Mit diesem Tempo wird Leipzig vor 2030 keine nachhaltige Verkehrslandschaft bekommen

Für alle LeserBis hierher war die Zusammenarbeit des extra gegründeten „zeitweilig beratenden Ausschusses Verkehr und Mobilität“ mit dem Verkehrsdezernat noch friedlich, ging es erst einmal darum, die Stadtpolitik neu zu justieren, damit das 2018 vom Stadtrat beschlossene Nachhaltigkeitsszenario in der Mobilität auch wirklich umgesetzt wird. Eigentlich bis 2030. „Stadt konkretisiert Mobilitätsstrategie 2030“, hieß es am Mittwoch, 24. Februar.
Anzeige

Über ein Jahr haben Leipzigs Verkehrsplaner an einem 100-Seiten-Papier gearbeitet, das beschreibt, wie sich die Verwaltung die Umsetzung der Mobilitätsstrategie vorstellen kann. Denn natürlich muss eine Menge gebaut werden. Und auch Michael Jana, Leiter des Verkehrs- und Tiefbauamtes, weiß noch nicht wirklich, ob Leipzig das wirklich alles bauen kann.

„Wir werden das nicht ohne Fördergelder bauen können“, sagte er am Mittwoch, 24. Juni, als er mit Baubürgermeisterin Dorothee Dubrau gemeinsam den Rahmenplan zur Mobilitätsstrategie vorstellte, der jetzt zum Beschluss in den Stadtrat geht. Denn ob die Stadt so vorgehen kann, entscheidet der Stadtrat.

Immerhin geht es allein in den großen Straßenbauprogrammen um 292 Millionen Euro bis ungefähr 2024. Mit der Einschränkung: Das sind fast alles längst durchgeplante und eingetaktete Straßenbauvorhaben, die noch in Zeiten in Angriff genommen wurden, als an ein Nachhaltigkeitsszenario noch gar nicht zu denken war.

„Zehn Jahre für solche Komplexmaßnahmen sind eigentlich keine lange Zeit“, sagt Jana.

Und der Zuhörer stutzt. Denn: Diese Zeit hat Leipzig gar nicht mehr. Die langen Planungsprozesse aber erzählen von einer alten Verkehrspolitik, in der die Fördergelder erst beantragt werden können, wenn die Planungen fertig sind. Ohne dass es die geringste Garantie dafür gibt, dass es die Fördergelder auch gibt. Denn mittendrin ändern sich Bundesgesetzgebungen und Fördermodalitäten. Und das Förderprogramm für den sächsischen Straßen- und Brückenbau ist derzeit sowieso ausgesetzt, stellte Jana noch fest.

Es sollte längst überarbeitet sein, denn es erzählt noch immer von den Maßstäben der 1990er Jahre, nicht von den Bedürfnissen eines nachhaltigen Verkehrs mit möglichster Gleichberechtigung für alle Verkehrsteilnehmer. Aber noch immer, so Jana, ist viel wichtiger, wie viele Sekunden die Autos an der Ampel stehen, während Vorrang für Straßenbahn und Radfahrer keine Rolle spielen, oft sogar nachteilig sind für die Förderung.

Und in Leipzig kommt hinzu: Schon jetzt hängen viele große Projekte in der Warteschleife, weil die Planer im Rathaus fehlten.

Deswegen reagierte auch der „zeitweilig beratende Ausschuss Verkehr und Mobilität“ sofort und schrieb einen Änderungsantrag zur Vorlage des Planungsdezernats. „Die meisten Punkte haben wir gleich übernommen“, sagt Jana, der die Zusammenarbeit mit dem Ausschuss als produktiv und hilfreich empfunden hat. Aber der Ausschuss moniert auch zwei Punkte, die die Verwaltung ungern übernehmen möchte: die „absolute Festlegung zum Ausgleich jeglicher Personalbedarfe für die Umsetzung aller Maßnahmen des Rahmenplanes“ (in bester Erinnerung an all die Probleme, die durch fehlende Planer entstanden sind) und die „Festschreibung der Termine und Prioritäten aller Maßnahmen (außer Teil Infrastrukturprogramm)“.

Das solle eigentlich erst in einem groß angelegten Bürgerbeteiligungsprozess im nächsten Jahr passieren, so Jana.

Und der Zuhörer schluckt. Denn bei diesem Tempo wird einem ganz bestimmt nicht schwindelig. Schon jetzt sind vier Jahre seit dem Start vergangen. 2016, als es eigentlich um den neuen Nahverkehrsplan ging, beauftragte der Stadtrat die Verwaltung, hier nicht nur einen Plan vorzulegen, sondern mindestens zwei – zwei echte Alternativen für eine andere Verkehrszukunft in Leipzig, in der nicht immer nur das Auto Vorrang hat.

Im Stadtrat war längst das Thema Klimawandel angekommen. Und die Stadträt/-innen selbst merkten im täglichen Verkehr, dass gerade die drei umweltfreundlichen Verkehrsarten überall ausgebremst wurden und werden. Und das, obwohl man im STEP Verkehr 2012 eindeutig andere Ziele beim Modal Split (also dem Anteil der einzelnen Verkehrsarten) beschlossen hatte.

Doch diese Ziele verschwanden in lauter schönen Worthülsen, ohne dass sie in echte Veränderungen umgesetzt wurden.

2017 entwickelten die Verkehrsplaner deshalb aus allen verfügbaren Plänen, Fördermöglichkeiten und Ideen lauter mögliche Mobilitätskonzepte für Leipzig, dampften sie dann auf fünf plus ein Szenario ein, das OBM Burkhard Jung im Oktober 2017 persönlich der Presse vorstellte. Da wollte man innerlich schon jubeln: „Jetzt geht’s looooos!“

Aber es dauerte dann doch bis November 2018, bis der Stadtrat alle Szenarien ausgesiebt hatte, die nicht wirklich straff auf ein nachhaltiges Verkehrskonzept hinausliefen: Mit voller Mehrheit wurde das Nachhaltigkeitsszenario beschlossen.

Wer dann freilich erwartet hatte, dass sich das schon im nun mit drei Jahren Verspätung 2019 vorgelegten neuen Nahverkehrsplan widerspiegelt, sah sich enttäuscht. Deswegen gilt der auch nur bis 2024, damit Leipzig überhaupt einen hat. Die Tragik dabei: Er enthält keine einzige Maßnahme, die das ÖPNV-Netz tatsächlich schon erweitert. Nur Prüfaufträge.

Ein Ausschnitt aus dem Rahmenplan zum ÖPNV. Grafik: Stadt Leipzig

Ein Ausschnitt aus dem Rahmenplan zum ÖPNV. Grafik: Stadt Leipzig

Deswegen wird es vor 2024 auch keine Netzerweiterungen geben.

Was aber gibt es bis 2024 überhaupt?

Vor allem lauter auch große Straßenumbauprojekte, die schon lange in der Pipeline sind – selbst die drei in diesem Jahr angepackten Projekte Goerdelerring, Bornaische Staße und Rosa-Luxemburg-Straße stehen noch einmal drin. Und auch bei den anderen großen Projekten ist nicht damit zu rechnen, dass die Leipziger hier noch Spielraum haben, ihrerseits Prioritäten zu setzen. Denn die meisten stammen aus dem Mittelfristigen Straßen- und Brückenbauprogramm 2012 bis 2020. Das läuft zwar aus in diesem Jahr. „Wir müssen demnächst das nächste vorstellen“, sagt Jana.

Aber ein Drittel der darin enthaltenen Projekte wurde nicht einmal begonnen. Mal fehlte das Geld, mal die Planer, mal der Fördergeldgeber. Oder es war so groß, dass es zwingend ins nächste Jahrzehnt verschoben werden musste – so wie die Georg-Schwarz-Brücken.

Das heißt: Der Löwenanteil der Gelder, die jetzt im „Rahmenplan“ stehen, sind längst verplant, die Projekte zeitlich längst eingetaktet – ohne Chance, sie zu verschieben, weil sie sonst mit anderen Großprojekten kollidieren. Leipzig ist, wie der Wirtschaftsjournalist Helge-Heinz Heinker es formuliert, noch immer dabei, die Defizite der frühen Jahre abzuarbeiten.

Deswegen findet man sämtliche Projekte zur Erweiterung des LVB-Netzes erst mit einem Baubeginn ab 2030 verzeichnet – egal, ob die Revitalisierung der Hermann-Liebmann-Straße, das Brünner-T oder die Anbindung des S-Bahnhofs-Wahren. Der Bau einer Straßenbahnlinie zum Lindenauer Hafen soll sogar erst 2040 beginnen. Kein Wunder, dass der „Ausschuss Verkehr und Mobilität“ das Gefühl hat, dass das so nicht geht. Dass sich hier einige Prioritäten ändern müssen. Die zehn Jahre, die von den Planern mittlerweile als normal angesehen werden, hat Leipzig nicht mehr.

Ausschnitt aus den Radwege-Projekten im Rahmenplan. Grafik: Stadt Leipzig

Ausschnitt aus den Radwege-Projekten im Rahmenplan. Grafik: Stadt Leipzig

Nicht bei den Mobilitätszielen und nicht bei den Klimazielen.

Geht es beim Radverkehr wenigstens ein bisschen schneller? Der Lichtblick ist zumindest: Die Stadt will bis 2024 tatsächlich einmal mehr Geld für Radverkehr ausgeben als in den kärglichen Vorjahren. Von den 357 Millionen Euro, die Stadt und LVB bis 2024 in ihre gemeinsamen Straßenbauprojekte investieren wollen (LVB 147 Millionen, Stadt 210 Millionen Euro) sollen 17 Millionen in Radverkehrsanlagen fließen (und 12,5 Millionen Euro in Anlagen für Fußgänger).

Und in diesen 17 Millionen stecken tatsächlich schon die ersten Abschnitte für den Radschnellweg nach Halle, zu dem alle Bauabschnitte am „Bahnbogen Gohlis“ und dann immer weiter stadtauswärts an der S-Bahn-Strecke entlang gehören. Die sollen 2022 schon gebaut werden.

Die beiden abgebildeten Maßnahmenlisten sind nur Ausschnitte aus dem Rahmenplan, aber sie zeigen exemplarisch, wo es klemmt.

Wobei Michael Jana auch zu Recht darauf hinwies, dass die Einzelplanungen ja weiterlaufen. 2024 muss der konkretisierte Nahverkehrsplan vorliegen. Auf den neuen Radverkehrsplan warten wir noch, der zwingend echte Verbesserungen im jetzt schon bestehenden Straßennetz bringen muss.

Denn es hilft nichts, die immer neuen tödlichen Verkehrsunfälle mit Radfahrer/-innen zu bedauern. Das aktuelle Radnetz ist veraltet, bietet an vielen Stellen nicht mehr die nötige Sicherheit und ist schon gar nicht auf ein wachsendes Radfahreraufkommen ausgelegt.

Gut vorstellbar, dass der „Ausschuss Verkehr und Mobilität“ darum kämpft, dass auch noch seine zwei aussortierten Anforderungen von der Verwaltung übernommen werden. Wenn nicht, könnte das dann durchaus in der Ratsversammlung passieren. Egal, wie gut man miteinander arbeitet: Das Tempo beim Übergang zu einem echten Nachhaltigkeitsszenario ist viel zu langsam.

Acht Jahre, bis es überhaupt erste Veränderungen bringt, sind viel zu lange. Aber Michael Jana hat auch recht: Wenn die Fördergeldgeber in Bund und Land noch zusätzlich trödeln, schafft es Leipzig nicht. Dann ist der Leipziger Verkehr auch 2030 noch nicht nachhaltig.

Und da ist noch nicht einmal von den Netzerweiterungen im S-Bahn-Netz die Rede. „Auf den ZVNL haben wir noch weniger Einfluss“, sagt Jana. Und die Planungsprozesse dauern dort noch viel länger.

Die neue Achdujemine-Kampagne zum 365-Euro-Ticket in Leipzig

Hinweis der Redaktion in eigener Sache

Seit der „Coronakrise“ haben wir unser Archiv für alle Leser geöffnet. Es gibt also seither auch für Nichtabonnenten unter anderem alle Artikel der LEIPZIGER ZEITUNG aus den letzten Jahren zusätzlich auf L-IZ.de über die tagesaktuellen Berichte hinaus ganz ohne Paywall zu entdecken.

Unterstützen Sie lokalen/regionalen Journalismus und so unsere tägliche Arbeit vor Ort in Leipzig. Mit dem Abschluss eines Freikäufer-Abonnements (zur Abonnentenseite) sichern Sie den täglichen, frei verfügbaren Zugang zu wichtigen Informationen in Leipzig und unsere Arbeit für Sie.

Vielen Dank dafür.

Nachhaltigkeitsszenario
Print Friendly, PDF & Email
 
5 Kommentare


Schneller informiert mit dem L-IZ-Melder
Weitere Nachrichten:Bewegungsmelder | Wortmelder | Rückmelder | Sport | Polizei | Verkehr


Weitere aktuelle Nachrichten auf L-IZ.de

Interview mit SC DHfK-Speerwerferin Lea Wipper: Erst Motivationstief, dann Leistungsexplosion
Speerwerferin Lea Wipper (SC DHfK Leipzig) jagte von einer Bestweite zur nächsten. Foto: Jan Kaefer

Foto: Jan Kaefer

Für alle LeserLEIPZIGER ZEITUNG/Auszug Ausgabe 83, seit 25. September im HandelDie Rahmenbedingungen waren alles andere als ideal. Über Monate hinweg hatte die Corona-Pandemie (nicht nur) den Sportbetrieb komplett lahmgelegt. Um so erstaunlicher, dass die Leipziger Speerwerferin Lea Wipper ausgerechnet in dieser sehr speziellen Saison zum großen Leistungssprung ansetzte und dabei gleich mit drei Bestweiten aufwartete.
Theater: „Die Sitzmenschen“ im D5 zur Interkulturellen Woche im Landkreis Leipzig
Foto: Cellex Stiftung

Foto: Cellex Stiftung

Am 3. Oktober zeigt das Netzwerk für Demokratische Kultur e.V. das Theaterstück „Die Sitzmenschen“ des „Tango - offen und bunt“ aus Dresden. Das Stück ist eine Einladung, über unsere eigenen, uns innewohnendenden Gegensätze nachzudenken, über Graustufen; darüber, Teil einer nicht perfekten Gesellschaft zu sein, gegen einige Dinge zu rebellieren, aber in anderen Komplizen zu sein.
Auszüge aus Francis Neniks „Tagebuch eines Hilflosen“ #46
Demonstration am 6. Juni 2020 in Leipzig. Foto: L-IZ.de

Foto: L-IZ.de

Für alle LeserEs ist eigenartig, dass bei den hiesigen Diskussionen über Polizeigewalt in den USA das Programm 1033 kaum eine Rolle spielt. Aber vielleicht hat das auch seinen „guten“ Grund, vielleicht spiegelt sich darin ein zentrales Problem der Kritik. Es ist nämlich leicht, der Polizei strukturellen Rassismus vorzuwerfen, aber schwer, abseits von Generalverdächtigungen nach konkreten Ursachen von Polizeigewalt zu suchen.
Regierungskoalition ist sich einig: Die Haushalte 2021 und 2022 werden mit 21 Milliarden Euro geplant
Kassensturz. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserAm 11. September ging mal wieder ein Gespenst in Sachsen um, das eigentlich längst vergangenen Zeiten angehören sollte: das Gespenst der Kürzungsorgie. Da wurde die neue Steuerschätzung bekannt gegeben und der erste, der wieder Stimmung machte, war natürlich Sachsens Finanzminister Hartmut Vorjohann: „Das kluge Priorisieren und Anpassen der Ausgaben an die Einnahmen ist ernster denn je“, meinte er und gab zu bedenken, „dass wir durch das Grundgesetz und unsere sächsische Verfassung verpflichtet sind, die jetzt aufgenommen Kredite zu tilgen“.
War die Wirtschaftsentwicklung in Sachsen im Frühjahr ein „Einbruch“ oder eher der Anfang eines überfälligen Umdenkens?
BIP-Rückgang nach Bundesländern im 1. Halbjahr 2020. Grafik: Freistaat Sachsen, Statistisches Landesamt

Grafik: Freistaat Sachsen, Statistisches Landesamt

Für alle LeserFrüher, da habe ich mich immer wieder gefreut, dass Statistiker eigentlich nüchterne Leute sind. Sie veröffentlichten ihre Zahlen, erklärten die Trends, enthielten sich aber all der Kraftmeiereien, mit denen schlecht gelaunte Journalisten ihre Meldungen aufblasen, wenn eigentlich gar nichts passiert ist. Es ist ja egal, welche Zeitungswebsite man heutzutage aufschlägt: Es wird dramatisiert, dass einem schlecht werden kann. Das schleicht sich nun leider auch in Meldungen der Statistiker ein.
Wie bekommt man wirklich heraus, welches die „größten Probleme“ aus Bürgersicht sind?
Die unterschiedliche Wahrnehmung von Verkehrsproblemen nach Altersgruppen. Grafik: Stadt Leipzig / Quartalsbericht 1 / 2020

Grafik: Stadt Leipzig / Quartalsbericht 1 / 2020

Für alle LeserWas haben sie uns ins Bockshorn gejagt all die Jahre mit ihrem scheinbaren Superproblem „Straßenzustand“. Jahrelang stand der „Straßenzustand“ bei Leipziger Bürgerumfragen fett und breit auf Platz zwei der „größten Probleme aus Bürgersicht“. 2019 hat das Amt für Statistik und Wahlen sein Frageschema zu den „Problemen“ gründlich überarbeitet. Im neuen Quartalsbericht versucht Martin Waschipky zu analysieren, was das gebracht hat. Sind die Probleme jetzt realistischer dargestellt?
Historische Ornamentschablonen aus Leipziger Wohngebäuden: Die Farbenpracht in einer fast vergessenen Zeit
Constanze Arndt: Historische Ornamentschablonen aus Leipziger Wohngebäuden. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserDas ist Leipziger Bescheidenheit, so ein Buch ganz einfach „Historische Ornamentschablonen aus Leipziger Wohngebäuden“ zu nennen. Und nicht „Farbrausch in Leipziger Treppenhäusern“ oder „Komm rein und staune!“ Oder: „Leipzigs gerettete Farbenpracht“. Warum stapeln Leipziger/-innen eigentlich immer so tief? Selbst wenn sie so ein Prachtwerk von Buch vorlegen, das weltweit seinesgleichen sucht.
1. FC Lok Leipzig vs. Energie Cottbus 1:1 – Drittes Remis in Folge
Wieder mal Remis für Lok, in einer hart umkämpften Partie gegen Cottbus. Foto: Jan Kaefer

Foto: Jan Kaefer

Für alle LeserAuch im dritten Spiel der englischen Woche bringt der 1. FC Lok eine Führung nicht ins Ziel. Beim 1:1 (1:1) vor 2.257 Zuschauer im Plache-Stadion, fiel der Ausgleich allerdings nicht in der Schlussphase. Schinkes frühe Führung nach vier Minuten, glich Max Kremer per Elfmeter aus. Schiedsrichter Daniel Bartnizki aus Erfurt hatte in der 30. Minuten nach einem Cottbusser Freistoß auf den Punkt gezeigt. Anschließend hatten beide Teams noch Möglichkeiten, das Spiel für sich zu entscheiden. Am Ende hätte wohl Lok den Sieg eher verdient gehabt.
Mehr als Musik: Die SKiLLZ! Awards geben der HipHop-Szene Leipzigs eine Bühne
Tobias Bieheim. Foto: Marcel Gershon

Foto: Marcel Gershon

Für alle LeserHipHop ist mehr als nur Rap. Hinter dem Genre versteckt sich eine Kultur, die verschiedene Künstler/-innen vereint und auch in Leipzig präsent ist. Seit 2015 rollen die SKiLLZ! Awards für diese Szene den roten Teppich aus. Im Interview mit der Leipziger Internet Zeitung erzählt Mitbegründer Tobias Bieheim über die Geschichte der Awards, die pandemiebedingte Absage der diesjährigen Veranstaltung und wie es um die Zukunft der Kulturbranche steht.
Gut verdienende Akademiker haben die Leipziger OBM-Wahl 2020 überproportional beeinflusst
Die Leipziger Wählergruppen nach Einkommen. Grafik: Stadt Leipzig / Quartalsbericht 1 / 2020

Grafik: Stadt Leipzig / Quartalsbericht 1 / 2020

Für alle Leser„Wer ging wählen und wer nicht?“, fragt Falk Abel in seinem Beitrag zur Auswertung der beiden Befragungen zur Leipziger Oberbürgermeisterwahl am 2. Februar und 1. März. Mit denen wollte das Amt für Statistik und Wahlen tatsächlich herausbekommen, welche Bevölkerungsgruppen in Leipzig eigentlich OBM-Wahlen besonders stark beeinflussen. Die sind ja nicht ganz unwichtig, auch wenn sie nur alle sieben Jahre stattfinden.
„Den Saisonstart haben wir uns anders vorgestellt.“: Eintracht Leipzig-Süd und FC Phönix warten noch auf ersten Sieg
Die Frauen-Regionalliga Nordost ist mit einem neuen Modus in die Saison gegangen. Foto: Jan Kaefer

Foto: Jan Kaefer

Für alle LeserLEIPZIGER ZEITUNG/Auszug Ausgabe 83, seit 25. September im HandelInzwischen rollt auch in der Frauen-Regionalliga Nordost wieder der Ball. In Sachen Spielmodus gab es hier allerdings gravierende Änderungen. Denn die bisher eingleisige Nordost-Liga wurde nun in zwei Staffeln geteilt: Nord und Süd. Jeweils sieben Vereine spielen dort untereinander. Die vier erstplatzierten Teams aus Nord und Süd treffen anschließend in der Meisterrunde aufeinander und spielen die Plätze 1-8 aus.
Stadtbezirksbeirat Altwest beantragt eine Stadtteilverbindung zwischen Leutzsch und Böhlitz-Ehrenberg, die auch die S-Bahn-Steige mit erschließt
Die untersuchten Varianten für eine Verbindung für Fußgänger und Radfahrer von Leutzsch nach Böhlitz-Ehrenberg. Grafik: Stadt Leipzig

Grafik: Stadt Leipzig

Für alle LeserNein, Leipzigs Verwaltung muss sich nicht wirklich darüber wundern, dass Ratsfraktionen und Stadtbezirksbeiräte immer ungeduldiger werden und sich mit Prüfaufträgen nicht mehr abspeisen lassen. Die verschieben wichtige Entscheidungen in der Regel wieder nur um mehrere Jahre in die Zukunft, während Zustände, die alle Seiten längst als inakzeptabel empfinden, einfach erhalten bleiben. So wie bei der Verbindung von Leutzsch nach Böhlitz-Ehrenberg, wo der Stadtbezirksbeirat schon mehrmals fast verzweifelt ist.
Wo man mit deterministischen Bevölkerungsvorausberechnungen herauskommt, wenn man die Störfaktoren einfach ignoriert
Bevölkerungsvorausberechnung für die sächsischen Kreise. Grafik: Stadt Leipzig / Quartalsbericht 1 / 2020

Grafik: Stadt Leipzig / Quartalsbericht 1 / 2020

Für alle LeserStatistiker sind kühle Rechner, aber keine Hellseher. Sie wissen nicht, wie sich die Welt in den nächsten Jahren verändert. Aber trotzdem wünscht sich die Politik immer neue, möglichst belastbare Prognosen für die Zukunft. Obwohl diese Prognosen tückisch sind. Sie suggerieren eine Aussage über die Zukunft, die aber nur aus Daten der Vergangenheit geschlussfolgert wird unter der seltsamen Annahme: Es geht immer so weiter.
Schluss mit der chaotischen sächsischen Asylpolitik: Endlich eine Bleibeperspektive für geflüchtete Menschen schaffen
Demo gegen Abschiebungen. Foto: René LochDemo gegen Abschiebungen. Foto: René Loch

Foto: René Loch

Für alle LeserLasst sie doch einfach arbeiten! Lasst sie eine Ausbildung machen! Und gebt ihnen einen sicheren Aufenthaltstitel, wenn sie Arbeit haben! Sachsen ist schon längst auf Zuwanderung angewiesen. In allen systemrelevanten Branchen fehlen Arbeitskräfte. Aber erst allmählich verteilen sächsische Behörden Arbeits- und Ausbildungserlaubnisse, geradezu widerwillig. Auch wenn die Botschaft inzwischen lautet: Die Zahl der Ausbildungs- und Arbeitsverhältnisse von Geflüchteten in Sachsen steigt.
Teilung als Lebensthema: Am 29. September beginnt das Leipziger Uwe-Johnson-Festival „Eine Reise wegwohin“
Auf dem Naschmarkt wird das Uwe-Johnson-Festival "Eine Reise weghohin" am 29. September eröffnet. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserEs ist schon ein pfiffiger Schachzug, ein Leipziger Festival, das sich dem am 3. Oktober anstehenden 30. Jahrestag der Deutschen Einheit widmet, motivisch einem Autor zuzuordnen, der diese Einheit nicht erlebte, weil er zu früh starb – im Exil. Kaum einer hat mit seinem ganzen Leben die deutsch-deutschen Widersprüche so durchgemacht wie Uwe Johnson.