Stiftungsprojekt von Hochschule und Deutscher Telekom AG findet Lob und skeptische Kritik

Für alle LeserEs war notgedrungen eine Hauruckaktion, als die HTWK Leipzig praktisch die Nachfolge der Hochschule für Telekommunikation antrat und mit Stiftungsprofessuren der Deutschen Telekom AG seit November 2018 die neue Fakultät „Digitale Transformation“ aufbaute. Am Mittwoch, 19. Juni, wurde diese Inkorporation an der HTWK samt Ministerbesuch gefeiert und als neuer Digital-Leuchtturm gewürdigt. Dass die Neugründung aber nicht ohne Rumpeln vor sich geht, das merkte zumindest der StuRa an.

Inzwischen sind die ersten rund 130 Studierenden der Studiengänge Informations- und Kommunikationstechnik sowie Telekommunikationsinformatik an der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig (HTWK Leipzig) eingeschrieben. Die ersten der insgesamt 17 Professuren werden in Kürze besetzt, danach wird die Fakultät formal gegründet. Außerdem stiftet die Deutsche Telekom AG 15,5 Mitarbeiterstellen im wissenschaftlichen und im Verwaltungsbereich sowie die notwendige Sachausstattung für das gemeinsame Projekt und trägt somit alle anfallenden Kosten, meldet die HTWK. Ein Punkt, den die Studierenden zumindest bedenklich finden. Warum finanziert der Freistaat selbst nicht den neuen Studienschwerpunkt an der HTWK?

Ein Stiftungsprojekt in diesem Umfang ist an einer Hochschule für Angewandte Wissenschaften einmalig in Deutschland, erklärt die HTWK dazu.

Martin Dulig, Sächsischer Staatsminister für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr, bei seiner Rede. Foto: Robert Weinhold/HTWK Leipzig

Martin Dulig, Sächsischer Staatsminister für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr, bei seiner Rede. Foto: Robert Weinhold/HTWK Leipzig

Am Mittwoch, 19. Juni, kam auch Martin Dulig, Sächsischer Staatsminister für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr, zur Stiftungsfeier: „Die HTWK Leipzig ist der ideale Standort für eine Fakultät Digitale Transformation. Denn die Digitalisierung betrifft alle Lebensbereiche – auch Technik, Wirtschaft und Kultur. Jetzt geht es darum, diesen Wandel aktiv zu gestalten. Sachsen verfügt heute über herausragende Kompetenzen bei Schlüsseltechnologien der Digitalisierung. Dies ist vor allem der exzellenten Forschungs- und Hochschullandschaft zu verdanken. Ich bin überzeugt, dass die neue Fakultät künftig ein weiter Baustein dafür sein wird. Zu diesem wegweisenden Schritt möchte ich Rektorin Prof. Gesine Grande und ihren Mitstreitern herzlich gratulieren. Der Deutschen Telekom denke ich für die langfristige Finanzierung.“

Dr. Eva-Maria Stange, Staatsministerin für Wissenschaft und Kunst und damit für die Hochschulen verantwortlich, erklärte: „Mit ihrer neuen und einzigartigen Stiftungsfakultät wird die HTWK zu einer Hochschule, deren künftige Absolventen als Fachkräfte für angewandte Digitalisierung sicher schnell in den Unternehmen Fuß fassen werden. Der Bedarf an IT-Spezialisten aller Art ist groß. Ich bin sicher, dass sich die neue Fakultät auch gut in die bestehenden Fachrichtungen der HTWK einpasst und dies der Lehre und der Forschung insgesamt große Impulse geben wird. Besonders danken möchte ich der HTWK-Rektorin, Prof. Gesine Grande, für Ihren großen Einsatz zum Gelingen der Kooperation zwischen Hochschule und Deutsche Telekom AG.“

Keine Frage, dass so eine Fakultät „Digitale Transformation“ für die Gesellschaft wichtig ist. Denn Deutschland rumpelt ja beim digitalen Netzausbau recht unprofessionell durch die Jahre.

„Ich freue mich für den IT-Standort Leipzig, seine traditionsreiche Fachhochschule und deren Mitglieder. Ab Sommer werden 17 Professor/-innen berufen und die nächsten Studierenden immatrikuliert“, erklärte am Mittwoch der Leipziger Landtagsabgeordnete und Sprecher für Hochschule und Wissenschaft der SPD-Fraktion im Sächsischen Landtag Holger Mann.

Und wies darauf hin: „Mit Mitteln des Freistaates Sachsen werden weitere zwei Professuren für angewandte Digitalisierung den Wandel auch in den anderen Fakultäten gestalten. Dieses Beispiel zeigt, wie wir die Herausforderungen der Digitalisierung aktiv angehen wollen: Mit neuen Kooperationsmodellen sowie einem Schwerpunkt auf Innovation und Bildung.“

Aber den größeren Einfluss sichert sich nach wie vor die Telekom über ihre Stiftungsprofessuren.

„Voraussetzung einer erfolgreichen Digitalisierung ist eine enge Zusammenarbeit von Unternehmen und Hochschulen. Ich freue mich auf viele gut ausgebildete Studierende, die ihren Abschluss durch ein Studium an der Stiftungsfakultät Digitale Transformation erreicht haben. Das ist gut für die jungen Menschen, aber auch für die Telekom, das Land Sachsen und den Standort Leipzig“, sagte Dr. Thomas Kremer, Vorstandsmitglied Deutsche Telekom AG für Datenschutz, Recht und Compliance.

HTWK-Rektorin Prof. Gesine Grande und Telekom-Vorstandsmitglied Dr. Thomas Kremer. Foto: Robert Weinhold/ HTWK Leipzig

HTWK-Rektorin Prof. Gesine Grande und Telekom-Vorstandsmitglied Dr. Thomas Kremer. Foto: Robert Weinhold/ HTWK Leipzig

„Wir sind die erste und einzige Hochschule für Angewandte Wissenschaften, der es zugetraut wird, ein solches Projekt aufzubauen und im gemeinsamen Interesse inhaltlich, fachlich und wissenschaftlich weiterzuentwickeln“, ergänzte Prof. Dr. Gesine Grande, Rektorin der HTWK Leipzig. „Wir sind uns der Chancen und der Verantwortung bewusst. Die Vertragspartner versprechen sich von dieser Stiftungsfakultät einen Mehrwert für alle Beteiligten und eine Impulswirkung für die Region und den Freistaat Sachsen – und die Hochschule wird alles tun, um diese Erwartungen bestmöglich zu erfüllen.“

Während die Vertreter/-innen der HTWK Leipzig, der DTAG und des Freistaates Sachsen auf die geschlossenen Vereinbarungen anstießen, positionierte sich der StudierendenRat der HTWK Leipzig (StuRa) durchaus kritisch zur Stiftungsfakultät.

Man sah zwar auch einige positive Aspekte der Stiftung, müsste trotzdem ein paar bedenkliche Punkte ansprechen, so der StuRa.

Das Statement des StuRa:

„An der HTWK Leipzig sind bereits seit dem Wintersemester 2018/19 über 120 Studierende in zwei Bachelorstudiengängen immatrikuliert. Dass die Gründung nun erst ein Dreivierteljahr später erfolgt, verdeutlicht die teils fragliche Lage der Fakultät.

Am 26.01.2018 gelangte der Wissenschaftsrat zu einer negativen Akkreditierungsentscheidung für die Hochschule für Telekommunikation Leipzig (HfTL), da sie den wissenschaftlichen Maßstäben einer Hochschule nicht entspräche. Bereits am 26.02.2018 wurde die Absicht zur Einrichtung einer Stiftungsfakultät an der HTWK Leipzig durch eine Kleine Anfrage im Sächsischen Landtag bekannt.

„Unter dieser überstürzten Einrichtung leiden vor allem die Studierenden der Fakultät Digitale Transformation. So werden beispielsweise Absprachen zwischen HTWK Leipzig und DTAG nicht eingehalten, was gerade für die kooperativen Studierenden eine zusätzliche Belastung darstellt. An der HTWK Leipzig laufen derzeit sieben Berufungen von Professor/-innen und weitere Ausschreibungen von Mitarbeiter/-innen für die Lehre und Verwaltung der neuen Fakultät. Für die Hochschule muss es ein Kraftakt sein, diese fehlenden Ressourcen mit dem sowieso vorherrschenden Personalmangel und schlechtem Betreuungsschlüssel auszugleichen“, so Nico Zech, Sprecher des StuRa.

Nach Aussage der Hochschule sei die HTWK Leipzig mit dieser Fakultät auf dem Weg, sich zum Zentrum der Angewandten Digitalisierung in der Region zu entwickeln. Es ist begrüßenswert, dass sich der Freistaat Sachsen im Thema Digitalisierung nicht abhängen lassen will und dafür die Einrichtung einer eigenen Fakultät unterstützt. Gerade im Bereich der Digitalisierung ist die Praxisnähe wichtig und eine Einrichtung von anwendungsbezogenen Studiengängen in Kooperation mit Praxispartner/-innen zu begrüßen.

Nach der Meinung des StudierendenRates der HTWK Leipzig sind das jedoch keine Gründe, die Finanzierung auf ein privatwirtschaftliches Unternehmen auszulagern. „Das Land stiehlt sich hier eindeutig aus der Verantwortung. Für die Finanzierung der Fakultät hätte der Freistaat die notwendigen Mittel zur Verfügung stellen müssen. Vor allem im Bereich der Forschung besteht die Gefahr, dass diese eng an den Kernkompetenzen und an der Konzernstrategie der DTAG ausgerichtet werden – wie bisher an der HfTL”, so Zech.

Der StuRa blickt erwartungsvoll und skeptisch auf die heute eingerichtete Fakultät und wünscht der Hochschule viel Erfolg bei der Trennung der Freiheit in Lehre und Forschung von Konzerninteressen. Leider wurden einige Gegebenheiten, die der Wissenschaftsrat in seiner Stellungnahme zur HfTL kritisierte, auch an die Fakultät Digitale Transformation übernommen. Nico Zech schließt: „So fungiert auch an der F DIT derzeit ausschließlich die DTAG als Praxispartner, obwohl sowohl an der HfTL als auch an der HTWK analoge Modelle für weitere Kooperationspartner möglich wären. Hier sollte die Hochschule Anstrengungen unternehmen, weitere Partner/-innen zu finden. Wie die HfTL sollte auch die F DIT Gleichstellung bei den Studierenden als zentrales Ziel formulieren und in diesem Sinne Konzepte entwickeln, um mehr weibliche Studierende zu gewinnen.“

HTWK erhält Stiftungsfakultät von der Deutschen Telekom

HTWKFakultät Digitale Transformation
Print Friendly, PDF & Email
 


Schneller informiert mit dem L-IZ-Melder
Weitere Nachrichten:Bewegungsmelder | Wortmelder | Rückmelder | Sport | Polizei | Verkehr


Weitere aktuelle Nachrichten auf L-IZ.de

Späte DM 2020: David Storl mit neuntem Titel

Für alle LeserAm Sonntag standen wie üblich bei der Deutschen Meisterschaft der Leichtathletik noch mehr Finals auf dem Zeitplan. Die Leipziger Beteiligung blieb überschaubar, nur Alexander Ide hatte das Finale über 1.500 Meter erreicht und David Storl holte sich den im Vorjahr wegen einer Verletzung nicht verteidigten Titel zurück. Als Nachrücker im Speerwurf ging noch Jakob Nauck an den Start. Aus der Weltspitze traten Malaika Mihambo im Weitsprung und Johannes Vetter im Speerwurf an.
Das lange Interview mit Friedemann Goerl: „Öffentliche Räume müssen wieder zum Wohnzimmer unserer Stadt werden!“
Friedemann Goerl ist erst 30 Jahre und trägt in Leipzig schon viel Verantwortung. Der studierte Geograph ist seit 2018 der Fußverkehrsverantwortliche der Stadt. © privat

© privat

Für alle LeserLEIPZIGER ZEITUNG/Auszug Ausgabe 81, seit 31. Juli im HandelFriedemann Goerl ist erst 30 Jahre und trägt in Leipzig schon viel Verantwortung. Der studierte Geograph ist seit 2018 der Fußverkehrsverantwortliche der Stadt. In einer fast 300 Quadratkilometer großen Stadt mit 1.700 Kilometern Straße, zahlreichen Parks und dem Auwald eine echte Mammutaufgabe. Doch davon lässt sich Goerl nicht abschrecken, hat und erarbeitet Pläne. Die gefallen nicht jedem. Wie lange müssen sich Fußgänger den Autofahrern noch gänzlich unterordnen?
Grüne hoffen ab 2021 auf den Einsatz von Rettungsschwimmern an besonders besucherstarken Stränden
Nordstrand am Cospudener See. Foto: Patrick Kulow

Foto: Patrick Kulow

Für alle LeserGanz so schnell ist auch eine Verwaltung nicht. Als die Grünen-Fraktion im April ihren Antrag „Bade- und Schwimmunfälle vermeiden – Sicherheit an Leipziger Seen verbessern!“ einreichte, hatte die Badesaison in Leipzig noch nicht so richtig begonnen. Im Juni beschloss der Stadtrat das vom Umweltdezernat vorgelegte Alternativkonzept. Doch der heiße Sommer überrascht ganz und gar nicht mit vermehrten Badeunfällen. Die Grünen machen jetzt Druck.
Das Jugendsinfonieorchester Leipzig hat für all seine Freunde „Pirates Of The Caribbean“ eingespielt
Videoclip des JSO Leipzig: Pirates of the Carribean. Screenshot: L-IZ

Screenshot: L-IZ

Für alle LeserIm Mai erfreute das Jugendsinfonieorchester Leipzig seine Freunde schon mit einem Videoclip: Da spielten die jungen Musiker/-innen die „Hebriden“ von Felix Mendelssohn Bartholdy im Homeoffice ein und zeigten, wie professionell das Orchester schon ist. So mancher Schüler der Musikschule „Johann Sebastian Bach“ träumt davon, einmal in diesem Orchester mitzuspielen. Seit einer Woche lädt ein neuer Videoclip zum Staunen ein.
Kommunen in Deutschland brauchen eine bessere finanzielle Ausstattung
Ein Häufchen Geld. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserAm 7. August veröffentliche das Bundesverfassungsgericht die Meldung zu einem Urteil, das schon im Juli gefällt wurde. Es betrifft auch Leipzig – so wie jede Stadt, der in den letzten Jahrzehnten vom Bund Aufgaben übergeholfen wurden, die durch Bundeszuweisungen finanziell nicht abgedeckt waren. „Regelungen der Bedarfe für Bildung und Teilhabe wegen Verletzung des kommunalen Selbstverwaltungsrechts mit dem Grundgesetz unvereinbar“, titelte das Gericht.
Gute Gründe, den Schulbetrieb wieder aufzunehmen und trotzdem Hygieneregeln zu beachten
Die nachgewiesenen Corona-Infektionen in Sachsen, Stand 7. August. Grafik: Freistaat Sachsen

Grafik: Freistaat Sachsen

Für alle LeserAm 3. August veröffentlichte das Sächsische Kultusministerium die Ergebnisse der Leipziger Corona-Schulstudie, die in gewisser Weise die Wiederaufnahme des Schulregelbetriebs am 31. August unterfüttern soll. Die großen Medien stürzten sich alle gleich drauf. So wie auch auf die schon im Juli veröffentlichte Schulstudie aus Dresden, die nach demselben Muster durchgeführt wurde.
Verkehrswende in die falsche Richtung: Leipzigs Radverkehr unterm Brennglas
Vollbremsung und rechts einordnen, um links abzubiegen. Foto: Frank Willberg

Foto: Frank Willberg

Für alle LeserLEIPZIGER ZEITUNG/Auszug Ausgabe 81, seit 31. Juli im HandelIn Berlin ist die Freude riesig. Nur noch 30 Jahre, dann können sich die Hauptstädter den Flug nach Australien sparen, denn das Klima von Canberra herrscht 2050 in Berlin. Und in etwa 80 Jahren liegt die Stadt obendrein direkt an der Ostseeküste. Hauptsache, der Klimawandel geht ungebremst so weiter wie bisher.
Was stimmt an den Wegebeziehungen rund um den Cottaweg nicht?
Einengung der Fahrbahn an der Zeppelinbrücke. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserAls Radfahrer darf man sich in Leipzig durchaus als Testpilot betrachten. Der neueste Test läuft ja derzeit auf der Zeppelinbrücke, wo das Verkehrs- und Tiefbauamt in dieser Woche die temporären Radstreifen aufbrachte, die man schon im Frühjahr angekündigt hatte. Eigentlich weniger wegen Corona, sondern „um die Verkehrssicherheit zu erhöhen“ und den Unfallschwerpunkt an der Einmündung Cottaweg zu entschärfen.
Späte DM 2020: Lea Wipper mit erster Leipziger Medaille
Alle vier SC DHfK-Starter liefen toll über 1500 m. Alexander Ide zog als Einziger ins Finale ein Foto: Sebastian Beyer

Foto: Sebastian Beyer

Für alle LeserAls erster Sachse im pandemiebedingt zuschauerfreien Braunschweiger Stadion sicherte sich Max Hess vom LAC Erdgas Chemnitz einen Titel als Deutscher Meister. Höhepunkt am Samstag war für den SC DHfK Leipzig die Bronzemedaille im Speerwurf der Frauen. Leipziger griffen am Samstagnachmittag ein, als die 1.500 Meter Halbfinals der Männer begannen. Pech hatte Artur Beimler, den ein Sturz um die Chance auf den Finaleinzug brachte und die Männer über 100 Meter verpassten das Finale.
Es gibt nicht mal Zahlen zum Erfolg der Rundverfügung des Generalstaatsanwalts zu Bagatelldelikten vom März 2019
Schriftzug über dem Haupteingang des Leipziger Landgerichts. Foto: Lucas Böhme

Foto: Lucas Böhme

Für alle LeserEigentlich hätte es Franz Sodann, Landtagsabgeordneter der Linken, schon ahnen können, als er seine Anfrage zum „Vollzug der Rundverfügung Bagatelldelikte“ stellte. Die heißt zwar nicht so, sondern „Rundverfügung zur einheitlichen Strafverfolgungspraxis sowie zur Strafzumessung und zu sonstigen Rechtsfolgen“. Sie gilt seit dem 1. März und wurde von Generalstaatsanwalt Hans Strobl verfügt. Und was zu erwarten war: Kein Mensch kann nachvollziehen, was sie gebracht hat.
Leichenfund im Clara-Zetkin-Park: Polizei veröffentlicht Bild des Toten und bittet um Mithilfe
Der abgesperrte Fundort der Leiche am Donnerstag. Foto: L-IZ.de

Foto: L-IZ.de

Für alle Leser Nach dem Fund einer Leiche im Inselteich des Clara-Zetkin-Parks am Donnerstag steht fest, dass es sich bei dem Toten um einen älteren Mann handelt und er gewaltsam zu Tode kam. Zur Klärung seiner Identität bittet die Leipziger Polizei nun die Öffentlichkeit um Unterstützung und hat ein Foto mit Beschreibung äußerer Merkmale des Mannes veröffentlicht.
Auch am 27. September ist ein Seifenkistenrennen auf dem Fockeberg undenkbar
Fockebergmarkt im vergangen Jahr. Foto: Tine Zeiler

Foto: Tine Zeiler

Für alle LeserEs sollte der 29. Prix de Tacot werden am 10. Mai auf dem Fockeberg. Doch Corona machte auch diesem von der naTo veranstalteten Traditionsereignis den Garaus. Auch wenn man im Haus am Südplatz noch zuversichtlich war, dass man das Rennen im Herbst würde nachholen können, genauer: am 27. September. Doch auch das wird nichts. Weder ist Corona aus der Welt verschwunden, noch kann man bei so einem Rennen die berühmten AHA-Regeln einhalten.
Extreme Dürreperioden in Mitteleuropa werden zunehmen, wenn wir den Treibhausgasausstoß nicht drastisch senken
Niedrigstwasser in der Elbe in Dresden im Jahr 2018. Foto: André Künzelmann / UFZ

Foto: André Künzelmann / UFZ

Für alle LeserEigentlich ist es seit über zwanzig Jahren bekannt, was die Klimaerwärmung speziell auch für Sachsen bedeutet, das neben den längeren Hitzeperioden auch besonders von zunehmenden Dürreperioden betroffen ist. Das dritte Jahr hintereinander erlebt Sachsen so ein Jahr. Und Entwarnung gibt es keine. Im Gegenteil. Das in Leipzig heimische Umweltforschungszentrum sieht noch mehr Dürren und Trockenzeiten auf uns zukommen. Denn den Treibhausgasausstoß haben wir noch immer nicht gesenkt.
Aus großer Wiese entsteht in Liebertwolkwitz ein neuer Park direkt vorm Seniorenheim
Der Entwurf für den neuen Park in Liebertwolkwitz. Grafik: Stadt Leipzig / Landschaftsplanungsbüro Köhler

Grafik: Stadt Leipzig / Landschaftsplanungsbüro Köhler

Für alle LeserBis jetzt war es immer nur eine große grüne Wiese an der Getreidegasse. Wenn man am Bahnhof Liebertwolkwitz ausstieg und die Getreidegasse hinunterging, kam man am Weiher vorbei, dahinter tauchte dann die Wiese auf. Doch die wird derzeit zu einem richtigen Park umgestaltet. Am 13. August soll der neue Park der Öffentlichkeit übergeben werden. Und besonders freuen wird das die Bewohner des benachbarten Seniorenheims.
Der Bambusspross wird zum Bambusstamm: Erstaunlich lebendige Spruchweisheiten aus Kambodscha
Gabriele und Ngen Yos: Der Bambusspross wird zum Bambusstamm. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserManchmal ist es wirklich nur die Sprache, die uns daran hindert, in den Kulturen fremder Völker uns selbst wiederzufinden, das Vertraute, das allen Völkern gemeinsam ist. Denn alle Menschen müssen für ihren Lebensunterhalt arbeiten, mussten Land urbar machen und miteinander klarzukommen lernen. Wären da nicht ein paar Tiere, die es nur in Südostasien gibt, die Sprichwörter, die Gabriele und Ngen Yos jetzt veröffentlicht haben, könnten manchmal auch aus deutschen Sammlungen stammen.