Kreativwirtschaft, Kreative und fehlende Räume

Grüne beantragen eine zukunftsweisende Strategie für Leipzigs Kreativschaffende

Für alle LeserDas Thema Westwerk schlägt Wellen. Auf einmal steht eine Frage wieder im Raum, die Leipzigs Verwaltung lieber gern auf kleiner Flamme kocht: Wo bleiben die bezahlbaren Freiräume für Leipzigs Kreative? „Der Druck auf Freiräume und Platz für Kreativschaffende in Leipzig wächst“, stellt jetzt auch die Grünen-Fraktion wieder fest. Sie hat einen Antrag „Leipziger Förderprogramm für Kreativschaffende“ gestellt.

Sie hat auch postwendend eine Stellungnahme der Verwaltung bekommen, auch wenn der Titel des Antrags nicht ganz zum Antrag passt. In dem geht es vorrangig um (bezahlbare) Freiräume für Kreative. Oder doch eher für die „Kreativwirtschaft“? Was in Leipzig ein himmelweiter Unterschied ist.

Das wird gern vergessen, wenn von solchen Vorzeigeprojekten wie der Baumwollspinnerei gesprochen wird. Aber selbst da geht es munter durcheinander. Vielleicht sollte man langsam konkreter werden. Denn die Sorgen derer, die jetzt möglicherweise ihre Flächen im Westwerk nicht mehr bezahlen können, sind andere als die von großen Teilen der „Kreativwirtschaft“, von denen einige so kreativ sind wie ein Telefon.

Es ist die eigentlich kleinere und oft genug prekär arbeitende Gruppe, die die Grünen meinen: „Nicht zuletzt die Kündigungen und Sorgen Betroffener im Westwerk zeigen dies, uns wird zunehmend über eine immer schwierigere Suche nach geeigneten Atelier- und Wohnräumen in der wachsenden Stadt Leipzig berichtet“, so Annette Körner, kultur- und wirtschaftspolitische Sprecherin der Fraktion und Vorsitzende des Kulturausschusses des Stadtrates zum aktuell eingereichten Antrag der Fraktion Bündnis 90/ Die Grünen.

Standortvorteile werden kleiner

„Wir sehen Leipzigs bisherigen guten Standortvorteil schwinden und fordern die Stadt auf, sich dazu strategisch, beratend und fördernd – wie im Antrag beschrieben – besser aufzustellen, sich weiterzuentwickeln und die Aktiven dazu noch stärker mit einzubeziehen“, sagt sie auch.

Denn selbst das Stadtmarketing wirbt nach wie vor mit diesem experimentierfreudigen Klientel und den umgenutzten Fabriken als „Geheimtipp“ für Touristen. Nur haben diese jungen Künstler in letzter Zeit des Öfteren erfahren, dass es mit den preiswerten Ateliers vorbei ist, wenn potentere Mieter beim Verwalter anklopfen.

„Unsere detaillierte Anfrage zuvor hat die Verwaltung jetzt genutzt, uns und die Öffentlichkeit ausführlich zum Sachstand zu informieren“, freut sich Körner. „Die Bedarfe sind mit zahlreichen Beispielen untersetzt und die aktuelle Entwicklung der Raumverknappung für Kreativschaffende wird bestätigt. Wir beantragen deshalb die dezernatsübergreifende Zusammenarbeit zur Stärkung des Clusters Medien- und Kreativwirtschaft. Gemeinsam soll mit allen Akteuren ein praktikables Förderprogramm entwickelt werden. Dies ist mit unterstützenden Instrumenten zu ergänzen.“

Es ist übrigens nicht die erste Forderung nach so einem Programm. Die Einrichtung der Kontaktstelle Kreativwirtschaft bei der Stadt ist ja schon Ergebnis so eines Vorstoßes. Und nachdem zeitweilig gerade bildende Künstler und Musikbands ihre Probleme hatten, geeignete Räume zu finden, hat die Stadt auch hier versucht, sich als Vermittler zu betätigen.

Annette Körner: „Die Möglichkeiten, kreative Frei-Räume zu schaffen, sind vielfältig. So könnte z. B. eine Atelierbörse, abrufbar über eine online-Plattform der Stadt Leipzig, die möglicherweise herrichtbaren oder bereits nutzbaren freien Atelierräume und Flächen der Stadt Leipzig anzeigen bzw. als dezernatsübergreifende Grundlage für konkrete persönliche Beratung zur Verfügung gestellt werden.“

Aber die Verwaltung – in diesem Fall das Dezernat Wirtschaft und Arbeit – hat in ihrer Stellungnahme auch versucht, ein Loblied auf die erstaunlich dynamisch wachsende Kreativwirtschaft zu singen.

So schlecht kann es den Kreativen also gar nicht gehen, oder?

Aus der Stellungnahme: „Aus Sicht des Amtes für Wirtschaftsförderung gehört die Medien- und Kreativwirtschaft zu den fünf wichtigen Wirtschaftsclustern in Leipzig (neben dem Cluster Automobil & Zulieferindustrie, Logistik, Energie & Umwelttechnik und Gesundheitswirtschaft & Biotechnologie). Das Cluster verfügt gegenüber anderen Branchen über eine besondere Wirtschaftskraft und Zukunftsfähigkeit. So wuchs die Beschäftigung im Cluster seit 2010 um 19 % auf 30.013 sozialversicherungspflichtig Beschäftige und konnte 17 % mehr Unternehmen (2016 – 4.515) aufweisen.“

Nur wer einen Blick in die Zusammensetzung dieses Clusters wirft, merkt, dass hier Äpfel und Birnen bunt durcheinander liegen. Denn die Wachstumszahlen gehen nun gerade nicht darauf zurück, dass es mehr Maler, Tänzer und Musiker gibt. Sie haben mit den Dienstleistungsbereichen zu tun, die in Leipzig derzeit boomen – allen voran die Callcenter-Branche. Was hier wächst, bläht zwar zahlenmäßig das Cluster auf, hat mit Kreativität aber nichts zu tun.

Und dazu kommt, dass der ursprüngliche Begriff der Kreativwirtschaft gar nicht die selbstausbeutenden Künstler meint, sondern die (kreative) Dienstleistung für die Industrie: IT-Firmen, Architekten, Designer, Produktentwickler usw.

Kreativwirtschaft oder Kreativschaffende?

Das wird schon im nächsten Satz des Wirtschaftsdezernats angedeutet: „Das BMWi bestätigt zudem die hohe Innovationskraft der Kreativwirtschaft in seiner neuen Studie zu nichttechnischen Innovationen. Innovativ-kreative Lösungsansätze werden für die Zukunft eine wichtige Rolle spielen (im Zuge von Digitalisierung, Industrie 4.0 und gesellschaftlichen Veränderungen), weshalb das Cluster in Leipzig auch besonders durch die Clusterarbeit unterstützt wird.“

Dumm nur, wenn selbst das Wirtschaftsdezernat das alles munter durcheinanderwirft und schon im nächsten Satz wieder verkündet: „Auch aus Sicht der Stadtteilentwicklung spielten und spielen Kreativschaffende für Leipzig in den Schwerpunktgebieten der Stadterneuerung eine wichtige Rolle. Sie agierten oft als Initiatoren für die Besetzung und Entwicklung von Räumen und neuen Nutzungen sowie deren Vernetzung mit dem Stadtteil.“

Was alles schlichtweg falsch ist. Die vom BMWi gepriesene Kreativwirtschaft hat nichts mit Kreativschaffenden zu tun, die bislang in Leipzig immer als Stadtteilpioniere aktiv wurden. Die Industriedienstleister haben kein Problem, die Leipziger Gewerbemieten zu bezahlen, die Kreativschaffenden aber schon. Wozu kommt, dass letztere in Leipzig auf einen „Markt“ treffen, der die Bezeichnung eigentlich nicht verdient, weil gerade kreative Leistungen miserabel honoriert werden, wenn man nicht gerade Mitglied der Neuen Leipziger Schule ist.

Deswegen brauchen gerade diese Kreativschaffenden eigentlich mehr Aufmerksamkeit und auch Unterstützung über die bezahlbaren Räume hinaus. Etliche hatten bis jetzt einen relativ geschützten Raum im Westwerk. Der geht nun sichtlich verloren – und mit den Ausweichmöglichkeiten sieht es auch nicht unbedingt üppig aus.

Aber eigentlich wird das Thema auf städtischer Ebene erst begriffen, wenn auch die zuständigen Dezernate verstehen, dass Kreativwirtschaft einfach nicht dasselbe ist wie kreatives Schaffen.

Der Antrag der Grünen-Fraktion.

Die Antwort des Wirtschaftsdezernats.

In eigener Sache: Lokaler Journalismus in Leipzig sucht Unterstützer

https://www.l-iz.de/bildung/medien/2017/01/in-eigener-sache-wir-knacken-gemeinsam-die-250-kaufen-den-melder-frei-154108

Kreativwirtschaft
Print Friendly, PDF & Email
Leserbrief

Hinweise zum Leserbrief: Bitte beachten Sie, dass wir einen Leserbrief nur veröffentlichen, wenn dieser nicht anonym bei uns eintrifft. Außerdem möchten wir darauf hinweisen, dass eine Teilnahme an Verlosungen des L-IZ Leserclubs mit dem Leserbrief nicht möglich ist.

Ihr Name *

Ihre E-Mail-Adresse *

Betreff

Ihre Nachricht *

Bild/Datei hochladen

Wären Sie mit der Veröffentlichung als Leserbrief einverstanden? *

 

Kommentar schreiben



Schneller informiert mit dem L-IZ-Melder
Wahlprüfsteine des ADFC Leipzig zur Bundestagswahl
Stimmen aus der Metro –Eine Untergrundfahrt mit tschechischer Literatur und Musik
Polizeibericht, 21. September: Fahrraddiebe gestellt, Komplexkontrolle am Willy-Brandt-Platz, Zündler unterwegs
Testlauf für künftige Wähler: Die U18-Wahl und ihre Ergebnisse in Leipzig
Abwasser reinigen, Umwelt schützen: Wasserwerke öffnen Klärwerk Rosental
Beliebter Kinderstar besucht die Leipziger Gruppe am Maus-Türöffner-Tag
Bundestagswahl: Wahlkreis 153 – Erststimme Pellmann
Klingt nach – China! Konfuzius-Institut-Tag im Musikpavillon
Weitere Nachrichten:Bewegungsmelder | Wortmelder | Rückmelder | Sport | Polizei | Verkehr





Weitere aktuelle Nachrichten auf L-IZ.de

Haben sich Sachsens Finanzminister und die LBBW tatsächlich auf einen Schlussverkauf der Restpapiere im Wert von 3,1 Milliarden Euro geeinigt?
Sparsamer Adler. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle Leser So wirklich neu war das, was die „Freie Presse“ da am 20. September unter der Überschrift „Wende bei Landesbank-Debakel: Sachsen hofft auf Geldregen“ meldete, auch nicht. Die Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) hatte es schon länger angekündigt, dass sie den Sealink Fund gern schnellstmöglich auflösen wollte, in dem die Reste der Spekulationsgeschäfte der einstigen Sächsischen Landesbank geparkt sind.
Gohliser laden am heutigen 22. September wieder zur Fahrrad-Schiebe-Demo ein
Berggartenstraße / Kreuzung Lützowstraße. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserEs sieht nur so aus, als würden in der Leipziger Verkehrspolitik Welten aufeinanderprallen. Tatsächlich passiert etwas völlig anderes: Die Stadt beginnt jetzt all jene Probleme zu spüren, die durch den Aufstau von wichtigen Verkehrsinvestitionen entstanden sind. Wichtige Jahre wurden vertan, um ein mitwachsendes und stadtfreundliches Verkehrssystem zu entwickeln. Und manche Straßen – wie die Lützowstraße in Gohlis – bekommen das tagtäglich zu spüren.
Was passiert eigentlich, wenn das Kucks nicht da ist, wenn man es vermisst?
Kirsten Fuchs, Cindy Schmid: Der Miesepups hat was im Gesicht. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserMit Kindern kann man was erleben. Und was man mit ihnen erleben kann, das spiegelt sich in der phantasiereichen Geschichte vom Miesepups, den Kirsten Fuchs 2016 erstmals aus seiner Höhle lockte. Denn Miesepups ist jeder mal, hat keine Lust zu nichts, will am liebsten im schönen Moosbett bleiben und schon gar nicht all die verrückten Leute da draußen sehen. Da muss man gar kein ganz kleines Kind mehr sein.
Legida-Liveticker am 21.09.: Sie sind wieder weg + Videos
Legida benutzt die Bimmel und die Polizei fährt mit. Alle einen gültigen Fahrschein? Foto: L-IZ.de

Foto: L-IZ.de

Für alle Leser Legida ist zurück in Leipzig und der Gegenprotest ist auch wieder da. Mehr als acht Monate nach dem scheinbaren Ende möchten die völkischen Nationalisten erneut über den Innenstadtring laufen. Das Aktionsnetzwerk „Leipzig nimmt Platz“ möchte das verhindern, ärgert sich jedoch über das Vorgehen der Versammlungsbehörde.
Verwaltungsvorlage zur ehemaligen „Skala“ in der Gottschedstraße empfiehlt Verkauf an Kultur-Investor
Spielstätte Gottschedstraße 16 - zuletzt als "Skala" vom Schauspiel Leipzig genutzt. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserDas mit dem Erbbaurecht war ein schöner Traum. Aber es hat sich kein Investor für das Haus Gottschedstraße 16 gefunden, der es in Erbbaurecht hätte betreiben wollen. Nur sechs Kaufinteressenten haben sich bei der Stadt für die ehemalige Spielstätte von „Neuer Szene“ und „Skala“ beworben. Nun wird sie wohl verkauft, teilt die Verwaltung mit. Eine kulturelle Weiternutzung wird es wohl geben.
Nur ein Viertel der Bundeszuschüsse für Wohnraumförderung gibt Sachsen für sozialen Wohnungsbau weiter
Wohnungsbau in Gohlis. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für FreikäuferLächerlich nannten wir jüngst an dieser Stelle das sächsische Programm für sozialen Wohnungsbau. Nur einen kleinen Teilbetrag der Gelder, die der Bund für Wohnraumförderung an Sachsen überweist, wird überhaupt für das Programm für sozialen Wohnungsbau bereitgestellt. Der am Ende auch nicht wirklich sozial wird, weil trotzdem Mieten von 6,50 Euro je Quadratmeter dabei herauskommen. Man kann auch mit bürokratischen Finessen ein Programm torpedieren.
Leipziger Forscher suchen Wege, die Entwicklung von Demenz präventiv zu bekämpfen
Gesunde Ernährung gehört auch im Alter dazu. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserAm heutigen 21. September ist Weltalzheimertag. Und der erinnert daran, dass Demenzerkrankungen sich in unserer Gesellschaft immer mehr häufen. Was nicht nur daran liegt, dass immer mehr Menschen sehr alt werden. Ungünstige Ernährung, zu wenig Bewegung, mangelnde geistige Förderung, all das sind Risikofaktoren für Demenz im Alter. Und Leipziger Forscher suchen nach Wegen, diese neue „Zivilisationskrankheit“ zu bekämpfen.
Der Matthäikirchhof zwischen „zentralem Gedenkort“ und einer würdigen Erinnerung an die gesprengte Matthäikirche
Die Erinnerungsstele für die gesprengte Matthäikirche am Matthäikirchhof. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserKann er nun loslassen? Seinen großen Traum, selbst zu bestimmen, wo das Leipziger Freiheitsdenkmal nun stehen soll, durchzudrücken? So richtig klangen die jüngsten Äußerungen von OBM Burkhard Jung, die er wieder via LVZ in die Welt schickte, nicht so. „Für die Gestaltung des Matthäikirchhofs erhofft sich Leipzigs Oberbürgermeister Burkhard Jung (SPD) einen großen Aufschlag. Optimal wäre aus Sicht des Stadtchefs ein zentraler Gedenkort an dieser Stelle“, hieß es dort am 16. September.
Wie der Neoliberalismus den Stadt-Land-Gegensatz in Europa anheizt
Die Besucher der Konferenz-Website empfängt ein kleines Memory. Screenshot: L-IZ

Screenshot: L-IZ

Für alle Leser Diese Konferenz wird erst nach der Bundestagswahl stattfinden, obwohl sie thematisch davor gehört. Denn sie thematisiert erstmals aus wissenschaftlicher Sicht, warum Deutschland und Europa politisch so in Schieflage geraten sind. Denn das Grundproblem ist das Auseinanderdriften der Regionen. Und die Verlierer dabei werden zur Schwungmasse der Nationalisten. Die Konferenz findet vom 27. bis 29. September in Leipzig statt.
Ein kleines, lebendiges Buch über die Rolle der Abschiede in unserem Leben
Georg Magirius (Hrsg.): Abschied. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserAbschieds-Bücher müssen nicht traurig sein. Sie müssen auch nicht immer dieselben rührseligen Geschichten enthalten. Und sie müssen auch nicht immer vom Tod und vom Sterben erzählen. Denn ein Menschenleben ist voller Abschiede. Und auf die meisten sind wir nicht vorbereitet. Auch jene Leute nicht, die immerfort anderen Menschen Abschiede zumuten wollen.
Der Stadrat tagt: DOK-Film Leipzig auf Probe gerettet + Audio
Kulturbürgermeisterin Skadi Jennicke. Foto: L-IZ.de

Foto: L-IZ.de

Für alle LeserDass es der Leipziger Dok-Filmwochen GmbH nicht gutgeht, dürfte sich in Leipzig mittlerweile herumgesprochen haben. Personelle Wechsel hatten wohl zu einer geminderten Einnahme auf Sponsoringseite geführt, doch die GmbH hat auch aufgrund fehlender Ausfinanzierung Schlagseite. So stark, dass das Gesamtfestival bereits in diesem Jahr zum 60. Jubiläum infrage steht. Die Stadt Leipzig jedoch ist selbst Gesellschafterin der GmbH, in fast letzter Sekunde einigte sich nun der Finanzausschuss des Leipziger Stadtrates auf eine Lösung. Und diese konnte nicht nur „mehr Geld“ lauten, will man nun sicherstellen, dass die DOK weitergeht.
Der Stadtrat tagt: Kein Rauchverbot bei der LVB und ein „Papierkorb-Konzept“
Baudezernentin Dorothee Dubrau. Foto: L-IZ.de

Foto: L-IZ.de

Für alle Leser Da wollte die Linksfraktion von der Stadtverwaltung doch wissen, wie nun Raucher und Nichtraucher zukünftig miteinander am menschlichen Sammelpunkt Straßenbahnhaltestelle umgehen werden. Verbote für Raucher? Vielleicht ein paar Inselchen? Wenigstens mehr Mülleimer? Baudezernentin Dorothee Dubrau hatte wenig Klärendes vorbereitet.
Die 2. September-Stadtratssitzung im Livestream, Videomitschnitt
Der Stadtrat im Livestream. Foto: L-IZ.de

Foto: L-IZ.de

Für alle LeserIn der heutigen Sitzung werden sich die Stadträte u. a. mit dem Thema beschäftigen, ob es möglich ist, an Haltestellen des ÖPNV ein Rauchverbot auszusprechen. Auch wie man die Elektromobilität offensiver angehen kann, wie ein friedliches Zusammenleben in Grünau gewährleistet werden soll und die Leipziger Sparkasse wieder unter die Steuerung des Stadtrates zu stellen. Auch die Klage, die die Grünen-Fraktion beim Verwaltungsgericht über die fehlende Transparenz bei vielen Vorlagen des Oberbürgermeisters eingereicht hat, wird Diskussionsthema sein. Wie immer gibt es den Livestream und Berichte auf der L-IZ.de live ab 14 Uhr.
Der Stadtrat tagt: Keine Hausboote auf den Seen
Stadträtin Ute Elisabeth Gabelmann. Foto: L-IZ.de

Foto: L-IZ.de

Für alle LeserDer Stadtrat hat mit großer Mehrheit einen Antrag der Freibeuter-Fraktion abgelehnt, wonach die rechtlichen Voraussetzungen für die Zulassung von Hausbooten zu prüfen gewesen wären. Die Fraktion bezeichnete dies als alternative Wohnform und Maßnahme gegen möglichen Wohnungsmangel. Die Stadtverwaltung stand dem Vorhaben ebenfalls ablehnend gegenüber.
Der Stadtrat tagt: Diskussion über Migration und Bildung + Audio
Sozialbürgermeister Thomas Fabian. Foto: L-IZ.de

Foto: L-IZ.de

Für alle LeserWie sich BMW für junge Geflüchtete engagiert, welche Chancen, Herausforderungen und Probleme die Fraktionen im Themenkomplex Bildung und Migration sehen und was der Migrationsbeirat dazu sagt, war Inhalt einer bildungspolitischen Stunde im Stadtrat. Alle Beteiligten hoben dabei die überragende Bedeutung von Bildung hervor.