Zum 15. Geburtstag legt die Edition am Gutenbergplatz ein Verlagsverzeichnis mit den ersten 100 Titeln auf

Für alle LeserDer Zeitpunkt ist günstig. Die Buchmesse naht. Da ist wieder ein bisschen Aufmerksamkeit da für die Arbeit der Verlage in Leipzig – von denen es noch immer um die 70 gibt. Viele ganz klein, etliche sehr speziell. Auch die Edition am Gutenbergplatz Leipzig (EAGLE) ist sehr speziell. Gerade für diese Zeit, in der die Wissenschaft von blasierten Dummköpfen beschossen wird und immer mehr Menschen logisches Denken verlernt zu haben scheinen.

Oder nie gelernt. Unsere Schule ist ja nicht wirklich darauf hin angelegt, das Denken zu schulen. Es geht den Bildungsministern immer wieder nur – und zwar seit Kaisers Zeiten – darum, den Staatsbürger einzuüben auf ordentliches, diszipliniertes Wohlverhalten. Man redet den lieben langen Tag über Bildungsinvestitionen – verschwendet aber nicht einen Moment an den Gedanken, dass Voraussetzung für eine gebildete Gesellschaft ein Mensch ist, der gelernt hat, sich seines eigenen Gehirns souverän und vernünftig zu bedienen.

Und das Seltsame ist: Das war mal deutsches Bildungsideal. Dafür standen Männer wie Wilhelm von Humboldt und Benedictus Gotthelf Teubner. Und dafür stand auch die (preußische) Idee des humanistischen Gymnasiums mit seiner hohen Wertschätzung für klassische Sprachen, Literatur und Philosophie. In der Idee steckte noch die Denkweise der Humanisten aus Luthers Zeit, für die die Beschäftigung mit den griechischen und lateinischen Klassikern im Original auch immer eine ethische Wurzelsuche war. Und dieses Ideal teilten die Aufklärer. Wer ihre Texte liest, sieht, dass sie problemlos in der Lage waren, Aristoteles, Seneca und Ovid im Original zu zitieren. Und zwar richtig. Die Antike bildete den riesigen Raum der Verortung, aus dem alle humanistischen Ideen der Neuzeit entwickelt wurden. Auch bei Hegel und Marx findet man das noch.

Übrigens auch im Stil. Denn Schreibstil und Rhetorik gingen in dieser Ausbildung immer Hand in Hand. Diese Leute schrieben, so wie man spricht. Heute merkt man den allgegenwärtigen Möchtegerns ja an, dass sie eigentlich genauso gestoppelt sprechen wie sie schreiben und denken. Alles Typen, für die Teubner niemals seine aufwendig erstellten Reihen mit den Texten der Klassiker aufgelegt hätte. Und auch nicht die wissenschaftlichen Reihen der Neuzeit. Denn diese Bücher brauchten immer den konzentrierten und geübten Leser und Denker. Und nicht nur Jürgen Weiß war stolz, als sich nach 1990 die beiden Teubner Verlage aus Ost und West wieder zusammenfanden und in Leipzig die große Tradition des berühmten Wissenschaftsverlages fortgesetzt wurde.

Bis der Verlag dann an Bertelsmann verkauft und praktisch komplett abgewickelt wurde. Was mehr über die Wissenschaftsfremdheit des damaligen Bertelsmann-Super-Managers aussagt als über den Bedarf von grundlegenden wissenschaftlichen Büchern. Es sagt aber auch etwas über das gesamte Grundverständnis heutiger Manager von Allgemeinwissen und grundlegender Bildung aus. Diese Leute sind Spezialisten, die gelernt haben, Unternehmen wie Armeen zu führen – samt Mannschafts- und Substanzverlust. Aber sie haben nicht mehr ansatzweise ein Unternehmerverständnis, wie es B. G. Teubner hatte, der selbst seine Buchreihen langfristig dachte, sein Verlagsprogramm auf Generationen – genauso wie seinen Verlag. Seine verlegerische Arbeit verstand er als gesellschaftlichen Auftrag. Ein schlampig gemachter Titel hätte seine Druckerei niemals verlassen.

Wer solche Verlage heute einfach verramscht und verschwinden lässt, der zeigt auch, dass sein Managen mit Nachhaltigkeit und Zuverlässigkeit nichts mehr zu tun hat. Unsere Welt ist heute auch so, weil die riesigen Konzernkonglomerate genau von solchen Leuten gemanagt werden, denen die Quartalszahlen für die nach Gewinn gierenden Aktionäre wichtiger sind als ein Verlagsprojekt, das die Gesellschaft zuverlässig mit Wissensstoff versorgt.

Die Folgen dieser Art „Unternehmensführung“ sehen wir überall – in der Politik genauso wie in den Medien. Denn Quartalsdenken macht irre. Selbst Minister sind in Panik, angesteckt von einer Wirtschaftselite, die ihren Namen nicht verdient, aber längst den direkten Zugriff auf alle politischen Entscheidungen hat.

Das Ergebnis: Verlage wie Teubner verschwinden. Und mit ihnen die humanistisch gebildeten Persönlichkeiten, die noch fähig sind, ihr Tun in geschichtlichen Dimensionen zu verorten. Hochbezahlte Leute schauen einen nur noch mit mokantem Lächeln an, wenn man ihnen mit Heraklit, Lessing oder Voltaire kommt. Motto: „Sie lesen das ganze Zeug wirklich?“

Ihr Reden ist entsprechend: gehaltlos, fadenlos, gewissenlos.

Aber da die 2003 gegründete Edition am Gutenbergplatz in diesem Jahr ihren 15. Geburtstag feiert, kann man wohl davon ausgehen, dass es tatsächlich noch viele Leute gibt, die anspruchsvolle Literatur lesen – auch wenn Jürgen Weiß in dieser kleinen Leipziger Edition, die versucht, die alte Teubner-Tradition in Leipzig fortzusetzen, natürlich keine griechischen Klassiker mehr im Original und kommentiert veröffentlicht. Dafür fehlen inzwischen die humanistischen Gymnasien, wo Latein und Griechisch mal zum Standard gehörten. Die meisten Bücher, die er mit modernen Druckmöglichkeiten produziert, sind praktische Bücher vor allem für den universitären Alltag – Bücher zur höheren Mathematik, zur Physik, zur Informatik, aber auch die beliebten EAGLE-Guides, die das Grundlagenwissen für spezielle Fächer auch für den Laien versammeln – Schüler und Interessierte, die sich tatsächlich einmal länger als 12 Sekunden mit Algebra, Meteorologie oder Atomphysik beschäftigen wollen. Die einfach wissen wollen, warum die Welt so funktioniert, wie sie es tut. Das ist noch immer die beste Arzenei gegen die Dummdudeleien von „Leugnern“ aller Art, Verschwörungstheoretikern oder Typen wie Trump, die ihre Unwissenheit für so etwas halten wie „alternatives“ Wissen.

Dummheit bleibt Dummheit.

Man versteht die stille und unauslöschliche Wut, mit der Jürgen Weiß sich auch in die Geschichte des Teubner Verlages gekniet hat. Die so eine Art roter Faden ist, um den sich längst auch viele wissenschaftshistorische Titel und Biografien wichtiger Wissenschaftler ranken. Ich schreibe hier mal nicht „berühmte“, weil vielen Leuten die großen Namen der Wissenschaft meist nicht mal mehr geläufig sind. Denn sie bekommen ja auch keine Systematik in den Wissenschaften mehr vermittelt – nur noch ankreuzbares Häppchenwissen, das sich zu nichts verbindet.

Es ist also irgendwie auch ein aus der Zeit gefallener Verlag, der dennoch so modern ist, dass man ihn erfinden müsste, wenn er nicht da wäre. Denn viele Titel sind von hochkarätigen Autoren extra so verfasst, damit auch Menschen ohne universitäre Ausbildung den Einstieg in spannende Themenfelder finden – in die Geometrie, die Differenzrechnung, die Wahrscheinlichkeitsrechnung. Fast wünscht man sich noch mehr. Also noch ein, zwei EAGLE-Verlage, die auch noch mehr zu Biologie, Sprachwissenschaft, Philosophie, Geschichte machen – simple Grundlagenbücher, die auch all den Irritierten und Genarrten der heutigen Fakenews-Gesellschaft wieder kleine, hellblau eingebundene Anker in die Hand geben, mit denen sie sich wieder im Kosmos des wissenschaftlichen Denkens verorten können.

Denn es gibt keine „alternative truth“. Es gibt zu reellen Fakten keine „andere Meinung“. Es gibt nur Wissen oder Unwissen. Und mit seiner Arbeit zeigt Jürgen Weiß nun seit 15 Jahren, dass das ganz und gar kein Fall zum Verschrotten ist, im Gegenteil: Wir sollten wieder lernen, in den fundierten Kategorien der Humanisten und der forschenden Wissenschaft zu denken. Auch Journalisten, Politiker und Manager. Denn es ist deren Panik und Kurzatmigkeit, die die Welt in die Irre führt. Da fehlen die Menschen, die auch nur ansatzweise in der Lage sind, Prozesse weit in die Zukunft zu denken, weil ihnen die Geschichte tatsächlich eine Lehre war.

Ein zu weites Thema?

Vielleicht. Vielleicht für einen so emsig netzwerkenden Mann wie Jürgen Weiß, der längst dutzende anspruchsvoller Autoren an seinen kleinen Verlag gebunden hat und zum 15. Geburtstag etwas vorlegt, was auch mal ein Teubner-Klassiker war: ein gedrucktes Verlagsverzeichnis.

An die tausende Titel von Teubner kommt er natürlich nicht heran. Aber das Bändchen vereint jetzt schon genau 100 Titel – von Hans Walsers „Der goldene Schnitt“ (6. Auflage) bis zur Nr. 100, die Jürgen Weiß selbst geschrieben hat: „Überzeugungstäter“. Da hat er auch die Geschichte von EAGLE kurz angerissen und in die Tradition der Steindruck-Revolution zur Teubner-Zeit gesetzt. Die nächsten drei Titel sind schon in Vorbereitung.

Jürgen Weiß erzählt nicht nur von der Gründung der EAGLE, sondern auch vom Verlegeranspruch, Qualität zu liefern

Verlage
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