Die „Leipziger Zeitung“ Nr. 40 ist da

Die berechtigte Frage: Wem gehört denn eigentlich diese verflixte Stadt?

Für alle LeserWem gehört die Stadt? Das ist im Grunde das große Thema, das sich jetzt in Leipzig auf die Tagesordnung drängelt. Jetzt, wo es enger wird in der Stadt und immer mehr kreative Projekte, die in den letzten Jahren Leipzig als experimentelle Probiermeile auszeichneten, unter Druck geraten. „Kommerz frisst Kultur“ steht diesmal riesengroß auf Seite 1 der „Leipziger Zeitung“ zu lesen.

Es ist zwar nur ein Plakat von der jüngsten Westwerk-Demo. Aber es bringt auf den Punkt, was gerade junge, kreative Leute in dieser Zeit erleben und empfinden. Die Vorgänge ums Westwerk bringen ja nur in den Fokus, was passiert, wenn die Zeit der provisorischen Arrangements endet und die Eigentümer mal ein bisschen Geld verdienen wollen mit der wertvollen Fläche.

Dass es sich derzeit auf Plagwitz fokussiert, ist kein Zufall, sondern nur fällig. In anderen Stadtteilen kommt das noch. Oder ist der Prozess der stillen Gentrifizierung schon durch? Durchmarschiert. Ohne großes Klagen, weil für die kreativen Pioniere noch genug Platz war in neuen Landschaften, die für das Ungewöhnliche, Experimentierfreudige noch jede Menge Raum boten.

Kann man „Den Kuchen essen. Und behalten“, fragt Michael Freitag gleich mal zum Einstieg in die neue „Leipziger Zeitung“, die ab Freitag am Kiosk liegt. Oder im Briefkasten steckt.

Und natürlich versucht die LZ ein wenig auszuloten, was da vor sich geht. Immerhin ist Plagwitz ganz und gar nicht neu als Tummelplatz der Investoren. Die CG Gruppe entwickelt hier schon seit zehn Jahren alte Industrieareale zu neuen Gewerbeflächen, auf denen auch Kunst, Kultur und Freizeit ihren Platz finden. Erst jetzt wird so langsam sichtbar, wie viel Platz das alte Industrieviertel Plagwitz für neue Ideen bietet. Und wie viele Firmen tatsächlich solchen Platz suchen – mal räumlich kreativ, mal standardmäßig mit Büro und Parkhaus.

Was spürbar fehlt, ist die gestaltende Hand der Stadt. Als fehle ihr die Kraft, sich wirklich ums Ganzheitliche zu kümmern.

Die Leipziger merken es schon beim Wohnungsbau. Und fühlen sich – wie bislang preiswert wohnende Südvorstädter – von  ersten Sanierungsansagen in LWB-Häusern unter Druck gebracht. Was tun? Wie umgehen mit einer Lage, in der die steigenden Neumieten mit dem üblichen Einkommensniveau in Leipzig nicht konform gehen?

René Loch und Alexander Böhm bereiten das Thema Entmietung in einem großen Beitrag „Bleiben und Gehen“ auf. Denn bleiben muss man sich leisten können in Leipzig.

Manche genießen es sogar, weil ihr Ortsteil von einer erstaunlichen Kontinuität geprägt ist, die sich mit Veränderung und Engagement sehr gut verträgt.

Deswegen diesmal: „Das Beste an Großzschocher-Windorf“.

LZ-Leser bleiben in Bewegung und werden natürlich zur richtigen Stadterkundung eingeladen. Diesmal noch ein zweites Mal mit Adam Friedrich Oeser, dem Maler, der Goethe das Zeichnen beibrachte. Diesmal geht’s dahin, wo man noch echte Oeser besichtigen kann: nach Gohlis.

Das Titelblatt der LEIPZIGER ZEITUNG Ausgabe 40 im Februar 2017. Screen LZ

Das Titelblatt der LEIPZIGER ZEITUNG Ausgabe 40 im Februar 2017. Screen LZ

Womit wir beim Geld wären. Denn in diesem Monat hat der Leipziger Stadtrat ja den größten Etat der jüngeren Leipziger Geschichte beschlossen, zwei Haushaltsjahrgänge, insgesamt 3,5 Milliarden Euro, in die sogar noch einige Dutzend kleiner, aber wichtiger Anträge der Ratsfraktionen hineingepasst haben. Das Ding nimmt die LZ auf zwei Seiten unter die Lupe. Und so nebenbei gibt es auch schon die erste kleine Frage: Wird Finanzbürgermeister Torsten Bonew es schaffen, auch die Wahl zu einer zweiten Amtszeit zu gewinnen?

Immerhin ist die Kür von Bürgermeistern in Leipzig mittlerweile wieder eine spannende Angelegenheit geworden, seit die Fraktionen das selige „Leipziger Modell“ nicht mehr als Einschlafpille benutzen.

Auch weil sich da was tut im Land. Und damit sind nicht die zornigen alten Leute auf Dresdner Straßen und in Leipziger Filterblasen gemeint, sondern die jungen, die so langsam das berechtigte Gefühl haben, dass es nicht mehr allzu gerecht zugeht im Land. Sie bekommen alle Wohltaten der letzten „Arbeitsmarktreformen“ mit der großen Kelle und machen sich zu Recht Sorgen, ob man davon noch eine Familie ernähren kann. Also wird über eine kleine neue Parteigründung mit einem zentralen Thema berichtet: Grundeinkommen.

Aber das ist nur zum Verschnaufen, denn mit Marko Hofmann geht es diesmal in den Leipziger Westen, ins arbeitsame Jahr 1891, das irgendwie verblüffend dem Jahr 2016 ähnelt mit seinen Sorgen und Kümmernissen. Die meisten Leipziger Gehwege stammen übrigens aus dieser Zeit, also wird mal ein wenig vom Leipziger Gehwegkonzept geträumt, bevor Jürgen Zielinski zu Wort kommt, der erzählt, wie man mit verdammt wenig Geld in Lindenau verdammt viel Theater auf die Beine stellt. Theater, das nicht nur die jungen und jüngsten Besucher fasziniert. Ein richtig großes Interview, das schon einmal den Vorhang öffnet für das, was es in Leipzig an kritischen Köpfen gibt.

Wer dachte, es sei in der letzen Ausgabe genug über „Bildunk“ erzählt worden, dem zeigt Jens-Uwe Joop, wie sehr falsche Bildungspolitik in Sachsen den (sozialen) Abstieg junger Leute produziert und ihre humanistische Seele verloren hat. Ein fast vergessenes Wort im Zeitalter der Diskussionsblasen: Humanismus.

Aber auch das wäre falsch, wollten wir jetzt die Schaumschläger der „Fake News“ dafür verantwortlich machen. Die Seele unserer Gesellschaft ist eine von Gier nach Geld zerfressene. Das versaut nicht nur den Charakter, das ist auch die Ursache für viele Fehlentwicklungen – bis hin in den Zirkus von heute, der der Fußball nun einmal ist. Und wenn es keine Löwen in der Arena gibt, dann wenigstens Bullen.

Aber den Rest muss jeder selbst lesen. Dazu ist eine Zeitung ja da.

Kleine Handlungsanweisung zum Lesen einer Zeitung:

1.) Nehmen Sie sich ein bisschen Zeit.

2.) Stellen Sie sich eine guten Kaffee dazu oder ein Glas Rotwein.

3.) Und dann lesen Sie sich durch.

a.) entweder systematisch von vorn nach hinten. Sie dürfen ruhig anerkennend murmeln, wenn Ihnen ein Artikel mal gefällt oder wichtig erscheint. Sie dürfen auch die Stirn runzeln und überlegenswerte Widerworte formulieren.

b.) oder Sie lesen im Hüpfverfahren: Gelesen wird, was Sie als Thema oder Überschrift anspringt. Aber tun Sie es lieber gleich. Je länger Sie warten, umso größer wird Ihr schlechtes Gewissen der ungelesenen Zeitung gegenüber.

4.) Lassen Sie sich Zeit. Sie müssen nicht gleich nach dem „Teaser“ alles eingeordnet haben. Niemand drängt sie. Manchmal kommen die schönsten Stellen erst weiter unten im Text.

5.) Genießen Sie die Querverbindungen. Viele Geschichten haben etwas miteinander zu tun.

6.) Kommen Ihnen doch Gedanken, die Sie loswerden wollen: Schreiben Sie einen Leserbrief. Dann wird er beim nächsten Mal auf der Leserbriefseite weiterdiskutiert. Sie können ihn auch per e-Mail schicken.

7.) Sie dürfen sich keinen Zwang antun. Sie müssen nicht alles lesen. Manche Texte sind wirklich so gut, dass man sie genießend lesen kann. Also genießen Sie.

8.) Und wenn Sie etliches Lesenswertes gefunden haben: Sagen Sie es weiter. Behalten Sie es nicht für sich. Denn derzeit haben lauter Leute das große Sagen, die über Dinge reden, die sie nicht kennen und über die sie nichts gelesen haben. Die Leser aber sind zu still. Mischen Sie sich ein. Und sei es nur beim Kaffeetrinken in trauter Runde. Diese Stadt braucht Leser, die wieder über das Gelesene reden.

Die neue „Leipziger Zeitung“ liegt ab Freitag, 17. Februar 2017, an allen bekannten Verkaufsstellen aus. Besonders in den Szeneläden, die an den Verkäufen direkt beteiligt werden. Also, support your local dealer. Da es vermehrt zu Ausverkäufen kam, ist natürlich auch ein LZ-Abonnement möglich, um garantiert nichts mehr zu verpassen.

In eigener Sache: Lokaler Journalismus in Leipzig sucht Unterstützer

https://www.l-iz.de/bildung/medien/2017/01/in-eigener-sache-wir-knacken-gemeinsam-die-250-kaufen-den-melder-frei-154108

Schauspiel LeipzigVerfassungsschutzGohlisLWBRB LeipzigPlagwitzLindenauLeipziger ZeitungGentrifizierungTheater der Jungen Welt1. FC LokWestwerkGroßzschocher-WindorfBVB
Print Friendly, PDF & Email
Leserbrief

Hinweise zum Leserbrief: Bitte beachten Sie, dass wir einen Leserbrief nur veröffentlichen, wenn dieser nicht anonym bei uns eintrifft. Außerdem möchten wir darauf hinweisen, dass eine Teilnahme an Verlosungen des L-IZ Leserclubs mit dem Leserbrief nicht möglich ist.

Ihr Name *

Ihre E-Mail-Adresse *

Betreff

Ihre Nachricht *

Bild/Datei hochladen

Wären Sie mit der Veröffentlichung als Leserbrief einverstanden? *

 
3 Kommentare

Kommentar schreiben



Schneller informiert mit dem L-IZ-Melder
Architekturpreis der Stadt Leipzig 2017 verliehen
Tillich: Schließung von Siemens-Werk in Görlitz völlig inakzeptabel
Polizeibericht, 19. Oktober: Mobiltelefon geraubt, Radfahrerin verletzt, Motorrad angezündet
Juliane Nagel (Linke): Innenministerium brüskiert Härtefallkommission und Parlament
Leipziger Agentur RAUM ZWEI gewinnt zum zweiten Mal in Folge den German Design Award
XXI. Theodor-Litt-Symposion: „Integration und Wertebildung – Eckpfeiler der politischen Bildung“
„Neues aus Leipzig“ mit Polizeipräsident Bernd Merbitz und Sprachwissenschaftler Beat Siebenhaar
Grünau bewegt sich: Familiengesundheitstag im Allee-Center
Weitere Nachrichten:Bewegungsmelder | Wortmelder | Rückmelder | Sport | Polizei | Verkehr





Weitere aktuelle Nachrichten auf L-IZ.de

Zwischen Weiterso, Mut zum Wolf und der Frage nach der Zukunft der Demokratie
Leipziger Zeitung Nr. 48. Foto: L-IZ

Foto: L-IZ

Für alle LeserManches hat sich ja überschlagen in den letzten Tagen. Erst trat die Kultusministerin zurück, dann – nach dem Debakel zur Bundestagswahl, bei dem die sächsische CDU hinter der AfD landete – auch noch Ministerpräsident Stanislaw Tillich. Logisch, dass es beide auf die Titelseite der neuen „Leipziger Zeitung“ geschafft haben. Denn da kündigt sich was an.
Ausstellung zu Reclams Universalbibliothek wird am 26. Oktober in der Nationalbibliothek eröffnet
Anton Philipp Reclam (1807–1896) in jungen Jahren. Fotografie nach dem verschollenen Gemälde eines unbekannten Malers/einer unbekannten Malerin, um 1830. Foto: Reclam Verlag, Ditzingen

Foto: Reclam Verlag, Ditzingen

Für alle LeserDieses Jubiläum darf natürlich im Leipziger Kalender nicht fehlen: der 9. November. Der diesmal nichts mit den vielen anderen 9. Novembern zu tun hat. Aber Leser wissen es. Denn irgendwann haben sie alle mal was von der großen Geschichte des Leipziger Reclam Verlages gehört (heute Ditzingen bei Stuttgart). So richtig Furore machte der nämlich mit seiner Universalbibliothek. Startpunkt: der 9. November 1867.
Wenn Politikberichterstattung zum schrillen Entertainment geworden ist
Bernie Sanders: Unsere Revolution. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für FreikäuferEs wird zwar viel geschrieben über Fakenews in heutigen Medien. Und in Kürze besprechen wir auch mal ein kluges Buch dazu, in dem sich einer, der nicht so vergesslich ist, damit beschäftigt, wie Desinformation schon immer Teil der Medienwelt war. So brav und aufmerksam, wie sich einige klassische Medien heute geben, waren sie nicht immer. Die offene Flanke war immer die prekäre Nähe zum Zirkus.
Der Selbstbetrug zum Leipziger Freiheitsdenkmal geht weiter
Beinah hätte es hier eine Apfelbaumwiese gegeben. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserWas soll man dazu sagen? Schön gemacht, schöne Fleißarbeit? Oder ist auch die jüngste Publikation zum Leipziger Freiheits- und Einheitsdenkmal der Vorbote für das nächste Scheitern? Ich schätze: Ja. Die Stiftung Friedliche Revolution hat jetzt extra eine dicke Materialsammlung erstellen lassen, um die Diskussion zum neuen Versuch, ein Denkmal zu bauen, zu versachlichen. Sachlich geht aber anders. Aber das ist ja das alte Problem.
Sachsens Wirtschaft hat volle Auftragsbücher, kann Fachkräfte aber immer schwerer ersetzen
Geschäftsklimaentwicklung in Sachsen. Grafik: IHK zu Leipzig

Grafik: IHK zu Leipzig

Für alle LeserSachsen steckt – wie die gesamte Bundesrepublik – in einer schon erstaunlich langen stabilen Konjunkturphase. Seit 2010 entwickeln sich alle Wirtschaftsdaten nach oben: BIP, Exportvolumen, Beschäftigung. Und auch die Stimmung der Geschäftsführer klettert und klettert in immer sonnigere Höhen. Was die sächsischen IHKs jetzt im Oktober abgefragt haben, grenzt schon an ein Dauerlächeln.
Ein kleines Erweckerbüchlein für Knoblauchesser
Ute Scheffler: Knoblauch. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserÜber Knoblauch ist eigentlich fast alles gesagt. Die Knolle ist gesund und wenn man jeden Tag zwei rohe Zehen verzehrt, wird man 110 Jahre alt. Da hat man dann zwar nicht mehr viele Freunde, es sei denn, die futtern auch alle jeden Tag ihre Knoblauchzehen. Aber man ist noch da und kann die jungen Tattergreise ärgern, indem man Kamellen aus seiner Jugend erzählt. Damals, weißte noch, als ich mit Bismarck ...?
Der Stadtrat tagt: Zwölf neue Kitas für Leipzig, eine ist noch offen
Torsten Bonew. Foto: L-IZ

Foto: L-IZ

Der Stadtrat hat das von der Verwaltung vorgelegte 45-Millionen-Euro-Paket für 13 neue Kitas einstimmig beschlossen. Klärungsbedarf gibt es jedoch noch bezüglich einer Kita in Dölitz. Hier soll nun auf Vorschlag der CDU ein Alternativstandort geprüft werden.
Der Stadtrat tagt: Leises Bekenntnis zu Karl Marx
Marco Götze (Die Linke). Foto: L-IZ.de

Marco Götze (Die Linke). Foto: L-IZ.de

Nächstes Jahr im Mai hat Karl Marx seinen 200. Geburtstag. Deswegen beantragte die Fraktion „Die Linke“ unter dem Titel „Leipzig bekennt sich zum Kapital“, dass die Stadt Leipzig „einen eigenständigen Beitrag“ zum Jubiläum beiträgt. Drei Ideen liefern sie gleich mit: Gedenktafeln an Leipziger Druckereien, die am Druck seines Hauptwerks „Das Kapital“ und anderer seiner Schriften beteiligt waren. Außerdem die Benennung einer öffentlichen Einrichtung nach Karl Marx unter aktiver Einbeziehung der Bürgerschaft. Und mehr Aufmerksamkeit für das Thema „Karl Marx und Leipzig“ in der städtischen Erinnerungskultur und Außendarstellung.
Die Oktober-Stadtratssitzung im Livestream, Videomitschnitt
Der Stadtrat im Livestream. Foto: L-IZ.de

Foto: L-IZ.de

Für alle LeserIn der heutigen Sitzung werden sich die Stadträte u. a. mit dem Thema beschäftigen, ob der Stadtrat zur Klage, die die Grünen-Fraktion beim Verwaltungsgericht über die fehlende Transparenz bei vielen Vorlagen des Oberbürgermeisters eingereicht hat, beitritt. Auch ob der Radweg vor dem Hauptbahnhof optisch mit Piktogrammen markiert werden soll, wie der ÖPNV in der Leipziger Innenstadt verbessert werden kann und der Umgang mit Einwegbechern wird die Stadträte beschäftigen.
Warum Stanislaw Tillich ohne Willen und Wollen Ministerpräsident wurde und dann ratlos war
Stanislaw Tillich - hier bei einem Besuch in Leipzig. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für FreikäuferAm Ende blieb sich Stanislaw Tillich treu und bestätigte, was Sachsens Alt-Ministerpräsident Kurt Biedenkopf kurz zuvor via „Zeit“-Interview gesagt hatte: Für das Amt des Ministerpräsidenten war er eigentlich nie geeignet und vorgesehen. Er ist eher durch eine Folge etwas unberechenbarer Umstände in das Amt gekommen. Als Umweltminister hätte er Sachsen wohl eher gutgetan.
Der Stadtrat tagt: Stadtverwaltung wird die Einführung und Finanzierung eines Kulturtickets für Studenten prüfen
Gesine Märtens (Grüne). Foto: L-IZ.de

Gesine Märtens (Grüne). Foto: L-IZ.de

Für alle LeserChemnitz hat es schon, auch in Halle gibt es bereits Pläne dafür: Das Kulturticket, das Studenten den kostenlosen Zugang zu Kulturveranstaltungen ermöglicht. Auch in Leipzig wird die Einführung des Ticket schon länger diskutiert, nun wurde im Stadtrat ein Beschluss dazu gefasst: Bis Ende März 2018 prüft die Stadtverwaltung in Zusammenarbeit mit der Universität Leipzig und weiteren Hochschuleinrichtungen die Einführung und Finanzierung des Kulturtickets. Nach Auswertung der Prüfergebnisse wird dann ein Vorschlag zur Einführung des Kulturtickets vorgelegt, der gegebenenfalls auf andere Kultureinrichtungen ausgeweitet werden könnte.
Der Stadtrat tagt: Petition gegen den Roten Stern ohne Erfolg
Oberbürgermeister Burkhard Jung. Foto: L-IZ.de

Foto: L-IZ.de

Für alle LeserDer Rote Stern Leipzig ist wieder einmal aus nichtsportlichen Gründen in die Schlagzeilen geraten. Am vergangenen Wochenende kam es bei einem Auswärtsspiel zu Problemen mit Neonazis und nun musste sich der Stadtrat mit einer Petition befassen, die die Einstellung der kommunalen Fördergelder für den Fußballclub forderte.
Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich tritt zurück
Ministerpräsident Stanislaw Tillich (CDU). Foto: Laurence Chaperon

Foto: Laurence Chaperon

Für alle LeserDie Bundestagswahl hat gerade in Sachsen heftige Spuren hinterlassen. Das schlechte Ergebnis der CDU hat insbesondere Ministerpräsident Stanislaw Tillich beschädigt. Am Mittwoch, 18. Oktober, um 16.15 Uhr gab er offiziell nach neun Jahren Amtszeit den Rücktritt als Ministerpräsident bekannt. Zum 1. Dezember will er offiziell zurücktreten. CDU-Generalsekretär Michael Kretschmer schlägt er als seinen Nachfolger vor.
Der Stadtrat tagt: Implementierung einer „Dreck-weg-App“ beschlossen
Foto: L-IZ.de

Foto: L-IZ.de

Für alle LeserÜberfüllte Mülleimer, verschmutzte Parks oder ein Slalom aus Hundeexkrementen. Um solche Probleme in Zukunft schneller beseitigen zu können, soll die Möglichkeit zur Partizipation für Leipziger Bürger mit einer „Dreck-Weg-App“ erleichtert werden.
Der Stadtrat tagt: Der Kampf gegen Einwegbecher bleibt Privatsache
Grünen Stadtrat und Fraktionschef Norman Volger. Foto: L-IZ.de

Foto: L-IZ.de

Für alle LeserEs sollte der große Wurf werden, doch stattdessen bleibt es wohl dabei, dass Einweg-Kaffeebecher weiter massenhaft verteilt und entsorgt werden. Die Grünen hatten einen Antrag eingereicht, dem zufolge die Stadt gemeinsam mit Händlern ein Pfandsystem für Mehrwegbecher entwickeln sollte. Doch der Stadtrat unterstützte lediglich einen Alternativvorschlag der Verwaltung, die vage Unterstützung für Dritte in Aussicht stellt.