Das klarste Bekenntnis zur Moderne in ganz Sachsen

Was einen der Karl-Marx-Nischel in Chemnitz lehren kann

Für alle LeserEigentlich ward uns ein schönes Stück Land gegeben. Auch wenn man das fast vergisst bei all dem Gemaule, das derzeit durch die sächsischen Gefilde weht. Das peinlichste sind sowieso die Politiker, die mitmaulen, statt ihre Arbeit zu tun und das Beste aus diesem Stück Welt zu machen. Einige der schönsten sächsischen Städte wurden schon in Lehmstedts schlanken Stadterkundungen vorgestellt. Jetzt ist die Stadt dran, die eigentlich mitfeiern dürfte beim großen 200-jährigen Geburtstag.

Denn nirgendwo steht ein größerer Marx-Nischel als in Chemnitz, das von 1953 bis 1990 auch mal Karl-Marx-Stadt hieß. Die Stadt mit den drei O. Eigentlich hat sie mit Karl Marx nichts zu tun. Er war nie hier. Aber vielleicht dachten die Umbenenner ganz logisch: Wenn Chemnitz schon den rußigen Ruf eines „Manchesters von Sachsen“ hat, dann hatte es ja dieselben Ausbeuterprobleme wie das Manchester der Zeit von Karl Marx und Friedrich Engels.

So gesehen, war der beim russischen Bildhauer Lew Kerbel bestellte riesige, sieben Meter hohe Marx-Kopf auch ein Menetekel. Welches die Chemnitzer freilich 1990 gern genauso schnell losgeworden wären wie den aufgepropften Namen. Aber dann fehlte (zum Glück) anfangs das Geld. Und als man so weit war, die Demontage des Kopfes, der einst direkt vor der SED-Bezirksleitung platziert war, zu bewerkstelligen, hatten die Chemnitzer ihre Einstellung zu diesem Prachtstück geändert. Er war längst zu einer Ikone der Stadt geworden, die sich ja – anders als Dresden oder Leipzig – nach 1990 völlig neu erfinden musste.

Chemnitz blieb zwar bis heute Industriestadt. Aber dafür war das alte historische Antlitz im 2. Weltkrieg fast komplett zerstört worden. Die Stadtgestalter mussten mit einem völlig perforierten Stadtzentrum umgehen, in dem nur einige markante Gebäude der Vorkriegszeit überlebt hatten (die man auf diesem Rundgang auch alle streift), aber die riesigen Lücken mit der Moderne des DDR-Städtebaus eher nur notdürftig kaschiert waren. Doch während andere ostdeutsche Städte diese DDR-Moderne entweder abrissen oder lieber schamhaft versteckten, wurde sie in Chemnitz zum Teil des eigenen Bildes von Stadt: Chemnitz als Stadt der Moderne.

Und das ist – man sieht es mit Jens Kassner – nur zu berechtigt, denn nicht nur die Straße der Nationen liegt an seinem Weg, sondern auch das Hotel „Chemnitzer Hof“, das SMAC im einstigen Kaufhaus Schocken, das ehemalige Kaufhaus Tietz, die einstige Dresdner Bank und die Industrieschule … Es ist die Moderne der Vorkriegszeit, die sich mit der Moderne der DDR trifft und zeigt, dass dieses Stück Deutschland durchaus einmal auf dem Weg war, ein architektonisch modernes Land zu werden. Man schaute durchaus sehr aufmerksam nach Westen und versuchte Anschluss zu halten und schuf durchaus Klassisches – bis das Geld alle war und der Generalsekretär den Kurs änderte.

Es ist also zum einen ein Gang durch die Moderne des 20. Jahrhunderts. Aber schon beim Museum am Theaterplatz merkt man, dass Chemnitz im 20. Jahrhundert auch immer Heimstadt der modernen Kunst war. Das Chemnitzer Industrie-Bürgertum dachte durchaus eine ganze Ecke moderner als etwa das aristokratische Dresdner Bürgertum oder das doch sehr konservative Leipziger Bürgertum.

Was sich in den großen Sammlungen der Stadt widerspiegelt und natürlich in der Attraktion für namhafte Künstler der Moderne – von denen Karl Schmidt-Rottluff und Ernst Ludwig Richter die namhaftesten sind, denen man auf der Strecke und in den anliegenden Ausstellungen begegnet. Die Kunstsammlungen Chemnitz haben sich in den vergangenen Jahren einen internationalen Ruf erarbeitet, von dem das Leipziger Bildermuseum nur träumen kann. Sie bespielen mehrere Ausstellungsgebäude gleichzeitig – und jedes für sich ist eine Reise wert.

Genauso wie das oben erwähnte SMAC, das Staatliche Museum für Archäologie Chemnitz, wo das Sächsische Landesamt für Archäologie seit 2014 die Schätze aus den sächsischen Ausgrabungen zeigt und mit klugen, interaktiven Ausstellungsstücken dem Besucher nahebringt, wie 300.000 Jahre Geschichte zwischen Elbe und Weißer Elster stattfanden. Vom einstigen städtischen Stolz der mittelalterlichen und Gründerzeitstadt ist hingegen wenig übrig geblieben.

Trotzdem steht es schmuck und gepflegt da zwischen all dem Neuen: der rote Turm, das Alte und das Neue Rathaus. Und auch zum Kaßberg wagt Jens Kassner ein paar Schritte. Das ist das legendäre Gründerzeitquartier, auf das die Chemnitzer heute noch stolz sind, weil dort kreative Köpfe wie Stefan Heym und Lothar Günther Buchheim aufwuchsen.

Da hat man noch einige Hingucker der Architektur der Moderne vor sich, bevor man zum Ende des Rundgangs den Stadtkern verlässt und ins alte Schloßchemnitz kommt, dem eigentlichen Ursprung der Stadt, denn hier gründete noch der Kaiser im 12. Jahrhundert das Kloster St. Marien und den ersten Markt, der zum Ursprung der reichsunmittelbaren Stadt wurde. Was freilich nur so lange hielt, bis die Wettiner sich in Meißen durchsetzten und auch im Pleißeland ihre Herrschaftsansprüche klarmachten. Aus dem Kloster wurde ein Wettiner-Schloss. Von beidem sind heute noch Teile erhalten und laden zum Abtauchen ins Mittelalter ein, bevor man am Schlossberg zur Erfrischung eilt. Und dann?

Ja, dann hat man sich wohl am besten doch ein Hotelbett gesichert, denn einige wichtige Ausflugsziele liegen dann noch außerhalb des Ein-Tages-Rundgangs: die Villa Esche, das Industriemuseum, das Sächsische Fahrzeugmuseum und das beschauliche Schloss Klaffenbach.

Der Nischel, wie die Chemnitzer ihren Karl-Marx-Kopf nennen, dominiert die Tour also nicht, sondern fügt sich ein in das Selbstbild einer modernen Industriestadt, die sich nach 1990 deutlich zur Moderne bekannt hat. Was man ja nicht erwartet hätte in Sachsen, wo die meisten Politiker sich noch immer nach dem güldenen Zeitalter Augusts des Starken zurücksehnen. Vielleicht, weil sie den ganzen Geschichtsunterricht ab der Völkerschlacht verpennt und verschlafen haben. Deswegen haben sie auch so ein fürchterlich feudales Bild von ihrem Land und leider eben kein modernes.

Jens Kassner Chemnitz an einem Tag, Lehmstedt Verlag, Leipzig 2018, 5 Euro.

RezensionenChemnitzStadtführer
Print Friendly, PDF & Email
Leserbrief

Hinweise zum Leserbrief: Bitte beachten Sie, dass wir einen Leserbrief nur veröffentlichen, wenn dieser nicht anonym bei uns eintrifft. Außerdem möchten wir darauf hinweisen, dass eine Teilnahme an Verlosungen des L-IZ Leserclubs mit dem Leserbrief nicht möglich ist.

Ihr Name *

Ihre E-Mail-Adresse *

Betreff

Ihre Nachricht *

Bild/Datei hochladen

Wären Sie mit der Veröffentlichung als Leserbrief einverstanden? *

 


Schneller informiert mit dem L-IZ-Melder
Weitere Nachrichten:Bewegungsmelder | Wortmelder | Rückmelder | Sport | Polizei | Verkehr





Weitere aktuelle Nachrichten auf L-IZ.de

Reise, Reise: Einmal #unteilbar nach Dresden

Foto: L-IZ.de

Für alle LeserAm heutigen 24. August ist es also soweit: die vielleicht größte Demonstration des Jahres 2019 in Sachsen steht an. Ab 12 Uhr startet die Auftaktkundgebung auf dem Dresdner Altmarkt, für den gesamten Tag haben die Veranstalter 25.000 Teilnehmer angemeldet, verschiedenste Gruppen, Initiativen und Gewerkschaften haben für den heutigen Tag gegen Rassismus mobilisiert. Die L-IZ.de-Redaktion berichtet in unregelmäßigen Abständen hier von der Reise, den Demonstrationen und Kundgebungen mit Impressionen von vor Ort.
Grüne und Linke kritisieren Selbstgefälligkeit der Regierung und fehlende Bürgerbeteiligung
Der Tagebau Vereinigtes Schleenhain soll das Dorf Pödelwitz schlucken. Foto Luca Kunze

Foto Luca Kunze

Für alle LeserAm Donnerstag, 22. August, hat der Bundeswirtschaftsminister zwar den Referentenentwurf für ein Strukturstärkungsgesetz Kohleregionen (StStG) vorgelegt. Darin geht es um die geplanten Strukturstärkungsmittel. Aber was immer noch fehlt, ist ein klarer Zeitplan, wann welcher Kraftwerksblock in den Kohlekraftwerken wirklich vom Netz geht. Und nicht nur die Grünen befürchten, dass dazu bis 2026 überhaupt nichts passiert. Und die betroffene Bevölkerung wird wieder nicht gefragt.
„Embrace, 31. August 2019, Schaubühne Lindenfels Leipzig“: performatives Projekt zum Akt der Umarmung
Die Schaubühne Lindenfels in der Karl-Heine-Straße. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Ein Aufeinandertreffen zweier Menschen. Ein Dialog ohne Worte. Eine intensive physische wie mentale Erfahrung. Choreografin Joséphine Evrard und Medienkünstler und Performer Darko Dragičević widmen sich dem Akt Umarmung und präsentieren als Teil ihres fortlaufenden Projektes „embrace“ einen ersten performativen Einblick in ihre bisherige Recherche.
Wenn Westdeutsche dem Osten erklären, er solle doch mal ein großes überregionales Medium gründen
Durchs Wasserglas betrachtet. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserZwei Beiträge großer westdeutscher Medien erfreuten uns am Freitag, 23. August. Einmal der „Spiegel“-Beitrag „MDR-Termin in Chemnitz. Wo rechts das letzte Wort hat“ über das erwartbare Versagen des MDR bei der Aufarbeitung der Ereignisse in Chemnitz vor einem Jahr. Und zum anderen die erstaunliche Empfehlung der „Zeit“: „Ostdeutsche Medien braucht das Land“.
Wird der Bund Sachsen endlich sagen, wann die Krafwerke wirklich vom Netz gehen?
Das Kraftwerk Boxberg in der Lausitz. Foto: Marko Hofmann

Foto: Marko Hofmann

Für alle LeserAm Donnerstag, 22. August, hat das Bundesministerium für Wirtschaft den Referentenentwurf für ein Strukturstärkungsgesetz Kohleregionen (StStG) bekannt gegeben und zur Anhörung freigegeben. Pünktlich zu den beiden Landtagswahlen in den Kohleländern Sachsen und Brandenburg. Anders, als FDP-Landeschef Holger Zastrow meinte, ist das Geld schon mal zugesagt. Was freilich fehlt, sind die konkreten Ausstiegstermine.
Ein Jahr nach dem Mob: Landgericht Chemnitz verurteilt Syrer zu neuneinhalb Jahren Gefängnis
Pro Chemnitz und AfD gemeinsam am 1. September 2018 in Chemnitz. Foto: L-IZ.de

Foto: L-IZ.de

Für alle LeserVor fast genau einem Jahr ist Daniel H. in Chemnitz gestorben. Nachdem bekannt wurde, dass es sich bei den Tatverdächtigen um Ausländer handelt, gingen tausende Rechtsradikale auf die Straße, um zu demonstrieren und zu randalieren. Das Landgericht Chemnitz hat nun einen Syrer zu einer Freiheitsstrafe von neun Jahren und sechs Monaten verurteilt. Die Entscheidung basierte auf einer einzigen Zeugenaussage.
1. FC Lokomotive Leipzig vs. FSV Optik Rathenow 2:0 – Lok siegt glücklich oder verdient?
Matthias Steinborn sorgte mal wieder für einen Treffer. Foto: Jan Kaefer (Archiv)

Foto: Jan Kaefer (Archiv)

Für alle LeserNach dem spektakulären Erfolg gegen Energie Cottbus hat Lok Leipzig einen verdienten 2:0-Heimsieg gegen Optik Rathenow eingefahren. Vor 2.763 Zuschauern im Bruno-Plache-Stadion brauchten die Blaugelben wie erwartet Geduld. Erst nach der Pause trafen Soyak und Steinborn für den alten und neuen Tabellenführer 1. FC Lok. Der Führungstreffer sorgte anschließend für Diskussionen.
Fridays For Future legt 10-Punkte-Forderungen zur sächsischen Landtagswahl vor
Fridays For Future demonstrieren in Leipzig. Foto: L-IZ

Foto: L-IZ

Für alle LeserDie sächsischen Gruppen von „Fridays For Future“ haben es schon deutlich gesagt: Die Landtagswahl ist eine Klimawahl. Die Sachsen haben es in der Hand, Parteien in die Regierung zu wählen, die das Land wirklich fit machen wollen für eine Zeit nach der Kohle. Und die auch die anderen Aspekte des Klimawandels mitdenken. Es wird eine Kraftanstrengung. Aber was wird aus einem Land, das zu feige ist, Herausforderungen anzunehmen? Am Freitag, 23. August 2019, hat FFF seine Forderungen an die sächsische Politik vorgestellt.
Probefahrt, Reparaturbetrieb und die erstaunliche Frage nach der Mündigkeit in einem kontrollbesessenen System
Leipziger Zeitung Nr. 70. Foto: L-IZ

Foto: L-IZ

Für alle LeserEs sind immer wieder Sätze von Kolleg/-innen in der jeweils neuen „Leipziger Zeitung“ (die Nr. 70 liegt jetzt überall, wo es gute Zeitungen zu kaufen gibt), die so einen kleinen Aha-Moment ergeben, auch wenn die Themen in der Zeitung von uns meist lange vorher schon angedacht und geplant sind. So auch unsere Recherche-Tour in die Erinnerungswelt der DDR. Was davon ist heute noch wirksam? Oder hängt uns die 1990 Abgewickelte immer noch am Hacken?
Meint das Berlin-Institut wirklich echte Teilhabe oder doch nur wieder den alten Spruch „Ohne Geld biste nix“?
Die Cluster-Karte des Berlin-Instituts. Karte: Berlin-Institut, Teilhabeatlas

Karte: Berlin-Institut, Teilhabeatlas

Für alle LeserAm Gelde hängt, zum Gelde drängt doch alles, könnte man in freier Interpretation nach Goethe sagen, wenn man das studiert, was das Berlin-Institut „Teilhabeatlas Deutschland“ nennt und am Donnerstag, 22. August, in Berlin vorgestellt hat. Das Original von Goethe klingt freilich so: „Nach Golde drängt, Am Golde hängt / Doch alles. Ach wir Armen!“ Als hätte er geahnt, was aus einem Land wird, in dem Geld Politik macht. Ziemlich notdürftige, wie man meinen könnte.
ADFC Sachsen hofft, dass der Radverkehr nach der Sachsenwahl endlich von der Kriechspur kommt
Radfahrerinnen im Clara-Zetkin-Park. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserNachdem frühere Regierungszeiten meist eher einem stillen Verzweifeln glichen – so aus Radfahrerperspektive –, weil der Bau neuer Straßen für Autos immer wichtiger war als Investitionen ins Radwegenetz, war mit der CDU/SPD-Regierung seit 2014 zumindest die Hoffnung verbunden, dass jetzt endlich die Bremsen gelöst und viele Radwege gebaut werden. Aber irgendwie blieb's doch wieder beim Schneckentempo, resümiert der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) Sachsen.
Sonderausstellung im Bach-Museum widmet sich drei begabten Musikerinnen und ihrer Beziehung zu Bachs Musik
Zwischen Fanny Hensel und Clara Schuman fehlt nur das Bild von Anna Magdalena Bach. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserWir leben im großen Jubiläumsjahr für Clara Schumann. Da wundert es nicht, dass auch das Bach-Museum die begnadete Pianistin und Komponistin in eine besondere Ausstellung mit aufnimmt. Zusammen mit zwei anderen Musikerinnen, die zutiefst mit dem Werk von Johann Sebastian Bach verbunden sind: Fanny Hensel, der Schwester von Felix Mendelssohn Bartholdy, und Anna Magdalena Bach, der musikalischen Frau an der Seite des Thomaskantors.
Fridays for Future lädt am 30. August auch in Leipzig zur großen Klima-Demonstration zur Landtagswahl ein
Genug geredet heißt das Signal von Fridays for Future auch in Leipzig. Die Jugendlichen sind mit der Analyse fertig und kämpfen. Am 21. und 22. dann in Aachen. Foto: Michael Freitag

Foto: Michael Freitag

Für alle LeserAuch wenn es kaum eine Partei so plakatiert hat, ist die sächsische Landtagswahl eine Klimawahl. Die Sachsen entscheiden, ob sie eine Regierung bekommen, die kluge Entscheidungen zur Anpassung des Landes an den Klimawandel trifft, oder ob am Ende eine Kohle-Regierung dabei herauskommt, die den notwendigen Richtungswechsel wieder für fünf Jahre blockiert. Deswegen lädt auch „Fridays For Future“ Leipzig extra zur einer Wahl-Demo am 30. August ein.
Thomanerchor Leipzig eröffnet Chorjahr mit Motette am Freitag in der Nikolaikirche
Thomanerchor Leipzig. Foto: Matthias Knoch

Foto: Matthias Knoch

Nach dem Ende der Sommerferien eröffnet der Thomanerchor Leipzig das Schul- und Chorjahr 2019/20 am Freitag, 23. August, mit einer Motette (18 Uhr) in der Nikolaikirche. In dem Gotteshaus, das zur Leipziger Amtszeit Johann Sebastian Bachs und noch bis in die 1940er-Jahre zu den Hauptwirkungsstätten der Thomaner zählte, erklingen unter der Leitung von Thomaskantor Gotthold Schwarz Werke von E. Fr. Richter, J. Gallus, J. S. Bach / G. Ph. Telemann, D. Buxtehude, M. Reger.
Kandidaten-Check von Abgeordnetenwatch: Lobbyismus, Vermögenssteuer, Landarztquote, Kita …
Wahlplakate an der Petersstraße. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserWorum geht es eigentlich bei der Sachsenwahl am 1. September? Geht es wirklich um Migration, wie die einen behaupten, eine Bewahrung von Heimat? Oder geht es um Kohleausstieg und Lösungen für den Klimawandel? Oder geht es gar um die Frage: Wer regiert wirklich – die gewählten Parteien oder die Lobby-Organisationen, die in Hinterzimmern ihre Interessen durchdrücken? Zumindest diese Frage stellte Abgeordnetenwatch den Direktkandidat/-innen der Parteien. Mit erhellendem Ergebnis.