Jede Menge Kirchen, ein besonders kurzer Fluss, ein großer Karl und ein Friedrich, an dem man nicht vorbeigehen sollte

Es gibt Städte in Deutschland, auf die käme man nicht im Traum, wenn eine engelsgleiche Stimme fragen würde: „Und wohin fahren wir heute?“ – Paderborn gehört ganz bestimmt nicht dazu. Obwohl man hier an der Quelle ist. Zumindest, wenn man in Geschichte erfahren hat, dass deutsche Geschichte eigentlich mal mit Karl dem Großen anfing. Und den widerspenstigen Sachsen.
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Nicht zu verwechseln mit den quengeligen Obersachsen von heute, sondern mit den richtigen Sachsen, die dem eroberungssüchtigen Frankenkönig jahrelang die Stirn boten, ihm zeigten, was eine Harke ist und gerade deshalb immer wieder Ziel seiner blutigen Feldzüge wurden. Bis er sie kleingekriegt hatte und ihre Irminsul fällte. Der streitsüchtigste Stammesverband, der dem Frankenkönig die Stirn bot. Deswegen ist der Ursprung Paderborns nicht nur aufs Engste mit Karl dem Großen verbunden – er ist deshalb auch ordentlich urkundlich verbürgt samt Reichsversammlung im Jahre 777 und Gründung des Bistums Paderborn im Jahr 806. Daraus entstand dann später das Erzbistum. Und deshalb geht es auf Steffi Böttgers Rundgang durch Paderborn auch sehr kirchlich zu, steht ein dickes Diözesanmuseum mitten in der Stadt und überall begegnet man Reliquien, Bischöfen, Grüften und Kreuzgängen. Dabei ist Paderborn eigentlich keine katholische Stadt – trotz aller bischöflichen Versuche, den Protestantismus zurückzudrängen. Immerhin war Paderborn reichsunmittelbares Bistum, die Bischöfe waren reich und mächtig. Noch heute gilt das Paderborner Erzbistum als das reichste in Deutschland.

Was dann auch etliche Bauwerke in Paderborn prägte – vom Dom St. Maria, Kilian und Liborius bis hin zum etwas außerhalb gelegenen fürtstbischöflichen Schloss Neuhaus, das den Abschluss des Rundgangs bildet mit seinen drei Museen und dem Barockgarten.

Da wundert man sich schon: Man ist zwar etlichen Leuten begegnet, die irgendwie für die Paderborner Ecke recht berühmt sind, aber so richtige Berühmtheiten – Goethe zum Beispiel – haben sich nicht nach Paderborn verirrt. Schiller auch nicht. Man muss mit dem Computer-Unternehmer Nixdorf Vorlieb nehmen – was immerhin einen Besuch im Nixdorf MuseumsForum für Computer-Liebhaber ergibt. Dem Erfinder des Morphiums, Friedrich Wilhelm Adam Sertürner, und dem Mathematiker Karl Theodor Wilhelm Weißerstraß begegnet man und – da wird man schon etwas munterer – Friedrich Spee. An den erinnert ein Denkmal auf dem Kamp, ein gar nicht heroisches, sondern liebevolles. Denn Friedrich Spee, Dozent am Theodorianum in Paderborn, schrieb das große Buch gegen die Hexenverfolgungen, quasi den Anti-Hexen-Hammer. Vernunft gegen Aberglaube, rechtliche Bedenken gegen mittelalterlichen Blutdurst. 1631 erschien sein „Cautio Criminalis“. Auch wenn es noch viele Jahrzehnte brauchte, bis dem Wahnwitz blutlüsterner Inquisitoren Einhalt geboten wurde.

Aber allein, dass er es wagte, in finsterster Zeit, mit Vernunft anzuschreiben gegen den Wahn der Selbstgerechten, ist so ein Denkmal wert. Finstere Zeit? Natürlich. 1731 tobte auch in Paderborn der Dreißigjährige Krieg, 17 Mal wurde die Stadt besetzt, verwüstet, geplündert. Da möchte man kein Paderborner gewesen sein in dieser Zeit.

Und wie sich das anfühlte, das hat Friedrich Spee auch aufgeschrieben. „Man kennt ihn aber auch als Barocklyriker der ‚Trutznachtigall‘“, schreibt Steffi Böttger so leichthin in die kleine Glosse am Rand. Man kennt ihn auch …

Na holla. Der Mann gehört neben Silesius, Gryphius, Fleming und Gerhardt zu den berühmtesten und besten Dichtern dessen, was die Einsortierer so gern als deutsche Barocklyrik bezeichnen. Obwohl es – gerade vor dem Hintergrund der blutigen Kriegserlebnisse – die wohl fruchtbarste Epoche der deutschen Lyrik vor dem Sturm und Drang war. Zumindest begegnet man ihm. Allein dafür lohnt sich die Fahrt an die Pader, die auch in diesem Büchlein als kürzester aller deutschen Flüsse gefeiert wird. Was auch zu Karls des Großen Zeiten schon eine Rolle spielte. Denn der setzte seine Kirchen und Bischofssitze gern an solche Orte, wo zuvor auch die frisch besiegten Heiden ihre Kultstätten hatten. Letztere hat man zwar bei archäologischen Ausgrabungen nicht gefunden, dafür die Reste von zwei Pfalzen, die kein Mensch mehr vermutet hatte an der Stelle – die Pfalz Karls des Großen genauso wie die der Bischofs Meinwerk, auf deren Fundamenten das heutige Museum in der Kaiserpfalz gebaut wurde, das sehr trutzig aussieht. Mit Absicht. Denn tatsächlich weiß kein Mensch, wie diese Pfalzen damals tatsächlich aussahen. Und die mittelalterlichen Nachempfindungen des 19. Jahrhunderts (wie in Goslar) erzeugen wohl nur einen falschen Eindruck. Der größte Teil unserer Geschichtsbilder ist romantischer Kitsch.

Wir (re-)konstruieren uns unsere Vergangenheit immer wieder neu. Manchmal auch aus dem dringenden Bedürfnis heraus, sie nicht ganz zu verlieren. Denn auch im Zweiten Weltkrieg hat es Paderborn heftig erwischt, war die alte Stadt fast komplett zerstört. Auch hier kann man die Liebe der Bürger zu ihrer Stadt sehen und den Fleiß, das Liebgewonnene wieder aufzubauen. Da und dort schaut auch noch ein echtes Stück mittelalterlicher Stadtbefestigung aus der Erde, und immer wieder stößt man auch auf einen der Quellflüsse der Pader (es wird auch hübsch erklärt, woher das ganze Wasser kommt), fast zum Schluss auch auf eine Skulpturengruppe, die die „Paderborner Waschfrauen“ ehrt.

Das ist wohl die Stelle, an der man den Paderbornern am nächsten ist – ihre Liebe zu ihren Flüsschen und dem täglichen Fleiß. Denn auf den Wiederaufbau ihrer Stadt sind sie stolz, ohne daraus so einen Summs zu machen wie die königlich-selbstverliebten Dresdner. Sind eben noch richtige Sachsen – oder genauer: Engern, die sächsischen Stämme, die in der Mitte lebten zwischen Westfalen und Ostfalen. Es ist also irgendwie auch eine erholsame Reise – raus aus dem viel zu überstrapazierten obersächsischen Größenwahn (der irgendwie in der augusteischen Vergangenheit feststeckt), in eine Stadt, in der die Kirchtürme das Stolzeste sind und ein gewisser Athanasius Kirchner (Zeitgenosse und Kollege von Friedrich Spee) dem Erreger der Pest auf der Spur war. Man muss manchmal etwas genauer hinschauen, um das Besondere in so einer Stadt zu entdecken. Deswegen sind die kleinen Glossen in den Lehmstedt-Stadtführern so wichtig.

Steffi Böttger Paderborn an einem Tag, Lehmstedt Verlag, Leipzig 2017, 5 Euro.

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StadtführerPaderborn
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