-0.2 C
Leipzig
0,00 EUR

Es befinden sich keine Produkte im Warenkorb.

Thema

Pfandringe

Nach Ablehnung im Stadtrat: Jugendparlament startet jetzt eine eigene Pfandkorb-Aktion + Video

"Jugendparlament scheitert erneut mit Pfandsammel-Antrag", musste die L-IZ am Mittwoch, 31. Januar, aus dem Leipziger Stadtrat vermelden. Die Mehrheit der Stadträte sah es ganz ähnlich wie die Verwaltung: das mit den Pfandringen ist für Leipzigs Stadtreinigung zu kompliziert und nicht zu bezahlen. - Das Problem aber bleibt. Und so vermeldete das Jugendparlament postwendend: Dann machen wir es selbst.

Umweltdezernat schmettert auch den Antrag des Jugendparlaments für einen Pfandflaschentest ab

2016 startete das Leipziger Jugendparlament den ersten Vorstoß, in Leipzig ein menschenwürdiges Sammelsystem für Pfandsammlungen einzuführen. Geht nicht, befand die Verwaltung. Es wurde abgelehnt. Im Herbst 2017 setzten die Jugendparlamentarier das Thema erneut auf die Tagesordnung. Denn verbessert hat sich ja im öffentlichen Bild der Stadt nichts. Pfandsammler müssen noch immer die Papierkörbe durchwühlen, während andernorts die Glasflaschen auf den Bürgersteigen zerdeppert werden.

Der Stadtrat tagt: Keine Erleichterungen für Pfandsammler + Audio

Mit ihrem ersten Antrag wollte das Jugendparlament den Pfandsammlern auf Leipzigs Straßen eine Erleichterung ihrer Tätigkeit ermöglichen. So sollte die Stadtverwaltung prüfen, inwiefern Behälter so ausgestattet werden können, dass die darauf angewiesenen Personen sich nicht mehr durch den Müll wühlen müssten. Eine knappe Mehrheit des Stadtrates sprach sich jedoch gegen dieses Anliegen aus.

Linke-Stadträtin Naomi-Pia Witte macht nun einen ganz dramatischen Vorschlag für Leipzigs Abfallbehälter

Dass der Antrag des Leipziger Jugendparlaments zu „Menschenwürdiger Pfandsammlung“ auch noch andere Aspekte hat als den von mit Scherben übersäten Wegen und Straßen und einer Gesellschaft, die die Welt in einen riesigen Müllhaufen verwandelt, macht jetzt die linke Stadträtin Naomi-Pia Witte mit einem eigenen Änderungsantrag deutlich. Denn die Kehrseite unserer Wegwerfgesellschaft sind bettelarme Menschen. Ob ihr Vorschlag dann wirklich der richtige ist, wird wohl nicht nur die Leipziger Stadtreinigung bezweifeln.

Leipzigs Verwaltung soll überlegen, wie sie eine menschenwürdige Pfandsammlung möglich macht

Die Idee war gut gemeint, funktioniert aber nicht wie gedacht. So erläuterte das Leipziger Ordnungsdezernat im Mai, warum der erste Antrag aus dem Leipziger Jugendparlament überhaupt nicht funktioniert. Nicht weil Pfandringe keinen Sinn machen würden, sondern weil sich die Menschen trotzdem nicht dran halten und Glasflaschen auf Wegen und Straßen zerschmeißen.

Pfandringe würden das Leipziger Flaschen- und Scherbenproblem leider nicht lösen

Es war der erste Vorstoß des Jugendparlaments, der erste Antrag aus den Reihen der jungen Leipziger Parlamentarier, der nun zum Beschluss im Stadtrat reifen sollte: Pfandringe an Leipziger Abfallbehältern, die Schluss machen sollen mit den Scherben auf den Straßen. Und nun das: Das Dezernat Umwelt, Ordnung, Sport lehnt den Antrag rundweg ab.

Jugendparlament bringt ersten Antrag ein: Pfandringe für Leipzig!

Mit der heutigen Sitzung des Jugendbeirates hat das Jugendparlament seinen ersten Antrag offiziell ins Verfahren eingebracht. Der Antrag mit dem Titel „Menschenwürdige Pfandsammlung“ wurde im Jugendparlament einstimmig verabschiedet und fand auch im Jugendbeirat eine große Mehrheit.

Aktuell auf LZ

- Advertisement -