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Tag: 22. Dezember 2017

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Beliebteste Liegewiese in der Südvorstadt: der Alexis-Schumann-Platz. Foto: Ralf Julke

Die großen Papierkörbe am Alexis-Schumann-Platz werden gleich Anfang 2018 montiert

Manche Vorlagen der Stadt sind einfach komisch. Weil oben drüber etwas steht, was eigentlich nicht ganz so gemeint ist. Ist ja auch heftig, wenn der Jugendbeirat die trockene Mitteilung bekommt: „Der Antrag wird abgelehnt.“ Und dabei hat man sich doch so ins Zeug gelegt, sich für den Alexis-Schumann-Platz in der Südvorstadt ein paar ordentliche Abfallkörbe zu wünschen. Einige L-IZ-Leser fanden das komisch. Stimmt.

Der mutmaßliche Doppelmörder Dovchin D. (38) zum ersten Prozesstag im November. Foto: Lucas Böhme

Landgericht: Mutmaßlicher Doppelmörder sagt aus

Ist Dovchin D. für den grausamen Tod zweier Frauen verantwortlich? Am Freitag ließ sich der mutmaßliche Doppelmörder vor dem Landgericht erstmals zu seiner Biographie ein. Über die Tatvorwürfe selbst schwieg er weiter.

Die Chemnitzer wollen ihn nicht hergeben: Karl Marx als Identitätsstifter. Foto: Michael Freitag

CDU-Stadtrat fordert ein Ende der Bettelei für den schrecklichen Dr. Marx

Das wird ein turbulentes Jahr, dieses 2018. Da wird nämlich ein gewisser Karl Marx 200 Jahre alt. Und in Leipzig wird dann wohl eine weitere Gedenktafel enthüllt, die daran erinnert, dass hier einst der erste Band des „Kapital“ gedruckt wurde. Wofür das Leipziger Kulturdezernat jetzt Spenden sammelt. Was ja eine vernünftige Idee ist: Die Bürger finanzieren das Erinnern selbst. Aber der Spendenaufruf ruft jetzt CDU-Mann Michael Weickert auf den Plan.

Heimat? Wirklich? Foto: Michael Freitag

Lieb Heimatland, jetzt wird’s romantisch

Sigmar Gabriel, den einige deutsche Zeitungen schon so gern im politischen Nirwana entsorgt hätten, hat mit seinen Äußerungen zu Heimat und Identität ein veritables Fass aufgemacht. Auf einmal wird selbst in renommierten Zeitungen wie der „Zeit“ und der F.A.Z. über Heimat diskutiert, geht es aber auch munter durcheinander, weil selbst alte Schlachtrösser wie Wolfgang Thierse aus ihrem romantischen Heimatverständnis nicht herausfinden.

Pleiße mit Störstelle bei Markkleeberg. Foto: Ralf Julke

Weder die Schiffbarmachung der Pleiße noch die spätere Bootsnutzung wurden jemals auf Umweltverträglichkeit geprüft

Wenn man die Antworten von (Noch-)Umweltminister Thomas Schmidt (CDU) auf die Kleinen Anfragen des grünen Landtagsabgeordneten Wolfram Günther so liest, könnte man den Eindruck gewinnen, beim Ausbau der Pleiße in Markkleeberg sei alles mit rechten Dingen zugegangen. Es ist schon erstaunlich, dass Michael Kretschmer ausgerechnet Thomas Schmidt noch im Amt belassen hat. Mit Umweltschutz hat der Mann nichts am Hut.

„Median“-Ausgabe 8: Auf und ab. Foto: Ralf Julke

Das neue „Median“-Heft nimmt die demografische Katastrophe in Mitteldeutschland mal facettenreich unter die Lupe

Für FreikäuferRoland Mey und sein Hallenser Mitstreiter Bernward Rothe haben Recht: Die Bundesländer Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen gehören verschmolzen zu einem Bundesland. Nicht weil „Mitteldeutschland“ so hübsch klingt, sondern weil die wirtschaftlichen und demografischen Bedingungen das erzwingen. Sogar mit unheimlicher Wucht. Man vermutet das Thema gar nicht hinter dem Titel „Auf und ab“ für das neue „Median“-Magazin der Metropolregion Mitteldeutschland.

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