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Mitte-Studien

Autoritäre Dynamiken: Die neue Leipziger Autoritarismus-Studie 2020

Seit 2002 untersuchen die Leipziger Sozialpsychologen um Elmar Brähler und Oliver Decker die (rechts-)extremistischen Einstellungen der Deutschen. Anfangs noch unter dem Label „Mitte-Studien“, weil ihnen durchaus klar war, dass radikale Einstellungen eben nicht allein die Sache irgendwelcher versprengten Grüppchen am Rand der Gesellschaft sind, sondern bis in die Mitte der Gesellschaft hinein vorkommen. Jener Mitte, die sich gern als friedlich und staatstragend verkauft.

Richter: Mitte-Studie zeigt, dass die Gesellschaft ihr demokratisches Fundament festigen muss

Frank Richter, parteiloser Kandidat für die SPD Sachsen zur Landtagswahl am 1. September, kommentiert die Ergebnisse der gestern vorgestellten Mitte-Studie, der Friedrich-Ebert-Stiftung: „Die neuesten Ergebnisse der Mitte-Studie müssen allen Demokraten zu denken geben.“

Die wenigsten Deutschen sind rechtsextrem aber die Marktradikalität der Politik hat unübersehbare Folgen

Es gibt ja seit ein paar Jahren zwei parallel laufende Extremismus-Studienreihen, beide zeitweilig unter dem Titel „Mitte-Studie“ laufend. Die ältere ist die Leipziger Studienreihe, die mittlerweile unter dem Begriff „Autoritarismus-Studie“ firmiert. Die Friedrich-Ebert-Stiftung setzt ihrerseits die Mitte-Studien fort. Am Donnerstag, 25. April, wurde der jüngste Band unter dem eher irritierenden Titel „Verlorene Mitte – Feindselige Zustände“ veröffentlicht.

Rechtsradikale Einstellungen nehmen nicht zu, aber die neurechte Mitte radikalisiert sich immer mehr

Seit 2002 untersucht das Institut für Interdisziplinäre Konflikt- und Gewaltforschung (IKG) der Universität Bielefeld die Facetten Gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit (GMF) in Deutschland. Daraus entstehen dann regelmäßig die sogenannten „Mitte“-Studien für die Friedrich-Ebert-Stiftung (FES). Am Montag, 21. November, hat man die neuesten Befragungsergebnisse veröffentlich. Mit einer überraschend fehlenden Überraschung.

Warum PEGIDA ausgerechnet im Osten spazierte und sich immer weiter radikalisiert hat

Wenn die „Mitte“-Studien aus Leipzig die Einstellungen der Befragten nach Ost und West vergleichen, dann wird schnell deutlich, dass da im Osten etwas am Kochen ist. Nicht erst seit 2012, als viele rechtsradikale Einstellungen auf Gipfelwerte schossen. Natürlich hat das auch mit der Frage zu tun, warum PEGIDA in Dresden so viele Anhänger gefunden hat.

Wie sich die Milieus der Bundesrepublik seit 2006 massiv verschoben haben

Natürlich steht in der neuesten Veröffentlichung der Leipziger Arbeitsgruppe um Oliver Decker, Johannes Kiess und Elmar Brähler mehr, als dass sich die sogenannte „Mitte“ enthemmt. Eigentlich steht sogar drin, dass es gar keine „Mitte“ mehr gibt und dass die Leute, die sich dafür halten, alles Mögliche sind, nur nicht die Mitte der Gesellschaft.

Anton Hofreiter (Grüne) zur Mitte-Studie: Kampf gegen Rechts wichtiger denn je

Zur „Leipziger Mitte-Studie 2016“ erklärt Anton Hofreiter, Fraktionsvorsitzender: Die neue Mitte-Studie der Universität Leipzig liefert erschreckende Befunde. Der geschlossen rechtsextreme Kern wächst zwar nicht, radikalisiert sich aber und bekennt sich offen zur Gewalt. Es zeigt sich einmal mehr, dass die regelmäßigen rechtsextremen und menschenfeindlichen Einlassungen von AfD-Politikern keine Ausrutscher, sondern bewusste Strategie zur Bindung dieser Wählerinnen und Wähler ist.

Henning Homann (SPD): Hassparolen und Gewaltbereitschaft nehmen zu

Henning Homann, stellvertretender Vorsitzender und demokratiepolitischer Sprecher der SPD-Fraktion im Sächsischen Landtag, erklärt zu den heute veröffentlichten Ergebnissen der „Mitte“-Studie der Universität Leipzig: „Die Ergebnisse der Studie zeigen in Zahlen, was wir täglich auf der Straße erleben können: Die Gewaltbereitschaft steigt nicht nur bei eindeutig Rechtsextremen. Man begegnet in der Tat manchen ‚enthemmten‘ Bekannten oder Arbeitskollegen, die Vorurteile und Hassparolen von sich geben, von denen man das nicht erwartet hätte“, erklärt der Sprecher für demokratische Kultur der SPD-Fraktion, Henning Homann.

Monika Lazar (MdB) zur Mitte-Studie: Die aktuellen Ergebnisse sind alarmierend

Zu den Ergebnissen der aktuellen Mitte-Studie der Universität Leipzig erklärt Monika Lazar, Sprecherin für Strategien gegen Rechtsextremismus: Die aktuellen Ergebnisse der Mitte-Studie mit dem Titel „Die enthemmte Mitte“ sind alarmierend.

Grüne zur Mitte-Studie: Pegida ist rechtsextrem und gewaltbereit

Zu der heute in Berlin von der Heinrich-Böll-Stiftung, der Otto-Brenner-Stiftung und der Rosa-Luxemburg-Stiftung vorgestellten Studie „Die enthemmte Mitte“ erklärt der Landesvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen Sachsen, Jürgen Kasek: „Die Forschergruppe der Universität Leipzig hat wissenschaftlich herausgearbeitet, dass die Zustimmung zu den menschenverachtenden Zielen von Pegida mit rechtsextremen und islamfeindlichen Einstellungen zusammenhängt. Die Ergebnisse der Studie zeigen zudem, dass die Gewaltbereitschaft und die Ablehnung der Menschen von demokratischen Elementen in Deutschland in engem Zusammenhang mit der Befürwortung der Ziele von Pegida stehen.“

Wenn eine Politik ohne Mitte die Gesellschaft zunehmend polarisiert und die „Mitte“ sich radikalisiert

Alle zwei Jahre veröffentlichen die Forscher vom Kompetenzzentrum für Rechtsextremismus- und Demokratieforschung der Universität Leipzig eine neue Studie zum emotionalen Zustand unserer Gesellschaft, zumeist als Mitte-Studie bezeichnet, denn die Studie zeigt eben nicht nur die Ränder der Gesellschaft, sondern den zum Teil recht finsteren Zustand der sogenannten Mitte. Sieht es nicht so aus, als habe die sich gründlich radikalisiert?

Warum die Diagnose von 1991 stimmt, aber Pegida trotzdem kein Omega ist

Hans-Joachim Maaz ist ein vieldiskutierter Mann. Seine Bücher haben seit 26 Jahren immer wieder für Aufregung gesorgt. Am Mittwoch, 3. Februar, war er zu Gast in der Volkshochschule Leipzig. Thema des Abends: "Die Gefahr der Spaltung des Landes - zur Psychodynamik von Protest und Gegenprotest (z.B. Pegida / Legida)". L-IZ-Autor Ernst-Ulrich Kneitschel war dabei. Und der Beitrag sorgte dann auf der L-IZ für eine kleine Diskussion.

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