halten, dann sollte auch Rist Wedel als nächster Gegner machbar sein. Ein Platz unter den ersten Acht in der Tabelle wäre damit schon wieder möglich. Bei den immer noch sehr knappen Abständen ist die nächsten Wochen jede Woche Spannung garantiert.

Kapitän Jorge Schmidt fängt den Ball vor Seawolve Ivo Slavchev. Foto: Jan Kaefer
Kapitän Jorge Schmidt fängt den Ball vor Seawolve Ivo Slavchev. Foto: Jan Kaefer
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