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Nach Ablehnung im Stadtrat: Jugendparlament startet jetzt eine eigene Pfandkorb-Aktion + Video

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    "Jugendparlament scheitert erneut mit Pfandsammel-Antrag", musste die L-IZ am Mittwoch, 31. Januar, aus dem Leipziger Stadtrat vermelden. Die Mehrheit der Stadträte sah es ganz ähnlich wie die Verwaltung: das mit den Pfandringen ist für Leipzigs Stadtreinigung zu kompliziert und nicht zu bezahlen. - Das Problem aber bleibt. Und so vermeldete das Jugendparlament postwendend: Dann machen wir es selbst.

    Noch am Mittwoch startete das Jugendparlament offiziell eine Aktion, um in Eigeninitiative Pfandkörbe nach Leipzig zu bringen. Nachdem der Stadtrat am selben Tag zum zweiten Mal gegen einen Antrag zur Einführung der Pfandringe gestimmt hat, sucht das Jugendparlament nun Organisationen die bereit sind, selbst gebastelte Pfandringe bei sich aufzuhängen.

    „Wenn der Stadtrat nicht will, dann machen wir‘s halt selber! Vor einiger Zeit haben wir in einer öffentlichen Aktion mit Jugendlichen Pfandkörbe selbst gebastelt. Die suchen nun ein neues Zuhause“, erklärt dazu William Rambow, Sprecher des Jugendparlaments.

    Selbstgebastelter Pfandkorb. Foto: Jugendparlament Leipzig
    Selbstgebastelter Pfandkorb. Foto: Jugendparlament Leipzig

    Das Jugendparlament hatte zum zweiten Mal beantragt, dass die Stadt in einem Testversuch an öffentlichen Mülleimern Pfandkörbe anbringen soll. Aber selbst der Test fand kein Wohlwollen im zuständigen Dezernat. Die Pfandringe bzw. Pfandkörbe sollen helfen, zum einen zu verhindern, dass Pfandflaschen unnötigerweise im Müll landen, sondern ins Recycling-System zurückkehren.

    Zum anderen verhindern sie, dass Bedürftige in Mülleimer greifen müssen, um an die Flaschen zu kommen.

    „Wir finden die Idee immer noch gut und wichtig. Leider erhalten wir von der Stadt aber noch nicht mal eine Sondernutzungsgenehmigung, um unsere eigenen Pfandringe im öffentlichen Raum aufzuhängen“, erklärt Myriel Mathez, stellvertretende Vorsitzende des Jugendbeirats. „Daher sind wir auf Private, wie Jugendclubs, Schulen oder Unternehmen angewiesen.“

    Die Debatte rings um die Pfandfrage am 31.01.2018 im Stadtrat. Quelle: Livestream Stadt Leipzig

    Mitte 2016 war zum ersten Mal die Initiative des Jugendparlaments abgelehnt worden. Im Anschluss lud das Parlament interessierte Bürger*innen zum Pfandkorb-Basteln in der Innenstadt ein, im Rahmen dessen mehrere Dutzend solcher Körbe entstanden. Die zweite Initiative wurde in der Ratsversammlung mit den Stimmen von CDU, SPD, Freibeutern und AfD abgelehnt, Grüne und LINKE stimmten am Mittwoch zu.

    Und nun werden private Partner gesucht: Wer eine geeignete private Fläche besitzt kann sich per E-Mail an bfr@leipzig.de (Betreff: Pfandkorbaktion Jugendparlament), telefonisch an (0341) 123 11 47 oder per Nachricht auf Facebook oder Twitter an das Jugendparlament wenden.

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