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Leergeräumt ist das Gebäude schon seit Monaten. In den letzten Tagen wurde der Geutebrück-Bau der HTWK in der Karl-Liebknecht-Straße nun komplett eingerüstet. Unter Leitung der Niederlassung Leipzig II des Staatsbetriebs Sächsisches Immobilien- und Baumanagement (SIB) erfolgt jetzt die umfangreiche Sanierung des Geutebrück-Baus der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig (HTWK Leipzig).
Im Rahmen der seit 2024 laufenden denkmalgerechten Sanierung und Modernisierung des Gebäudeensembles, bestehend aus dem Seminar-, dem Lehr- und dem Hörsaalgebäude, werden u. a. der bauliche Brandschutz ertüchtigt, die Gebäudehülle energetisch saniert sowie die Starkstrom- und Fernmeldeanlagen netztechnisch auf den neuesten Stand gebracht. Zudem werden ein modernes Sicherheitskonzept und der barrierefreie Ausbau aller Gebäudeteile inklusive des südlichen Zugangsbereichs umgesetzt. Räumlich-funktionelle Anpassungen im Staffelgeschoss und dessen Anbindung an das Haupttreppenhaus des Lehrgebäudes sind ebenso vorgesehen wie der Einbau eines zusätzlichen Hörsaals im ehemaligen Bereich des Bodenmechaniklabors im Untergeschoss des Hörsaalgebäudes.
Es geht auch um Schadstoffbelastung
Darüber hinaus sind umfangreiche Sanierungsmaßnahmen der Bausubstanz notwendig, so das SIB, darunter die Sanierung schadstoffbelasteter Bereiche, die Ertüchtigung von Holzbalkendecken im Seminargebäude, die Dämmung und Abdichtung von Bodenplatten in Lehr- und Hörsaalgebäude sowie die Erneuerung der Bauwerksabdichtung im erdberührten Bereich. Zudem werden Stahlbeton-Bauteile ertüchtigt und Bauteiloberflächen saniert, um Raumqualität, Akustik und Funktionalität zu verbessern. Die Außenanlagen werden neugestaltet. Gehwege, Verkehrsflächen, Stellplätze und Aufenthaltsbereiche werden neu angelegt, die Einfriedung ertüchtigt und die Medienver- und -entsorgung auf dem Grundstück neu strukturiert.
Mit dem aktuell aufgestellten Fassadengerüst haben die Kernarbeiten in allen Gebäudeteilen begonnen. Bereits abgeschlossen sind die hofseitige Neustrukturierung der Medienführung mit neuen Medienanschlüssen und die Ertüchtigung der Holzbalkendecken im Seminargebäude sowie der Austausch der Bodenplatten im Untergeschoss des Lehrgebäudes. Der Abschluss der Generalsanierung ist für 2029 vorgesehen.
Die derzeit genehmigten Gesamtbaukosten für die umfangreiche Generalsanierung des Ensembles betragen rund 40 Millionen Euro. Für die Maßnahme stehen Mittel aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EE-EFRE) zur Verfügung, der Investitionen zur Verbesserung der energetischen Bilanz für Hochschulbauten und landeseigene Liegenschaften fördert. Die Baumaßnahme wird mitfinanziert durch Steuermittel auf Grundlage des vom Sächsischen Landtag beschlossenen Haushalts.
Der Geutebrück-Bau
Das Gebäudeensemble Geutebrück-Bau, benannt nach Albert Geutebrück (1801–1868), dem ersten Direktor der Königlich-Sächsischen Baugewerkenschule, besteht aus den drei Gebäuden Seminargebäude, Lehrgebäude und Hörsaalgebäude und ist zentraler Bestandteil des Campus der HTWK Leipzig entlang der Richard-Lehmann-Straße, Karl-Liebknecht-Straße und Eichendorffstraße in der Südvorstadt von Leipzig.
Der Uhrenturm des Gebäudes markiert den Standort städtebaulich bedeutsam an zwei zentralen Achsen im Leipziger Innenstadtbereich. Das Ensemble ist weithin sichtbar entlang einer der bekanntesten Straßen Leipzigs und ein Aushängeschild der Hochschule.
Der Geutebrück-Bau ist Sitz der Hochschulleitung, weiterer zentraler Hochschuleinrichtungen, der Fakultät Bauwesen und des Hochschulsprachenzentrums. Er beinhaltet zentral gelegene Hörsäle und Seminarräume. Alle drei Gebäude des Ensembles sind Einzeldenkmale.
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