copy>paste – Filme und ihre Remakes: Es geschah am hellichten Tag und The Pledge mit Einführung

Basierend auf einem Drehbuch von Friedrich Dürrenmatt, konzentriert sich ES GESCHAH AM HELLICHTEN TAG von 1958 auf die psychologisierende Aufklärung eines Sexualverbrechens und liefert einen pädagogischen Kommentar zum Umgang mit Kindern und damit verbundener Gewalt. Unzufrieden mit dem Ergebnis, vertiefte Dürrenmatt seine Geschichte in einem Roman.
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Den Fokus verschiebt er darin auf den Detektiv als Repräsentant einer als logisch geordnet verstandenen Welt, die in Wirklichkeit doch von der Macht des Zufalls geprägt ist. Dem folgend rückt auch Sean Penns US-amerikanische Neuverfilmung von 2001 die Figur des Ermittlers ins Zentrum: Das titelgebende Versprechen in THE PLEDGE ist seines an die Mutter der Getöteten, den Mörder um jeden Preis zu finden.

ES GESCHAH AM HELLICHTEN TAG
BRD 1958, Ladislao Vajda, 95 min, deutsche OF
mit Heinz Rühmann, Gert Fröbe, Michel Simon

Ein Hausierer findet im Wald die Leiche eines Mädchens. Der Tat verdächtigt erhängt er sich – für die Behörden ist der Fall beendet. Einzig Kommissar Matthäi zweifelt an der Schuld des Toten. Auf eigene Faust ermittelt er weiter. Möglicherweise ist er einem Serienmörder auf der Spur. Um diesen zu fassen, benutzt er die kleine Annemarie als Köder, und wird langsam selbst Ziel von Verdächtigungen. Eines Tages jedoch kommt das Mädchen mit schokoladenverschmierten Fingern aus dem Wald …

Di 18.02. 19.00 Uhr

THE PLEDGE
USA 2001, Sean Penn, 124 min, OmU
mit Jack Nicholson, Robin Wright, Helen Mirren, Benicio del Toro, Mickey Rourke, Vanessa Redgrave

Vordergründig erzählt Sean Penn die Geschichte vom Versuch ein Verbrechen aufzuklären: Ein Mädchen wird ermordet, es könnte sich um denselben Täter handeln, der bereits zwei weitere Morde zu verantworten hat. In der Tat aber ist THE PLEDGE das Psychogramm einer Besessenheit: Wir sehen einem alternden Polizisten dabei zu, wie er bei dem Versuch den Schuldigen zu finden nicht nur sein Leben und das unerwartet darin auftauchende Glück zerstört, sondern dabei zunehmend dem Wahnsinn verfällt.

Mi 19.02. 21.00 Uhr, mit Einführung

Aus der Reihe copy>paste: Ein Jahr lang zeigt die Cinémathèque Leipzig in der naTo monatlich einen Film und sein Remake, begleitet von Einführungen.

Ort: Cinémathèque Leipzig in der naTo, Karl-Liebknecht-Straße 46, 04275 Leipzig

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