Wer hat den smarten Leipziger Star der Psychologen-Szene umgebracht?

Andreas Stammkötter gehört nun schon seit einer Weile zum harten Kern der Leipziger Krimi-Autoren. Sein Ermittlerduo Kroll und Wiggins arbeitet effektiv, hat sogar einen guten Draht zum Staatsanwalt, was ja bekanntlich bei anderen Leipziger Krimi-Ermittlern nicht so ist. Trotzdem wird auch bei ihm eifrig gestöhnt über Überstunden, Wochenenden im Dienst und die Unart von Mördern, sich nicht an Arbeitszeiten zu halten.

Diesmal passiert es sogar in der Neujahrsnacht, womit dann auch die geplante schöne erste Nacht für Kommissar Kroll und seine Freundin dran glauben muss. Und natürlich das Opfer, ein weltberühmter Leipziger Psychoanalytiker, der sich augenscheinlich lieb Kind gemacht hat mit einigen seltsamen psychologischen Ansichten. Nicht nur mit der seltsamen These, die er seinem alten Professorenkollegen Schneeweiß offeriert, mit der er glaubt, die alte Freud’sche Theorie vom Liebes- und vom Todestrieb belegen zu können. Psychoanalyse ist ein heikles Ding, erst recht, wenn sie zum Tummelplatz eitler Selbstdarsteller wird, wie es dieser vielgefragte Prof. Kramer ist. Dass das schief gehen muss, ahnt der Leser schon, wenn er den arroganten Macho im ersten Dialog im Buch seinen älteren Kollegen auffordern hört, Partner eines Experiments zu werden, bei dem er eine junge Frau vom Nachbartisch zum Objekt der Manipulation machen will – erst mal den Liebestrieb schüren, dann Vollbremsung und sehen, ob die Gedisste auch so reagiert, wie erwartet.

Manipulation vom Feinsten

Scheinbar eine ungewöhnliche Experimentalanordnung auch für einen Krimi. Aber je länger man den gut verdienenden Professor bei seiner Tour auch durch das begleitet, was man in Leipzig so High Society nennen könnte, umso bekannter kommt einem diese Verhaltensweise vor. Sie sind keine Rarität, diese Männer, die Geld und Renommé ausnutzen, um Frauen zu ködern und am Ende zu behandeln wie Gebrauchsgegenstände.

Dass der eiskalte Psychologe dann auch noch eine Frau verführt, von der er weiß, dass sie genug mit ihren zurückliegenden Erfahrungen zu tun hat, macht die Sache nicht besser.

Die Frage, die Kroll und Kollegen dann in den frühen Januartagen aber lösen müssen, ist: Wer hat den gefühllosen Macho mitten in der Silvesterböllerei umgenietet? Und warum? Denn Gründe haben augenscheinlich eine Menge Leute, auch viele Angehörige von Opfern, die vor Gericht miterlebten, wie der geschmeidige Jungstar der Psychologenszene mit Finesse Täter und Schuldige (nicht überraschenderweise alles Männer) geradezu schuldunfähig oder gänzlich zu jeder bösen Tat unfähig erklärte. Ein Thema, das ja bekanntlich auch deutsche Medien immer wieder aufregt, wenn Gerichtsgutachten dafür sorgen, dass Schuldige Strafmilderung oder gar Straferlass bekommen, weil das Gutachten die Verantwortung für ihre Taten abschwächte.

Das trug auch diesem so gern mit Menschen experimentierenden Prof. Kramer einige Drohungen ein

In flottem Wechsel blendet Stammkötter sich durch die Geschichte, erzählt, wie Kramers „Experiment“ mit der schönen Grundschullehrerin Cori sich im Sommer entwickelte und zum Höhepunkt im Herbst reifte, bevor der Forscher fand, das „Experiment“ beenden zu müssen, und zeigt dann wieder Kroll, Wiggins und die schnell aufgestellte Soko (für Promis geht das zumindest im Krimi immer ganz fix) sich durch den Fall arbeiten und schnell auch ein kleines Grüppchen Verdächtiger beisammen haben, manchmal auch, wie sie auf Abwege geraten, Spuren übersehen (und durch eine toughe junge Ermittlerin doch wieder auf die richtige Spur gestoßen werden), ab und zu ein Bierchen trinken (während Prof. Kramer augenscheinlich die teuren Weinflaschen leer soff in einem Tempo, das andere Leute zu Alkoholikern machen würde).

Manchmal knirscht es in der Konstruktion

Vielleicht hat der Verlag doch ein bisschen zu sehr auf den Abgabetermin gedrängt. Denn am Ende sorgt ausgerechnet eine Jacke, die der alte Professorenkollege Schneeweiß im November bei einer der Verdächtigen vergessen hat, dafür, dass Wiggins dem Prof. auf die Schliche kommt, obwohl er die Jacke nie vorher gesehen haben kann.

Logik ist schon eine verflixte Untugend, die sich aber irgendwie beim Krimilesen von selbst herausbildet. Wer keine Rätsel mag, liest keine Krimis. Sie leben davon, dass Ermittler und Leser beide denselben jagen. Wenn der Autor dabei trickst, fällt es auf.

Gerade weil Kroll der Typ Ermittler ist, der sich von Gefühlen nicht irritieren lässt. Wenn die Logik eines Falls nicht stimmt, kann er fuchsteufelswild werden – und auch gegen seine Kollegen zutiefst ungerecht. Was Stammkötter ja am Ende der Geschichte noch einmal deutlich macht, als sich ein Verdächtiger geradezu auf dem Präsentierteller serviert – auch noch einer, der sich gerade zu Tode gehungert und gegrämt hat. Da könnte man eigentlich die Ermittlungsakte schließen, wären da nicht ein paar Unstimmigkeiten mit den beiden Waffen, die in der Silvesternacht zum Einsatz kamen. Was dann ausgerechnet jener Person auf die Füße fällt, die den beiden Ermittlern vorher schon klar gemacht hat, was sie von Polizisten hält.

Womit sie übrigens nicht die Einzige war. Immerhin stehen Ermittler immer mitten im Konfliktfeld, erst recht, wenn Männer wie Prof. Kramer ihre Eloquenz dazu benutzen, Schuldigen vor Gericht eine Art Persilschein zu verschaffen, so dass auch das eh schon labile Gleichgewicht zwischen Recht und empfundenem Unrecht in Gefahr gerät. Es wäre ja nicht der erste Krimi, in dem ein Rächer der Gerechtigkeit auf eigene Faust los zieht, sich Genugtuung zu verschaffen.

Und der Leser ist wirklich nicht der Einzige, der diese Gefühle nachvollziehen kann

Fast könnte man meinen, Stammkötter hätte sich hier seinen eigenen Frust auf die gelackten und gewienerten Gewinnertypen der heutigen Karriereleitern mal von der Seele schreiben wollen. Dass er dabei auch noch einen weithin berühmten Sportreporter einer berühmten Leipziger Tageszeitung auftreten lässt (obwohl der zu den Ermittlungen eigentlich nichts Relevantes beizutragen hat), wirkt streckenweise mal wie eine Bauchmiezelei für den Promi-Liebling, manchmal auch wie eine liebevolle Karikatur eines aufgeblasenen Kolumnisten, der sich für allwissend hält. Das bleibt dann aber am Ende recht unentschieden. Sollte es tatsächlich Ermittler wie Kroll und Wiggins bei der Leipziger Polizei geben, die derart auf Schmusekurs mit einem Leipziger Super-Journalisten sind, dürften ihre Ermittlungsergebnisse entsprechend schlecht ausfallen. Aber man kann es ja auch so sehen: Wenn es mit Prof. Kramer schon einen abgrundtief schwarzen Teufel in so einem Buch gibt (und mit Cori den verführten Engel), dann darf es auch ruhig auch einen blonden Teufel geben, der sich im Höllenfeuer der VIP-Lounges wie zu Hause fühlt.

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