Über 200 Mitarbeiter sorgen für saubere und funktionierende Fernverkehrszüge

ICE-Werk Leipzig kümmert sich jetzt seit zehn Jahren um ICE T und Intercity 2

Für alle LeserDie Investition hat sich gelohnt: 2008 investierte die Bahn 27,5 Millionen Euro in die Errichtung des Leipziger ICE-Werkes. Im Dezember 2009 wurde die 225 Meter lange Halle an der Rackwitzer Straße in Betrieb genommen. Im Oktober 2009 schon nahm das neu errichtete ICE-Werk in Leipzig den Probebetrieb auf. Nach einem zweimonatigen Probelauf ging es im Dezember des gleichen Jahres los.

Der Spatenstich erfolgte im April 2008 auf dem Gelände des früheren Berliner Bahnhofs an der Rackwitzer Straße, nicht weit entfernt vom Leipziger Hauptbahnhof. 2016 gab es die Erweiterung um ein drittes Gleis für 11 Millionen Euro. Am Dienstag, 22. Oktober, gab es einen kleinen 10-Jahres-Termin für die Presse.

Im ICE-Werk Leipzig werden heute ICE T der Baureihen 411 (siebenteilig) und 415 (fünfteilig) sowie lokbespannte Intercity gewartet. Als 2015/16 die Intercity 2 als völlig neues Fernverkehrsprodukt eingeführt wurden, übernahm Leipzig als Leitwerk die Verantwortung für diese technisch anspruchsvolle Zuggattung. Dazu gehören die modernen Doppelstockwagen und die Elektrolokomotiven der Baureihe (BR) 146/147. Über 200 Mitarbeiter, darunter 15 Auszubildende, sorgen mittlerweile am Standort Leipzig rund um die Uhr für einsatzbereite und saubere Fahrzeuge im Fernverkehr.

Klaus Adamsen-Butkus, als Leiter des ICE-Werks verantwortlich für die rechtzeitige Bereitstellung und Instandhaltung der ICE- und Intercity-Züge, betont: „Unsere Fahrgäste erwarten saubere und pünktliche Züge, die sich in einem technisch einwandfreien Zustand befinden. Das gilt für die komplexe Antriebstechnik, aber auch für die Kaffeemaschine im Bordrestaurant. Gerade mit der Konzernstrategie ‚Starke Schiene‘ kommt den Instandhaltungswerken für die Qualität unserer Züge eine Schlüsselrolle zu.

Noch stärker als bisher werden wir unser Augenmerk auf die Zuverlässigkeit und den Komfort richten. Das ist ein wesentlicher Baustein auf dem Weg, die Fahrgastzahlen im Fernverkehr weiter zu steigern.“

Blick in die Betriebshalle des Leipziger ICE-Werks. Foto: DB AG

Blick in die Betriebshalle des Leipziger ICE-Werks. Foto: DB AG

Zum Werk gehören eine über 200 Meter lange Werkstatthalle mit zwei Gleisen zur Instandhaltung von ICE-Triebzügen, Reisezugwagen und Elektrolokomotiven sowie ein Gebäude mit einer Unterflur-Radsatzdrehbank. Pro Nacht können je nach Instandhaltungspaket bis zu acht Züge kontrolliert und instandgehalten werden.

Im Leipziger Werk werden unter anderem Fahrmotoren ausgetauscht, Radsätze, Türen, Toiletten sowie Klimaanlagen überprüft, gewartet und instandgesetzt. Mit der Umgestaltung der Bahnanlagen im Eisenbahnknoten Leipzig entstand im direkten Umfeld des ICE-Werks in den vergangenen Jahren eine moderne Zugbehandlungsanlage mit zwei etwa 420 Meter langen Reinigungsbahnsteigen, die Ende vergangenen Jahres in Betrieb genommen wurde.

Dort werden die ICE- und Intercity-Züge auf vier Gleisen innen gereinigt. Außerdem erfolgen dort die Entsorgung der Abwässer sowie das Auffüllen mit Frischwasser. Eine Außenreinigungsanlage für die Züge befindet sich an der Adenauerallee.

2020 sollen endlich die Vorplanungen für die Eisenbahnstrecke Leipzig–Chemnitz fertig sein

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