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Ob Beiersdorf sächsische Fördermittel für das neue Werk bekommt, ist noch offen

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    Für Leipzig wird es eine neue Unternehmensansiedlung mit 280 Arbeitsplätzen im Leipziger Norden, wenn Beiersdorf dort seine neue Florena-Fabrik baut. Für Waldheim wird es ein echter Verlust. Ob Beiersdorf für den 220 Millionen Euro teuren Neubau im Leipziger Norden auch sächsisches Fördergeld bekommt, ist noch nicht entschieden, teilt Wirtschaftsminister Martin Dulig (SPD) auf Anfrage der Landtagsabgeordneten Marika Tändler-Walenta und Nico Brünler (Die Linke) mit.

    Gespräche laufen trotzdem. Denn es geht ja nicht nur um eine einfache Verlagerung des Standorts, sondern – so betont es die Beiersdorf AG – um eine Modernisierung, die auf dem traditionsreichen Gelände in Waldheim so nicht umzusetzen geht.

    Marika Tändler-Walenta und Nico Brünler wollten es natürlich genauer wissen: „In welchem Umfang, zu welchem konkreten Zweck und in welcher Höhe liegen derzeit Anträge auf Fördermittel seitens der Beiersdorf Manufacturing Waldheim GmbH, der Beiersdorf AG oder einer sonstigen Tochter der Beiersdorf AG zur Errichtung einer neuen Produktionsstätte in Leipzig (Seehausen) vor?“

    Einen Antrag hat Beiersdorf gestellt, bestätigt Wirtschaftsminister Martin Dulig: „Die Beiersdorf Manufacturing Waldheim GmbH hat für die Errichtung einer Betriebsstätte zur Herstellung von Aerosolprodukten in Leipzig einen Antrag auf Investitionsförderung im Rahmen der GRW gestellt, über den im laufenden Antragsverfahren noch nicht abschließend entschieden ist.“

    GRW sind Mittel aus der Gemeinschaftsaufgabe Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur.

    Normalerweise haben solche Großinvestitionen mehrere Jahre Vorlauf. Da könnte es doch schon etliche Beratungen mit Beiersdorf gegeben haben, vermuteten Marika Tändler-Walenta und Nico Brünler und fragten deshalb: „Zu welchen Zeitpunkten hat es in den letzten zwei Jahren Gespräche zwischen der Beiersdorf Manufacturing Waldheim GmbH, der Beiersdorf AG oder der Maxinvest AG und der Staatsregierung gegeben und was war jeweils Inhalt des Gespräches?“

    Aber solche Gespräche gab es nicht, betont Martin Dulig: „In den vergangenen zwei Jahren hat es keine direkten Gespräche der Staatsregierung mit der Beiersdorf Manufacturing Waldheim GmbH, der Beiersdorf AG oder der Maxinvest AG gegeben. Bei einem Gespräch am 13. November 2019 in der Sächsischen Aufbaubank zu Fördermöglichkeiten in Sachsen war das SMWA auf Arbeitsebene vertreten.“

    Hatte die Staatsregierung da überhaupt Einfluss auf die Standortentscheidung? Marika Tändler-Walenta und Nico Brünler wollten es wissen: „Welche konkreten Gründe sind der Staatsregierung für den Umzug von Beiersdorf von Waldheim nach Leipzig bekannt?“

    Aber Beiersdorf hat bei der Entscheidung augenscheinlich ganz rational entschieden: Wo sind gute Anbindungen an Autobahn, Flughafen und Eisenbahnnetz? Wo ist genug erschlossene Fläche verfügbar?

    „Die Entscheidungen zur Neuerrichtung in Leipzig und zur Schließung der Betriebsstätte in Waldheim wurden unternehmensintern getroffen“, erklärt denn auch Martin Dulig. „Nach unseren Informationen gehörte zu den Gründen, dass das Gelände in Waldheim abschüssig sei, es müsse auf mehreren Etagen produziert werden und es fehlen Erweiterungsflächen. Dies werde als gravierender Standortnachteil bewertet.“

    Fördergeld für den neuen Standort in „Seehausen II“ fließt trotzdem: Zur Förderung des neuen Werksstandortes „Seehausen II“ gaben der Freistaat und der Bund 5,7 Millionen Euro zur Erschließung des Geländes mit den nötigen Anschlüssen und Straßen.

    Mit Bau des neuen Beiersdorf-Werkes in Leipzig wird der Traditionsstandort in Waldheim geschlossen

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