Franziskus: Das erste Jahr des neuen Papstes aus der Perspektive von Radio Vatikan geblogt

Wie erklärt man den Papst? Muss man ihn erklären? Aber irgendwie ist auch das Oberhaupt der katholischen Kirche ja ein Medienphänomen. Und damit ein Rätsel. Nicht nur für Ungläubige und Zuschauende. Auch für Insider. So ein bisschen hatte Bernd Hagenkord schon 2011 dieses Gefühl. Damals besuchte Papst Benedikt XVI. Deutschland. Und Pater Hagenkord begann seinen Blog.
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Ganz offiziell ist der Jesuitenpater, Geschichtswissenschaftler und Journalist seit 2009 Leiter der deutschsprachigen Abteilung von Radio Vatikan, der 1931 gegründeten „Stimme des Papstes und der Weltkirche“. Eine Selbstbeschreibung, die natürlich nicht ganz zutrifft. Denn auch die Radiomacher im Vatikan müssen sich ihr Material erarbeiten, müssen ihr Thema genauso analytisch betrachten wie andere Journalisten auch. Sie sind nicht der Papst. Und sie müssen auch immer wieder umdenken. Gerade dann, wenn Päpste wechseln und der Neue sich nicht nur in Nuancen vom Alten unterscheidet. Aber auch das wäre schon ein Thema. Denn da draußen lauern natürlich auch noch hunderte andere Medien, die ihre (Sensations-)Geschichten haben wollen.

Der neue geht in den Jugendknast? – Das ist doch ein Knaller! – Er verzichtet auf die süßen roten Kalbslederschuhe und zieht bequeme schwarze Straßenschuhe an? – Ein Thema! – Er wird von der „Vanity Fair“ zum Mann des Jahres gewählt? – Unmöglich.

Bernd Hagenkord hat seinen Blog auch nach der Deutschlandreise von Papst Benedikt beibehalten. Es sollte ja kein Reiseblog werden. Und ein Tagebuch ist es auch nur nicht ganz. Eher eine Art Verständigungs-Blog – mit sich selbst, mit Hörern und Lesern. Es ist auch ein Stück heutige Medien-Wirklichkeit. Die Zeit, als Päpste unbehelligt in Rom regierten und sich auch Gläubige nicht allzu sehr für ihr Tun interessierten, sind lange vorbei. Spätestens seit Johannes Paul II., dem ersten Medien-Papst. Hagenkord würde „Medien-Papst“ schreiben. Aber das würde nichts ändern. Seit Johannes Paul II. weiß die Welt wieder, dass Päpste sich auch zum Zeitgeschehen äußern, ihre Predigten, Enzykliken und Reisen durchaus auch politisch gemeint sind. Und dass sie sich auch wieder als moralische Instanz verstehen. Jeder auf seine Art. Das fällt auf in einer Welt, in der selbst Staatspräsidenten meinen, Moral sei schlecht fürs Geschäft. Und hernach gleich mal in „die Wirtschaft“ verduften, wo es mehr zu verdienen gibt.

Aber irgendwie ist dieses 2.000 Jahre alte Buch mit seinen Geboten so aktuell wie eh und je. Menschen erwarten es tatsächlich von gekrönten, bemützten oder sonstwie erhobenen Häuptern: dass Macht und Einfluss sich mit Moral verbinden und nicht bloß geredet wird über das, was getan werden müsste zum Wohl der Welt. Und dann doch nicht getan wird, weil irgendwelche „Sachzwänge“ es verhindern. „Sachzwänge“ sind Ausreden. Und die Ungeduld ist groß. Nicht nur bei Gläubigen. Ungelöst sind die Themen der weltweiten Armut, Ausbeutung, des Hungers, des Wassermangels, der Kriege … Was so beklemmend nicht wäre, würden nicht Europas ach so moralische Staaten überall mit drin hängen, direkt oder indirekt über Konzerne, Firmen, „Interessen“. Seit die Erde zu einer digitalen Medienwelt geworden ist, wissen es die Menschen. Und würden nur zu gern erfahren, wer nun wirklich verantwortlich ist und was tut.

Und wollen auch wissen, welche Rolle der Papst spielt – gerade auch, weil ihn selbst hartgesottene Politiker als eine moralische Instanz ansehen.

Da hatte auch Bernd Hagenkord zu tun, als sich der Vatikan zu Benedikts Zeiten so verflixt schwer tat mit den Krisen im eigenen Haus, mit der Pius-Bruderschaft, den Pädophilie-Affären, dem Skandal um die Vatikan-Bank. Oft genug wirkte Benedikt wie ein Papst aus einer anderen Zeit, der nicht wirklich Änderungen wollte in der Sicht auf Zölibat, Homosexuelle, Verhütung … Wie wir heute wissen, auch gegen die Lebenswirklichkeit der Gläubigen, was ja dann eine Umfrage ergab, die unter Franziskus gestartet wurde. Der selbst ein verstörender Papst war und ist.

Hagenkord hat in diesem Buch seine Blog-Beiträge seit dem 2. März 2013 versammelt, also seit der Papstwahl. „Erwartungen“ heißt sein erster Beitrag, der natürlich auch von den hohen Erwartungen seiner Hörer erzählt. Seit Johannes Paul II. liegt die Latte hoch. Er hat seinen Schäfchen beigebracht, dass ein Papst sich wieder einmischt und zu den wirklichen Problemen der Gläubigen (und Ungläubigen) Stellung bezieht. In gewisser Weise hat Benedikt XVI. da angeknüpft, auch wenn er es auf sehr theologische und intellektuelle Weise tat. Auch aus einer recht konservativen Haltung. Aber er versuchte es. Und zeigte mit seinem freiwilligen Rückzug auch, dass auch für Päpste menschliche Maßstäbe gelten.

Wie hoch die Latte lag, schilderte Hagenkord am 2. März: „Erwarten müssen wir allerdings auch Dinge, die uns gar nicht in den Kram passen. Unser Lebensstil und die damit einhergehende Kultur lebt auf Kosten anderer, und das wird auch der künftige Papst anmahnen …“

Trotzdem ist sein Tagebuch natürlich ein Versuch der Annäherung. Auch Radio Vatikan musste sich erst an den Neuen gewöhnen, versuchen, ihn einzuordnen und auch zu verstehen. Was bedeutet es denn, wenn ein Papst sich jetzt nach Franz von Asisi benennt? In welche Schublade passt er? Passt er überhaupt? Oder gehören seine Predigten nicht eher in eine Pfarrkirche? Warum taucht auf einmal der Teufel wieder auf in den Predigten des Papstes? War man den denn nicht nach Jahrhunderten endlich los? Oder steckt in diesem wieder benannten Teufel etwas, was sich die Kirche nur nicht mehr getraut hat auszusprechen?

Das sind auch für einen Jesuitenpater harte Nüsse. Aber Hagenkord versucht es in seinem Blog aus seiner Sicht zu begreifen, stellt sich selber Fragen, versucht Erklärungen und staunt auch ab und zu, dass dieser Franziskus auf einmal die Themen öffentlich macht, die man sonst eher in philosophischen Hinterzimmern bespricht. Zum Beispiel das mit dem „falschen Glauben“, der darin besteht, dass Menschen sich einen Götzen machen. Das ist ganz mosaisch. Und ganz modern. Denn solche Götzen machen sich ja nicht nur Christen. Die machen auch andere Leute. Denn damit schafft man Machtstrukturen – und die „Gravitation des isolierten Ich“.Es dauert durchaus einige Wochen, bis Hagenkord so ein Gefühl für diesen Neuen und seine oft verstörenden Botschaften bekommt, bis er auch lernt, sich an diesen Störungen zu erfreuen. Das regt an zum Nachdenken – und bringt die Radioleute zuweilen ins Schwitzen. Und zum Zweifeln: Wo bleibt die erwartete Reform? Warum verkündet der Papst sie nicht einfach?

Und schon ist Hagenkord mittendrin, über Reform nachzudenken. Und darüber, wer die Inhalte bestimmt. Und wer „den Hut auf hat“, wie es so schön heißt. Oder sollte man eher Geduld haben, weil die Veränderung bei diesem Franziskus genau da anfängt, dass er eben nicht mehr alles allein entscheiden will, sondern – ganz politisch – Kommissionen gründet und Konferenzen einberuft und die Entscheidungen nach unten delegiert? – Zu finden in mehreren Folgen zur „Papstkritik“, an der Hagenkord sichtlich Spaß hat, denn auf einmal sagt der Papst nicht mehr, was richtig ist, sondern fordert zum Mitdenken und Diskutieren auf. Über das von Franziskus im November veröffentlichte Lehrschreiben „Evangelii Gaudium“ kann sich Hagenkord auch im März noch nicht wieder einkriegen. Es beschäftigt ihn. Weil es die Welt beschreibt, wie sie ist. „In der Wurzel ungerecht“, zitiert er Franziskus. Der auch einen neuen Ton der Kritik an dieser (westlichen) Wertegesellschaft eingeführt hat. Die eine Ent-Werte-Gesellschaft ist.

Hagenkord in seinem Blog-Eintrag vom 26. November: „Der Mensch ist nur noch als Konsument gefragt, und wer das nicht leisten könne, der werde nicht mehr nur ausgebeutet, sondern ganz ausgeschlossen, weggeworfen. Diese Kultur des Wegwerfens habe etwas Neues geschaffen. ‚Die Ausgeschlossenen sind nicht ‚Ausgebeutete‘, sondern Müll, ‚Abfall‘.‘ Die Welt lebe in einer neuen Tyrannei des ‚vergötterten Marktes‘, die manchmal sichtbar, manchmal virtuell sei. Hier regiere die Finanzspekulation, die Korruption und Egoismen, die sich etwa in Steuerhinterziehung ausdrücken …“

Das klingt erstaunlich modern. Und man spürt so richtig, wie die Freude bei Pater Hagenkord wächst, je mehr er versteht, was dieser neue Papst da tut und sagt. Der wieder Unruhe in die Kirche gebracht hat und seinen Bischöfen auch noch erklärt, wie wichtig diese Unruhe ist. Und dass auch Christentum wieder störend werden muss, wenn es eine Rolle spielen soll in der Welt.

Und nicht nur die „Götzen“ tauchen hier wieder auf, sondern auch das, was man in Deutschland so heuchlerisch „die Mitte“ nennt, diesen Ort des „Sich-zufrieden-gebens“, der sich so verächtlich gegen die Ränder und die Extreme äußert. „Man versteht die Realität nur, wenn man sie vom Rand aus ansieht, der berühmten Peripherie“, schreibt Hagenkord. Da ist er denn bei der Aufforderung von Franziskus: „Weckt die Welt auf!“

Höchste Zeit ist es.

http://blog.radiovatikan.de

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