Das Doppeldorf Großzschocher-Windorf auf seiner Reise durch 800 Jahre greifbarer Geschichte

Großzschocher-Windorf, das ist ein Doppeldorf, in dem man sehr genau weiß, dass man zwischen Baum und Borke lebt. 2017 feiert der 1922 nach Leipzig eingemeindete Ortsteil den 800. Jahrestag der Ersterwähnung, der gleichzeitig auch Kirchweihfest ist, weil der Name in einer Urkunde zuerst auftaucht, in der das Patronat über die Kirche dem Thomaskloster in Leipzig übertragen wird. Quasi ein altes Dorf für ein neues Kloster.

Denn das Thomaskloster – 1212 von Markgraf Dietrich gegründet – ging gerade an den Start. Das kleine Dorf Czocher, das obere in diesem Fall, hatte aber schon ein paar Jahrhunderte als slawische Siedlung auf dem Buckel. Günstig lag es auch noch, direkt an einer für den Handelsplatz Leipzig wichtigen Straße. Hier kabbelten sich jahrhundertelang die wettinischen Markgrafen mit den Merseburger Bischöfen um die Vorherrschaft. Der Riss ging mitten durch den Ort und bescherte unterschiedliche Lehnsherrschaften – aber auch doppelt so viele Gasthöfe mit Braurecht.

Eine Brauereistraße erinnert heute noch daran, dass einst die berühmteste Leipziger Brauerei eine ihrer Wurzeln hier hatte. Wie facettenreich und spannend die Geschichte des Ortes ist, hat ja die Interessengemeinschaft Chronik Großzschocher-Windorf seit 2004 gezeigt – in einer ganzen Serie großformatiger und bilderreicher Bände, die allesamt gekauft wurden wie andernorts heiße Semmeln. Die Zschocherschen zeigten auf bis heute einzigartige Weise, wie viel Neugier tatsächlich in so einem Ortsteil steckt. Was ja stets der Spagat ist, mit dem der Pro Leipzig e.V., der all diese Bände herausgab, bis heue lebt.

Denn man kann zwar viel Fleiß in eine akribische Erforschung der Stadtteilgeschichte stecken – aber was nutzt es, wenn es niemanden interessiert? Im Jahr 2016 steht die Frage ganz anders. Eher fehlt es an emsigen (Hobby-)Historikern in anderen Ortsteilen, die das Material liefern können für die Bücher, die sich dann, wenn sie da sind, erstaunlich schnell verkaufen. Nicht nur, weil es in DDR-Zeiten so gut wie keine Publikationen auf Stadtteilebene gab, sondern weil sich selbst die so mobilen Bewohner der Großstadt Leipzig dafür interessieren, welche Geschichte der Ort hat, in dem sie wohnen. Auf Makro-Ebene, wofür die großen Stadtgeschichten Futter bieten. Und auf Mikro-Ebene. Man wohnt eben nicht einfach in irgendeiner Straße, sondern identifiziert sich mit dem Ortsteil. Wenn man schon länger da wohnt, sowieso. Dann ist ja auch die eigene Lebensgeschichte eng verbunden mit Schule und Sportverein, dem großen Betrieb, in dem man gearbeitet hat, der Schwimmhalle, wo man das Schwimmen lernte, den beliebten Gaststätten, der Kirche und den Abenteuerplätzen der Kindheit.

In manchem Haushalt finden sich große Sammlungen an Postkarten mit alten Ortsansichten, Fotografien und Berge von Erinnerungsstücken aus Opas und Omas Buffet. Und Manches davon ist im Lauf der Zeit in Werner Frankes „Heimatblick“ gewandert, das kleine Ortsteilmuseum, das der Hobby-Historiker auf dem eigenen Anwesen schuf, nachdem er 1993 auf dem Dachboden Berge von Erinnerungen an den Ortsteil, den kleinen Gutshof und die einstige Bäckerei Franke fand. Heute ist der Gutshof eine Herberge, aber er erinnert auch daran, dass Großzschocher bis vor 140 Jahren wirklich ein Dorf war – mit echten Nachbarn, wie damals eigenständige Bauern hießen, und zwei großen Rittergütern.

Aber wie das so ist, wenn man versucht, einen solchen Ortsteil in 220 Stichwörtern in einem Lexikon greifbar zu machen: Man beschreibt am Ende ein Dorf im Umbruch – mit all den Konflikten, die es auch damals schon gab, beginnend mit der Entstehung der ersten großen Unternehmen auf Zschocherscher Flur, dem Vordringen des (Leipziger) Wohnungsbaus mitten hinein in die alten dörflichen Strukturen, dem Aufkommen der Sozialdemokratie – und später gar der Kommunisten. Worüber sich so mancher Pfarrer ärgerte. Aber was hilft alles ärgern, wenn ein Ort sich derart verändert? Erst kommt eine Bahnstation und macht die Bauernfelder erst recht attraktiv für große Unternehmen, die Schule platzt aus allen Nähten und eine neue, größere muss gebaut werden. Dann kommt auch noch die Straßenbahn, was vor allem Wirte und Gasthofbetreiber freut. Und der Hausbau frisst Ziegel, also wird die Elsteraue von Ziegelbrennereien besetzt und ein Meer von Lehmgruben entsteht. Einige haben sich heute in idyllische Parkteiche verwandelt.

Das ist das Überraschende an solchen Lexika: Sie bringen Dinge zusammen, die sonst meist schön für sich erzählt wurden. Auf einmal merkt man: In Großzschocher-Windorf war eigentlich so ab 1870 keine Ruhe mehr. Der Ort war von der großen Fabrik Leipzig schon berührt, erfasst und durchwachsen. Ein Wasserturm und ein Postamt entstanden, die erste Sparkasse gründeten die Zschocherschen selbst, genauso wie die erste Kinderbewahranstalt und das erste Flussbad am Elstermühlgraben, der damals noch groß und mächtig an der Zickmantelschen Mühle vorbeifloss. Heute ist er ein Rinnsal. Und man merkt: Selbst dieses Doppeldorf im Südwesten wurde vom Braunkohletagebau berührt, von diversen Elsterhochwassern ebenfalls. So haben sich die Hochwasser von 1954 und 1961 in die Ortsgeschichte genauso eingeschrieben wie die Schlacht am Elsterhochflutbett 2013, als tagelang die Hubschrauber über dem Ort kreisten, die die Sandsäcke zum Deich brachten.

Da die Ortschronisten fleißig waren, können sie längst zeigen, was alles in diesem scheinbar so abgeschiedenen Ortsteil passierte in all der Zeit: Mal zündeten die Schweden den Ort an, mal sorgte die Rettung Theodor Körners für Erinnerungen, mal zerstörten Bomben Teile des Ortes und vor allem der hier ansässigen Rüstungsbetriebe, dann wieder erzählen alte Aquarelle von einem Kapitel, das die Nazis gern aus dem Ortsbild retuschiert hätten: der Vielzahl von Zwangsarbeiterlagern. Selbst der Kapp-Putsch spielt in der Ortsteilgeschichte eine Rolle, genauso wie die Bodenreform und die Sprengung des Schlosses. Das 20. Jahrhundert ist auch eines der Verluste – nicht nur das Schloss, auch der legendäre Gasthof zum Trompeter verschwanden. So verliert ein Ort auch sein Gesicht – und muss sich ein Neues erfinden. Was nicht so ganz einfach ist, wenn sich Altes und Neues derart mischen. Denn irgendwann um 1920 kam die Verstädterung des Ortes zum Erliegen, so dass sich auch noch eindrucksvolle Teile des alten Dorfes erhalten haben. Liebevoll saniert nach 1990. Man merkt schon, dass Geschichte auch immer eine Renovierung des Bestehenden ist, ein Wiederanknüpfen und – in völlig neuer Form – fortführen. Denn was es heute noch und wieder an Handwerk, Handel und Industrie gibt, findet sich ebenfalls unter zahlreichen Stichworten gewürdigt. Manches auch freundlich als Lob verpackt, denn die Gewerbetreibenden vor Ort haben die Publikation wieder tatkräftig unterstützt. Man ahnt, wie eng hier noch die Beziehungen sind. Man lebt zwar zwischen Baum und Borke, bekommt viele Veränderungen ab, die im großen Leipzig ausgelöst werden, findet aber trotzdem noch beinah dörfliche Strukturen, in denen man sich kennt.

Der Ort ist etwas Gemeinsames. Man teilt 800 Jahre Geschichte, auch wenn es für die meisten Zschocherschen eher die vergangenen 100, 50 oder 25 Jahre sind. Womit Großzschocher-Windorf ziemlich eindrucksvoll zeigt, wie eine nahende Großstadt ein Dorf verändert. Der Übergang ist eindrucksvoll zu besichtigen. Samt dem Eindruck der Bilder aus späten DDR-Zeiten, die den Eindruck erwecken, dass man damals mächtig gewaltig auf dem absteigenden Ast war. Was sich gerade in den letzten zehn Jahren deutlich geändert hat. Und dann stolpert man über den kleinen Beitrag zur Straßenbahn und hat so das leise Gefühl: Da war man in Leipzig schon mal weiter. Zeitweilig fuhren drei verschiedene Linien nach Großzschocher. Man konnte ohne Umsteigen nach Mockau fahren, nach Eutritzsch und sogar nach Connewitz. Lauter Verbindungen, die man heute schmerzlich vermisst.

Manchmal muten solche alten Kamellen an, als stecke in ihnen ein Keim für die mögliche Zukunft. Eins weiß man jedenfalls nach Durchblättern des kleinen Lexikons: Nichts bleibt jemals wie es mal war. Aber gerade dadurch wird ein Ort erst erkennbar und unverwechselbar. Es braucht dann nur noch eine emsige Mannschaft fleißiger Autoren, die das alles mal erkunden und aufschreiben. Und dann wird ein Stadtteillexikon draus – das dritte mittlerweile nach dem für Stötteritz und dem für die Südvorstadt.

Michael Liebmann (Hrsg.) „Großzschocher-Windorf. Ein Leipziger Stadtteillexikon“, Pro Leipzig, Leipzig 2016, 17 Euro

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StadtteillexikonGroßzschocher-Windorf
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