Mit Bau des neuen Beiersdorf-Werkes in Leipzig wird der Traditionsstandort in Waldheim geschlossen

Für alle LeserAm Mittwoch, 26. Februar, ließ die Beiersdorf AG die Katze aus dem Sack. In seiner Sitzung am 25. Februar hat der Aufsichtsrat der Beiersdorf AG dem Investitionsvorhaben für den Bau eines neuen Produktionsstandortes im Leipziger Norden grünes Licht gegeben. Damit ist die bereits im Juni 2019 gefällte Grundsatzentscheidung nach dem zwischenzeitlich abgeschlossenen Grundstückserwerb in Seehausen, am nördlichen Stadtrand von Leipzig, final bestätigt worden. Aber noch etwas ist passiert: Die Schließung des Standorts in Waldheim wurde bekannt gegeben.
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Mit einem Umfang von 220 Millionen Euro wird der Neubau bei Leipzig die größte Einzelinvestition zur Erweiterung der Produktionskapazität, welche die Beiersdorf AG je in Europa getätigt hat.

Zeitgleich schlossen die Unternehmensleitung der Beiersdorf AG und der Betriebsrat des Produktionsstandortes in Waldheim, der Beiersdorf Manufacturing Waldheim GmbH, eine Rahmenvereinbarung, wonach alle Beschäftigten am Standort Waldheim ein Stellenangebot für das neue Werk erhalten werden. Ziel ist es, möglichst viele Mitarbeitenden ab 2022 in Leipzig weiter zu beschäftigen.

„Es ist ein außergewöhnliches Konzept, das mit großer Unterstützung der Betriebsparteien und der Gewerkschaft IGBCE zustande kam“, betonte Beiersdorf Personalvorstand Zhengrong Liu. „Das Konzept verbindet die langjährige Erfahrung und Expertise der Belegschaft in Waldheim mit der hochmodernen Technologie und Infrastruktur des neuen Werks in Leipzig. Das Projekt eröffnet eine völlig neue Beschäftigungsperspektive. Davon sollte zuvorderst die heutige Mannschaft aus Waldheim profitieren.“

Bislang wurde die geplante Investition bei Seehausen freilich immer als neuer Standort verkauft. Dass dafür der alte Standort in Waldheim, wo die Traditionsmarke „Florena“ hergestellt wird, geschlossen werden sollte, war so nie im Gespräch.

Das Entsetzen ist entsprechend groß. Denn so wird ein Betrieb, der in Waldheim 280 qualifizierte Arbeitsplätze bietet, geschlossen und ein neues Werk mit Fördergeldern bei Leipzig eröffnet.

Aus Sicht der sächsischen Linkspartei ein „öffentlich finanzierter Zwangsumzug von Beschäftigten und Herstellung einer Industrieruine“.

„Beiersdorf hat die Beteiligten hinters Licht geführt. Dass mit öffentlichen Geldern in Leipzig eine neue Fabrik gebaut wird während gleichzeitig in Waldheim eine Industrieruine entsteht, ist ein Paradebeispiel für völlig verfehlte Strukturpolitik. Hier werden alle Beteiligten in Konkurrenz zueinandergesetzt und am Ende lacht nur die Gewinnaussicht des Unternehmens“, erklären Susanne Schaper und Stefan Hartmann, Landesvorsitzende der sächsischen Linken.

„Wir erwarten, dass die Landesregierung hier aktiv wird. Es ist nicht in Ordnung, den ländlichen Raum zu predigen und gleichzeitig zuzuschauen, wie die Beschäftigten von dort in die Großstädte genötigt werden. Der Fall Waldheim zeigt: Wir müssen die Förderpolitik im Freistaat wieder vom Kopf auf die Füße stellen: Im Fokus steht nachhaltiges Wirtschaften statt Standortwettbewerb. Zu oft wird mit Steuermitteln Großkonzernen der rote Teppich ausgerollt.“

Und auch Dieter Hentschel, Fraktionsvorsitzender der Stadtratsfraktion der Linken in Waldheim, ist fassungslos: „Wir sind fassungslos und für unsere Stadt ist das ein großer Schlag. Die Fabrik ist auch Teil unserer Stadtgeschichte. Besonders ärgert mich, dass die Konzernführung im Vorfeld öffentlich die Unwahrheit über den Umgang mit unserem Standort gesagt hat. Zudem glaube ich nicht, dass jeden Tag 280 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bis nach Leipzig und zurück pendeln. Demnach ist damit zu rechnen, dass viele den ländlichen Raum verlassen werden und sich in der Region um Leipzig niederlassen werden. Wir werden alles versuchen, um den Standort in Waldheim zu erhalten.“

Und auch die Leipziger Linke kommt über den Vorgang ins Grübeln.

„Natürlich begrüßen wir es in Leipzig, wenn qualitativ hochwertige Arbeitsplätze entstehen. Allerdings ist das, anders als im Vorfeld angekündigt, nicht der Fall“, sagt Adam Bednarsky, Stadtvorsitzender der Leipziger Linken.

„Faktisch entstehen keine neuen Arbeitsplätze, sondern die bestehenden Arbeitsplätze werden verlagert. Das bringt der Leipziger Bevölkerung nichts und zwingt die Waldheimer Beschäftigten gewissermaßen zum Umzug. Das sind faktisch öffentliche bezahlte Umzüge aus einer kleinen in eine große Stadt. Das ist weder das, was Leipzig braucht, noch das, was Waldheim braucht. Das hätte das Unternehmen gegenüber Leipzig transparent machen müssen.“

Aber bei Beiersdorf ist man sich sicher, dass man die Sache auch im Gespräch mit der Gewerkschaft gedeichselt bekommt.

In den kommenden Wochen sollen die betrieblichen Parteien die Rahmenbedingungen im Detail vereinbaren, teilte Beiersdorf am Mittwoch noch mit. Auch für diejenigen Mitarbeiter, für die ein Transfer in das neue Werk aus persönlichen Gründen nicht realisierbar ist, sollen Konzepte erarbeitet werden, die den individuellen Situationen gerecht werden, betonte Beiersdorf.

„Wir wissen um die strukturellen Herausforderungen der heutigen Produktionsstätte. Unsere Belegschaft verdient ein neues, hochmodernes Werk. Zugleich braucht der Neubau in Seehausen ein leistungsstarkes Team. Das ist eine Win-Win Situation“, meinte Jürgen Sager, Betriebsratsvorsitzender der Beiersdorf Manufacturing Waldheim GmbH, am Dienstag.

„Gerne hätten wir das Projekt auf dem bestehenden Gelände hier in Waldheim realisiert. Leider ist dies technisch so nicht möglich. Wir freuen uns, dass unsere Kolleginnen und Kollegen stattdessen nach Fertigstellung in das neue Werk einziehen können“, fügt Jürgen Sager hinzu.

„Uns ist bewusst, dass damit der heutige Standort in Waldheim in wenigen Jahren aufgegeben wird. Dies ist für viele von uns ein emotionaler Moment“, ergänzte Mario Ast, stellvertretender Betriebsratsvorsitzender in Waldheim. „Die Mitarbeiter stehen für uns im Mittelpunkt. Sie brauchen wettbewerbsfähige Arbeitsplätze. Das neue Werk ist deshalb nicht nur eine gute Nachricht für den Freistaat Sachsen; es ist auch eine echte Perspektive für die Waldheimer Mannschaft.“

„Strukturwandel trifft uns alle – Unternehmen, Kommunen und Regionen“, sagte Zhengrong Liu. „Aber er trifft vor allem die Menschen. Als Unternehmen stellen wir frühzeitig die Weichen für den Wandel. Wir werden mit Waldheim verbunden bleiben, nicht zuletzt durch unsere Beschäftigten, die hier weiterhin ihren Lebensmittelpunkt haben. Mit ihnen schreiben wir gemeinsam ein weiteres Kapitel der Unternehmensgeschichte demnächst in Leipzig. Darüber freuen wir uns.“

Damit endet eine Geschichte, die 1852 mit dem Apotheker Adolf Heinrich Bergmann begann. Die prägende Marke „Florena“ wurde genau vor 100 Jahren, im Jahr 1920, patentiert. Komplett zu Beiersdorf gehört der Waldheimer Betrieb seit 2002.

Zur Förderung des neuen Werksstandortes „Seehausen II“ gaben der Freistaat und der Bund 5,7 Millionen Euro an Fördermitteln zur Erschließung.

Bevor Beiersdorf kommt, muss Leipzig erst einmal 9 Millionen Euro in die Erschließung von Seehausen II stecken

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