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RB Leipzig vs. VfB Stuttgart 2:0 – Fast wie zu besten Zeiten

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    Am Ende der Partie war RB Leipzig im Vergleich zu den vergangenen Wochen nicht mehr wiederzuerkennen. Mentalität, Spielfreude, technisch starker Fußball und das Bemühen, trotz deutlicher Führung in den Schlussminuten noch einmal nachzulegen, erinnerten stark an die erste Bundesligasaison vor zwei Jahren. Beim hochverdienten 2:0 gegen den VfB Stuttgart sorgten vor allem die etablierten Spieler für die mögliche Trendwende.

    Ausgangslage: Nachdem es vor dem 1:1 im vergangenen Bundesligaspiel bei Eintracht Frankfurt vor allem um Mentalität und Disziplin im RBL-Kader ging, standen vor dem Duell gegen Stuttgart unter anderem die Zuschauerzahlen in der Red-Bull-Arena im Fokus. Sowohl in der Bundesliga als auch in der Europa League blieben diese bislang unter den Erwartungen. RBL-Cheftrainer Ralf Rangnick erklärte dies mit für Familien ungünstigen Anstoßzeiten und geringen Einkommen in der Region.

    Gegen Stuttgart waren nun etwas mehr als 30.000 Zuschauer im Stadion – für einen Mittwochabend keine ungewöhnliche Zahl bei RB Leipzig.

    Gegner: Vor der Saison räumten manche Experten dem VfB durchaus Chancen auf einen Platz im oberen Tabellendrittel ein; schließlich belegte der Club in der Rückrundentabelle der vergangenen Saison den zweiten Platz. Den französischen Weltmeister Pavard konnte man halten und neben jungen Hoffnungsträgern auch etablierte Spieler wie Castro und Didavi dazuholen. In den ersten vier Spielen der neuen Saison gelang allerdings kein Sieg.

    Zuletzt wirkte der VfB im Heimspiel gegen Aufsteiger Düsseldorf wenig überzeugend und hatte beim 0:0 etwas Glück, dass die Gäste ihre vielen Chancen nicht nutzten. Bei Stuttgart selbst hakt es vor allem im Spielaufbau. Flanken in den Strafraum zu Mittelstürmer Gomez erscheinen als Allheilmittel – das jedoch zu selten tatsächlich wirkt.

    Historie: In der Vorsaison kam es zu den ersten beiden Duellen dieser Clubs. RB Leipzig konnte das Heimspiel durch ein Sabitzer-Tor in der 23. Minute mit 1:0 gewinnen.

    Aufstellung: Die zuvor suspendierten Augustin und Mukiele durften in den Kader zurückkehren. Letzterer startete als einziger Zugang von Anfang an. Klostermann und Saracchi standen nicht im Kader. Diesmal veränderte Rangnick seine Mannschaft im Vergleich zum vorherigen Spiel nur auf zwei Positionen – und nicht mehr auf sieben.

    Es spielten: Gulacsi – Mukiele, Orban, Upamecano, Halstenberg – Kampl, Demme – Sabitzer, Forsberg – Poulsen, Werner

    Augustin und Sabitzer freuen sich über einen Treffer. Foto: GEPA Pictures
    Augustin und Sabitzer freuen sich über einen Treffer. Foto: GEPA Pictures

    1. Halbzeit: Von Anfang an war RB Leipzig die gefährlichere Mannschaft, allerdings nicht die aktivere, denn den Ballbesitz überließ man den Gästen. Nach einem Freistoß von Halstenberg köpfte Upamecano den Ball in der 10. Minute übers Tor. Auch Werner hatte Chancen, die Führung zu erzielen, scheiterte aber mehrmals. Mehr Erfolg hatte Mannschaftskapitän Orban kurz vor dem Pausenpfiff. Nach einer Ecke landete der Ball zunächst bei Kampl, der aus 25 Metern direkt abzog. VfB-Keeper Zieler ließ den Ball vors eigene Tor abprallen, wo Orban richtig stand.

    Tor: 1:0 Orban (45.)

    2. Halbzeit: Kurz nach der Pause fast eine identische Szene wie beim 1:0, wieder Kampl aus etwa 25 Metern, doch diesmal lenkte Zieler den Ball zur Ecke. Nach einer Viertelstunde war der Ball erneut im Tor, doch nach dem Videobeweis wurde der Treffer von Werner wegen Abseits aberkannt. Danach hatte Stuttgart seine einzige gute Phase mit einigen Offensivbemühungen, aber ohne wirkliche Chancen.

    Die Endphase der Partie gehörte ganz klar den Rasenballern: mit Leidenschaft, Spielfreude und Kombinationen – vieles, was man schon lange nicht mehr gesehen hat. Auch das 2:0 durch Augustin in der 80. Minute war ein klarer Ausdruck des unbedingten Wollens. Bemerkenswert: Nach dem 2:0 spielte weiterhin nur RBL und drängte auf weitere Tore.

    Tor: 2:0 Augustin (80.)

    Besonderes: Im Rahmen einer bundesweiten Protestaktion gegen den DFB schwiegen die angereisten VfB-Fans in den ersten 20 Minuten. Das Heimpublikum beteiligte sich nicht daran. Bei einer ähnlichen Aktion im Dezember 2012 hatte sich noch ein Großteil der RBL-Fans am Stimmungsboykott beteiligt. Dies führte zu Konflikten innerhalb der Fanszene, weshalb sich daraufhin der Fanverband gründete.

    Ausblick: Bereits am Samstagnachmittag muss RB Leipzig zur TSG Hoffenheim reisen und trifft dort auf Julian Nagelsmann, den RBL-Trainer der kommenden Saison.

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