Den Menschen rund um Martin Luther einmal direkt beim Schreiben über die Schulter schauen

Für FreikäuferZum Reformationsjubiläum im vergangenen Jahr haben sich viele Einrichtungen etwas einfallen lassen. Es gab große und kleine Ausstellungen, Frauen, Fürsten und Maler wurden gewürdigt. Und auch die Sächsische Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek Dresden (SLUB) schaute in ihren Fundus und zauberte eine Überraschung an den Tag: die echten Handschriften der Reformatoren und ihrer Wegbegleiter. Was sich halt in so einem alten königlichen Archiv alles ansammelt.

Denn die Bestände stammen zumeist aus den Sammlungen des sächsischen Fürsten- bzw. Königshauses. Jahrhunderte galt Sachsen als Führungsmacht der Reformation. Und so verstanden sich auch Sachsens Fürsten ab Heinrich dem Frommen und erst recht ab Moritz, der von den Ernestinern nicht nur die Kurwürde übernahm, sondern auch die Kümmererrolle um das Überleben des Protestantismus. Viele Schriften der Reformation kamen direkt aus den Wittenberger Beständen nach Dresden, etliches kaufte das Fürstenhaus auch gezielt an. Mit dem Ergebnis, dass die SLUB heute einige Schätze zur Reformation in ihrem Bestand hat, darunter sehr viele handschriftliche Texte auch von Martin Luther selbst.

Allein deshalb hat sich für die Informierten bestimmt die Fahrt nach Dresden gelohnt, denn ein Teil der in diesem Buch versammelten Handschriften waren in Dresden auch in einer Ausstellung zu sehen.

Weil aber nicht jeder es schafft, nach Dresden zu fahren, wenn da mal was los ist, gab und gibt es zu diesem Projekt auch eine Online-Version: Die 95 Autographe wurden ins Internet gestellt, so dass Forscher und andere Interessierte sie in all ihrer Pracht am heimischen Computer anschauen können. Und wer sich eh für die Handschriften anderer Menschen interessiert, der kommt auf seine Kosten. Denn vieles, was da zu sehen ist, ist voller Schönheit. Die professionellen Amtsschreiber, die einige der amtlicheren Texte schrieben, stechen natürlich hervor. Ihre Texte haben schon die Faszination kleiner Kalligraphien, während gerade Luther und seine Mitstreiter Melanchthon und Bugenhagen zeigen, dass sie zwar schnell schreiben konnten – aber das Schriftbild ihrer Texte erzählt auch von ihren Emotionen. Vieles sind ja Kampfschriften, aber auch Briefe an Freunde und Fürsten sind darunter. Sie korrespondierten mit einem riesigen Netzwerk von Gleichgesinnten. Von Melanchthon sind über 10.000 Briefe bekannt, von Luther über 2.500.

Und da haben wir noch Glück gehabt, weil die Empfänger natürlich früh begannen, diese Briefe aufzuheben und zu sammeln.

Während dieses Buch auch deshalb berührt, weil es einige seltene Briefe bringt, die zeigen, dass nicht nur die Herren Professoren emsig Briefe schrieben und damit auch die aktuellsten Informationen in die Welt sandten und welche bekamen. Am berührendsten ist wohl der Brief der Leipziger Goldschmiedtochter Margaretha Kuffner an Philipp Melanchthon den Jüngeren, den Sohn des berühmten Melanchthon, den sie bei einem Besuch in Wittenberg lieben gelernt hatte und der ihr auch die Ehe versprach – nur der Vater war strikt dagegen.

Das Mädchen hat ordentlich Druck aufgebaut – oder einfach ihren Frust herausgelassen, denn Streichungen und Verbesserungen im sauberen und sehr zierlichen Schriftbild zeigen, dass sie wohl am liebsten selbst nach Wittenberg gefahren wäre, um dem Vater des Geliebten ordentlich die Meinung zu geigen. Und dem Sohnemann erst recht.

Was einen an einen Brief erinnert, der leider nicht in Dresden liegt: den Frustbrief, den Katharina von Bora an einen ebenso unerreichbaren Geliebten in Nürnberg schrieb, bevor sie sich dann den Mönch Martin angelte. Auch da sperrte sich der Vater. Nicht nur Luther erlebte, dass Heiraten in seiner Zeit nicht aus Liebe geschlossen wurden. Wobei Luther Glück hatte. Nur der Leser nicht: Es ist kein Katharina-Luther-Brief mit in diesen Band gerutscht, der alle 95 Faksimiles vereint und auf einer eigenen Seite fotografisch abbildet. Daneben erzählen Forscherinnen und Forscher, was man alles zum Hintergrund der Handschriften weiß und in welchem Zusammenhang sie entstanden.

In einigen spiegeln sich direkt die Ereignisse der Reformation, tauschen sich die Akteure schriftlich aus, wenn sie in Worms, Nürnberg oder anderswo weit ab vom Schuss sind und trotzdem wissen wollen, wie es daheim aussieht. Es kommen sehr viele persönliche Schicksale ins Bild – auch die familiäre Dramatik um Melanchthons Tochter Anna, die mit dem Melanchthon-Schüler Georg Sabinus so überhaupt nicht glücklich wurde. Mann erfährt auch einiges über die Kinder der Reformatoren, die oft direkt in die Fußstapfen der Väter stiegen oder – wie Paul Luther – angesehene Akademiker wurden – in diesem Fall gar Leibarzt des Kurfürsten.

Was die Leipziger bis 1968 auch noch wussten. Denn Paul Luthers Grabstelle war in der Paulinerkirche zentral platziert.

Die Auswahl der Handschriften macht etwas deutlich, was im Reformationsjahr beinahe unterging: Wie viele Menschen tatsächlich mitarbeiteten am Reformationsprojekt – Fürsten, Kanzler, Prediger, und immer wieder Frauen wie Heinrichs des Frommen Gemahlin Katharina von Mecklenburg. Denn auch wenn Luther eigentlich kein Emanzipationsprojekt anschob, wurde es von den gebildeten Frauen der Zeit trotzdem so verstanden. Sie mischten sich ein. Und augenscheinlich konnten viele von ihnen auch die zumeist auf Latein geschriebenen Bücher lesen. Und schreiben konnten sie auch.

Besonders stolz ist man in der SLUB freilich, weil man auch die handschriftliche Vorlesung Luthers zu den Psalmen aus den Jahren 1513 bis 1515 besitzt, mittlerweile UNESCO-Schrifterbe. Wobei für die Leser ebenso spannend die Manuskripte für Luthers Druckschriften sind, in denen der Bibelprofessor direkt beim Arbeiten zu erleben ist. Wenn Manuskript und Urdruck noch existieren, kann man dem oft genug zornigen Gelehrten regelrecht in den Kopf schauen und zusehen, wie er zuspitzt und umbaut, um seine Schrift so wirksam wie möglich zu machen.

Und man bekommt einige der frühesten Tischreden zu Gesicht, die von Schülern und Gästen an Luthers Tafel aufgezeichnet wurden. Quasi echte Reportagen direkt aus der Welt des Berühmten, der am großen Tisch gern noch einmal alles ausdiskutierte, was in seinen Schriften in die Welt ging – bis hin zu seinem Verhältnis zu den Juden, das sich so radikal änderte und so weitreichende Folgen hatte. Dass der alte Luther so auch am Familientisch sprach, bezeugen die aufgezeichneten Tischreden aus der (oft ziemlich wilden) Feder des Ortrander Pfarrers Caspar Kummer.

Mit dem Projekt ist der SLUB also etwas gelungen, was anderswo kaum gelang: Den schreibenden Menschen rund um Luther sehr nah zu kommen, ihnen fast zuzuschauen beim Niederschreiben ihrer Gedanken und Gefühle. Und weil die Ausstellung vorüber ist, ist jetzt dieses Buch die beste Gelegenheit, in diese Welt einzutauchen. Und es lohnt sich, denn die Handschriften verraten schon beim bloßen Betrachten eine Menge über ihre Schreiber und Schreiberinnen.

Hans-Peter Hasse, Jana Kocourek, Katrin Nitzschke (Hrsg.) Manu Propria. Mit eigener Hand, Sax Verlag, Beucha und Markkleeberg 2017, 25 Euro.

Zwei berühmte Grafen von Einsiedel im Fokus der Reformationsgeschichte

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