Christentum

Blick auf die Thomaskirche.
·Leben·Gesellschaft

Gastkommentar von Christian Wolff: Reformation oder Selbstzerstörung

Jedes Jahr erinnert das Reformationsfest daran, dass vor 500 Jahren eine intensive Auseinandersetzung stattfand. Auf der einen Seite stand die um ihr Überleben kämpfende Institution Kirche mit morbiden Machtstrukturen, auf der anderen Seite waren die Menschen, die Befreiung von klerikaler Bevormundung suchten: das Priestertum aller Gläubigen. In dieser Auseinandersetzung wurde besonders wichtig der freie Zugang […]

Porträtfoto Christian Wolff.
·Leben·Gesellschaft

Gastkommentar von Christian Wolff: Pfingsten und das Ende des Fundamentalismus

Als ob es nicht ausreicht, dass sich die beiden großen christlichen Kirchen in Deutschland in einer tiefen Krise befinden – derzeit scheinen weltweit viele Glaubensgemeinschaften die Vorurteile bestätigen zu wollen, die die säkulare Religionskritik schon immer gegen sie aufgefahren hat: Religionsgemeinschaften unterstützen autoritäre Regime, liefern Kriegen eine ideologische Rechtfertigung, schränken Freiheiten von Minderheiten ein, lehren […]

Cover des Buches.
·Bildung·Bücher

Faul! Die Geschichte einer „Todsünde“, mit der noch immer Politik gemacht wird

Die sieben Todsünden aus dem mittelalterlichen Ermahnungsapparat der katholischen Kirche kennt eigentlich jeder. Denn sie haben bis heute überlebt. Als Moralvorstellungen, alberne Kalendersprüche, aber auch als wirksames Instrument der politischen Manipulation. Der Hirzel Verlag hat eine kleine Buchserie draus gemacht, in der die Autor/-innen sich einmal intensiver mit jeder einzelnen „Sünde“ beschäftigen. Wobei eigentlich selbst […]

Alte Ansicht der Heilig-Geist-Kirche Potsdam.
·Bildung·Zeitreise

Sonntagskirche № 63: Die verlorene Heilig-Geist-Kirche Potsdam

Kirchenbauwerke gehören zu vielen Ortschaften. Sie sind bekannt als Wahrzeichen, Ortsmittelpunkt oder Orientierungsmarke. Die Gotteshäuser haben architektonisch, kunsthistorisch und regionalgeschichtlich vielfältige Bedeutung. Doch ihre Zukunft ist bedroht: Dutzende von ihnen haben ihre Funktion verloren, einige sind bereits spurlos aus dem Ortsbild verschwunden. Zeit zur Erinnerung an verschwundene Kirchen auch außerhalb von Mitteldeutschland – und was […]

Christian Wolff (beim Brückenfest 2018). Foto: Michael Freitag
·Leben·Gesellschaft

Gastkommentar von Christian Wolff: Die religiöse Rechte und der politische Autokratismus – eine giftige Saat geht auf

„Gott, Familie, Vaterland“ – mit diesem Slogan aus der unseligen Zeit des Hitler-Freundes und Diktators Benito Mussolinis tritt die Siegerin der Parlamentswahlen in Italien, Giorgia Meloni, seit Wochen auf. Im Originaltext hört sich das so an: Ja zur natürlichen Familie – nein zur LGBT-Lobby. Ja zur Kultur des Lebens, nein zu Abtreibungen. Ja zu christlichen […]

Wolfgang Sander: Europäische Identität. Foto: Ralf Julke
·Bildung·Bücher

Europäische Identität: Braucht Europa eine christliche Renaissance, um sich selbst wiederzufinden?

Einen Versuch ist es wert, dachte sich der Didaktiker, Sozialwissenschaftler und Theologe Wolfgang Sander, dem es wohl genauso geht wie Millionen anderen EU-Bürgern: Man ist zwar irgendwie froh, dass es die EU gibt, aber so richtig herzerwärmend ist sie nicht. Irgendetwas fehlt, so etwas Gemeinsames, bei dem alle Europäerinnen und Europäer das Gefühl haben: Ja, das vereint uns. Hinter dieser Idee können wir uns alle versammeln. Aber ist es wirklich der Geist des Christentums?

Christian Wolff (beim Brückenfest 2018). Foto: Michael Freitag
·Leben·Gesellschaft

Gastkommentar von Christian Wolff: Jüdisch-christliche Tradition? Ein paar Gedanken zum Israelsonntag

Am 10. Sonntag nach Trinitatis (8. August 2021) begeht die evangelische Kirche den sogenannten Israelsonntag. Damit soll „an das enge Verhältnis von Christen und Juden“ erinnert werden. „Die Trauer über das Unrecht, das Juden im Laufe der Geschichte angetan wurde; Die Schuld, die Christen und die Kirche auf sich geladen haben und die Beziehungen zwischen Juden und Christen im Glauben an denselben Gott, aber auch das Bekenntnis zur bleibenden Erwählung Israels stehen an diesem Tag im Mittelpunkt der Gottesdienste.“

Tobias Keller (AfD) im Stadtrat Leipzig. Foto: L-IZ.de
·Politik·Sachsen

Spalten statt versöhnen: Wenn Essenszubereitungen AfD-Politik werden + Video

Wer bislang den AfD-Stadtrat und seit dem 1. September neugebackenen Landtagsabgeordneten Tobias Keller (AfD) in den vergangenen fünf Jahren am Rednerpult im Neuen Rathaus beobachtete, sah eher einen Biedermann agieren. Fast konnte man vergessen, dass Keller seine politische Laufbahn in der rechtskonservativen DSU begann, bevor er 2014 in die AfD eintrat. Die Redebeiträge des Leipziger Sanitär- und Heizungsunternehmers eher gedämpft im Ton, scheinbar moderat. Nun macht das Bewerbungsvideo des bekennenden Christen und Vorstandsmitglieds der Versöhnungskirchgemeinde Leipzig-Gohlis zur Landtagswahl 2019 verspätet Furore im Netz.

"Der spuckt Jesus ins Gesicht", Frank Martin, Pfarrer der Evangelischen Studierendengemeinde Leipzig über Menschen, die sagen "Das Boot ist voll". Foto: L-IZ.de
·Politik·Engagement

Video von der Seebrücke-Demo in Leipzig (4): Pfarrer Frank Martin „Man spuckt Jesus ins Gesicht“ + Bildergalerie

VideoEuropa lagert Probleme ständig aus, doch diese Zeit endet. Noch ist es eine „Externalisierungsgesellschaft“, die eben sagen kann – ja, ist schon Krieg irgendwo da draußen, aber doch nicht bei uns. Ja, es gibt Probleme auf der Welt, aber das ist Sache der Politiker, denn wozu bitte hat man sie schließlich „abgeordnet“? Damit hat man im Alltag nichts zu tun. Oder? Der Leipziger Pfarrer Frank Martin schilderte am 4. August 2018 in Leipzig seine christliche Sicht auf den Friedensnobelpreisträger Europa.

In der „Baustelle“ im Schauspiel Leipzig wurde das Kulturprogramm des Katholikentags vorgestellt. Foto: Ernst-Ulrich Kneitschel
·Kultur·Lebensart

Katholikentag Leipzig: 300 Kulturveranstaltungen mit bewusst regionalen Akzenten

Aus dem Topf der Kulturförderung habe der Katholikentag sein Geld bekommen, erklärte die Stadträtin Ute Elisabeth Gabelmann in einem Interview: „Klar, kann man jetzt wieder argumentieren: Das ist ja auch Kulturförderung, weil da drei Orchester auftreten. Mit dieser Argumentation können wir auch ein Helene-Fischer-Konzert fördern.“ Nun ist das Kulturprogramm vorgestellt worden. 143 Gruppen und Einzelkünstler werden kommen, über 300 Kulturveranstaltungen werden angeboten.

Memory der Heiligen Schriften. Foto: Ernst-Ulrich Kneitschel
·Leben·Gesellschaft

Großes Interesse am Interreligiösen Dankfest an der Friedenskirche

Am besten vorbereitet war die Ahmadiyya-Gemeinschaft. Ihr großes Zelt in blauer Farbe fiel Passanten als erstes auf. Es gab leckere Speisen und viel Informationsmaterial. Die christlichen Gemeinden waren mit einem Gemeinschaftsstand vertreten. Neben Kuchen gab es die Möglichkeit, zu basteln und sich zu schminken. Bei einem Memory mussten Textstellen eindeutig der Bibel oder dem Koran zugeordnet werden. Viele Gespräche und gute Begegnungen gab es an diesem Sonntag.

Musikalische Lesung aus dem Heiligen Buch der Sikh. Foto: Ernst-Ulrich Kneitschel
·Leben·Gesellschaft

Feier eröffnet Interkulturelle Wochen 2015 in Leipzig

Die interkulturellen Wochen haben begonnen. In etwa 140 Veranstaltungen wird die kulturelle Vielfalt der Stadt sichtbar. Zur Eröffnung fand am Sonntag im Neuen Rathaus eine Interreligiöse Feier statt, erstmals dabei: die Sikh-Gemeinde. Den Anfang machte die Bahá'í-Gemeinde. Muslimische Vertreter kamen von der Takva-Moschee und DITIB. Die Katholiken steuerten Bach bei, die Evangelischen antworteten katholisch. Rabbiner Zsolt Balla spielte Gitarre.

Markierungszeichen des Jakobsweges im Rosental. Foto: Ernst-Ulrich Kneitschel
·Leben·Gesellschaft

Jakobsweg: Litauische Pilger unterwegs nach Spanien

"Irgendwann fängt jeder auf dem Weg an zu flennen. Der Weg hat einen irgendwann soweit. Man steht einfach da und heult." Die litauische Gruppe, die am Mittwoch durch das Zentrum von Leipzig zieht, ist noch nicht soweit. Singend und betend folgen sie dem Jakobsweg. Am Abend treffen die 30 Pilger in der katholischen Pfarrei St. Georg in Gohlis ein. Am 5. Mai waren sie in Litauen aufgebrochen, am 13. Oktober werden sie Santiago de Compostela erreichen.

Kreuz mit Osterlamm Foto: Ernst-Ulrich Kneitschel
·Leben·Gesellschaft

Christen: Der Tod hat nicht das letzte Wort

Mit dem Gründonnerstag beginnen bei den Christen die österlichen drei Tage: Triduum paschale. In den Gottesdiensten wird die Erinnerung an Jesu Leiden und Tod lebendig. Am Beginn steht ein gemeinsames Mahl. Karfreitag berichtet vom Sterben Jesu. In der Nacht zum Ostermorgen erklingt dann das Osterlob. Der Tod hat nicht das letzte Wort. In Leipzig gibt es viele Orte, an denen der Weg von Kreuz zu Auferstehung mitgegangen werden kann.

Kurioses und Informatives: Das Bibelmobil auf der Leipziger Buchmesse. Foto:Ernst-Ulrich Kneitschel
·Leben·Gesellschaft

Die Bibel auf der Leipziger Buchmesse

Die kleinste Bibel ist nur unter einem Mikroskop lesbar. Leichter ist die Lektüre in den vielfältigen Übersetzungen und in normaler Größe. Ein doppelstöckiger Bus rückt das Buch, in dem sich vielfältige Erfahrungen spiegeln und das viele Kulturen geprägt hat, in den Fokus. Der Bibelbus ist eine ökumenische Aktion. Tontäfelchen, echtes Papyrus, ein ägyptisches Notebook, über 40 fremdsprachige Bibelausgaben und vieles mehr erwarten den Besucher.

Papst Franziskus: Auferstehung für unsere Herzen. Foto: Ralf Julke
·Bildung·Bücher

Ein Papst liest den “Christen ohne Erinnerung” die Leviten

Wahrscheinlich wird Papst Franziskus als der große Mahner in die Geschichte eingehen, als der Papst, der seinen (katholischen) Schäfchen unentwegt predigte, sie sollten sich doch bitte wie Christen verhalten. Nicht diese Scheinheiligen sein, die sich das christliche Mäntelchen überhelfen und sich trotzdem wie Wölfe und Schakale benehmen.

Wasser und Knäckebrot. Foto: Ernst-Ulrich Kneitschel
·Leben·Gesellschaft

Neue Perspektiven durch Fasten entdecken

Noch bis Ostern feiern Christen die vierzigtägige vorösterliche Bußzeit. Eigentlich sind es 46 Tage, doch die Sonntage zählen nicht mit. Fasten kommt in vielen Religionen vor. Besonders bekannt ist der islamische Ramadan. 2015 ist der vom 18. Juni bis 17. Juli. Doch auch ohne religiöse Vorstellung ist der Begriff für viele davon geprägt, dass Menschen auf etwas verzichten, was ihnen - sonst - wertvoll ist. Wozu aber soll es gut sein, sich selbst zu quälen ?

Feuer, ein altes Symbol für das Göttliche. Foto: Ernst-Ulrich Kneitschel
·Leben·Gesellschaft

Was glauben die denn? Mehr als ein Spiel von Molekülen am Rande des Nichts

Für die meisten Leipziger spielen Religion und Glaube im Alltag keine bestimmende Rolle. Katholikentag, Reformationsjubiläum und die jüngsten Debatten um den Islam sorgen jedoch dafür, dass Glaube zum öffentlichen Thema wird. Das ist Grund genug, in Leipzig jene aufzusuchen, die an Gott oder etwas Göttliches glauben, und die Frage zu stellen: "Was glauben die denn?" - eine Reihe zum vielfältigen religiösen Leben in Leipzig.

Blick in den künftigen Aula-Bereich des Paulinums während der Bauphase. Foto: Ralf Julke
·Leben·Gesellschaft

Kommentar: Macht die Kanzel das Paulinum christlich?

Während der Altar bereits seinen Platz im Paulinum gefunden hat, gibt es um die Kanzel noch Diskussionsbedarf. Das zeigt der Kommentar einer Bürgerinitiative, der vor wenigen Tagen in der L-IZ veröffentlicht wurde. Hinter der Auseinandersetzung um die Kanzel steht die Frage, ob und wie stark der christliche Einfluss auf die Universität sein darf. Gehören zwar Christen zu den Studenten, aber die christlichen Kirchen nicht zur Universität?

Melder zu Christentum

Das Projekt „LZ TV“ (LZ Television) der LZ Medien GmbH wird gefördert durch die Sächsische Landesanstalt für privaten Rundfunk und neue Medien. Diese Maßnahme wird mitfinanziert durch Steuermittel auf Grundlage des vom Sächsischen Landtag beschlossenen Haushaltes.

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