Der Crash ist die Lösung (1): Der Weg in die nächste Finanzkatastrophe

Warum das heutige Finanzsystem keinen anderen Weg kennt, als den Weg in die nächste Finanzkatastrophe. Es braut sich was zusammen. Das, was aktuell an Griechenland durchexerziert wird, ist nur die Ouvertüre. Auch wenn die ganze Show, die da von Troika und deutschem Finanzminister inszeniert wird, so aussieht, als würden die Herren im teuren Anzug aus lauter Solidarität Griechenland den Hintern retten. Und Europa gleich mit. Tatsächlich retten sie nur einer Macht den goldenen Hintern: den Großbanken. Mal wieder. Oder immer noch.

Denn sie wissen alle, dass eine Griechenland-Pleite Folgen hätte, die sich Max Mustermann nicht wirklich ausmalen kann. Und vor allem: Sie haben keine Rezepte für den Fall, dass es passiert, dass Griechenland sein Schuldenproblem einfach durch eine große Pleite, einen Austritt aus dem Euro (Grexit) und die Einführung einer eigenen Währung löst. Dann können noch ein paar Insolvenzverwalter hinfahren und versuchen, einen Teil der alten Schulden einzutreiben. Aber das wäre der deutlichste und wirkungsvollste Schuldenschnitt, von dem ja gerne so herrlich erzählt wird. Dabei stecken die meisten anderen europäischen Länder viel tiefer in den seit 2008 gewaltig angeschwollenen Schuldenbergen als Griechenland.

Die Fehler wurden allesamt 2007/2008 gemacht, stellen die beiden Schwaben (und sie bekennen sich dazu) und Wirtschaftsanalysten Matthias Weik und Marc Friedrich in ihrem Buch „Der Crash ist die Lösung“ fest. Das Buch erschien 2014, Redaktionsschluss März 2014. Aber an der brisanten Lage hat sich ja nichts geändert, auch wenn seitdem scheinbar alle Welt nur über Griechenland redet, das seit 2009 die sogenannten „Reformen“ der Troika über sich ergehen lässt, die die Wirtschaftskraft des Landes geradezu halbiert haben. Und der Schuldenberg ist weiter gewachsen. Was schwäbischen Hausfrauen und Betriebswirten ja eigentlich klar ist: Wenn Unternehmen keine Kredite mehr kriegen, Aufträge auch vom Land storniert werden, der Staat selbst zehntausende Angestellte entlässt, dafür die Abgaben hochschraubt für all die Leute, die auf einmal keine Arbeit (oft auch keine Rente und kein Arbeitslosengeld) mehr haben, dann kann das nicht funktionieren. Das nennt sich zwar im schönen IWF-Deutsch „Schocktherapie“, deren zentrales Ziel auch gleich noch die Privatisierung der meisten staatlichen Unternehmen ist (Flughäfen zum Beispiel und Häfen), aber es ist eine Therapie, die den Organismus Wirtschaft demoliert, den Staat sowieso. Aber sie schafft die Ursachen nicht aus der Welt: die völlig unregulierten Banken, die vor 2007 (und seither schon wieder) die gewaltigen Finanzblasen erst geschaffen haben, die 2007/2008 auch in Griechenland durch den griechischen Staat „gerettet“ wurden.

Und in Griechenland war die Politik genauso machtlos, den zu wilden Zockerbuden entarteten Banken neue Regularien aufzuerlegen wie im Rest der Welt. Das Stichwort lautete nicht nur in Deutschland „systemrelevant“. Vor dem Zusammenbruch dieser mit gigantischen Bilanzen aufgeblasenen Banken hatten sie alle Angst. Nur in den USA wagte man eine dieser Riesenbanken – Lehmann Brothers – pleite gehen zu lassen. Dafür hat der Rest der Branche einfach weitergemacht wie zuvor. Ihre Bilanzen sind noch viel mehr aufgebläht als 2008. Die Boni der Chefbanker sind geradezu ins Astronomische gestiegen.

Irgendwann knallt es. Irgendwo.

Ein Bild, das deutlicher macht, wer da eigentlich wen rettet, wenn es um Griechenland geht: Screenshot von faz.net am 20. Februar 2015. Screenshot: L-IZ

Screenshot: L-IZ

Matthias Weik und Marc Friedrich aber belassen es nicht bei der Feststellung, die ja schon bedrohlich genug klingt. Denn wenn die nächste Blase kommt (und es ist eigentlich egal, wo sie diesmal zuerst platzt – auf dem überhitzten Immobilienmarkt Chinas, in London oder den USA), dann hat kein einziger Staat mehr die finanzielle Kraft, auch nur eine dieser Banken zu retten.

Die beiden Autoren bekennen sich dazu, nicht im hochgestochenen Kauderwelsch der Wirtschaftswissenschaften zu schreiben, sondern so, „wie ihnen der Schnabel gewachsen“ ist. Sie nennen die Dinge beim Namen. Und sie malen ein sehr deutliches Bild. Nicht nur sprachlich, auch mit eindrucksvollen Grafiken von querschuesse.de, die zeigen, wie die Bilanzsummen der Banken und der Zentralbanken seit 2008 geradezu ins Unermessliche gewachsen sind. Unter anderem. Der Band ist gespickt mit solchen Kurven, die zum Teil geradezu von faszinierender Schönheit sind. Von beängstigender Schönheit sowieso, denn diese Kurvenverläufe versprechen nur eines: Irgendwann knallt es. Da muss das ganze luftige Gebäude nur an einer Stelle seinen Halt verlieren.

Die Zentralbanken tauchen hier auf, weil auch sie mittlerweile zum Massenkäufer von Staatspapieren geworden sind, aber auch, weil sie den Markt seit 2008 allesamt mit Geld geschwemmt haben. Mit diesem Wundermittel – der Senkung der Leitzinsen bis fast auf Null – hat ja bekanntlich die FED in den USA begonnen, um die eigene Wirtschaft anzukurbeln, die EZB hat nachgezogen, um den europäischen Unternehmen möglichst zinsgünstig Kredit zu verschaffen.

Nur: Was nutzt das, wenn sich eine Investition in Ländern wie Griechenland, Spanien, Portugal nicht lohnt, weil die Leute kein Geld in der Tasche haben und niemand mehr neue Geschäfte wagt?

Und: Wo landet dieses ganze billige Geld, das die europäischen Banken eben nicht in Unternehmensinvestitionen stecken? Es vermehrt die wilden Heere des verzweifelt um den Erdball jagenden „Kapitals“, das nach immer neuen, renditeträchtigen Anlagen sucht. Und gekauft werden davon keine neuen Maschinen oder Produktionsstätten, sondern all die Dinge, die den „Investoren“ noch irgendwie eine verlässliche Anlage versprechen: Immobilien, Land, Rohstoffe …

Natürlich schreiben Weik und Friedrich nicht einfach: die Leute von EZB, Troika, IWF oder aus den wie blind agierenden Regierungen seien dumm oder würden gar nicht begreifen, was sie da tun. Man kann wohl annehmen, dass es ein paar gibt, die es begreifen. Dass sie aber auch nicht wirklich dazu kommen, den Sprung aus der sich immer mehr überhitzenden Maschine zu wagen, weil sie nur noch mit dem Eindämmen der schlimmsten Brände beschäftigt sind.

Dabei liegt der Fehler im System

Das ganze System muss geändert werden, wenn Wirtschaft wieder irgendeine Art von Sinn ergeben soll. Und es gibt zwei Wege, das zu tun. Der erste steht natürlich gleich im Titel: „Der Crash ist die Lösung“. Den anderen Weg, der aber tatsächlich eine reformwillige Politik braucht, heißt im Buch der beiden: „Die Wiederkehr des ehrbaren Kaufmanns“. Das Kapitel ist hübsch im Buch versteckt, auf Seite 79, nachdem die beiden Autoren erst einmal mit vielen, vielen Beispielen bildhaft gemacht haben, wie fröhlich das Zocken und Betrügen in großen, „systemrelevanten“ Banken einfach weitergeht. Das „Gelddrucken“ übrigens auch. Wohl der größte Baufehler unseres aktuellen Geldsystems, bei dem die nationalen Notenbanken ihr einstiges Monopol zur Herstellung von Geld fast völlig an die privaten Banken abgegeben haben. Die haben die Märkte längst mit Unmengen von virtuellem Geld geflutet, das keinerlei reale Deckung mehr in der hiesigen Welt hat.

Das – und nichts anderes – ist der Grund für die immer neuen Finanzblasen, die in den letzten Jahren eine nach der anderen geplatzt sind und die Staaten zu immer neuen Feuerwehraktionen gezwungen haben.

Und die kleine, aber einleuchtende Mahnung auch an die Sparer in Deutschland heißt schon auf dieser Seite 79 (wenn man denn das Buch nicht vorher schon erschrocken beiseite gelegt hat): Es gibt keinen sicheren Ort für das eigene Vermögen. Nur eine falsche Entscheidung, ein kleiner Zündfunke irgendwo im überhitzten System macht die Guthaben aller, die ihr Leben lang fleißig gearbeitet, verzichtet und gespart haben, zur Verfügungsmasse der „Retter“. Denn wie rettet man große Banken und Staatshaushalte? – Immer mit dem Geld der kleinen Leute. Das war in der Geschichte noch nie anders.

An der Stelle machen wir morgen weiter.

Und als Tipp für alle, die die beiden Autoren auch mal live erleben wollen:

Am Mittwoch, 25. Februar, sind Matthias Weik und Marc Friedrich mit ihrem Bestseller um 19 Uhr zu Gast in der Bahnhofsbuchhandlung Ludwig im Hauptbahnhof Leipzig.

Bestellen Sie versandkostenfrei in Lehmanns Buchshop: Matthias Weik & Marc Friedrich „Der Crash ist die Lösung„, Eichborn Verlag 2014, Köln, 19,99 Euro

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