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Feier eröffnet Interkulturelle Wochen 2015 in Leipzig

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    Die interkulturellen Wochen haben begonnen. In etwa 140 Veranstaltungen wird die kulturelle Vielfalt der Stadt sichtbar. Zur Eröffnung fand am Sonntag im Neuen Rathaus eine Interreligiöse Feier statt, erstmals dabei: die Sikh-Gemeinde. Den Anfang machte die Bahá'í-Gemeinde. Muslimische Vertreter kamen von der Takva-Moschee und DITIB. Die Katholiken steuerten Bach bei, die Evangelischen antworteten katholisch. Rabbiner Zsolt Balla spielte Gitarre.

    Die Sächsische Integrationsministerin Petra Köpping brachte das Anliegen der Interkulturellen Wochen auf den Punkt: „Menschen, die sich begegnen, bauen Vorurteile ab.“ Bei der interreligiösen Feier begegnen sich Menschen mit unterschiedlichen religiösen Überzeugungen. Den Anfang machten die Bahá‘í. Nach ihrer Überzeugung gibt es eine spirituelle Verbindung zwischen den großen Weltreligionen. Ihre eigenen heiligen Texte unterstreichen das: „Gib, dass die Religionen in Einklang kommen und einige die Völker, auf dass sie einander ansehen wie eine Familie und die ganze Erde wie ein Heim.“ Eine Lesung mit Musikbegleitung trug der Leipziger Krishna-Tempel bei. Der Text aus „Die Schönheit des Selbst“ von Sira Prabhupada erzählte vom Kreislauf des Lebens und der Illusion des Sterbens.

    Zwei christliche Gemeinden hatten einen Beitrag in die Feier eingebracht. Die katholische Gemeinde St. Laurentius in Reudnitz spielte Bach – eigentlich ja ein evangelischer Komponist. Doch inzwischen pflegen beide Kirchen in vielen Bereichen Gütergemeinschaft. Und so antwortete Pfarrerin Taddiken von der Thomaskirchgemeinde mit einem Text aus Jesus Sirach. Das biblische Buch fehlt in evangelischen Bibeln, bedauerte die Pfarrerin. Der gewählte Text ruft dazu auf, für die Wahrheit einzustehen. Wichtige Botschaft: Die Bereitschaft, für die erkannte Wahrheit einzustehen und die Begegnung mit anderen ohne Vorurteile gehören zusammen.

    Christlich-muslimische Erstbegegnung in Abessinien. Foto: Ernst-Ulrich Kneitschel
    Christlich-muslimische Erstbegegnung in Abessinien. Foto: Ernst-Ulrich Kneitschel

    Dazu passte dann auch die verlesene Sure aus dem Koran: „Manche Mutmaßung ist Sünde. Spioniert nicht und führt nicht üble Nachrede übereinander.“ Zwei Moscheegemeinden waren an der Feierstunde beteiligt. Die Theatergruppe der Takva-Moschee spielte das Stück „Die Flucht nach Abessinien“. Nach der Überlieferung soll es in Abessinien zur ersten Begegnung von Muslimen und Christen gekommen sein. Der christliche König habe erkannt, dass „der Koran und die Offenbarung Jesu aus derselben Quelle kämen und gewährte den Muslimen solange es nötig war, Asyl.“ Iman Yücel von der türkischen Moscheegemeinde rezitierte eine Sure aus dem Koran.

    Eine Kindergruppe der Sikh-Gemeinschaft brachte Texte aus dem Heiligen Buch der Religion zum Klingen: „Gott erschuf das Licht, von dem alle Wesen geboren worden sind. Und von diesem Licht das Universum; also wer ist gut und wer ist schlecht?“ Den Abschluss bildete die Israelitische Religionsgemeinde. Nach einer Seniorentanzgruppe trug Rabbiner Zsolt Balla ein Gitarrenstück vor. Kulinarische Köstlichkeiten der Religionen verführten anschließend zum Verweilen und zum vertiefenden Gespräch über die gehörten Texte und Lieder.

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