SC DHfK besiegt Rekordmeister THW Kiel 34:25

Eine Klatsche für die Nordmänner

Für alle LeserMit der vielleicht besten Saisonleistung haben die Handballer des SC DHfK Leipzig am Mittwochabend den erhofften Erfolg gegen den großen Gegner erstritten. Schon in der ersten Halbzeit war eine überragende Abwehrleistung Schlüssel zur Führung, Torhüter Milos Putera hielt dazu glänzend. Kiel konnte nur kurz in der zweiten Halbzeit noch einmal herankommen, dann machten die Männer von Christian Prokop den Sack zu. „Wir hatten einen klaren Plan, ich habe bei Auswechslungen viel mit Bastian Roscheck geredet, um noch die Feinabstimmungen in der Abwehr zu erklären“. Als verlängerter Arm sei der Abwehrchef an diesem Abend besonders wichtig gewesen.

4.891 Zuschauer – bis auf die mitgereisten Kieler – feierten nach Spielende, als wäre ein Meistertitel gewonnen. „Oh wie ist das schön!“-Gesänge schallten schon Minuten vor Abpfiff von den Rängen. Denn ab der 50. Spielminute war der Sieg bei fünf Toren Vorsprung absehbar.

Mit großem Willen und Kampfgeist hatten die Leipziger zuvor allen Bemühungen der Rivalen getrotzt, mit Umstellungen der Abwehr und viel schnelleren Pässen bei Positionsangriffen die Führung der Hausherren zu egalisieren. „Das war bärenstark, wie die Mannschaft dagegengehalten hat“, kommentierte Geschäftsführer Karsten Günther nach der Partie.

Hinten alles dicht beim SC DHfK. Foto: Jan Kaefer

Hinten alles dicht beim SC DHfK. Foto: Jan Kaefer

Zugegeben, die Gäste mussten ohne zwei ihrer starken Torschützen auskommen, denn Domagoj Duvnjak und Rene Toft Hansen fehlten verletzungsbedingt. Dennoch, die überragende Abwehrleistung der Grün-Weißen machte den Sieg auch in dieser Höhe verdient und muss über 60 Minuten erst einmal gehalten werden.

Torhüter Milos Putera (13 Paraden) machte dies auch als Faktor zum Sieg aus: „Anders als im Final Four des Pokalwettbewerbs, haben wir über die gesamte Spielzeit die Abwehrleistung bringen können. Wir haben unseren besten Handball gespielt, das war eine tolle Mannschaftsleistung.“ – zu der der Slowake mit seinen Aktionen beitrug, denn als es in der 45. Minute nur noch 21:20 stand, halfen auch seine Paraden, den Abstand wieder zu vergrößern.

Maximilian Janke geht den Kielern durch die Maschen. Foto: Jan Kaefer

Maximilian Janke geht den Kielern durch die Maschen. Foto: Jan Kaefer

Dabei stand eigentlich auf der anderen Seite das vermeintlich beste Torhüter-Duo der Welt – mit Niklas Landin und Europameister Andreas Wolff, der den Dänen ab der 15. Minute ersetzte. „Unsere Torhüter kamen heute nicht so recht ins Spiel“, sagte Alfred Gislason. Vor allem aber schienen die Hausherren für jede Deckungsvariante eine passende Antwort zu haben.

Kiel versuchte es zwischenzeitlich mit einer 4-2 Deckung und wurde ausgespielt. Als Standard stellte Gästetrainer dann doch die 6-0 Verteidigung, die aber auch nicht genug Biss entwickelte, um die Leipziger zu kontrollieren. „Wir haben auch eine Mordswut nach unserer Leistung in Balingen im Bauch gehabt, die haben wir uns heute von der Seele gespielt“, so Lukas Binders Erklärung für das reibungslose Funktionieren der Offensive.

Niclas Pieczkowski (DHfK) wird von Ilija Brozovic bedrängt. Foto: Jan Kaefer

Niclas Pieczkowski (DHfK) wird von Ilija Brozovic bedrängt. Foto: Jan Kaefer

Zusätzlich spielten die Leipziger mutig und nutzten ihre Gegenstoßchancen konsequent. „Ich bin überglücklich über diesen Erfolg gegen einen großen Gegner. Wir haben eine bessere Abwehr gestellt als beim Final Four und große Disziplin im Angriff bewiesen. Das war nahe am Optimum“, lobte Christian Prokop und stellte auch ein Belohnungsbier in Aussicht.

Am 31. Mai folgt das nächste Heimspiel gegen den SC Magdeburg, bevor mit den Füchsen Berlin zum Saisonfinale am 10. Juni noch ein hochkarätiger Gegner in der Heimspielfestung antritt.

SC DHfK LeipzigTHW KielBundesliga
Print Friendly, PDF & Email
Leserbrief

Hinweise zum Leserbrief: Bitte beachten Sie, dass wir einen Leserbrief nur veröffentlichen, wenn dieser nicht anonym bei uns eintrifft. Außerdem möchten wir darauf hinweisen, dass eine Teilnahme an Verlosungen des L-IZ Leserclubs mit dem Leserbrief nicht möglich ist.

Ihr Name *

Ihre E-Mail-Adresse *

Betreff

Ihre Nachricht *

Bild/Datei hochladen

Wären Sie mit der Veröffentlichung als Leserbrief einverstanden? *

 

Kommentar schreiben



Schneller informiert mit dem L-IZ-Melder
NPD hetzte im Wahlkampf wieder gegen Sinti und Roma
Verdis „Don Carlo“ feiert Premiere an der Oper Leipzig
Vortrag und Diskussion: „abgrundtief + bodenlos“ und das Recht auf Stadt
Aktionsnetzwerk „Leipzig nimmt Platz“: Hass ist keine Alternative
Am 8. Oktober: Pilzexkursion im Wildpark e. V.
Streik an den Flughäfen Leipzig/ Halle und Dresden nicht mehr ausgeschlossen
Rico Gebhardt (Linke): „Rechtsruck im Bundestag angekommen“
FDP Sachsen: „Starkes Comeback der Freien Demokraten ist Riesenerfolg – Grundlegende Erneuerung hat sich ausgezahlt“
Weitere Nachrichten:Bewegungsmelder | Wortmelder | Rückmelder | Sport | Polizei | Verkehr





Weitere aktuelle Nachrichten auf L-IZ.de

Wer nicht gestalten will, verliert ab jetzt jede Wahl
Ergebnisse in den Leipziger Wahlbezirken. Grafik: Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen

Grafik: Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen

Für alle LeserEin neuer Tag. Es regnet zwar. Kein schönes Wetter für Väter, die ihre Sprösslinge mit dem Rad zur Kita bringen müssen. Aber dafür gibt es Mittel. Es ist keine Zeit für Weicheier. Das hat die Bundestagswahl am 24. September gezeigt. So deutlich war Wählers Wunsch lange nicht in Zahlen ablesbar. Die simple Botschaft lautet: Hört auf, die Dinge schönzureden. Sie sind nicht gut.
Vortrag und Diskussion: „abgrundtief + bodenlos“ und das Recht auf Stadt
Dr. Winfried Wolf. Foto: privat

Foto: privat

Der Journalist und Politikwissenschaftler Winfried Wolf, 68, ist Sprecher der Initiative „Bürgerbahn statt Börsenbahn“, die gegen Privatisierungstendenzen bei der Deutschen Bahn AG kämpft. Er hat viele Bücher veröffentlicht, neben Werken über Verkehrspolitik („Bitte umsteigen! 20 Jahre Bahnreform“, „Sackgasse Autogesellschaft“, „Eisenbahn und Autowahn“) auch „Die griechische Tragödie: Rebellion, Kapitulation, Ausverkauf“. Wolfs neues Buch „abgrundtief + bodenlos: Stuttgart 21 und sein absehbares Scheitern“ wurde in diesem Jahr vom Verlag Papyrossa herausgegeben.
Wie Martin Schulz mit dem Verzicht auf Europa seine Kanzlerschaft vergeigt hat
Wahlplakat mit Martin Schulz. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für FreikäuferIst Martin Schulz ein Engländer? Fast könnte man das meinen. Da startete er als Kanzlerkandidat und SPD-Hoffnungsträger furios ins Jahr 2017, hatte ein Ur-Thema, bei dem ihm niemand in Deutschland Konkurrenz machen kann. Der Ball lag auf dem Elfmeterpunkt. Und er hat ihn versemmelt. Obwohl er als langjähriger EU-Parlamentspräsident wissen müsste, dass das Thema Europa das wichtigste der nächsten vier Jahre wird. Gerade in Deutschland.
Wie kann man die Rückholquote bei Eltern erhöhen, von denen man nicht weiß, wie arm sie sind?
Wichtig ist, was am Ende in der Börse ist. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserCDU und SPD in Sachsen sind sich irgendwie sicher, dass man die sogenannte Rückholquote von Unterhaltsvorschuss verbessern kann. Dafür haben sie extra einen Antrag im Landtag gestellt, um die Sache – eventuell nach bayerischem Vorbild – zu perfektionieren. Denn sachsenweit können die Kommunen nur 20,7 Prozent der Unterhaltsvorschüsse von den zahlungspflichtigen Elternteilen wieder eintreiben. Was Gründe hat. Aber die interessieren wenig.
Grünen-Antrag zu einer eigenständigen Sparkasse Leipzig abgelehnt, OBM-Wunsch für Expansion bekam Mehrheit + Audio
Geschäftssitz der Sparkasse Leipzig. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserAm Mittwoch, 20. September, fand im Leipziger Stadtrat der Abschied von einem Traum statt. Einem kurzen Traum, den die Grünen träumten. Dessen Inhalt aber auch andere Fraktionen teilten – zum Beispiel auch die SPD-Fraktion, wie SPD-Stadtrat Heiko Bär in seiner kurzen Ansprache anmerkte. Aber der Traum von einer eigenständigen Stadtsparkasse Leipzig platzte.
Mit Michael Stauffer das Universum betrachten und unser seltsames Sosein hier unten auf Erden
Michael Stauffer: Jeden Tag das Universum begrüssen. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für FreikäuferGanz ursprünglich war das mal so eine Art Tagebuch. Nicht so eins, wie es Leute schreiben, die darin ihre Verabredungen notieren, das aktuelle Wehwehchen und dergleichen Vergängliches. Sondern so eins, in dem der Autor seine Einfälle notierte. Hinten im Anhang findet man diese Ursprungsfassungen als Faksimile. Und weiß dann zumindest eins: Mindestens drei Jahre hat dieser Stauffer an diesem Buch gearbeitet und fleißig gesammelt.
SC DHfK Leipzig vs. Hannover-Burgdorf 25:23 – Kein klarer Sieger im Lattenzielwurf des SC DHfK
Kein Name zu groß: Der SC DHfK sammelt weiter die Big Points ein. Foto: Jan Kaefer

Foto: Jan Kaefer

Für alle LeserSechzig Minuten Spannung erlebten die 3.644 Zuschauer in der Arena am Wahlsonntag. Abgesehen von der Anfangsphase, als die Gäste aus Hannover-Burgdorf mit drei Treffern in Führung gingen, konnte sich keine der beiden Mannschaften absetzen. So fiel die Entscheidung erst in der letzten Minute. Auffällig waren die sieben Lattenwürfe und ein Pfostentreffer seitens des Heimteams. Das Ergebnis hätte also noch deutlicher ausfallen können, wobei fast jeder einmal das Holz testete und somit kein Sieger beim Lattentreffen ermittelt wurde.
Bundestagswahl in Leipzig: Erstes Fazit für Sachsen
Wählerwanderung in ganz Mitteldeutschland. Quelle MDR

Wählerwanderung in ganz Mitteldeutschland. Quelle MDR

Für alle LeserAuch in diesem Jahr werden wir, wie 2013 und bei den Kommunal- und Landtagswahlen 2014, im Neuen Rathaus gemeinsam mit allen Kandidaten der Parteien vor Ort sein, wenn die ersten Prognosen aufploppen. Mit Zahlen aus Leipzig und im Bund, Beobachtungen, Analysen, kleinen Videoberichten und ein paar Liveinterviews als Audios werden wir auch heute versuchen, ein Stimmungsbild unter den politischen Vertretern einzufangen.
Fachkräftemangel in den Unternehmen und Integration für Dummis
Abgeschoben: Der Lehrling bei Auto Saxe Dhruv Patel. Hier zusammen mit Michael Franz und Mechatronik-Ausbilder Andreas Keilwerth. Foto: Auto Saxe

Foto: Auto Saxe

LEIPZIGER ZEITUNG/Auszug aus der Ausgabe 47Für alle Leser Als Michael Franz am Dienstagvormittag, 5. September, aus seinem Büro in den einsehbaren Bereich vor der Werkstatt des Autohauses „Auto Saxe“ schaut, sieht er für seinen Geschmack etwas viel Blau. Zwei Polizisten bewegen sich mit raschem Schritt die Einfahrt herauf, „mit Pistolen am Gürtel“, für Franz, Prokurist des 93 Mitarbeiter starken Unternehmens in Leipzig Rückmarsdorf ein durchaus ungewöhnlicher Anblick. Rasch ist er bei den Beamten, ebenso schnell wird klar: sie sind wegen seinem Lehrling hier. Er bringt sie zu ihm, gerade wird in der Werkstatt geschraubt, der junge Mann steht an der Hebebühne, Kunden und weitere Kollegen sind im Raum.
Warum gerade im Osten die Zahl armutsgefährdeter Familien von Alleinerziehenden sinkt
Kassensturz, schön übersichtlich. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserEs gibt ja auch wieder die in aller Seligkeit schnarchenden Parteien, die zur Bundestagswahl mit den sonnigen Bildern der „klassischen Familie“ antreten und ihre Wahlprogramme mit Tiraden gegen andere Lebensentwürfe gespickt haben. Sogar das Familienmodell der Alleinerziehenden verdammen sie, als wenn sich die betroffenen Eltern das Alleinleben mit Kindern als neuen Modetrend ausgesucht hätten. Blöd nur, dass so ein „Modetrend“ arm macht.
Gohlis-Nord erreicht so langsam die Aufmerksamkeitsschwelle der Stadtplaner
Gohlis-Park an der Max-Liebermann-Straße. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für FreikäuferDa waren wir schon ein bisschen erschrocken, als der Bürgerverein Gohlis uns am Freitag, 22. September, seine Verwunderung mitteilte zur geplanten Schließung der Speedskating-Anlage im Gohliser Norden. „Nicht erst seit dem neuen Integrierten Stadtentwicklungskonzept (INSEK) wissen wir, dass sich Gohlis Nord im Vergleich zu Gohlis Mitte und Süd weniger dynamisch entwickelt hat“, meinte der Bürgervereinsvorsitzende Matthias Judt aus diesem Anlass.
Zustimmung zur Energiewende steigt langsam, nur die Netzentgelte verhageln ostdeutschen Unternehmen die Stimmung
Energiewende-Barometer nach Himmelsrichtungen. Grafik: DIHK, Montage: L-IZ

Grafik: DIHK, Montage: L-IZ

Für alle LeserMan möchte fast seufzen. Warum immer nur das halb leere Wasserglas sehen? Das bringt doch nicht weiter. Vor allem lernt man nichts draus. Auch nicht über die Energiewende in Deutschland, die schon lange hinterherkleckert, selbst wenn es um die weichgekochten Klimaschutzziele der Bundesregierung geht. Die IHKs haben jetzt mal wieder etliche Unternehmen zu den „Auswirkungen der Energiewende“ befragt. Das Ergebnis ist – durchwachsen.
Warum tolle Forstwirtschaftspläne eine Rettungsstrategie für das Leipziger Auensystem nicht ersetzen können
Auwaldvernässungsprojekt.Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserEs rumpelt hinter den Kulissen. Mit seiner Kritik am Umgang der Leipziger Stadtforstverwaltung mit den Eschen im Leipziger Auwald hat der NuKLA e.V. nicht nur heftige Diskussionen ausgelöst, sondern auch ein echtes Leipziger Mikado-Spiel ins Wackeln gebracht. Denn auf einmal steht der Umgang Leipzigs mit seinem Stadtwald auf der Tagesordnung. Und die Frage: Warum ducken sich eigentlich Leipzigs Umweltverbände weg?
Wie die Uni Leipzig 1990 umgekrempelt wurde, wie ein Anglist den Herbst 1989 erlebte und warum das schon wieder was mit heute zu tun hat
Fritz König: Alma mater Lipsiensis im Umbruch (1989 bis 1994). Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für FreikäuferDieses Buch ist eine kleine Erinnerung, oder eigentlich zwei, und ein Appell. Fritz König, Mathematiker und Physiker und lange Jahre stellvertretender Kanzler der Universität Leipzig, erinnert sich in diesem Buch an jene Jahre, als aus der gegängelten Karl-Marx-Universität wieder die stolze Alma mater Lipsiensis wurde. Der Anglist Volkmar Munder steuert Erinnerungen an 1989 bei. Und dann gibt es da noch eine Mahnung.
RB Leipzig vs. Eintracht Frankfurt 2:1 – Die Sieglos-Serie endet erneut nach drei Spielen
Jean-Kévin Augustin stand goldrichtig und konnte den Ball ohne Gegenwehr ins Tor hauen. Foto: GEPA pictures/Roger Petzsche

Foto: GEPA pictures/Roger Petzsche

Für alle LeserWie in der Vorsaison hat RB Leipzig nach einer Serie von drei sieglosen Partien das nächste Spiel gewonnen: In der heimischen Red-Bull-Arena behielten die Rasenballer mit 2:1 die Oberhand über Eintracht Frankfurt. Vor allem im zweiten Durchgang war es eine mitreißende Partie.