Straße, Wasser, Beleuchtung

Bevor Beiersdorf kommt, muss Leipzig erst einmal 9 Millionen Euro in die Erschließung von Seehausen II stecken

Für alle LeserAm 1. Oktober ließ das Dezernat Wirtschaft, Arbeit und Digitales die Katze aus dem Sack und meldete: „Großinvestition für Leipzig: neue Ansiedlung im Nordraum bringt hunderte neue Arbeitsplätze“. Aber bevor die Beiersdorf AG hier ab 2022 „eine neue Produktionsstätte für Kosmetik und Körperpflegeprodukte“ eröffnen kann, muss die Stadt Leipzig erst einmal ein bisschen Geld in die technische Erschließung des Gebietes stecken: runde 9 Millionen Euro.

Ab dem Jahr 2022 will die Beiersdorf AG aus Hamburg auf dem Gelände im Industriegebiet Seehausen II eine neue Produktionsstätte für Kosmetik und Körperpflegeprodukte eröffnen, hatte das Dezernat gemeldet. Geplant sind zunächst 200 Arbeitsplätze, die Industrieanlage soll aber in den Folgejahren wachsen und perspektivisch mehrere hundert Arbeitsplätze bieten; sie soll Teil eines langfristigen, strategischen Produktionsnetzwerks in Europa sein. Der Stadtrat entscheidet auf seiner nächsten Sitzung am 30. Oktober über den Verkauf der stadteigenen Gewerbeflächen.

Die Beiersdorf AG plant auf der 28 Hektar großen Fläche eine hochmoderne Anlage nach strengsten Nachhaltigkeits- und Umweltstandards. So sollen separate Reinigungskreisläufe und eine eigene Abwasseraufbereitungsanlage Ressourcen und Umwelt schonen, auf Teilen des Daches ist die Montage einer Photovoltaikanlage geplant. Für den Bau des Werkes beginnen nun unverzüglich die Vorbereitungen und Planungen.

Die Statements zur Bekanntgabe der Beiersdorf-Entscheidung

Oberbürgermeister Burkhard Jung: „Wir begrüßen Beiersdorf auf das Herzlichste in Leipzig! Mit dieser Ansiedlung holen wir eine ganz neue Branche nach Leipzig und stellen uns industriepolitisch breiter auf. Wir können so unabhängiger von Konjunkturschwankungen werden und die Finanzkraft der Stadt stabilisieren. Wir haben erneut bewiesen, dass wir europaweit im Wettbewerb bestehen und gewinnen können.“

Uwe Albrecht, Beigeordneter für Wirtschaft, Arbeit und Digitales: „Unsere Strategie der Flächenvorsorge hat sich wieder bewährt. Die Fläche Seehausen II haben wir lange für den passenden Investor vorgehalten und diesen haben wir jetzt mit der Beiersdorf AG gefunden. Ich freue mich sehr über diese Industrieansiedlung, da diese die wirtschaftliche Entwicklung Leipzigs noch weiter voranbringen wird. Vielen Dank an den Freistaat Sachsen für die sehr gute Zusammenarbeit im Rahmen dieser Ansiedlung.“

SPD-Stadtrat und Vorsitzender des Leipziger Wirtschaftsausschusses Heiko Bär: „Wir freuen uns sehr über die Ansiedlung der Beiersdorf AG in Seehausen II. Sie zeigt, wie wichtig unsere strategische Flächenbevorratung ist, gerade bei einem Bedarf von 28 Hektar zusammenhängender Gewerbefläche, die es in Leipzig eben noch gibt. Die Ansiedlung ergänzt auch hervorragend das bestehende Cluster Gesundheitswirtschaft in unserer Stadt, sodass der Standort insgesamt profitiert. Wir gratulieren der Wirtschaftsförderung und allen Beteiligten sehr herzlich für den tollen Erfolg und wünschen Beiersdorf gutes Gelingen in Leipzig!“

Leipzig beginnt mit der Erschließung

Parallel beginnt die Stadt Leipzig mit der öffentlichen Erschließung des Gebietes. Die Vorlage dazu ging gerade in den Stadtrat. So müssen mehrere Straßen, Rad- und Fußwege gebaut sowie Anlagen zur Regen- und Schmutzwassererschließung verlegt werden. Ferner sind Bushaltestellen für den Pendelverkehr zwischen den S-Bahn-Haltestellen geplant. Bereits ab November wird das Gelände archäologisch untersucht, ab Sommer 2020 beginnen die Kanal- und Straßenbauarbeiten. In die Herstellung der öffentlichen Infrastruktur sowie der ökologischen Ausgleichsmaßnahmen werden rund 9 Millionen Euro investiert. Es ist geplant hierfür Fördermittel zu nutzen, der städtische Eigenanteil beträgt rund 3,3 Millionen Euro.

Bauherr ist das Amt für Wirtschaftsförderung. Von dem 54 Hektar großen Gebiet werden zwei Teilstücke (28 und 12 Hektar) verkauft. Der restliche Teil – vorrangig an der Bahnstrecke gelegen – wird für einen Teil der Ausgleichsnahmen genutzt.

Erstaunlich ist dann, wie viele Ausgleichsmaßnahmen für gefällte Bäume und Gehölze man jetzt außerhalb des betroffenen Gebietes finden will: In Göbschelwitz sollen zum Beispiel 21.320 m² entsiegelt werden, in Schlobachshof auf 1.535 m³ Gebäude abgerissen werden, in Liebertwolkwitz eine Stallanlage von 4.635 m² abgerissen werden, der Abriss des Klinkerwerk Liebertwolkwitz soll 30.140 m² bringen, die Aufforstung einer „Dreiecksfläche“ in Liebertwolkwitz 18.825 m², neue Straßenbäume an der Podelwitzer Straße 4.330 m² und Straßenbäume am Plaußiger Weg 7.000 m².

Zur Verkehrserschließung gehört die Herstellung der Erschließungsstraße, also die Verbindung zwischen der Tornauer Straße und der Bundesstraße B 2/B 184. Die Erschließungsstraße hat eine Länge von ca. 490 Metern. Die Anbindung erfolgt im Süden des Industriegebiets Seehausen 2 an den Wendekreis der Tornauer Straße und im Norden an die B 184 mit einem Knoten. Etwa in der Mitte der Erschließungsstraße sind beidseitig Bushaltestellen mit Fahrgastunterstand geplant.

So kommt man wenigstens mit dem Bus zur neuen Arbeitsstelle. Dass eine S-Bahn-Haltestelle hier eigentlich gut möglich gewesen wäre, darauf hat ja der Ökolöwe schon hingewiesen.

Was noch nicht geplant, aber möglich ist, ist ein direkter Gleisanschluss für Güterbeladung in das Gebiet: Ein Gleisanschluss kann entsprechend der Festsetzung des Bebauungsplans bei Bedarf im südlichen Randbereich realisiert werden. Hierzu sind Planung und Realisierbarkeit in Abhängigkeit der zukünftigen Nutzung zu klären. Ein gesonderter Bau- und Finanzierungsbeschluss wäre dann zeitnah vorzubereiten. Die bestehenden Gleisanlagen südlich des Plangebietes befinden sich im Privateigentum. Eine Abstimmung zur Sicherung des Anschlusses erfolgt bereits.

Die Planer haben auch diesmal wieder eine S-Bahn-Haltestelle vergessen

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