Nordhorn vs. SC DHfK 31:28 – Niederlage im Duell der Torhüter

Die Handballer des SC DHfK bleiben auch im vierten Auswärtsspiel in Folge ohne Punkte. Beim Tabellen-Achten Nordhorn-Lingen verloren die Jungandreas-Schützlinge mit 28:31 (17:19). Auch weil Nordhorns Björn Buhrmester sein Tor wie erwartet einmal mehr vernagelte.

Die Mauer von Nordhorn ist 27 Jahre alt, 196 Zentimeter groß, in Minden gebürtig. Björn Buhrmester verlängerte erst letzte Woche seinen Vertrag bei der HSG und brachte im Heimspiel am Sonntag gegen den SC DHfK schon wieder eine Top-Leistung. Zum Leidwesen der Gäste und deren Trainer Uwe Jungandreas, der im Vorfeld Buhrmesters Namen ganz oben auf der Liste zur optimalen Spielvorbereitung hatte. „Nordhorn gewinnt fast alle Heimspiele sehr deutlich, weil sie hinten mit Björn Buhrmeister einen enorm starken Rückhalt haben, aggressiv verteidigen und so zu schnellen Toren kommen“, so der Trainer im Vorfeld des Spiels gegenüber L-IZ.de. Das zu wissen, nützte dem SC DHfK nichts, Buhrmeister entschärfte sechzehn Bälle der Konkurrenz.

Die stärkste Phase hatten die Grünweißen am Sonntagabend, als der 27-Jährige noch nicht heiß gelaufen war. In der Anfangsviertelstunde entschärfte Buhrmester nur einen Ball, die Gäste führten zwischenzeitlich mit 3:0 (3.), 9:4 (10.) und 10:7 (17.). Auf der halblinken Position marschierte überraschend Til Riehn auf, der sein Scherflein zum flotten Angriffsspiel der Gäste beitrug. Erst als Nordhorns Trainer Heiner Bültmann während einer Auszeit sein Team zu Konzentration und Aggression aufforderte und Buhrmester in Schwung kam, wendete sich das Blatt. Zwischen der 10. und der 22. Minute gelangen dem SC DHfK nur zwei Tore, in Minute 23 hatte der Gastgeber vor 1.389 Zuschauern im Nordhorner Euregium ausgeglichen und war den Grünweißen bis zur Pause immer mindestens ein, wenn nicht zwei Tore voraus. Buhrmesters sechs Paraden in der zweiten Hälfte der ersten Halbzeit waren nur ein kleiner Vorgeschmack auf das, was kommen sollte.
Schon in der Schlussphase der ersten Hälfte war beim SC DHfK Oliver Krechel gekommen, der in der zweiten Halbzeit alles tat, um mit Buhrmester in der Paraden-Statistik Schritt zu halten. Dem Juniorenweltmeister gelangen in 30 Minuten immerhin zehn Stück, zusammen mit Galias vier Paraden in Hälfte eins macht das vierzehn. Doch selbst beide zusammen sollten am Ende nicht auf die 16 Paraden des Björn Buhrmester kommen, der Würfe in Serie wegfischte und seiner Mannschaft immer wieder einfache Tore ermöglichte.

In einem Spiel, das in der zweiten Hälfte etwas an Niveau verloren hatte, versuchte der SC DHfK viel, um den Abstand zu verringern, doch Nordhorn ließ sich kaum beirren, führte nach 42 Minuten mit fünf (25:20). Im Mittelpunkt der Nordhorner Offensive stand dabei mehrmals Jens Wiese, der insgesamt neunmal traf – genauso oft wie DHfK-Regisseur Philipp Seitle. Doch im Gegensatz zu seinen Gegenspielern musste sich Seitle viele Tore hart erarbeiten, die Gäste rieben sich im Positionsangriff gegen aggressive Gastgeber auf, hatten zudem auch Pech als Lukas Binder zehn Minuten vor dem Ende beim Stand von 25:27 den Ball im Konter an die Latte setzte. Die letzte Chance, noch einmal ranzukommen vergab Steve Baumgärtel 140 Sekunden vor dem Ende. Er scheiterte – logisch – an Buhrmester.

Durch die neuerliche Auswärtsniederlage hat der SC DHfK die Chance verpasst, mit dem Dritten HC Erlangen (30:34 in Minden) gleichzuziehen, fiel stattdessen auf den sechsten Platz zurück. Nach einem spielfreien Wochenende reisen die Jungandreas-Schützlinge dann am 25. April zum VfL Bad Schwartau.
HSG Nordhorn-Lingen: Buhrmester, Bartels – Struck 3, Lammering, Leenders 3, Mickal 7, Hombrink, Meyer 3, Schagen 4/3, Poll, Terwolbeck, de Boer 2, Wiese 9.
SC DHfK Leipzig: Galia, Krechel – Streitenberger 3/1, Baumgärtel 3, Riehn, Seitle 9/1, Wolf, Jacob, Binder 2, Müller 1, Oehlrich 6, Wagner, Boese 4.

Zeitstrafen: Leipzig 4, Nordhorn 5. Schiedsrichter: Fabian vom Dorff/ Christian vom Dorff. Zuschauer: 1.389 im Euregium Nordhorn.
1. TSV GWD Minden 30 Spiele/ 46 Punkte/ +139 Tore
2. TUSEM Essen 30/ 41/ +57
3. HC Erlangen 31/ 38/ +55
4. TV 1893 Neuhausen 31/ 37/ +35
5. TV Emsdetten 30/ 36/ +24
6. SC DHfK Leipzig 31/ 36/ +8
7. ThSV Eisenach 31/ 35/ +54
8. HSG Nordhorn-Ling. 31/ 34/ +24
9. ASV Hamm-Westf. 30/ 31/ +58
(…)


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