Artikel zum Schlagwort Landesgeschichte

Ein Fürstenzug zum Staunen

Mit Hartmut Ellrich im Eilzugtempo durch 800 Jahre Wettiner-Geschichte

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserMan kann es ja mal versuchen, die ganzen Wettiner in so ein kleines Buch zu packen. Das ist mutig. Noch viel mutiger, als eine „Kurze Geschichte Deutschlands“ zu schreiben, wie es James Hawes getan hat. Denn zu Recht weist schon der Umschlag darauf hin, dass die Wettiner „eine der ältesten, mächtigsten und herausragendsten Familien des deutschen und des europäischen Hochadels“ sind. Weiterlesen

Geschichte kompakt und natürlich mit Wettinern drin

Mit Steffen Raßhoff in Windeseile durch 1.000 Jahre sächsische Geschichte

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserAuch der Rhino Verlag in Ilmenau hat eine hübsche kleine Mini-Buchreihe, so wie der Verlag für die Frau in Leipzig – nur noch nicht ganz so lange und auch im Format ein klein wenig größer. Aber in die Jacketasche passen die kleinen Bücher allemal. Denn sie sind ja ideal zum Unterwegs-Lesen. Etwa wenn man einmal kompakt wissen will, was für ein sonderbares Land dieses Sachsen eigentlich ist. Weiterlesen

Der Mann, den Silbermann verklagte

Das fast vergessene Schicksal des sächsischen Orgelbauers Johann Ernst Hähnel

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Für alle LeserGlaube keiner Geschichte, die einem als einzig gültige erzählt wird. Wer sich wirklich einmal mit nur einem einzigen historischen Forschungsfeld beschäftigt hat, weiß, welches Unheil oft die ersten Biografen und „Standardwerk“-Verfasser angerichtet haben. Sie haben verknappt, zugespitzt, ihr eigenes Urteil zum Maßstab gemacht und einfach mal alles weggelassen, was in ihre Heldengeschichte nicht gepasst hat. So ist es auch mit den berühmten sächsischen Orgelbauern. Da war ja nur Silbermann, oder? Denkste. Weiterlesen

Wie Hitler zum Heiland gemacht wurde

Eine Spurensuche nach den „Deutschen Christen“ und zwei fanatischen Pfarrern im Wieratal

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserWenn man erst mal dran zupft am Knäuel Geschichte, dann kommt so mancher Faden zum Vorschein, den man nicht unbedingt erwartet hat. Für Joachim Krause, der einst für DDR-Rockgruppen wie Lift, Klaus Lenz, die Puhdys und Panta Rhei Texte schrieb, begann alles mit dem Dachbodenfund des Briefwechsels seiner Eltern aus der Nazi-Zeit, als alle beide jung waren – und ganz anders, als sie der 1946 geborene Sohn später kennenlernte. Und ein Faden der Geschichte führt ins ach so schöne Wieratal. Weiterlesen

Ein Buch mit 95 Autographen und den 95 Geschichten dazu

Den Menschen rund um Martin Luther einmal direkt beim Schreiben über die Schulter schauen

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Für FreikäuferZum Reformationsjubiläum im vergangenen Jahr haben sich viele Einrichtungen etwas einfallen lassen. Es gab große und kleine Ausstellungen, Frauen, Fürsten und Maler wurden gewürdigt. Und auch die Sächsische Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek Dresden (SLUB) schaute in ihren Fundus und zauberte eine Überraschung an den Tag: die echten Handschriften der Reformatoren und ihrer Wegbegleiter. Was sich halt in so einem alten königlichen Archiv alles ansammelt. Weiterlesen

Helga Reich auf den Spuren der Reformationsgeschichte rund um die schöne Burg Gnandstein

Zwei berühmte Grafen von Einsiedel im Fokus der Reformationsgeschichte

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Für FreikäuferDas Reformationsjubiläum gab auch überall im Land der Reformation Anlass, sich einmal etwas intensiver mit der Geschichte vor Ort zu beschäftigen. Denn Luthers Thesenanschlag war ja kein großer Schalter, mit dem er einfach mal das Licht für die Neuzeit einschaltete. Aber seine Ideen begeisterten auch Adlige. Und die Einsiedels auf Burg Gnandstein sind da ein ganz besonderer Fall. Weiterlesen

Ein Stück vom Verfall bedrohter sächsischer Regionalgeschichte

Schloss und Rittergut Sahlis, die Lösers und das verschüttete Grabmal auf dem Totenberg

Foto: Ralf Julke

Für FreikäuferMöglicherweise ärgert sich Henning Gans in ein paar Jahren darüber, dass er so viel Politik in sein Buch hineingepackt hat. Politik ist schnelllebig, verstellt den Blick und erweist sich – in historischer Distanz – meist als Seitengeplänkel. Auch wenn das Objekt, über das der Leipziger Historiker schreibt, das Schloss und Rittergut Sahlis ist. Und auch wenn Halikarnassos auf dem Umschlag steht. Weiterlesen

Fürs Reformationsjubiläum extra überarbeitet

Mit den Kindern lernt man das Leben und Treiben im Hause Luther erst richtig kennen

Foto: Ralf Julke

Für FreikäuferErstmals erschienen ist dieses Buch der Wittenberger Historikerin Elke Strauchenbruch 2010. Dass es im Jubiläumsjahr des Thesenanschlags noch einmal überarbeitet wurde, freut bestimmt alle Lutherfreunde oder Lutherinteressierten. Denn selten war die Neugier auf das eigentliche Leben des Wittenberger Theologieprofessors größer. Aber in „Luthers Kinder“ geht es nicht nur um Luthers Kinder. Weiterlesen

Band 3 einer militärischen Fleißarbeit

Die sächsische Armee zwischen Königgrätz und den Vorgewittern des 1. Weltkriegs

Foto: Ralf Julke

Es ist ein Trumm von Buch, voller Zahlen, Daten, Dienstgrade, Truppenstärken und Schlachtverläufe. Geschrieben von einem, für den das Soldatenleben Beruf war und – nach der offiziellen Verabschiedung aus dem Dienst – Berufung. Denn eigentlich könnte Wolfgang Gülich auch noch stolz ein „Brigadegeneral a. D.“ vor seinen Autorennamen schreiben. Bis 2000 war er einer der höchsten Befehlshaber in Sachsen. So etwas verbindet. Weiterlesen

Eine ganz kirchliche Perspektive auf Luther und die Folgen

Der Versuch, 500 Jahre Reformationsgeschichte als sächsische Landesgeschichte zu skizzieren

Foto: Ralf Julke

Warum macht man das? Warum setzt man sich als Pfarrer im Ruhestand hin und schreibt ein Lehrbuch über 500 Jahre Reformation? Eines, das sich mit wirklich hochkarätigen Veröffentlichungen zu 500 Jahre Reformation messen muss im Jahr 2017? Pfarrer i. R. Ralf Thomas steckt seit über 50 Jahren im Thema. Fast 60 sogar. Vielleicht musste es einfach mal raus. Weiterlesen

Wie ein erstaunliches Familienfundstück lebendig wird

Marlies Sonnemann rekonstruiert das erstaunliche Leben des Porzellanmalers und Wattefabrikanten Heinrich Theodor Hoffmann

Foto: Ralf Julke

Eigentlich glaubt man diese Welt zu kennen: das mittlere Europa im Vormärz, die beginnende Zeit der Eisenbahn, das blumige Biedermeier. Wir kennen die Schriftsteller aus dieser Zeit und die wichtigsten politischen Akteure. Aber über das Leben der wirklich einfachen Leute wissen wir wenig. Sie schreiben keine Romane, Tagebuch schon gar nicht. Der Lebensbericht eines Porzellanmalers wird zur faszinierenden Fundgrube. Weiterlesen

Kirche war auch damals nicht alles

Das pralle Leben im Torgau der Lutherzeit

Foto: Ralf Julke

Titel können so irritierend sein. Man wiegt das herrliche 600 Seiten dicke Buch in der Hand, sieht beim ersten Durchblättern schon lauter eindrucksvolle Fotos. Hier hat sich einer richtig tief hineingekniet in den Stoff. Und es ist spannender Stoff: Das pralle Leben einer sächsischen Residenzstadt im 16. Jahrhundert. Und dann so ein Titel! Weiterlesen

Konstruierte Schau-Plätze, konstruierte Geschichte

Günter Kowa zeigt, wie vielfältig und unpassend Reformation in Mitteldeutschland tatsächlich abgelaufen ist

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Nach einem Berg von Büchern aus christlicher Sicht zur Reformation und zum Thesenanschlag von 1517 zeigt dieses Buch die ganze Geschichte mal aus Sicht eines Historikers und Kulturjournalisten, der eine ganze Menge am Luther-Kult mit sehr skeptischem Blick betrachtet. Und aus eigener Kenntnis. Denn den Raum, den er beschreibt, hat er selbst bereist: Mitteldeutschland. Weiterlesen

Die erstaunliche Wiederentdeckung einer Reisebeschreibung aus dem Jahr 1665

Mit Kurprinz Johann Georg auf Verlobungsreise ins ferne Dänemark

Foto: Ralf Julke

Die meisten Sachsen werden erst mal ins Grübeln kommen: Johann Georg III. von Sachsen? Wer war das eigentlich? Muss man den kennen? Zu den Oftgenannten aus der Riege der Wettiner gehört er nicht. Obwohl: Eigentlich sollte man ihn und seine Braut, die dänische Prinzessin Anna Sophie, kennen. Sie waren die Eltern von August dem Starken. Weiterlesen

Auf dem Lutherweg zwischen Burgen, Schlössern und Landesgrenzen

Die ganze bunte Reformationszeit zwischen Pleiße und Mulde erleben

Foto: Ralf Julke

Luther war da! Manche Städte und Dörfer in Mitteldeutschland verkünden das mit Stolz, Denkmal und Luthererinnerungstafeln. Und wenn er nicht da war? Dann suchen auch sächsische Städtchen nach Verbindungen. Gerade wenn man in einem so hin- und hergerissenen Landstrich lebt wie dem zwischen Mulde und Pleiße. Denn als die Reformation begann, war das eine mittendurch zerrissene Landschaft. Weiterlesen

Drei Länder, eine Region

Die Geschichte der heutigen Bundesländer Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen mal im Versuch einer rotierenden Großerzählung

Foto: Ralf Julke

Kann man ein Geschichtsbuch für eine ganze Region schreiben? Eine, die heute als „Mitteldeutschland“ durch die Nachrichten taumelt, aber aus drei eigenbrötlerischen Kleinbundesländern besteht? Die niemals, niemals zusammenkommen werden, wie der Historiker Steffen Raßloff vermutet? Eigentlich ist er sich sogar sicher, erzählt aber trotzdem die ganze Geschichte. Er versucht es zumindest. Weiterlesen

Reformen unterm Zeichen von Inflation und Wirtschaftskrise

Wie Sachsens Regierung und die Universität Leipzig in der Weimarer Republik miteinander umgingen

Foto: Ralf Julke

Eigentlich hatte sich Beatrix Dietel vorgenommen, ihre große Studie zur Universität Leipzig in der Weimarer Republik bis zum großen Uni-Jubiläum 2009 fertig zu kriegen. Immerhin hatte sie 2004 damit begonnen. Aber dann entpuppte sich das scheinbar so einfache Thema als eine echte Mammutarbeit. Nicht mal deshalb, weil die Weimarer Zeit in Sachsen eine echte Achterbahnfahrt war. Weiterlesen

Ein Technisches Denkmal mit über 400 Jahren Geschichte

In Sachsen-Anhalt hat es der Floßgraben jetzt in den Regionalplan geschafft

Der Leipziger Floßgraben. Foto: Ralf Julke

Es war aus aktuellem Anlass, als Pro Leipzig im Jahr 2006 das große, bilderreiche Buch „Der Elsterfloßgraben“ veröffentlichte. Denn damals begann das Leipziger Teilstück dieses über 400 Jahre alten Wasserbauprojektes wieder ins Bewusstsein der Öffentlichkeit zurückzukehren. Der Graben im südlichen Auwald sollte ausgebaggert werden, die Connewitzer Schleuse war in Planung. 2016 ist das Buch wieder hochaktuell. Weiterlesen

Eher Zeit- als eine Städtereise

Mit Konstantin Hermann einmal quer durch die sozialistische Phase des nicht-existenten Sachsen

Foto: Ralf Julke

Die beiden Bücher ähneln sich: Der eine, Martin Kaule, hat „Sachsen 1945 – 1989“ unter die Lupe genommen, der andere, Konstantin Hermann, „Sachsen 1949 – 1990“. Es steht auch beide Male „Historischer Reiseführer“ drauf. Aber tatsächlich hat Hermann etwas vollkommen anderes gemacht. Es ist eher ein kompaktes Geschichtsbuch geworden, das an vielen Stichworten erläutert, wie das war im Sachsen der Nichtstaatlichkeit. Weiterlesen

Westsächsische Geschichte in liebevoll saniertem Glanz

Wolfgang Hocquél zeigt mit 300 Denkmalen einen kleinen Ausschnitt des gebauten Reichtums in der Leipziger Region

Foto: Ralf Julke

Mit Denkmalen kennt sich Wolfgang Hocquél aus, jahrzehntelang hat er als hauptamtlicher Denkmalpfleger gearbeitet, war 1991 bis 2008 der zuständige Referatsleiter in der Landesdirektion. 1990 war er Initiator der 1. Leipziger Volksbaukonferenz: „Ist Leipzig noch zu retten?“ hieß damals die Frage. Die genauso auch für tausende wertvoller Baudenkmale in der Leipziger Region galt. Weiterlesen