Reformation

Der Tag

Das Wochenende, 29./30. Oktober 2022: Bitumen auf Connewitzer Wohnhaus, Schuster besucht Tatort nach Brandanschlag und Russland kippt Getreideabkommen

Mit Bitumen gefüllte Objekte trafen am späten Freitagabend ein Wohn- und Geschäftshaus in der Connewitzer Wolfgang-Heinze-Straße. Nach dem Brandanschlag auf eine geplante Geflüchteten-Unterkunft in Bautzen hat Innenminister Schuster den Tatort besucht. Und: Im Ukraine-Krieg will Russland das Abkommen zur geregelten Ausfuhr von Getreide aus ukrainischen Häfen aussetzen – angeblich wegen terroristischer Angriffe. Die LZ fasst […]

Christian Wolff (Ex-Pfarrer, Thomaskirche). Foto: LZ
Leben·Gesellschaft

Gastkommentar von Christian Wolff: „Kirche im Singular“ – Ein paar Gedanken zum Reformationsfest 2022

Kürzlich schleuderte mir ein ca. 50-jähriger Mann halb provozierend, halb vorwurfsvoll entgegen: „Luther hat die Kirche gespaltet. Er ist doch auch einer von denen, die Menschen getrennt und gegeneinander aufgebracht haben.“ Ungesagt hörte ich den Vorwurf: Und ihr Protestanten feiert das auch noch. Ja, wir feiern am 31. Oktober das Reformationsfest. Aber wir feiern nicht die […]

Christa Maria Richter: Johann Walter. Foto: Ralf Julke
Bildung·Bücher

Johann Walter: Die große Quellensuche nach dem „Urkantor“ der evangelischen Kirchenmusik

Der Torgauer Geschichtsverein hat sich ein richtig dickes Buch gegönnt über Johann Walter, den „Urkantor“, den Mann, der die evangelische Kirchenmusik geradezu erfunden hat, und der vor 450 Jahren in Torgau starb. Die Historikerin Christa Maria Richter hat die Quellen durchforstet, um das Leben und Schaffen Walters zu rekonstruieren. Ein Leben, das so geradlinig nicht verlief, wie es die Formel vom „Urkantor“ suggeriert.

Christian Wolff (beim Brückenfest 2018). Foto: Michael Freitag
Politik·Sachsen

Reformation: Die sächsische Landeskirche nach dem Bischof-Rücktritt

„Reformation in der Krise“ – unter dieser Überschrift veröffentlichten Friedrich Schorlemmer und ich im September 2017 ein Memorandum zum Reformationsjubiläum (Link am Ende). Eine Reformation in der Krise – die steht jetzt auch in der sächsischen Landeskirche an, nachdem Dr. Carsten Rentzing vom Amt des Landebischofs zurückgetreten ist. Dieser Rücktritt ist mehr als eine Personalie. Er steht für eine in sich erstarrte, nach wie vor autoritär strukturierte Landeskirche, die nun in einer zugespitzten gesellschaftlichen Situation an ihre Grenzen gestoßen ist.

Altes Rathaus am Markt, wo die Hinrichtung stattfand. Foto: Ralf Julke
Bildung·Zeitreise

Eine Liebe anno 1537, die unter dem Henkersbeil auf dem Leipziger Marktplatz ihr Ende fand

An das einst um Leipzig sehr verbreitete Geschlecht derer von Pflug erinnert noch ein Ortsname im Landkreis. Dann sind in Leipzig selbst noch zwei Epitaphien erhalten: das eine, einem Nickel Pflug gewidmet, steht seit der Sprengung der Universitätskirche 1968 in der Thomaskirche, das andere, einst für Cäsar Pflug errichtet, steht im Epitaphiengang, dem früheren Kreuzgang des heutigen Paulinums.

Das Bugenhagen-Bild mit Sebastian Müller, Ulrike Dura und Eric Buchmann. Foto: Hieronymus-Lotter-Gesellschaft
Politik·Engagement

Lotter-Gesellschaft hat die Restaurierung des Ölporträts von Johannes Bugenhagen im Alten Rathaus ermöglicht

Die Hieronymus-Lotter-Gesellschaft, die Fördergesellschaft des Stadtgeschichtlichen Museums, hilft dort, wo dem Museum die Gelder fehlen. In den letzten Jahren hat sie dabei geholfen, einige echte Kleinode zu restaurieren – das berühmte Bach-Porträt gehört dazu, das eindrucksvolle Stadtmodell und nun das Cranach-Gemälde von Johannes Bugenhagen. Der gehört ganz zentral zur Lutherschen Reformation und sein Bild hängt im Reformationszimmer.

Benjamin Hasselhorn, Mirko Gutjahr: Tatsache! Foto: Ralf Julke
Bildung·Bücher

Hat Martin Luther seine 95 Thesen nun an die Wittenberger Schlosskirche geschlagen oder nicht?

So richtig toll fand ja der Historiker Benjamin Hasselhorn die Feiern zu 500 Jahren Reformation im vergangenen Jahr nicht. Ihm fehlte das Streitbare, dieses Luthersche „Hier stehe ich“. Und geärgert hat er sich auch über die seltsamen Zungenschläge zum Thesenanschlag 1517. Eine ganze Reihe von Kommentatoren formulierten das Ereignis lieber so, als sei es nur eine hübsche Erfindung. Also doch kein Luther mit Hammer, Nägeln und Thesenplakat?

Manu propria. Mit eigener Hand. Foto: Ralf Julke
Bildung·Bücher

Den Menschen rund um Martin Luther einmal direkt beim Schreiben über die Schulter schauen

Für FreikäuferZum Reformationsjubiläum im vergangenen Jahr haben sich viele Einrichtungen etwas einfallen lassen. Es gab große und kleine Ausstellungen, Frauen, Fürsten und Maler wurden gewürdigt. Und auch die Sächsische Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek Dresden (SLUB) schaute in ihren Fundus und zauberte eine Überraschung an den Tag: die echten Handschriften der Reformatoren und ihrer Wegbegleiter. Was sich halt in so einem alten königlichen Archiv alles ansammelt.

Helga Reich: Die Familie von Einsiedel auf Gnandstein im Reformationszeitalter. Foto: Ralf Julke
Bildung·Bücher

Zwei berühmte Grafen von Einsiedel im Fokus der Reformationsgeschichte

Für FreikäuferDas Reformationsjubiläum gab auch überall im Land der Reformation Anlass, sich einmal etwas intensiver mit der Geschichte vor Ort zu beschäftigen. Denn Luthers Thesenanschlag war ja kein großer Schalter, mit dem er einfach mal das Licht für die Neuzeit einschaltete. Aber seine Ideen begeisterten auch Adlige. Und die Einsiedels auf Burg Gnandstein sind da ein ganz besonderer Fall.

Viel Geld für den Kirchentag vom Steuerzahler. Die Giordano Bruno Stiftung warf es auf dem Kirchentag symbolisch auf die Straße. Foto: L-IZ.de
Politik·Leipzig

Giordano Bruno Stiftung: „Leipziger Kulturdezernat verschweigt eigenes Versagen beim Kirchentagsdebakel“

Die Kunstaktion der Giordano Bruno Stiftung „11. Gebot: Du sollst deinen Kirchentag selbst bezahlen!“ erhebt schwere Vorwürfe gegen die Stadt Leipzig und die sächsische Landesregierung: Aus der kürzlich veröffentlichten Zwischenbilanz des Kulturdezernats wird deutlich, dass die Politik leichtfertig Fördergelder für den Kirchentag vergab und sehenden Auges Geld für eine ideologisch gefärbte Veranstaltung ausgab.

Benjamin Hasselhorn: Das Ende des Luthertums? Foto: Ralf Julke
Bildung·Bücher

Warum dieser Kirchentag einen Martin Luther so richtig wütend gemacht hätte

Der ehemalige Thomaspfarrer Christian Wolff hat es ja schon auf den Punkt gebracht. Irgendwie war der „Kirchentag auf dem Weg“, der eigentlich das große, gemeinsame Reformationsfest zum 500-jährigen sein sollte, ein Flop. Man hat die Gemeinden nicht zu Gastgebern gemacht und wieder alles „von oben“ organisieren wollen. Es gibt noch eine weitere Sicht, warum die Sache eigentlich in die Hose ging. Denn das Luthertum steckt in der Krise. Geht uns das was an? - Ja.

Eine Aktion der Giordano Bruno Stiftung: Der alte Luther auf dem Kirchentag in Leipzig. Foto: L-IZ.de
Leben·Gesellschaft

Auf dem Weg: Luther beim Kirchentag + Video

Er kam spät, aber er kam. Noch auf der betonierten Fernstraße von Preußen gen Sachsen war Luthers Reise bereits das erste Mal beinahe zu Ende, als seine Reisekutsche nicht mehr starten wollte. In Berlin mit einem „Volksverhetzungs“-Bannfluch der Obrigkeit belegt, reiste der Reformator trotz Panne mutig weiter durch das Land seiner Protestanten und neuer Atheisten. Immerhin in Begleitung von Moses selbst – was konnte da schon schiefgehen – rollte er gegen 16:30 Uhr in Leipzig ein. Am Augustusplatz jedoch versuchten ihn erneut Büttel des Staates zu stoppen und zur Abkehr von seinem Weg zu zwingen. Doch der Reihe nach: Luther ein Antisemit? Moses in Leipzig? Und was hat das Spaghettimonster damit zu tun?

Caroline Vongries: Frauen der Reformation. Foto: Ralf Julke
Bildung·Bücher

Ohne Frauen ist auch die Luthersche Reformation nicht denkbar

„Wie weiblich ist die Reformation?“, fragt Caroline Vongries im Vorwort. Sie ist nicht die Erste, die sich diese Frage stellte. Und dann zwölf knappe und aussagekräftige Porträts von Frauen schrieb, die in der Reformationsgeschichte namhaft und nachweisbar sind. Und es sind nicht alle, betont sie selbst im Vorwort. Und macht damit etwas noch immer Überraschendes klar.

Straßenabschnittsverzeichnis 2017. Foto: Ralf Julke
Politik·Kassensturz

Neues Straßenabschnittsverzeichnis würdigt auch ganz ohne Kommentar die Leipziger Reformation

Von Aachener Straße bis Zwiebelweg sind alle drin – alle offiziellen Straßen und Plätze in Leipzig. Aller zwei Jahre legt das Amt für Statistik und Wahlen der Stadt Leipzig auch ein neues offizielles „Straßenabschnittsverzeichnis“ vor. Mit mittlerweile 80 Seiten aller Straßenabschnitte auf aktuellstem Stand. Nur das Titelblatt führt diesmal auf Abwege: Was wollen die Statistiker damit sagen?

Jürgen Herzog: Vorreformatorische Kirche und Reformation in Torgau. Foto: Ralf Julke
Bildung·Bücher

Das pralle Leben im Torgau der Lutherzeit

Titel können so irritierend sein. Man wiegt das herrliche 600 Seiten dicke Buch in der Hand, sieht beim ersten Durchblättern schon lauter eindrucksvolle Fotos. Hier hat sich einer richtig tief hineingekniet in den Stoff. Und es ist spannender Stoff: Das pralle Leben einer sächsischen Residenzstadt im 16. Jahrhundert. Und dann so ein Titel!

Die „Luther“-DVD. Foto: Ralf Julke
Kultur·Film & TV

Ein aufwühlender Film über den grandiosen Anfang einer Geschichte, die mehr ist als nur Reformation

Der 31. Oktober ist jetzt schon wieder ein paar Tage her. Die üblichen Medien schrieben allerlei Wichtiges oder auch Blödsinn über den Mann, der in Worms stand und nicht widerrief. Der „Spiegel“ griff zum ganz großen Holzhammer und erklärte Luther gleich mal zum ersten Rebellen der Neuzeit. Wahlweise auch Wutbürger. Lauter falsche Etiketten für diesen Mann, den Joseph Fiennes 2003 so genial verkörperte.

Reformierte Kirche, Leitspruch. Foto: Ernst-Ulrich Kneitschel
Leben·Gesellschaft

Gastkommentar von Christian Wolff: Reformation – der Kampf um Teilhabe, Pluralität und Demokratie

Am kommenden Montag beginnt es – das Jubiläumsjahr „500 Jahre Reformation“. Über ein Jahr kann darüber nachgedacht und – hoffentlich! - gestritten werden, welche Bedeutung die Ereignisse am Beginn des 16. Jahrhunderts für die Menschen und die Gesellschaften nicht nur in Mitteleuropa heute haben. Dabei wird es darauf ankommen, dass wir das Reformationsjubiläum weder national noch religiös-konfessionalistisch verengen.

Volkmar Joestel: Lutherstadt Wittenberg. Foto: Ralf Julke
Bildung·Bücher

Einmal durch Wittenberg auf der kompakten Luther-Tour

Natürlich ist Wittenberg nicht allein Luther. Es ist auch Melanchthon, Cranach und Bugenhagen, Katharina sowieso, Schwerter zu Pflugscharen und Hundertwasser, Wilhelm Weber und – naja – irgendwie auch Hamlet. 2017 wird das Städtchen an der Elbe wahrscheinlich überrannt. Gute Frage: Wann plant man da am besten seinen Besuch im „Paradies auf Erden“?

Fabian Vogt: Luther für Eilige. Foto: Ralf Julke
Bildung·Bücher

Selbst kurz und knapp wird die Streitfreude des Dissidenten Martin Luther erlebbar

Noch ist ein Jahr Zeit bis zum großen Jubiläum. Aber natürlich haben etliche Verlage die Gelegenheit genutzt, sich mit dem Thema Luther und der Reformation einmal deutlich umfassender zu beschäftigen. Die Evangelische Verlagsanstalt natürlich vorweg. Sie hat sogar extra das Imprint „Edition Chrismon“ auf den Weg gebracht. Und da gibt es jetzt dieses flotte Taschenbuch für alle, die ganz schnell wissen wollen, was eigentlich an Luthers Schriften wichtig ist.

Orte der Reformation: Zwischen Pleiße und Mulde. Foto: Ralf Julke
Bildung·Bücher

Die ganze bunte Reformationszeit zwischen Pleiße und Mulde erleben

Luther war da! Manche Städte und Dörfer in Mitteldeutschland verkünden das mit Stolz, Denkmal und Luthererinnerungstafeln. Und wenn er nicht da war? Dann suchen auch sächsische Städtchen nach Verbindungen. Gerade wenn man in einem so hin- und hergerissenen Landstrich lebt wie dem zwischen Mulde und Pleiße. Denn als die Reformation begann, war das eine mittendurch zerrissene Landschaft.

Turm und Dach der Lutherkirche. Foto: Ralf Julke
Leben·Gesellschaft

Gastkommentar von Christian Wolff: Das Reformationsjubiläum 2017 – Was wollen wir feiern?

KommentarNur noch wenige Monate trennen uns vom Jahr 2017, dem Reformationsjubiläum. Bis jetzt hat es die Evangelische Kirche nicht vermocht, dieses Jubiläum als ein Ereignis zu kommunizieren, das alle Menschen in Mitteleuropa und darüber hinaus angeht. Mitte 2015 hieß es: „Das Reformationsjubiläum 2017 ist im Kern ein Christusfest, das die Botschaft von der freien Gnade Gottes ausrichten will an alles Volk.“ Mit dem Motto „Christusfest“ versuchen die EKD und die Deutsche Bischofskonferenz, das Reformationsjubiläum ökumenisch auszurichten und von den gesellschaftlichen und politischen Dimensionen vor 500 Jahren zu lösen.

Ensemble Consart: Foto. PR
Veranstaltungen·Bühne

Am 3. August in der Thomaskirche: Konzert „Reformation und die Eine Welt“

Das Ensemble Consart gastiert am Mittwoch, dem 03.08.2016 mit einem Konzert in der Thomaskirche Leipzig. Unter dem Titel „Reformation und die Eine Welt“ musizieren die Sänger und Instrumentalisten Werke von Johann Sebastian Bach (Kantate BWV 102), Melchior Vulpius und Johann Steuerlein. Höhepunkt des Programms ist eine Uraufführung des in Leipzig lebenden Komponisten Franz Kaern („Wenn es wahr ist...“).

Joachim Köhler: Luther! Foto: Ralf Julke
Bildung·Bücher

Mit diesem Luther möchte man auch heute noch gegen Scharlatane und Ketzerjäger kämpfen

Luther. Ist nicht schon alles geschrieben über den Professor aus Wittenberg, seinen Thesenanschlag, sein „Hier stehe ich!“? Das denkt man oft, gerade wenn es - wie es im Klappentext heißt - um „die großen umstrittenen Figuren der deutschen Kulturgeschichte“ geht. Über die hat Joachim Köhler schon einige Bücher verfasst und jedes Mal Aufsehen erregt: Nietzsche, Wagner. Und jetzt Luther.

Michael Welker, Michael Beintker, Albert de Lange (Hrsg.): Europa reformata. Foto: Ralf Julke
Bildung·Bücher

Die 48 wichtigsten Reformationsstädte Europas in einem furiosen Prozess der geistigen Emanzipation

Es sieht aus wie ein dickes Taschenbuch, ist schwer wie ein Lexikon, sieht auch beinah so aus. Hätte der Brockhaus Verlag die Kurve gekriegt, hätte man sich aus diesem Hause solche dicken, reich bebilderten Spezial-Lexika erwartet zu Themen, die nicht einfach so auf der Straße herumliegen. Solche Themen kann jeder. Aber die Welt mal unter völlig anderem Fokus zu betrachten, das macht erst besondere Bilder-Bücher - wie dieses, das mal ein anderes, ein großes Reformations-Europa zeigt.

Lutherorte in Leipzig. Screenshot: L-IZ
Leben·Gesellschaft

Luther-in-Leipzig lädt jetzt schon ein, die Lutherorte in und um Leipzig zu erkunden

Natürlich ist es ein Jubiläum, das in Leipzig wahrgenommen werden muss: der 500. Jahrestag des Lutherschen Thesenanschlags am 31. Oktober 1517, der bis heute als Beginn der Reformation gilt. 2017 ist Höhepunkt der Lutherdekade. Und Leipzig liegt mittendrin in Lutherland, ist quasi der zentrale Umschlagplatz für die Gäste, stellt Leipzigs Kulturdezernat bei der Beantragung von 390.000 Euro für die LTM fest.

Ursprünglich stand das Luther-Melanchthon-Denkmal am Johannisplatz. Foto: Ralf Julke
Politik·Engagement

Leipzigs Kulturdezernat versteckt das Denkmal einfach mal in einem Antrag zum Reformationsjubiläum, hat aber noch immer nichts geklärt

Eigentlich wollte der Luther-Melanchthon-Denkmal e. V. Leipzig von der Stadt nur die klare Zuweisung für einen Standort für das neue alte Luther-Melanchthon-Denkmal haben. Seit 2005 versucht der Verein, das im 2. Weltkrieg verlorengegangene Denkmal wieder in den Stadtraum zu bringen. Aber Leipzigs Stadtspitze will es nicht haben. Oder doch - aber mit möglichst großem Frust-Effekt für den Verein.

Armin Kohnle: Luther, Calvin und die anderen. Foto: Ralf Julke
Bildung·Bücher

Armin Kohnle porträtiert nicht nur die großen Köpfe der Reformation, sondern den Aufbruch eines ganzen Zeitalters

Dieses Büchlein von Armin Kohnle erscheint zwar in der EVA-Reihe „Theologie für die Gemeinde“, in der sonst eher Titel auftauchen wie „Warum Gott?“, „Wo der Glaube wohnt“ oder „Ein Buch mit sieben Siegeln?“. Aber das Büchlein dürfte auch Nichtgemeindemitglieder interessieren, die alles Wissenswerte zum großen Reformationsjahrhundert einmal kompakt in Händen halten wollen.

Ute Elisabeth Gabelmann (Piraten, SPD Fraktion im Stadtrat). Foto: L-IZ.de
Politik·Leipzig

Der Stadtrat tagt: Kirchentag 2017 – die Hälfte ist doch auch genug + Audio

"… auf dem Weg", so das Motto des Kirchentages, welcher vom 25. - 28. Mai 2017 vorrangig in Berlin, aber auch im reformatorischen Kernland rings um die weiteren Städte Magdeburg, Erfurt oder Jena stattfindet. Das 500. Reformationsjubiläum wird und sollte wohl auch an Leipzig nicht spurlos vorübergehen. Doch wie viel darf es kosten? Eine knappe Million oder doch "nur" 500.000.

Der Johannisplatz im Frühjahr: Bis 1943 stand hier das Luther-Melanchthon-Denkmal. Foto: Ralf Julke
Politik·Engagement

Wo bleiben jetzt die Entscheidungen zum Leipziger Luther-Melanchthon-Denkmal?

Das Jahr 2017 naht - das eigentliche Feierjahr der Reformation. Und ein kleiner kämpferischer Verein hatte sich eigentlich gewünscht, dass bis dahin auch das neu geschaffene Luther-Melanchthon-Denkmal aufgestellt und feierlich enthüllt wird. Doch seit dem Stadtratsbeschluss 2014 ist dazu nicht viel passiert. Grund genug für Prof. Dr. med. Rolf Haupt, mal nachzufragen, was nun werden soll.

Gutshaus Eicha. Foto: Karsten Pietsch
Leben·Reisen

Leipziger pilgerten nach Eicha, um die Predigt auf Deutsch zu hören

Protzig stehen sie da, und ein Hauch Romantik umgeistert ihre Zinnen, Tore, Bäume und Parks von Schlössern, Burgen und Herrenhäusern, selbst dann noch, wenn sie längst verlassen sind. Manches Haus zeigt neuen Putz, frische Farbe, ausgebesserte Details an Skulpturen, Fenstern und Fassaden. Glück haben sie gehabt, diese alten Bauten, wenn sich jemand um sie kümmert.

Orte der Reformation: Weimar. Foto: Ralf Julke
Bildung·Bücher

Der Ort, an dem Luther die Obrigkeit definierte und den Papst für überflüssig erklärte

Man kann auf Lutherwegen wandern quer durchs schöne Sachsenland. Welches Sachsenland eigentlich? Gibt es nicht mehrere? Eigentlich ja. Auch Thüringen ist ja eines. Einst war es - wie Wittenberg und Torgau - Teil des Kernlandes der Reformation, nämlich des ernestinischen Kursachsen. Was übrigens ein Grund dafür war, dass Luther auf der Wartburg Schutz fand. Und in Weimar fand er seine Definition von Obrigkeit.

Ein Jahr lang aufwendig im Museum der bildenden Kunst restauriert: "Die Dreifaltigkeit" von Lucas Cranach d. Ä. Foto: Ralf Julke
Kultur·Ausstellungen

Im Leipziger Bildermuseum kann man den beiden Cranachs beinah beim Arbeiten über die Schulter schauen

Mehrere Cranach-Ausstellungen erfreuen in diesem Jahr die Kunstfreunde Mitteldeutschlands. Der Grund ist simpel: Lucas Cranach der Jüngere hat seinen 500. Geburtstag. Und weil das so schön in die Reformations-Dekade passt, wird gleich die ganze Malerdynastie gewürdigt. Im Leipziger Bildermuseum seit Donnerstag, 3. September, mit einer besonderen Schmuckkästchenausstellung.

Orte der Reformation: Grimma. Foto: Ralf Julke
Bildung·Bücher

Auch Grimma hat jetzt seinen Stadterkunder “Orte der Reformation”

Punkt für Punkt füllt sich die Landkarte. Immer neue großformatige Publikationen aus der Reihe "Orte der Reformation" erscheinen und stellen all jene Städte vor, die vor 500 Jahren im Zentrum standen, als Luthers Thesen die Welt veränderten. Grimma darf natürlich nicht fehlen, schon wegen Katharina nicht. Man kann sie sogar besuchen.

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